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Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Denken an das Göttliche - Tägliche Inspiration

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-09-26 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Geduld · Hauptbotschaft Demut · tragend Wissen

Ständige Wiederholung von Mantras und das Denken an das Göttliche schützen den Geist vor den Einflüssen der Außenwelt und geben ihm eine unveränderliche Mitte, ohne dass die äußeren Umstände verbessert werden müssen.

Auch wir können uns schützen, sodass wir auch vor dem Kontakt des Sinnesobjekts und der Versuchungen in der Welt nicht berührt werden.

Der Text thematisiert das tägliche Denken an das Göttliche als praktischen Weg zur inneren Stabilität. Er verwendet das Bild von Schuhen statt eines Teppichs im Dornenwald, um zu zeigen, dass man sich selbst schützen kann, statt die Welt zu verändern. Ein weiterer Vergleich mit Duftöl an der Nase verdeutlicht, dass innere Haltung ausreicht, um äußere Reize zu überdecken. Der Sprecher verweist auf die indische Mythologie und die Erfindung der Schuhe als Illustration. Es wird unterschieden zwischen der Sicht des Advaita-Vedanta (alles ist Brahman) und der Sicht der Bhakti (alles ist Gott). Die zentrale Empfehlung ist die ständige Wiederholung von Mantras wie 'Om Namah Shivaya' oder 'Aham Brahmasmi'. Diese Praxis soll dem Geist eine Mitte geben und ihn vor Gier und Ärger schützen. Der Text ermutigt, nicht auf ideale äußere Umstände zu warten, sondern innerlich unveränderlich zu bleiben.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Sarvam khalvidam Brahman · Aham Brahmasmi

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Und namashiva. Ich lese etwas aus dem Buch Sadhana von Samishiva Nanda. Aus einem längeren Kapitel über praktische Sadhana, praktische, spürötele Praktiken. Denken an das Gottlicher. Es gibt einen positiven Weg zur Gottverwirklichung. Du kannst letztlich der Welt nicht entfliehen, egal wo du hingehst. Ein Heiliger hat einmal gesagt, dass du, wenn du durch ein Wald voller Dornen gehen willst, ihr nicht mit einem Teppich bedecken kannst, um gehen zu können. Stattdessen wird ein weiser Mensch Sandalen oder Schuhe tragen. Es ist genauso wirksam, als wenn du den ganzen Wald mit einem Teppich bedeckst. Weil dieser Schutz wird so sein, wo auch immer du hingehst. Auf diese Weise können auch wir uns schützen, sodass wir von dem Kontakt mit Sinnesobjekten nicht berührt werden. Also es klingt jetzt erstmal ein etwas spezieller Vergleich, aber es gibt da tatsächlich auch in der endischen Mythologie, gab es so einen König und der war, hat irgendwo so zarte Füße gehabt und er wollte mal aus seinem Palast rausgehen und damals war es in Indien üblich, einfach immer nur Barfuß zu gehen und der hat aber zu zarte Füße gehabt, hat irgendjemand gesagt, eine Weide wurden dann immer Teppicher auf dem Boden gelegt. Und irgendwann wollte der König aber immer weitergehen und der hat jemand gedacht, dann geht es jetzt mal doch den Teppich unter die Füße des Königs und so werden dann die Schuhe erfunden geworden sein. Gut und so ähnlich. Auch wir können uns schützen, sodass wir auch vor dem Kontakt des Sinnesobjekts und der Versuchungen in der Welt nicht berührt werden. Wenn du durch einen Ort gehen musst, der einen widerlichen Geruch verströmst, kannst du nicht den ganzen Ort mit einem Duftstoff betäuben. Es reicht aus, ein bisschen Duftstoff an deine Nase zu halten. Dann wirst du den Geruch des Duftöls riechen und den schlechten Geruch nicht wahrnehmen. Da kann man auch ein Mast getragen oder irgendetwas, aber wir müssen nicht, das ganze Äußere enden, es reicht, wenn wir uns ändern. Und ähnlich, wenn du dauernd ein Mantra wiederholst, immer wieder an Gott denkst und immer wieder an deinen Meister denkst, dann wirst du geschützt sein. Ein Verdammtin würde sagen, alles ist Brahman, Sarvam kalvidam Brahman, satsche danandas varupoham. Meine wahre Natur, sein Wissen, Glück, Seligkeit, baktas werden denken, alles ist Rama, alles ist Krishna, alles ist Gott. Verbunden damit kann man dauernd ein Mahavakya wiederholen wie Brahma, Smi oder ein Ich stammern, Travio namas Sivaya. Diese Dinge bilden einen positiven Halt, an dem sich der Geist immer wieder aufrichten kann. So wird die Tendenz des Geistes sich auf andere Objekte zu richten oder sich über alles Mögliche zu erhärgen, auf alles Mögliche Gier zu entwickeln, verringern, weil ihm eine Mitte gegeben wird, wo man sich festhalten kann. Also was auch immer da ist, wir können wiederholen, Om namas Sivaya oder Ambhra maas, Smi, Ehrerbietung an das Gottliche überall oder ich bin das Unsterbliche selbst. Und dann kann die Welt sein, wie sie will. Es wird immer jemand geben, der sich anders verhält als wir es gerne hätten. Es wird immer etwas sein, wo wir feststellen, dass unser Geist das unbedingt will, aber nicht haben kann. Wir werden immer wieder gute Gründe haben, dass da, wo wir gerade sind, dass das nicht möglich ist, immer wieder Gründe, die wir finden, warum wir jetzt gerade nicht an Gott denken können. Wenn wir es warten bis alle Menschen so sind, wie sie sein sollten, bis die Umstände so sind, wie sie sein sollten, dann werden wir nie dorthin kommen. Oder vielleicht haben wir mal ein paar Tage oder vielleicht auch ein paar Wochen. Es ist trotzdem gut zu schauen, dass wir die äußeren Umstände irgendwo bestmöglich machen. Es ist auch gut, dass wir lernen, mit Menschen positiv zu kommunizieren, dass wir nicht überflüssige Streitigkeiten haben. Und es ist gut, ein gewisser Einfüllungsvermögen zu haben. Aber ansonsten brauchen wir Schuhe und Duftöl auf unserer Nase. Und das ist oben namas Shivaya. Und das ist immer wieder bewusst eines Gattlichen überall oder Ambra-Masni. Ich bin eins mit dem Gattlichen. Und egal was passiert, mein wahreselbst ist unberührt.