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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Verstoß gegen „Tag der Stille“: Gefängnisstrafe für Schweizer Urlauber auf Bali

Inge Hüsgen · Humanistischer Pressedienst · 2026-09-17 · Quelle

Demut · tragend Gerechtigkeit · tragend Umkehr

Das neue indonesische Strafrecht führt dazu, dass Touristen, die die religiösen Traditionen Balis verunglimpfen, mit empfindlichen Haftstrafen rechnen müssen, und die Behörden verhängen zunehmend strengere Sanktionen gegen respektloses Verhalten gegenüber der heimischen Kultur.

Weil er das hinduistische Neujahrsfest verunglimpft hat, muss ein Schweizer Tourist auf Bali für ein Jahr ins Gefängnis.

Der Text berichtet über die Verurteilung eines Schweizer Touristen zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bali, weil er das hinduistische Neujahrsfest Nyepi in einer Instagram-Story verunglimpft hatte. Nyepi ist der bedeutendste Feiertag auf der Insel, an dem strenge Ruhevorschriften gelten, die auch für Touristen verbindlich sind. Der 26-Jährige war vorab informiert worden, verließ das Hotel dennoch und filmte sich beim Spaziergang am Strand. Seine flapsigen Äußerungen lösten Empörung unter Einheimischen aus, woraufhin er festgenommen wurde. In der Gerichtsverhandlung zeigte er sich reumütig und bat um Verzeihung, doch das Gericht verhängte die Haftstrafe. Das Urteil stützt sich auf das neue indonesische Strafrecht, das seit Anfang 2026 gilt und neben Religionsbeleidigungen auch außerehelichen Sex und Präsidentenbeleidigung ahndet. Der Text ordnet den Fall in den Kontext des wachsenden Tourismus auf Bali ein und verweist auf eine strengere Linie der indonesischen Behörden gegenüber respektlosem Verhalten gegenüber der heimischen Religion und Kultur.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf Argument, Logik, Wissenschaft (erschlossen)
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
0 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
1 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Recht Verstoß gegen „Tag der Stille“: Gefängnisstrafe für Schweizer Urlauber auf Bali Weil er das hinduistische Neujahrsfest verunglimpft hat, muss ein Schweizer Tourist auf Bali für ein Jahr ins Gefängnis. Inge Hüsgen 17.09.2026 An Nyepi, dem hinduistischen „Tag der Ruhe“, sind die Straßen auf Bali menschenleer. Touristen, die gegen das Ruhegebot verstoßen, müssen mit Strafen rechnen. Foto: Davidelit via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 Ein kurzer Videoschnipsel in den Sozialen Medien hat dem 26-jährigen Luzian Andrin Zgraggen ein Jahr Haftstrafe auf der indonesischen Insel Bali eingebracht. In der Instagram-Story hatte er mit flapsigen Worten die strengen Ruhevorschriften am Nyepi-Tag kritisiert. Nyepi, auch als „Tag der Stille“ bekannt, markiert das balinesische Neujahrsfest und ist der bedeutendste hinduistische Feiertag auf der Insel. Die Menschen bleiben zu Hause und vermeiden Lärm. Der Straßenverkehr kommt zur Ruhe und selbst der internationale Flughafen Ngurah Rai stellt den Flugbetrieb ein. Zudem herrscht Ausgehverbot, Lebensmittel müssen im Voraus gekauft werden. Durch die menschenleeren Straßen patrouillieren Sicherheitskräfte, um die Einhaltung dieser Vorschriften zu überwachen. Die Regeln gelten nicht nur für die Einheimischen aller Religionen: Von Touristen wird ebenfalls erwartet, dass sie sich den Vorschriften gegenüber respektvoll verhalten. Auch Luzian Zraggen war bei seiner Anreise vom Hotelpersonal ausdrücklich über den anstehenden Feiertag informiert worden, der in diesem Jahr auf den 19. März fiel. Als er am besagten Tag jedoch das Hotel nicht verlassen durfte, kam es zum Eklat. Der Schweizer ging trotz des Verbots nach draußen und nahm ein Video auf, das er später als Story auf Instagram teilte. In dem inzwischen gelöschten Clip ließ er seinem Ärger freien Lauf und schimpfte gegen die Tradition: „Scheiß auf den Nyepi-Tag und scheiß auch auf eure Regeln.“ Zudem filmte er sich beim Spaziergang am menschenleeren Strand und nannte die Kulisse in den Sozialen Medien „verrückt“. Dort lösten die Postings eine Welle der Empörung unter Einheimischen aus. Kurz darauf wurde der Schweizer von den indonesischen Behörden festgenommen. In der Gerichtsverhandlung zeigte sich der Angeklagte reumütig. Er gab an, das Ausmaß der Beschränkungen an Nyepi schlicht nicht verstanden zu haben. Es sei nie seine Absicht gewesen, die Balinesen zu kränken. „Ich bedaure zutiefst, was ich getan habe, und ich bitte die Menschen in Bali um Verzeihung“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Associated Press . Dennoch entschied das Gericht auf eine einjährige Freiheitsstrafe. Das Urteil stützt sich auf das neue indonesische Strafrecht , das seit Anfang des Jahres gilt. Mit der 2022 verabschiedeten Reform sagte sich das Land endgültig vom alten, noch aus der niederländischen Kolonialära stammenden Rechtssystem los. Neben Beleidigungen der Religion ahndet das neue Gesetz auch außerehelichen Sex und die Beleidigung des Präsidenten mit Gefängnisstrafen. Bereits in der Vergangenheit wurden Touristen festgenommen oder ausgewiesen, weil sie gegen die Nyepi-Bestimmungen verstoßen hatten. Nach Ende der Pandemie hat sich der Tourismus auf Bali wieder erholt. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Insel mit rund sieben Millionen Touristen einen neuen Rekord. Doch damit häufen sich auch Regelverstöße und Missachtungen lokaler Gesetze. Die indonesischen Behörden haben deshalb eine strengere Linie gegen respektloses Verhalten gegenüber der heimischen Religion und Kultur angekündigt und verhängen häufiger Einreiseverbote und Haftstrafen gegen Touristen. Netiquette für Kommentare Ihr Name E-Mail Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt. Startseite Ihr Kommentar Klartext Keine HTML-Tags erlaubt. Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt. Benachrichtigen Sie mich, wenn neue Kommentare veröffentlicht werden Alle Kommentare Antworten auf meinen Kommentar Bitte dieses Feld leer lassen Share news Inge Hüsgen Die Autorin ist die Chefredakteurin des "Skeptiker", der Vierteljahreszeitschrift der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie Redakteurin beim Humanistischen Pressedienst.