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Tourism in the Qur’an: From Contemplating the Earth to Human Awakening

ohne Namen · Islamic Centre of England – Weekly Articles · 2026-09-23 · London · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Dankbarkeit · tragend Demut · tragend

Reisen ist im Koran ein Befehl zur kontemplativen Beobachtung der Natur und Geschichte, der den Menschen von innerer Nachlässigkeit befreit und ihn zur Erkenntnis der göttlichen Einheit und seiner eigenen Verantwortung führt.

Somit ist in der Kultur des Qur’ān der Tourismus sowohl die Kunst des Sehens als auch ein Weg zum Erwachen; er ist zugleich eine Reise durch die Geographie und eine innere Bewegung hin zu Wissen und Verantwortung.

Der Text interpretiert das Reisen im Koran nicht als bloße geografische Bewegung, sondern als spirituelle Pflicht zur Kontemplation der Schöpfung. Die Erde wird als offenes Buch und Klassenzimmer des Tawḥīd (Gotteseinheit) dargestellt, in dem Naturphänomene und historische Ruinen die Weisheit und Macht Gottes bezeugen. Der Autor argumentiert, dass wahres Reisen erfordert, die äußere Welt zu durchdringen, um innere Nachlässigkeit und Hochmut zu überwinden. Historische Zivilisationen wie 'Ād und Saba' dienen als Warnbeispiele dafür, dass materieller Fortschritt ohne moralische Integrität und Dankbarkeit zum Untergang führt. Der Text ruft dazu auf, die Vielfalt der Sprachen und Kulturen als Zeichen der göttlichen Einheit zu verstehen und nicht als Spaltung. Tourismus wird somit von einem Akt der Erholung zu einer Form der Anbetung und des Lernens umgedeutet. Die zentrale Botschaft ist, dass der Mensch durch bewusste Beobachtung und Reflexion während des Reisens seine eigene Sterblichkeit erkennt und zu Demut sowie Verantwortung gegenüber Gott und der Menschheit gelangt.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
Wiederkehr, kein Ziel, immer dasselbe Muster
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

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Wozu der Text aufruft

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Koran 29:20 · Koran 22:46 · Koran 88:17-20 · Koran 30:22 · Koran 3:137 · Koran 30:9 · Koran 34:15

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
5 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Seyed Hashem Moosavi Einleitung Am Welttourismustag ist Reisen mehr als eine bloße geografische Bewegung, eine Gelegenheit zur Erholung oder ein Mittel zum wirtschaftlichen Wohlstand. Es kann zu einem Fenster werden, durch das der Mensch ein tieferes Verständnis der Welt und seiner selbst gewinnt. Aus der Perspektive des Heiligen Qur’ān sind Tourismus und das Reisen über die Erde eine tiefgreifende Einladung zu Einsicht und Erwachen: eine Einladung, über die Ausdehnung der Erde hinweg die Zeichen Gottes, das Schicksal der Nationen und die Gesetze, die das menschliche Leben regieren, zu beobachten und daraus zu lernen. In dieser Sichtweise ist die äußere Welt ein Spiegel zum Erwachen der inneren Welt. Der qur’anische Reisende durchquert nicht bloß Orte; er durchdringt auch Schichten der Nachlässigkeit, des Hochmuts und der Gewohnheit, und mit jedem Schritt kommt er einem frischen Verständnis von Gott, der Menschheit und seiner eigenen Verantwortung näher. Somit ist in der Kultur des Qur’ān der Tourismus sowohl die Kunst des Sehens als auch ein Weg zum Erwachen; er ist zugleich eine Reise durch die Geographie und eine innere Bewegung hin zu Wissen und Verantwortung. Reisen im Qur’ān: Ein Befehl zu sehen und nachzudenken In den Versen des Qur’ān ist das Reisen keine marginale Empfehlung; es ist ein Befehl, die Stagnation hinter sich zu lassen und in das Reich der Beobachtung und des Denkens einzutreten. Der Ausdruck «سیروا فی الارض» ruft die Menschen zur Bewegung auf, doch diese Bewegung wird erst dann wahrhaft qur’anisch, wenn sie von Sehen und Nachdenken begleitet wird. Der Vers «قل سیروا فی الارض فانظروا کیف بدأ الخلق» (Al-‘Ankabūt: 20) zeigt, dass die Erde eine Schule zum Verständnis der Schöpfung ist – eine Schule, deren Lektion mit der Bewegung beginnt und durch Kontemplation Frucht trägt. Die Betonung des Sehens im Qur’ān beschränkt sich nicht auf die äußere Beobachtung; vielmehr ruft er das Herz zum Verständnis auf. Daher erinnert uns der Vers «أفلم یسیروا فی الارض فتکون لهم قلوب یعقلون بها…» (Al-Ḥajj: 46) daran, dass das Hauptproblem des Menschen manchmal nicht das Fehlen von Reisen, sondern das Fehlen eines erwachten Herzens und eines Verstandes, der Lektionen zieht, ist. Man kann viele Straßen bereisen und dennoch an jedem Zeichen vorbeigehen, ohne es wahrhaft zu empfangen; ein anderer kann ein einzelnes Zeichen erblicken und durch es eine neue Öffnung zur Wahrheit finden. Dieser Befehl entfaltet sich in Stufen: das Heraustreten aus dem Kreis der Vertrautheit, das Betrachten der über die Horizonte verbreiteten Zeichen, das Lesen des Schicksals derer, die zuvor kamen, das Zulassen, dass dieses Lesen in die Seele eindringt, und das Zurückkehren mit einer erneuerten Vision. Auf dieser Reise begegnet der Reisende der Majestät der Natur, den Ruinen von Zivilisationen, dem Glanz der Berge und der Stille der Wüsten – und in all dem begegnet er seiner eigenen Kleinheit und Sterblichkeit. Hier wird der Tourismus vom Unterhaltungsakt zu einer auf Einsicht gegründeten Handlung der Anbetung: vom Sehen zum Wissen und vom Wissen zur Demut. Somit, wenn der Qur’ān das Reisen als Befehl bezeichnet, geschieht dies nicht, damit die Menschen bloß ihren Standort wechseln, sondern damit sie ihren Platz innerhalb der Existenz neu entdecken können. Dieser Befehl ist gedankenanregend, weil er jeden Weg zu einem Zeichen, jede Ruine zu einer Ermahnung und jeden Horizont zu einem Spiegel zum Erkennen Gottes und des Selbst macht. Der gläubige Reisende sieht die Erde als eine Schule des Tawḥīd und betrachtet seine Fußstapfen als Stufen des Aufstiegs: von der Nachlässigkeit zur Erinnung, von der Zerstreuung zur Einheit und vom Besichtigen zur Einsicht. Die Erde: Ein Klassenzimmer des Tawḥīd In der Sicht des Heiligen Qur’ān ist die Erde nicht bloß ein Ort, an dem die Menschen leben und ihre materiellen Bedürfnisse befriedigen; sie ist ein offenes Buch der Zeichen Gottes und ein ständiges Klassenzimmer zum Erkennen des Schöpfers. Berge, Meere, Wälder, Wüsten, der sterngefüllte Himmel, die Vielfalt der Lebewesen und die Verschiedenheit der Klimazonen sind jeweils ein Zeichen der göttlichen Weisheit, Macht und Barmherzigkeit. Das Reisen führt den Menschen aus der engen und repetitiven Umgebung des Alltags heraus und bringt ihn mit breiteren Manifestationen der Schöpfung face to face. Der gleiche koranische Befehl, der am Anfang dieses Artikels erwähnt wurde, erhält hier eine klarere Bedeutung: Die Reise muss zur Beobachtung der Schöpfung und zum Verständnis ihres Anfangs und ihrer Ordnung führen. Daher wird die Bewegung über die Erde erst dann wertvoll, wenn sie den Menschen von der äußeren Erscheinung der Phänomene zur Weisheit des Schöpfers führt. Von diesem Punkt aus wird die Ununterscheidbarkeit von „Reisen“ und „Sehen“ in der Logik des Korans deutlich. Das Begehen des Weges erlangt epistemischen Wert nur dann, wenn es mit nachdenklicher Beobachtung verbunden ist – einer Beobachtung, die den Menschen über die Oberfläche der Dinge hinausführt und ihn zu Fragen der Weisheit, Ordnung und Bedeutung leitet. Viele Menschen sehen Berge, Meere und den Himmel, bewegen sich jedoch nie über ihre äußeren Formen hinaus; während ein anderer Mensch, der auf ein einzelnes Blatt, einen Regentropfen oder die aufgehende Sonne blickt, einen Weg zur Größe und Weisheit des Schöpfers finden kann. An anderer Stelle lädt der Koran den Menschen ein, über eine Reihe natürlicher Phänomene nachzudenken: «أَفَلَا يَنظُرُونَ إِلَى الْإِبِلِ كَيْفَ خُلِقَتْ وَإِلَى السَّمَاءِ كَيْفَ رُفِعَتْ وَإِلَى الْجِبَالِ كَيْفَ نُصِبَتْ وَإِلَى الْأَرْضِ كَيْفَ سُطِحَتْ» „Sehen sie nicht die Kamele, wie sie erschaffen wurden; und den Himmel, wie er emporgehoben wurde; und die Berge, wie sie festgesetzt wurden; und die Erde, wie sie ausgebreitet wurde?“ (Al-Ghāshiyah: 17–20) In diesen Versen bewegt sich der menschliche Blick von einem lebenden Wesen zum Himmel, vom Himmel zu den Bergen und von den Bergen zur Weite der Erde. Es ist, als wolle der Koran den Menschen lehren, dass sie bei der Reise sowohl die Details als auch die Gesamtheit der Welt sehen müssen: sowohl die Feinheit der Schöpfung eines einzelnen Wesens als auch die harmonische Ordnung der Existenz als Ganzes. Die Vielfalt unter den Phänomenen ist kein Zeichen mehrerer Herrscher; vielmehr bezeugt sie die Einheit der Herrschaft und die Harmonie eines einzigen weisen Systems. Die Reise offenbart auch die Grenzen der Perspektive einer Person. In der kleinen Umgebung des eigenen Lebens kann eine Person eine bestimmte Lebensweise, ein Klima oder eine Reihe von Möglichkeiten als natürlich und dauerhaft betrachten. Aber wenn er in andere Länder reist und die Vielfalt der Klimazonen, Pflanzen, Tiere, Sprachen und menschlichen Erscheinungen sieht, wird er sich tiefer mit der Weite der göttlichen Schöpfung vertraut. Der Koran stellt diese Vielfalt als eines der Zeichen Gottes dar: «وَمِنْ آيَاتِهِ خَلْقُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ وَاخْتِلَافُ أَلْسِنَتِكُمْ وَأَلْوَانِكُمْ» „Und unter seinen Zeichen ist die Schöpfung der Himmel und der Erde und die Verschiedenheit eurer Sprachen und eurer Farben.“ (Al-Rūm: 22) Somit kann Tourismus in der Logik des Korans zu einer Form der Erziehung im Tawḥīd werden. In dieser Sicht ist die Natur nicht bloß ein Ort für Erholung oder Fotografie; sie ist eine Schule, in der man die Größe Gottes, die Ordnung der Schöpfung, die Abhängigkeit der Menschen und die Harmonie der Teile der Existenz lernt. Vor festen Bergen, weiten Meeren und einem endlosen Himmel versteht der Mensch seine eigene Kleinheit und Notwendigkeit besser und distanziert sich von Stolz. Doch nicht jede Reise führt notwendigerweise zu Erkenntnis. Wenn eine Person nur zum Vergnügen, zum Konsum, zur Schau oder zur Ansammlung von Bildern reist, kann sie an Tausenden göttlichen Zeichen vorbeigehen, ohne ihre Botschaft zu erfassen. Eine Reise des Tawḥīd nimmt Gestalt an, wenn der Reisende sich selbst fragt: Welche Macht hat diese weite Welt ins Dasein gebracht? Welche Weisheit hat eine solche Vielfalt innerhalb einer einzigen Ordnung platziert? Und welche Verantwortung habe ich vor diesen Segnungen? Auf diese Weise wird die Reise von einer bloß erholungsorientierten Erfahrung in eine bewusste Handlung der Anbetung verwandelt – eine Handlung, die mit dem Sehen beginnt, mit dem Denken fortsetzt und in Dankbarkeit, Demut und Verantwortung gipfelt. Die Erde: Ein lebendiges Gedächtnis der Geschichte und ein Spiegel der Ermahnung Die Erde bewahrt nicht nur die Zeichen der Natur; sie hält in sich auch die bitteren und süßen Erinnerungen an Völker, Zivilisationen und Mächte der Vergangenheit. Paläste, Festungen, Orte der Anbetung, zerstörte Städte, alte Straßen und die verbliebenen Spuren früherer Gemeinschaften sind jeweils eine Seite aus dem Buch der Menschheitsgeschichte. Der heilige Koran lädt die Menschen ein, diese Seiten zu studieren, nicht bloch aus Neugier, sondern um Lehren zu ziehen und die Gesetze zu erkennen, die die Geschichte beherrschen. Der Koran sagt: «قَدْ خَلَتْ مِن قَبْلِكُم سُنَنٌ فَسِيرُوا فِي الْأَرْضِ فَانظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُكَذِّبِينَ» „Vor euch sind bereits Wege und Muster vergangen; so reist durch die Erde und seht, wie das Ende der Leugner war.“ (Āl ‘Imrān: 137) Das Wort „Muster“ zeigt an, dass historische Ereignisse keine Sammlung verstreuter und gesetzloser Vorfälle sind; vielmehr regieren bestimmte Prinzipien und Traditionen das Leben der Gesellschaften. So wie die natürliche Welt stabile Gesetze hat, folgt auch das gesellschaftliche Leben der Nationen anhaltenden Mustern. Unterdrückung, Korruption, Hochmut, Diskriminierung, die Verletzung der Rechte der Menschen und die Leugnung der Wahrheit haben alle Konsequenzen; ebenso wie Glaube, Gerechtigkeit, Dankbarkeit für Segnungen, Solidarität und Reform die Grundlage für Würde und Beständigkeit in der Gesellschaft schaffen. Bei der Beschreibung einiger Völker der Vergangenheit sagt der Koran: «أَوَلَمْ يَسِيرُوا فِي الْأَرْضِ فَيَنظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الَّذِينَ مِن قَبْلِهِمْ كَانُوا أَشَدَّ مِنْهُمْ قُوَّةً وَأَثَارُوا الْأَرْضَ وَعَمَرُوهَا أَكْثَرَ مِمَّا عَمَرُوهَا» „Haben sie nicht durch die Erde gereist und beobachtet, wie das Ende jener war, die vor ihnen waren? Sie waren in ihrer Macht stärker als sie; sie brachen die Erde auf und bebauten sie mehr, als sie sie bebaut haben.“ (Al-Rūm: 9) Dieser Vers drückt einen sehr wichtigen Punkt aus: materieller Fortschritt, militärische Macht, städtische Entwicklung und der Besitz einer prächtigen Zivilisation garantieren nicht von sich aus das Überleben einer Gesellschaft. Viele Zivilisationen haben große Höhen in Architektur, Landwirtschaft, Industrie oder politischer Macht erreicht, sind jedoch wegen moralischer Verfall, sozialer Ungerechtigkeit und Rebellion gegen die Wahrheit zusammengebrochen. Das Überleben ihrer Denkmäler neben dem Verschwinden ihrer Macht trägt eine klare Botschaft in sich: Gebäude können Jahrhunderte bleiben, aber eine Autorität, die von Gerechtigkeit getrennt ist, kann nicht bestehen. Die Menschen von ‘Ād wurden stolz auf ihre körperliche Stärke und ihre prächtigen Strukturen; die Menschen von Thamūd schnitten Berge und machten daraus feste Wohnungen; Pharaon besaß Königtum, Armeen und politische Autorität; und die Menschen von Saba’ genossen ein fruchtbares Land und reiche Segnungen. Doch als Macht mit Hochmut, Segen mit Undankbarkeit und Fortschritt mit Korruption verbunden wurden, retteten ihre Ressourcen sie nicht vor dem Zusammenbruch. Die Geschichte der Menschen von Saba’ ist ein klares Beispiel für diese Wahrheit. Der Koran spricht von einem fruchtbaren Land, weitläufigen Gärten und reichlicher Versorgung und beschreibt dann die Bedingung für die Fortsetzung solcher Segnungen: «كُلُوا مِن رِّزْقِ رَبِّكُمْ وَاشْكُرُوا لَهُ بَلْدَةٌ طَيِّبَةٌ وَرَبٌّ غَفُورٌ» „Esst von der Versorgung eures Herrn und dankt Ihm: ein gutes Land und ein vergibender Herr.“ (Saba’: 15) Doch als sie sich abwandten, wurde auch diese prosperierende Ordnung geschädigt. Die Botschaft dieser Geschichte ist, dass Sicherheit, Wohlstand und Wohlergehen nicht nur durch natürliche Ressourcen und technische Fähigkeiten erzeugt werden; sie hängen auch davon ab, wie Segnungen verwendet werden und vom moralischen und gesellschaftlichen Verhalten einer Gemeinschaft. Der Koran fordert die Menschen sogar auf, auf schweigende Gebäude und verbliebene Ruinen zu schauen und ihre unausgesprochene Botschaft zu hören: «فَكَمْ مِّن قَرْيَةٍ أَهْلَكْنَاهَا وَهِيَ ظَالِمَةٌ فَهِيَ خَاوِيَةٌ عَلَى عُرُوشِهَا وَبِئْرٍ مُعَطَّلَةٍ وَقَصْرٍ مَّشِيدٍ» „Wie viele Städte haben wir vernichtet, während sie Unrecht taten; nun liegen sie zerfallen auf ihren Dächern, mit aufgegebenen Brunnen und verlassenen, erhabenen Palästen.“ (Al-Ḥajj: 45) Die „verlassene Zisterne“ und der „erhabene Palast“ sind zwei bedeutsame Bilder: Das eine repräsentiert das öffentliche Leben und die Versorgung der Menschen mit Wasser, während das andere die Macht und den Glanz der Herrscher symbolisiert. Wenn eine soziale Ordnung zusammenbricht, bleiben sowohl die Lebensquellen der Menschen ungenutzt, als auch die Paläste der Mächtigen leer. Somit ist der historische Tourismus im Koran nicht bloß ein Besuch der Relikte der Vergangenheit; er ist ein Bestreben, das historische Bewusstsein zu wecken und die Gegenwart am Schicksal von gestern zu messen. Die Beobachtung historischer Denkmäler wird wertvoll, wenn sie das historische Bewusstsein des Menschen weckt. Der koranische Reisende, der neben einem ruinierten Palast steht, fragt nicht nur nach dem Baujahr, seiner Architektur oder seinen früheren Bewohnern; er besinnt sich auch: Was hat diese Macht zu Fall gebracht? Wie haben die Menschen dieses Landes ihre Segnungen verloren? Sind die Zeichen derselben Abweichung in unserer Gesellschaft heute sichtbar? Die Erde ist ein ehrliches Gedächtnis: Sie bewahrt den Ruhm der Nationen, die Unterdrückung der Herrscher, das Leiden der Entrechteten und das Schicksal der Zivilisationen. Wer die Sprache dieses Gedächtnisses versteht, nutzt die Vergangenheit, um die Zukunft zu bauen. Auf diese Weise ist der historische Tourismus aus koranischer Sicht kein Verweilen in der Vergangenheit, sondern ein Weg zur Reform der Gegenwart und zur Verhinderung der Wiederholung von Fehlern in der Zukunft. Aus der Vergangenheit lernen, für die Zukunft bereit sein Durch diese historische Perspektive wird die Beziehung zwischen Reisen und Zukunft klar. Koranische Reise handelt nicht bloß vom Betrachten von Ruinen oder vom Zuhören von Geschichten vergangener Zeitalter; sie handelt davon, die Schicksale vergangener Nationen zu lesen, um die Gegenwart zu reformieren und die Zukunft zu bauen. Der Befehl, «فَاعْتَبِرُوا یَا أُولِی الْأَبْصَارِ» „So nehmt zur Warnung, ihr Menschen mit Einsicht“ (Koran 59:2), ruft die Menschen dazu auf, über die passive Beobachtung hinaus zur aktiven Reflexion zu gelangen – die Vergangenheit zu studieren, die Gefahren der Gegenwart zu erkennen und zu verhindern, dass dieselben Fehler in der Zukunft wiederholt werden. Die Erfahrungen früherer Nationen ermöglichen es den Menschen, in ihrer eigenen Zeit die frühen Zeichen von Unterdrückung, Korruption, Prasserei und Zusammenbruch zu erkennen. Die Geschichte ist ein Labor, in dem wiederkehrende Muster klar beobachtet werden können: Hochmut und die Verfolgung der Vormachtstellung; Genuss und übermäßiger Luxus; Ablehnung der Wahrheit; Ungerechtigkeit und moralischer Verfall; und schließlich ein Niedergang, der die Gesellschaft allmählich von innen aushöhlt, wie eine chronische Krankheit. Indem der Koran die Geschichten der Völker von ʿĀd und Thamūd, des Pharaos, Qārūns und Shebas erzählt, stellt er diese Warnzeichen vor die Menschheit, damit die Menschen vermeiden können, denselben Weg zu beschreiten. Ein mit Einsicht begabter Reisender sieht in Ruinen nicht bloß Stein und Staub; vielmehr erkennt er in ihnen einen Spiegel, der widergibt, was seine eigene Zukunft werden könnte. In diesem Sinne ist die historische Reise eine Form der Bildung, die dazu beiträgt, zukünftige Krisen zu verhindern. Sich auf die Zukunft vorzubereiten ist weder Vorhersage noch Wahrsagerei; es ist eine Art geistige und soziale Impfung durch das Lernen aus der Vergangenheit. Ein Individuum oder eine Gesellschaft, die aus der Geschichte lernt, erkennt Gefahr früher, beginnt mit der Reform, bevor der Zusammenbruch eintritt, und sucht nach einem Heilmittel, bevor Prasserei und Korruption ihre Grundlagen verfault haben. Glaubensgetriebene Reise ist daher eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie liest die Vergangenheit, um die Zukunft zu bauen, und reist über die Erde, um die bittere Wiederholung der Geschichte zu vermeiden. Der koranische Reisende kehrt von einer Reise nicht bloß mit Souvenirs und Erinnerungen zurück, sondern mit Einsicht, einem Gefühl der Warnung und größerer Bereitschaft, ein helleres Morgen aufzubauen. Fazit: Die Rückkehr des erwachten Reisenden In der Logik des Qur’an wird der Wert einer Reise nicht lediglich anhand der zurückgelegten Distanz, der besuchten Städte oder der aufgenommenen Fotografien gemessen. Ihr wahrer Wert liegt in der Transformation, die sie im Geist, im Herzen und im Verhalten des Reisenden hervorbringt. Eine Person kann viele Länder besuchen und dennoch unverändert zurückkehren, während eine andere von einer kurzen Reise mit tieferem Verständnis und einem erneuerten Lebensblick zurückkommt. Der quranische Reisende kehrt mit tieferem Glauben zurück, nachdem er Zeichen des Wissens, der Macht und der Weisheit Gottes in der Ordnung der Natur, in der Vielfalt der Schöpfung und in den Wundern der Erde bezeugt hat. Ein solcher Reisende betrachtet die Natur nicht bloß als eine Sammlung schöner Landschaften, sondern als ein Buch, das mit göttlichen Zeichen gefüllt ist. Eine Reise dieser Art stärkt das Bewusstsein für die Gegenwart Gottes im Leben und belebt den Geist der Dankbarkeit. Der Reisende kehrt auch mit einem reiferen Verstand zurück. Die Reise führt eine Person über die Grenzen des Vertrauten hinaus und bringt sie mit verschiedenen Lebensweisen, Kulturen, Nationen und historischen Erfahrungen in Kontakt. Im Lichte der quranischen Lehre, dass das Reisen auf der Erde das Verständnis im Herzen wecken soll, lernt der gläubige Reisende, das, was er gesehen hat, in Analyse, Vergleich und Unterscheidungsvermögen zu verwandeln, anstatt lediglich die Anzahl der besuchten Orte zu erhöhen. Das quranische Reisen sollte daher die Fähigkeit stärken, zu analysieren, zu vergleichen und zu unterscheiden. Durch die Beobachtung der Überreste früherer Zivilisationen erkennt der Reisende, dass Macht, Reichtum und Wohlstand ohne Gerechtigkeit und moralische Integrität nicht von Dauer sein können. Eine Gesellschaft, die von Unterdrückung, Korruption und Undankbarkeit heimgesucht wird, kann trotz des Besitzes jeder äußeren Vorteilhaftigkeit ihren Niedergang einleiten. Der wahre Reisende kehrt auch mit einem breiteren Horizont zurück. Reisen kann Vorurteile und vorschnelle Urteile abschwächen. Durch Begegnungen mit anderen Völkern und Kulturen erkennt eine Person, dass die Wahrheit des Lebens nicht auf ihre eigene begrenzte Erfahrung beschränkt ist und dass viel von den Tugenden, dem Wissen und den Erfahrungen anderer gelernt werden kann. Aus quranischer Sicht sind Unterschiede in Sprache, Hautfarbe und Kultur keine Grundlage für Konflikte oder Ansprüche auf Überlegenheit; vielmehr bieten sie eine Gelegenheit zum gegenseitigen Verständnis: «وَجَعَلْنَاكُمْ شُعُوبًا وَّقَبَائِلَ لِّتَعَارَفُوا»؛ „Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt.“ (Qur’an 49:13) Wichtig ist jedoch, dass der quranische Reisende mit einem größeren Verantwortungsgefühl zurückkehrt. Das Zeugen der Schönheit der Natur vertieft ihre Pflicht, die Umwelt zu schützen. Das Sehen der Ruinen gefallener Zivilisationen macht sie empfindsamer gegenüber Ungerechtigkeit und Korrupti
Wortlaut im Original
Seyed Hashem Moosavi Introduction On World Tourism Day, travel is more than a mere geographical movement, a chance for rest, or a means of economic prosperity. It can become a window through which human beings gain a deeper understanding of the world and of themselves. From the perspective of the Holy Qur’an, tourism and journeying through the earth are a profound invitation to insight and awakening: an invitation to observe, across the expanse of the earth, the signs of God, the fate of nations, and the laws that govern human life, and to learn from them. In this view, the outer world is a mirror for awakening the inner world. The Qur’anic traveller does not merely pass through places; he also passes beyond layers of heedlessness, pride, and habit, and with every step draws closer to a fresh understanding of God, humanity, and his own responsibility. Thus, in the culture of the Qur’an, tourism is both the art of seeing and a path toward awakening; it is at once a journey through geography and an inward movement toward knowledge and responsibility. Travel in the Qur’an: A Command to See and Reflect In the verses of the Qur’an, travel is not a marginal recommendation; it is a command to leave stagnation behind and enter the realm of observation and thought. The expression «سیروا فی الارض» calls human beings to movement, yet that movement becomes truly Qur’anic only when it is accompanied by seeing and reflection. The verse «قل سیروا فی الارض فانظروا کیف بدأ الخلق» (Al- ‘Ankabūt: 20) shows that the earth is a school for understanding creation-a school whose lesson begins with movement and bears fruit through contemplation. The Qur’an’s emphasis on seeing is not limited to outward observation; rather, it calls the heart to understanding. Hence the verse «أفلم یسیروا فی الارض فتکون لهم قلوب یعقلون بها…» (Al-Ḥajj: 46) reminds us that the chief human problem is sometimes not the lack of travel, but the lack of an awakened heart and an intellect that takes lesson. One may travel many roads and yet pass by every sign without truly receiving it; another may behold a single sign and find through it a new opening toward truth. This command unfolds in stages: stepping out of the circle of familiarity, looking upon the signs spread across the horizons, reading the fate of those who came before, allowing that reading to settle into the soul, and returning with a renewed vision. In this journey, the traveller encounters the majesty of nature, the ruins of civilizations, the splendour of mountains, and the silence of deserts—and within all of these, he encounters his own smallness and mortality. Here, tourism is transformed from entertainment into an act of worship rooted in insight: from seeing to knowing, and from knowing to humility. Thus, when the Qur’an speaks of travel as a command, it is not so that human beings merely change their location, but so that they may rediscover their place within existence. This command is thought-provoking because it turns every road into a sign, every ruin into an admonition, and every horizon into a mirror for knowing God and the self. The believing traveller sees the earth as a school of tawḥīd and regards his footsteps as steps of ascent: from heedlessness to remembrance, from dispersion to unity, and from sightseeing to insight. The Earth: A Classroom of Taw ḥ īd In the view of the Holy Qur’an, the earth is not merely a place for human beings to live and meet their material needs; it is an open book of God’s signs and a constant classroom for knowing the Creator. Mountains, seas, forests, deserts, the star-filled sky, the diversity of living creatures, and the variety of climates are each a sign of divine wisdom, power, and mercy. Travel draws the human being out of the narrow and repetitive environment of daily life and brings him face to face with broader manifestations of creation. The same Qur’anic command mentioned at the beginning of this article gains a clearer meaning here: travel must lead to the observation of creation and to an understanding of its beginning and order. Therefore, movement through the earth becomes valuable when it guides the human being from the outward appearance of phenomena to the wisdom of the Creator. It is from this point that the inseparability of “journeying” and “seeing” in the logic of the Qur’an becomes clear. Walking the road acquires epistemic value only when it is joined with thoughtful observation—an observation that carries the human being beyond the surface of things and leads him to questions of wisdom, order, and meaning. Many people see mountains, seas, and the sky, yet never move beyond their outward forms; while another person, looking at a single leaf, a drop of rain, or the rising sun, may find a path to the greatness and wisdom of the Creator. Elsewhere, the Qur’an invites the human being to reflect upon a set of natural phenomena: «أَفَلَا يَنْظُرُونَ إِلَى الْإِبِلِ كَيْفَ خُلِقَتْ وَإِلَى السَّمَاءِ كَيْفَ رُفِعَتْ وَإِلَى الْجِبَالِ كَيْفَ نُصِبَتْ وَإِلَى الْأَرْضِ كَيْفَ سُطِحَتْ» “Do they not look at the camel, how it was created; and at the sky, how it was raised; and at the mountains, how they were set firm; and at the earth, how it was spread out?” (Al-Ghāshiyah: 17–20) In these verses, the human gaze moves from a living creature to the sky, from the sky to the mountains, and from the mountains to the expanse of the earth. It is as though the Qur’an wishes to teach human beings that, in travel, they must see both the details and the totality of the world: both the subtlety of a single creature’s creation and the harmonious order of existence as a whole. Diversity among phenomena is not a sign of multiple governors; rather, it testifies to the unity of governance and the harmony of one wise system. Travel also reveals the limits of a person’s perspective. In the small environment of one’s own life, a person may regard a certain way of living, climate, or set of possibilities as natural and permanent. But when he travels to other lands and sees the diversity of climates, plants, animals, languages, and human appearances, he becomes more deeply acquainted with the vastness of divine creation. The Qur’an presents this diversity as one of God’s signs: «وَمِنْ آيَاتِهِ خَلْقُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ وَاخْتِلَافُ أَلْسِنَتِكُمْ وَأَلْوَانِكُمْ» “And among His signs is the creation of the heavens and the earth and the difference of your languages and your colours.” (Al-Rūm: 22) Thus, tourism in the logic of the Qur’an can become a form of education in tawḥīd. In this view, nature is not merely a place for recreation or photography; it is a school in which one learns the greatness of God, the order of creation, the dependence of human beings, and the harmony of the parts of existence. Before firm mountains, vast seas, and an endless sky, the human being better understands his own smallness and need, and distances himself from pride. Yet not every journey necessarily leads to knowledge. If a person travels only for pleasure, consumption, display, or the accumulation of images, he may pass by thousands of divine signs without grasping their message. A journey of tawḥīd takes shape when the traveller asks himself: What power has brought this vast world into being? What wisdom has placed such diversity within a single order? And what responsibility do I have before these blessings? In this way, travel is transformed from a merely recreational experience into a conscious act of worship-an act that begins with seeing, continues with thinking, and culminates in gratitude, humility, and responsibility. The Earth: A Living Memory of History and a Mirror of Admonition The earth does not preserve only the signs of nature; it also holds within itself the bitter and sweet memories of nations, civilizations, and powers of the past. Palaces, fortresses, places of worship, ruined cities, ancient roads, and the remaining traces of earlier communities are each a page from the book of human history. The Holy Qur’an invites human beings to study these pages not merely out of curiosity, but in order to learn lessons and to recognize the laws that govern history. The Qur’an says: «قَدْ خَلَتْ مِنْ قَبْلِكُمْ سُنَنٌ فَسِيرُوا فِي الْأَرْضِ فَانْظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُكَذِّبِينَ» “Before you, there have passed ways and patterns; so travel through the earth and see how the end of the deniers was.” (Āl ‘Imrān: 137) The word “patterns” indicates that historical events are not a collection of scattered and lawless occurrences; rather, certain principles and traditions govern the life of societies. Just as the natural world has stable laws, the social life of nations also follows enduring patterns. Oppression, corruption, arrogance, discrimination, the violation of people’s rights, and the denial of truth all have consequences; just as faith, justice, gratitude for blessings, solidarity, and reform create the grounds for dignity and permanence in society. In describing some of the nations of the past, the Qur’an says: «أَوَلَمْ يَسِيرُوا فِي الْأَرْضِ فَيَنْظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الَّذِينَ مِنْ قَبْلِهِمْ كَانُوا أَشَدَّ مِنْهُمْ قُوَّةً وَأَثَارُوا الْأَرْضَ وَعَمَرُوهَا أَكْثَرَ مِمَّا عَمَرُوهَا» “Have they not travelled through the earth and observed how the end was of those before them? They were stronger than them in power; they tilled the earth and built it up more than they have built it up.” (Al-Rūm: 9) This verse expresses a very important point: material progress, military power, urban development, and the possession of a splendid civilization do not, by themselves, guarantee the survival of a society. Many civilizations have reached great heights in architecture, agriculture, industry, or political power, yet collapsed because of moral corruption, social injustice, and rebellion against truth. The survival of their monuments alongside the disappearance of their power carries a clear message: buildings may remain for centuries, but authority separated from justice cannot endure. The people of ‘Ād became proud of their physical strength and magnificent structures; the people of Thamūd carved mountains and made solid dwellings from them; Pharaoh possessed kingship, armies, and political authority; and the people of Saba’ enjoyed a fertile land and abundant blessings. Yet when power was joined with arrogance, blessing with ingratitude, and progress with corruption, their resources did not save them from collapse. The story of the people of Saba’ is a clear example of this truth. The Qur’an speaks of a fertile land, widespread gardens, and abundant provision, and then describes the condition for the continuation of such blessings: «كُلُوا مِنْ رِزْقِ رَبِّكُمْ وَاشْكُرُوا لَهُ بَلْدَةٌ طَيِّبَةٌ وَرَبٌّ غَفُورٌ» “Eat from the provision of your Lord and give thanks to Him: a good land and a forgiving Lord.” (Saba’: 15) But when they turned away, that prosperous order was harmed as well. The message of this story is that security, prosperity, and welfare are not produced only by natural resources and technical abilities; they also depend on how blessings are used and on the moral and social conduct of a community. The Qur’an even asks human beings to look at silent buildings and remaining ruins and to hear their unspoken message: «فَكَأَيِّنْ مِنْ قَرْيَةٍ أَهْلَكْنَاهَا وَهِيَ ظَالِمَةٌ فَهِيَ خَاوِيَةٌ عَلَى عُرُوشِهَا وَبِئْرٍ مُعَطَّلَةٍ وَقَصْرٍ مَشِيدٍ» “How many a town We destroyed while it was wrongdoing; now it lies fallen upon its roofs, with abandoned wells and lofty palaces deserted.” (Al-Ḥajj: 45) The “abandoned well” and the “lofty palace” are two meaningful images: one represents public life and the provision of water for the people, while the other symbolizes the power and splendour of rulers. When a social order collapses, both the sources of people’s life are left unused and the palaces of those in power become empty. Thus, historical tourism in the Qur’an is not merely a visit to the relics of the past; it is an effort to awaken historical reason and to measure the present against the fate of yesterday. Observing historical monuments becomes valuable when it awakens the human being’s historical awareness. The Qur’anic traveller, standing beside a ruined palace, does not ask only about the date of its construction, its architecture, or its former inhabitants; he also reflects: What brought this power down? How did the people of this land lose their blessings? Are the signs of the same deviation visible in our society today? The earth is an honest memory: it preserves the glory of nations, the oppression of rulers, the suffering of the deprived, and the destiny of civilizations. Whoever understands the language of this memory uses the past to build the future. In this way, historical tourism in the Qur’anic view is not a halt in the past, but a path toward reforming the present and preventing the repetition of mistakes in the future. Learning from the Past, Preparing for the Future It is through this historical perspective that the relationship between travel and the future becomes clear. Qur’anic travel is not merely about gazing upon ruins or listening to stories of bygone ages; it is about reading the destinies of past nations in order to reform the present and build the future. The command, «فَاعْتَبِرُوا یَا أُولِی الْأَبْصَارِ» “So take heed, O people of insight” (Qur’an 59:2), calls human beings to move beyond passive observation towards active reflection—to study the past, recognise the dangers of the present, and prevent the same mistakes from being repeated in the future. The experiences of earlier nations enable people to recognise, within their own time, the early signs of oppression, corruption, extravagance, and collapse. History is a laboratory in which recurring patterns can be clearly observed: arrogance and the pursuit of supremacy; indulgence and excessive luxury; rejection of the truth; injustice and moral decay; and, ultimately, a downfall that gradually erodes society from within, like a chronic disease. By recounting the stories of the peoples of ʿĀd and Thamūd, Pharaoh, Qārūn, and Sheba, the Qur’an places these warning signs before humanity so that people may avoid following the same path. A traveller endowed with insight does not see ruins as mere stone and dust; rather, he sees in them a mirror reflecting what his own future could become. In this sense, historical travel is a form of education that helps prevent future crises. Preparing for the future is neither prediction nor fortune-telling; it is a kind of spiritual and social immunisation through learning from the past. An individual or society that learns from history recognises danger sooner, begins reform before collapse occurs, and seeks a cure before extravagance and corruption have rotted its foundations. Faith-inspired travel, therefore, is a bridge between the past and the future. It reads the past in order to build the future and journeys through the earth in order to avoid the bitter repetition of history. The Qur’anic traveller returns from a journey not merely with souvenirs and memories, but with insight, a sense of warning, and greater readiness to build a brighter tomorrow. Conclusion: The Return of the Awakened Traveller In the logic of the Qur’an, the value of a journey is not measured merely by the distance travelled, the cities visited, or the photographs taken. Its true worth lies in the transformation it brings about in the traveller’s mind, heart, and conduct. A person may visit many lands and yet return unchanged, while another may come back from a brief journey with deeper understanding and a renewed outlook on life. The Qur’anic traveller returns with deeper faith, having witnessed signs of God’s knowledge, power, and wisdom in the order of nature, the diversity of creation, and the wonders of the earth. Such a traveller does not view nature merely as a collection of beautiful landscapes, but as a book filled with divine signs. A journey of this kind strengthens one’s awareness of God’s presence in life and revives the spirit of gratitude. The traveller also returns with a more mature intellect. Travel takes a person beyond the boundaries of the familiar and brings them into contact with different ways of life, cultures, nations, and historical experiences. In light of the Qur’anic teaching that journeying through the earth should awaken understanding within the heart, the faithful traveller learns to transform what they have seen into analysis, comparison, and discernment, rather than merely adding to the number of places they have visited. Qur’anic travel should therefore strengthen one’s ability to analyse, compare, and distinguish. By observing the remains of earlier civilisations, the traveller comes to understand that power, wealth, and prosperity cannot endure without justice and moral integrity. A society afflicted by oppression, corruption, and ingratitude may begin its descent into decline despite possessing every outward advantage. The true traveller also returns with a broader outlook. Travel can weaken prejudice and hasty judgement. Through encounters with other peoples and cultures, a person comes to realise that the truth of life is not confined to their own limited experience and that much can be learned from the virtues, knowledge, and experiences of others. From the Qur’anic perspective, differences of language, colour, and culture are not grounds for conflict or claims of superiority; rather, they provide an opportunity for mutual understanding: «وَجَعَلْنَاكُمْ شُعُوبًا وَقَبَائِلَ لِتَعَارَفُوا»؛ “We made you into peoples and tribes so that you may come to know one another.” (Qur’an 49:13) Most importantly, however, the Qur’anic traveller returns with a greater sense of responsibility. Witnessing the beauty of nature deepens their duty to protect the environment. Seeing the ruins of fallen civilisations makes them more sensitive to injustice and corruption. Becoming acquainted with the lives of other peoples strengthens their responsibility to respect human dignity. If travel merely increases a person’s store of information, it has not yet reached its ultimate purpose. It should also influence the way the traveller lives, consumes, treats others, and relates to society. The true traveller, then, is not simply one who returns with a suitcase full of souvenirs and a phone full of photographs. It is the person who returns with a more awakened heart, a clearer mind, a humbler spirit, and a stronger determination to reform both themselves and society. In Qur’anic tourism, the final destination is not merely a city, a historical monument, or a natural landscape; the true destination is knowledge, reflection, and responsibility. A genuine journey is one through which, after seeing the world, a person comes to know themselves more deeply; after observing the remains of great powers, they are no longer deceived by power; after witnessing abundant blessings, they become more grateful; and after returning home, they are no longer the same person who first set out. Such a journey takes the human being from observation to reflection, from reflection to learning, and from learning to responsibility. The post Tourism in the Qur’an: From Contemplating the Earth to Human Awakening appeared first on Islamic Centre of England .