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Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Living side by side

ohne Namen · St Martin-in-the-Fields London - Sermons und Thought for the Week · 2026-09-13 · London · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Demut · tragend

Extreme materielle Armut und die Notwendigkeit des gemeinsamen Überlebens in beengten Verhältnissen überwinden oder relativieren rassistische und ethnische Vorurteile zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Diese Leute waren arm wie Kirchenmäuse. Sie hatten größere Probleme als rassistische Unterschiede.

Der Text empfiehlt einen Besuch im Tenement Museum in New York City, das historische Mietshäuser aus der Zeit zwischen den 1860er- und 1930er-Jahren zeigt. Es beschreibt die Lebensumstände der Familie Moore, einer schwarzen Familie, die ihre Wohnung mit irischen Einwanderern teilte. Der Autor reflektiert seine eigene Überraschung über diese gemischte Wohnsituation und die damit verbundenen rassistischen Spannungen der Epoche. Die Antwort des Museumsguides, dass die extreme Armut größere Probleme darstellte als rassistische Unterschiede, korrigiert das moderne Vorurteil des Autors. Der Text nutzt diese historische Begegnung, um die gemeinsame Not der unteren Schichten als verbindendes Element zu thematisieren. Er stellt die historische Realität der engen Nachbarschaft zwischen Schwarzen und Iren in den Vordergrund. Die Erzählung dient als Beispiel dafür, wie materielle Notlage soziale Barrieren überwinden oder zumindest relativieren konnte. Es wird keine direkte Handlungsaufforderung für die Gegenwart formuliert, sondern eine historische Einordnung gegeben.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 1, künftig 0

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Wenn Sie die Gelegenheit haben, New York City zu besuchen, würde ich einen Besuch im Tenement Museum auf der Lower East Side in Manhattan empfehlen. Das Museum ist in zwei historischen Mietshäusern untergebracht, in denen mehrere Wohnungen in den Zustand restauriert wurden, in dem sie zu verschiedenen Zeitpunkten zwischen den 1860er- und 1930er-Jahren von verarmten Bewohnern bewohnt wurden. Die Mietshäuser waren der Wohnsitz einkommensschwacher New Yorker, darunter Afroamerikaner der ersten Generation nach der Befreiung von der Sklaverei und Einwandererfamilien aus aller Welt. Die Gebäude wurden vom Museum in einem Zustand des Verfalls übernommen, und persönliche Gegenstände, die während der Restaurierung geborgen wurden – Spielzeug, Bibliothekszettel, Puppen, Haarnadeln, Eintrittskarten – helfen dabei, die Geschichten gewöhnlicher Menschen zusammenzusetzen, die keine formellen Archive hinterlassen haben. Bei einer kürzlichen Reise besuchte ich die Wohnung 4A, die als das Zuhause von Joseph und Rachel Moore nachgestellt wurde, schwarze New Yorker, die aus einer freien schwarzen Gemeinschaft in New Jersey in die Mietshäuser umzogen, während der 1860er- und 1870er-Jahre. New Jersey war der letzte nördliche Staat, der 1804 die schrittweise Abschaffung der Sklaverei erließ, aber die volle Freiheit für Familien wie die Moores kam schmerzhaft langsam. Das Leben war hart, und Geld war knapp: Joseph arbeitete als Kutscher und Kellner, und Rachel führte den Haushalt. Sie teilten ihre winzige 2-Zimmer-Wohnung mit Rachels Stieftochter Jane sowie mit einer irischen Einwandererin, Rose Brown, und ihrem 14-jährigen Sohn Louis. Die Geschichte der Familie Moore zeigt die eng miteinander verwobenen Leben der freien schwarzen Gemeinschaft in New York mit ihren irischen Einwanderernachbarn. Ich war überrascht, dass zu jener Zeit Schwarze und Iren eine Wohnung teilten. Als ich unseren Guide danach fragte, ließ mich ihre Antwort dumm dastehen: „Diese Leute waren arm wie Kirchenmäuse. Sie hatten größere Probleme als rassistische Unterschiede.“ Duncan McCall
Wortlaut im Original
If you get the opportunity to visit New York City, I would recommend a visit to the Tenement Museum in Manhattan’s Lower East Side. The museum is housed in two historic tenement buildings, within which several apartments have been restored to the condition in which they were inhabited by impoverished residents at various dates between the 1860s and the 1930s. The tenements were home to low-income New Yorkers, including African Americans in the first generation after emancipation from slavery, and immigrant families from across the world. The buildings were taken over by the museum in a state of disrepair, and personal belongings recovered during the restoration – toys, library notices, dolls, hairpins, tickets – help to piece together the stories of ordinary people who didn’t leave formal archives. On a recent trip, I visited apartment 4A which has been re-created as the home of Joseph and Rachel Moore, Black New Yorkers who moved from a free Black community in New Jersey to live in the tenements during the 1860s and 1870s. New Jersey was the last northern state to enact the gradual abolition of slavery in 1804, but full freedom to families such as the Moores arrived painfully slowly. Life was hard, and money was in short supply: Joseph worked as a coachman and waiter, and Rachel kept house. They shared their tiny 2-room apartment with Rachel’s stepdaughter, Jane, as well as an Irish immigrant, Rose Brown, and her 14-year-old son Louis. The story of the Moore family demonstrates the closely interwoven lives of the free Black community in New York with their immigrant Irish neighbours. I was surprised that, at that time, Black and Irish people would share an apartment. When I asked our guide about this, her reply made me feel foolish: ‘These people were dirt poor. They had bigger problems than racial difference’. Duncan McCall