omnist.world

English

Vaishnava · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

How Long Will Krishna Keep Punishing Me?

ohne Namen · Gita Daily (Chaitanya Charan Das) · 2026-09-29 · Pune · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Hoffnung · tragend Wissen · tragend

Leid ist keine göttliche Strafe für vergangene Sünden, sondern ein Anlass, praktische Ursachen zu klären und die Beziehung zu Gott als Quelle der Stärke und Barmherzigkeit zu gestalten.

Der Text erzählt von einem Gespräch mit einem jungen Paar, das nach drei Fehlgeburten unter der Angst leidet, von Krishna für eine frühere Abtreibung bestraft zu werden. Der Sprecher rät davon ab, karmische Aussagen aus heiligen Schriften wörtlich und linear zu interpretieren, da das Wirken des Karmas komplex sei. Er verweist auf das Prinzip der Nyāya-Logik, zunächst nach unmittelbaren, sichtbaren Ursachen (dṛśya-kāraṇa) zu suchen, statt spekulativ auf göttliche Strafe zu schließen. Am Beispiel eines kollabierenden Festwagens illustriert er, dass praktische Fehler (Ingenieurskunst) nicht als Mangel an Hingebung gedeutet werden sollten. Der Sprecher betont, dass Krishna als barmherziger Paramatma in den Menschen wirkt und sie durch Leid begleitet, statt sie zu bestrafen. Er ermutigt das Paar, ihre Beziehung zu Krishna durch positive Praktiken wie das Singen zu gestalten, um Stärke statt Schuld zu gewinnen. Das Paar berichtet später von einer gesunden Schwangerschaft und der Freude, Krishna durch Musik zu gedenken. Der Text schließt mit dem Appell, das Konzept eines strafenden Gottes durch ein Bild der göttlichen Liebe und praktischen Vernunft zu ersetzen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita 4.17 · Bhagavad Gita 8.7 · Bhagavad Gita 18.61

Gemessen

Grundhaltung
2 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
2 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Diese Frage war das Erste, was eine junge europäische Frau mir während meines Gesprächs mit ihrem Mann und ihr gestellt hatte. Während eines meiner Besuche in London, nach einem Vortrag, den ich über Karma gehalten hatte, traf ich ein europäisches Paar Anfang dreißig. Der Mann war groß, schwarzhaarig und trug eine Brille; seine Frau, ebenfalls groß, wenn auch etwas kleiner als er, war blond. Beide wirkten beunruhigt. Wir verließen den Hauptraum und begaben uns in einen kleineren Raum in der Nähe, wo wir zu dritt auf Stühlen Platz nahmen. „Meine Frau hat kürzlich drei Fehlgeburten erlitten“, sagte der Ehemann. „Es tut mir sehr leid, das zu hören.“ Ich wandte mich an sie. „Ist Ihre Gesundheit nun in Ordnung?“ Sie nickte leicht. „Während sie versuchte, Sinn in das zu finden, was geschah“, fuhr ihr Ehemann fort, „hörte sie einen Online-Vortrag eines religiösen Sprechers. Er sprach sich vehement gegen Abtreibung aus. Er sagte, dass, wenn man ein Kind tötet, das Krishna einem gesandt hat, Krishna einem nie wieder ein Kind schenken wird.“ Ich verzog das Gesicht, als ich dies hörte. Er zögerte und wechselte einen Blick mit seiner Frau. Sie nickte erneut leicht, und er fuhr fort. „Vor unserer Ehe und bevor sie irgendetwas über Bhakti wusste, hatte sie eine Abtreibung.“ Seine Frau sprach zum ersten Mal. „Ich habe bereits drei Babys verloren“, sagte sie. „Wie lange wird Krishna mich für etwas bestrafen, das ich getan habe, als ich es besser nicht wusste?“ „Ich denke, Sie müssen keinen direkten Zusammenhang zwischen der Abtreibung und den Fehlgeburten sehen“, sagte ich, „und Sie müssen gewiss nicht zu dem Schluss kommen, dass das, was Ihnen widerfährt, eine Bestrafung durch Krishna ist.“ Nehmen Sie Aussagen über Karma ernst, aber nicht immer wörtlich Ich machte eine Pause, bevor ich fortfuhr. „Manchmal beschreiben heilige Schriften in drastischen Worten, wie Handlungen entsprechende Reaktionen hervorbringen können. Zum Beispiel gibt es Beschreibungen, dass diejenigen, die Tiere schlachten und essen, selbst irgendwann geschlachtet und verzehrt werden könnten. Solche Aussagen müssen ernst genommen werden, aber sie müssen nicht immer wörtlich genommen werden.“ Der Ehemann fragte: „Warum nicht wörtlich?“ „Aus drei Gründen“, antwortete ich. „Erstens sagt Krishna selbst in der Bhagavad Gita, dass das Wirken des Karmas schwer zu verstehen sei: gahanā karmaṇo gatiḥ (4.17). Wenn karmische Reaktionen immer auf einfache, lineare, eins-zu-eins Weise wirkten, wie eine wörtliche Lesart solcher Beschreibungen nahelegen könnte, warum würde Krishna dann sagen, dass ihr Wirken so schwer zu verstehen sei? „Zweitens geben solche Beschreibungen in der Regel keine Auskunft über die Menge, was bei der Bestimmung der Verantwortung sicher eine Rolle spielt. Angenommen, jemand aß einmal im Leben Rindfleisch. Jemand anderes aß es regelmäßig für einige Jahre, bevor er damit aufhörte. Und jemand anderes aß es praktisch jeden Tag sein ganzes Leben lang. Sollen wir annehmen, dass alle drei genau dieselbe Reaktion erhalten? Gewiss nicht. „Drittens erklärt Bhaktivinoda Thakura, dass wir uns auf das wesentliche Prinzip konzentrieren sollten, das durch solche Beschreibungen vermittelt wird, statt uns mit ihren drastischen Details zu beschäftigen. Das wesentliche Prinzip ist, dass wir für unsere Handlungen verantwortlich sind. Unsere Entscheidungen haben Konsequenzen, und deshalb müssen wir sorgfältig wählen. Deshalb müssen wir das Prinzip des Karmas ernst nehmen, auch wenn wir nicht jede spezifische Beschreibung karmischer Bestrafung wörtlich nehmen.“ Die Frau fragte mit einer Stimme, die leicht zitterte: „Meinen Sie, dass ich die Aussage dieses Sprechers über Abtreibung nicht wörtlich nehmen sollte?“ Ich nickte nachdrücklich. „Ja, genau das meine ich.“ Nach einer Pause fuhr ich fort: „Ich spiele die Schwere der Abtreibung als Handlung nicht herunter. Ich hinterfrage die Gültigkeit dieser Aussage. Lassen Sie uns sie logisch betrachten.“ Beide lehnten sich leicht vor, während ich fortfuhr. „Tragischerweise ist Abtreibung in der heutigen Welt nicht ungewöhnlich. Wenn die Aussage, die ihr gehört habt, wörtlich wahr wäre, würde das bedeuten, dass jeder, der jemals eine Abtreibung hatte, danach nie wieder ein Kind bekommen könnte. Aber ist es wahr, dass jeder, der ein Kind hat, in seinem früheren Leben nie eine Abtreibung hatte? Das scheint höchst unwahrscheinlich. Selbst auf der Ebene dessen, was wir beobachten können, gibt es also keine Grundlage für eine derart kategorische Verbindung.“ Als der Punkt einsickerte, konnte ich sehen, wie sich die Anspannung in ihren Gesichtern legte. „Und wichtiger noch: Ich bin auf keine kategorische Aussage in den Schriften gestoßen, die besagt, dass Krishna einer Person, die eine Abtreibung hatte, nie ein Kind schenken wird. Ich würde annehmen, dass der Redner, selbst wenn er wohlmeinend war, aus ähnlich klingenden schriftlichen Aussagen über karmische Konsequenzen extrapolierte. „Aber wenn selbst die ausdrücklichen Aussagen, die tatsächlich in den Schriften zu finden sind, nicht immer wörtlich interpretiert werden müssen, dann braucht man eine Extrapolation aus diesen Aussagen erst recht nicht wörtlich zu nehmen.“ Was das Erinnern an Krishna nicht bedeutet Ich fuhr fort: „Es gibt ein weiteres Prinzip, das ich hilfreich finde, wenn ich versuche zu verstehen, warum etwas geschehen ist. Krishna hat eine Welt erschaffen, in der Dinge durch viele Ebenen von Ursachen geschehen. Wenn also etwas schiefgeht, sollten wir nicht sofort zu einer unsichtbaren oder ultimativen Ursache springen, sondern zunächst die unmittelbaren Ursachen untersuchen, die wir verstehen und auf die wir reagieren können.“ Der Ehemann fragte: „Können Sie das mit einem Beispiel erklären?“ Ich nickte. „Gerne. Angenommen, ich sitze in diesem Raum und beginne plötzlich, sehr kalt zu werden. Sollte ich dann anfangen zu denken: ‚Krishna bestraft mich, weil ich in meinen Morgenbeten zu Ihm nicht aufmerksam genug war?‘“ Sie schüttelten den Kopf. „Das wäre nicht nur spekulativ; das wäre destruktiv spekulativ“, fuhr ich nachdrücklich fort. „Anstatt zur Ebene einer ultimativen Ursache zu springen, ist es für mich viel logischer, zunächst nach einer unmittelbaren Ursache zu suchen. Ist ein Fenster offen? Hat die Heizung aufgehört zu funktionieren? Wenn das Fenster offen ist, kann ich es schließen. Wenn die Heizung nicht funktioniert, kann ich versuchen, sie reparieren zu lassen. „Dies ist auch ein Prinzip im vedischen System der Logik, das Nyāya genannt wird. Wenn wir versuchen, etwas zu verstehen, sollten wir zunächst nach Ursachen in unserer unmittelbaren Umgebung suchen, die als dṛśya-kāraṇa bezeichnet werden können, bevor wir nach weiteren, weniger sichtbaren Ursachen suchen, die als adṛṣṭa-kāraṇa bezeichnet werden können. „Und das Suchen nach solchen praktischen Ursachen bedeutet nicht, dass ich Krishna vergesse. Ich muss mich an Krishna erinnern, aber das Erinnern an Krishna sollte mich nicht davon abhalten, nach praktischen Ursachen und praktischen Lösungen zu suchen. Das ist der Geist von Krishnas Richtlinie in der Bhagavad Gita (8.7): mām anusmara yudhya ca – Erinnere dich an Mich und kämpfe.“ Ich hielt inne, um ein Beispiel zu überlegen, das den Punkt weiter veranschaulichen könnte. „Srila Prabhupada hat dieses Prinzip einmal sehr praktisch veranschaulicht. Während einer Ratha-yatra in London hatten die Hingebungsvollen einen enorm hohen Wagen gebaut, aber seine tragende Struktur war offenbar nicht stark genug für seine Höhe. Als der Wagen zusammenbrach, waren die Hingebungsvollen verzweifelt. Manche fragten sich, ob Krishna mit ihnen unzufrieden war oder ob es einen Mangel in ihrer Hingebung gegeben hatte. „Prabhupadas Antwort war auffällig praktisch. Er sagte im Wesentlichen: Der Wagen brach nicht wegen eurer schlechten Hingebung zusammen, sondern wegen eurer schlechten Ingenieurskunst.“ Ein leichtes Lächeln erschien auf beiden ihren Gesichtern. „Aber ich möchte noch einen weiteren entscheidenden Punkt machen, der über das Verständnis hinausgeht, wie Ursachen funktionieren“, sagte ich. „Dieser Punkt betrifft das Verständnis, wie Krishna selbst wirkt.“ „Die Art von Aussagen, die ihr über Krishna gehört habt, wie er jemanden bestraft, erzeugt oft das Bild eines Gottes, der über uns steht, kritisch beobachtet, was wir tun, und Leid auf uns herabsendet als Strafe. Aber Krishna ist nicht ein solcher Gott. Während Er in der geistigen Welt weit über uns existiert, existiert Er auch mit uns und in uns als Paramatma. Die Bhagavad Gita (18.61) erklärt, dass Er unsere Irrfahrten in dieser Welt von innen aus unseren Herzen leitet. „Also, wenn wir durch etwas Schmerzhaftes gehen, drängt Krishna uns nicht in dieses Leid. Krishna ist derjenige, der uns hilft, durch dieses Leid hindurchzukommen. Denn Krishna ist nicht rachsüchtig; Er ist barmherzig.“ Ich konnte einen Funken Hoffnung in ihren Gesichtern aufkommen sehen. „Erstens müssen wir dieses positive Verständnis von Krishna als liebenden Gott haben. Und zweitens müssen wir unsere Erfahrung mit Krishna positiv gestalten. Das Gedenken an Krishna sollte uns niemals mit Schuld füllen; es sollte uns mit Stärke füllen.“ Dann fragte ich beide: „Gibt es eine hingebungsvolle Aktivität, die euch beiden Frieden und Freude bringt – etwas, durch das ihr euch tatsächlich Krishna näher fühlt?“ Der Ehemann antwortete: „Wir beide lieben Musik. Wir mögen über Krishna singen, und manchmal komponieren wir auch Lieder über Ihn.“ „Das ist ausgezeichnet“, sagte ich. „Dann nährt diesen Teil eurer Beziehung zu Krishna. Singt gemeinsam über Ihn. Komponiert Lieder über Ihn. Lasst euer Gedenken an Krishna eine Quelle von Frieden und Stärke werden, anstatt Schuld und Angst.“ Ich fuhr fort: „So könnt ihr den geistlichen Teil von mām anusmara yudhya ca anwenden. Was den praktischen Teil betrifft: Habt ihr medizinisch untersucht, warum die Fehlgeburten möglicherweise auftreten?“ „Ja“, antwortete der Ehemann. „Die Ärzte stellten fest, dass sie einen Mangel hat. Sie haben Medikamente dafür verschrieben. Tatsächlich konnte sie bei jeder Schwangerschaft das Baby zunehmend länger tragen, bevor die Fehlgeburt eintrat.“ „Das ist ermutigend“, sagte ich. „Also auf der praktischen Ebene: Nehmt weiterhin die Medikamente und befolgt den Rat eures Arztes. Und denkt daran, dass Krishna bei euch ist und für euch. Denkt nicht so über Ihn, dass eure Stärke, dem zu begegnen, was im Leben kommt, abnimmt; gedenkt Ihn so, dass eure Stärke zunimmt.“ Ich schloss ab: „Ich bete, dass Krishna Seine Segnungen auf euch beide herabregnet und dass ihr auch Seine Segnungen spüren mögt.“ Etwa ein Jahr später schickte mir der Ehemann eine Nachricht. Er teilte mir mit, dass sie zurück nach Europa gezogen waren, und fragte, ob wir per Videotelefonat sprechen könnten, da ich im Allgemeinen nicht nach Europa reise. Als wir sprachen, war ich erfreut zu sehen, dass sie ein zwei Monate altes Baby bei sich hatten. „Die Schwangerschaft verlief friedlich“, sagte der Ehemann zu mir, „und die Geburt war auch natürlich, ohne verlängerte Wehen.“ Ich gratulierte ihnen. Dann fragte ich: „Wie läuft euer Singen über Krishna?“ Ihre Gesichter leuchteten auf. „Wir fühlen, als hätten wir zwei neue Freuden in unserem Leben entdeckt“, sagten sie. „Eine ist die Freude, ein Baby zu haben, und die zweite ist die Freude, über Krishna zu singen. Und jetzt verbinden wir beide diese Freuden, indem wir über Krishna zu unserem Baby singen.“ Während ich über meine Interaktionen mit ihnen nachdachte, kristallisierte sich in mir etwas heraus, das zuvor vage gewesen war. Ich fühlte, dass ich Menschen dabei helfen musste, sich in ihrem Konzept von Krishna weiterzuentwickeln. Die konventionelle Religion lehrt Menschen oft, Gott primär als Richter unserer Lebenshandlungen zu sehen. Das kann dazu führen, dass wir negative Ereignisse als Seine Strafen und positive Ereignisse als Seine Belohnungen betrachten. Die Gita bietet jedoch ein intimeres Konzept von Gott – nicht so sehr als Richter unserer Lebenshandlungen, sondern eher als unser Begleiter auf unserer Lebensreise. Wenn die Gita uns auffordert, Krishna ständig zu gedenken, bedeutet das nicht, dass wir Ihn als den Grund für alles betrachten müssen, was uns widerfährt. Vielmehr können wir Ihn als unsere Zuflucht inmitten von allem betrachten, was uns widerfährt. In dieser Betrachtung bot ich ein Gebet dar. Mein lieber Herr, wann immer ich über Dich spreche, mögen meine Worte anderen helfen, Dich vollständiger zu sehen – nicht als den Verursacher der Leiden des Lebens, sondern als den Schutz inmitten der Leiden des Lebens. *** 18.61 Der Höchste Herr befindet sich im Herzen aller, o Arjuna, und lenkt das Umherirren aller lebenden Wesen, die wie auf einer Maschine sitzen, die aus der materiellen Energie besteht. Der Beitrag „Wie lange wird Krishna mich noch bestrafen?“ erschien erstmals auf Chaitanya Charan Das, Bhagavad Gita ISKCON.
Wortlaut im Original
This question was the first thing a young European woman had asked me during my conversation with her husband and her. During one of my visits to London, after a talk I had given on karma, I met a European couple in their early thirties. The husband was tall, black-haired, and bespectacled; his wife, also tall though slightly shorter than him, was blonde. Both looked troubled. We moved from the main hall to a smaller room nearby, where the three of us sat down on chairs. “My wife has had three miscarriages recently,” the husband said. “I’m so sorry to hear that.” I turned toward her. “Is your health okay now?” She nodded slightly. “While trying to make sense of what was happening,” her husband continued, “she heard an online talk by a religious speaker. He was speaking strongly against abortion. He said that if you kill a child Krishna has sent you, Krishna will never give you another child.” I winced on hearing this. He hesitated and exchanged a glance with his wife. She nodded slightly again, and he continued. “Before our marriage, and before she knew anything about bhakti, she had an abortion.” His wife spoke up for the first time. “I have already lost three babies,” she said. “How long will Krishna keep punishing me for something I did when I didn’t know any better?” “I don’t think you need to see a direct connection between the abortion and the miscarriages,” I said, “and certainly you don’t need to conclude that what is happening to you is Krishna’s punishment.” Take Statements About Karma Seriously, but Not Always Literally I paused before continuing. “Sometimes scriptures do describe in graphic terms how actions may bring corresponding reactions. For example, there are descriptions that those who slaughter and eat animals may themselves eventually be slaughtered and consumed. Such statements need to be taken seriously, but they need not always be taken literally.” The husband asked, “Why not literally?” “For three reasons,” I replied. “First, Krishna himself says in the Bhagavad Gita that the workings of karma are difficult to understand: gahanā karmaṇo gatiḥ (4.17). If karmic reactions always worked in a simple, linear, one-to-one way, as a literal reading of such descriptions might suggest, why would Krishna say that their workings are so difficult to understand? “Second, such descriptions generally don’t tell us anything about quantity, which surely matters when determining accountability. Suppose someone ate cow flesh once in their life. Someone else ate it regularly for a few years before giving it up. And someone else ate it practically every day throughout their life. Are we to assume that all three will receive exactly the same reaction? Certainly not. “Third, Bhaktivinoda Thakura explains that we should focus on the essential principle conveyed through such descriptions rather than becoming preoccupied with their graphic details. The essential principle is that we are accountable for our actions. Our choices have consequences, and therefore we need to choose carefully. That’s why we need to take the principle of karma seriously, even if we don’t take every specific description of karmic punishment literally.” The woman asked in a voice with a slight tremor, “Are you saying that I shouldn’t take that speaker’s statement about abortion literally?” I nodded my head emphatically. “Yes, that’s precisely what I am saying.” Pausing, I continued. “I am not downplaying the gravity of abortion as an act. I am questioning the validity of that statement. Let’s consider it logically.” They both leaned forward slightly as I continued. “Tragically, abortion is not uncommon in today’s world. If the statement you heard were literally true, it would mean that anyone who had ever had an abortion would thereafter never be able to have a child. But is it true that everyone who has a child has never had an abortion earlier in life? That seems highly unlikely. So even at the level of what we can observe, there is no basis for making such a categorical connection.” As the point sank in, I could see some of the tension in their faces easing. “And more importantly, I haven’t come across any categorical statement in scripture saying that if someone has an abortion, Krishna will never give that person a child. I would presume that the speaker, even if well-intentioned, was extrapolating from similar-sounding scriptural statements about karmic consequences. “But if even the graphic statements actually found in scripture need not always be interpreted literally, then you certainly don’t need to take an extrapolation from those statements literally.” What Remembering Krishna Does Not Mean I continued, “There is another principle that I have found helpful when trying to understand why something has happened. Krishna has created a world in which things happen through many levels of causes. So when something goes wrong, rather than immediately jumping to an invisible or ultimate cause, we should first investigate the immediate causes that we can understand and act on.” The husband asked, “Can you explain that with an example?” I nodded. “Sure. Suppose, while sitting in this room, I suddenly start feeling very cold. Should I start thinking, ‘Krishna is punishing me because I was not attentive enough in my morning prayers to Him?’” They shook their heads. “That wouldn’t just be speculative; that would be destructively speculative,” I continued emphatically. “Rather than jumping to the level of an ultimate cause, it is far more logical for me to first look for some immediate cause. Is a window open? Has the heating stopped working? If the window is open, I can close it. If the heating isn’t working, I can try to get it fixed. “This is also a principle in the Vedic system of logic known as Nyāya. When we are trying to make sense of something, we should first look for causes in our immediate environment, which may be called dṛśya-kāraṇa, before looking for further, less visible causes, which may be called adṛṣṭa-kāraṇa. “And looking for such practical causes doesn’t mean that I forget Krishna. I need to remember Krishna, but remembering Krishna shouldn’t stop me from looking for practical causes and practical solutions. That’s the spirit of Krishna’s guideline in the Bhagavad Gita (8.7): mām anusmara yudhya ca—remember Me and fight.” I paused to think of an example that could illustrate the point further. “Srila Prabhupada once illustrated this principle very practically. During a Ratha-yatra in London, the devotees had constructed an enormously tall cart, but its supporting structure was apparently not strong enough for its height. When the cart collapsed, the devotees were devastated. Some wondered whether Krishna was displeased with them or whether there had been some deficiency in their devotion. “Prabhupada’s response was strikingly practical. He said in essence: the cart collapsed not because of your poor devotion, but because of your poor engineering.” A slight smile appeared on both their faces. “But I would like to make one more critical point beyond understanding how causes work,” I said. “That point is about understanding how Krishna Himself works. “The kind of statements you heard about Krishna punishing someone often create an image of a God who is above us, watching what we are doing critically and sending suffering down upon us as punishment. But Krishna is not such a God. While He exists far above us in the spiritual world, He also exists with us and within us as the Paramatma. The Bhagavad Gita (18.61) declares that He guides our wanderings in this world from within our hearts. “So when we are going through something painful, Krishna is not pushing us into that suffering. Krishna is the one who is helping us push through that suffering. After all, Krishna is not vengeful; He is merciful.” I could see a glimmer of hope appearing on their faces. “First, we need to have this positive understanding of Krishna as a loving God. And second, we need to make our experience of Krishna positive. Remembering Krishna should never fill us with guilt; it should fill us with strength.” Then I asked both of them, “Is there some devotional activity that brings both of you peace and joy—something through which you actually feel closer to Krishna?” The husband replied, “Both of us love music. We like singing about Krishna, and sometimes we compose songs about Him too.” “That is excellent,” I said. “Then nourish that part of your relationship with Krishna. Sing about Him together. Compose songs about Him. Let your remembrance of Krishna become a source of peace and strength rather than guilt and fear.” I continued, “That is how you can apply the spiritual part of mām anusmara yudhya ca. Coming to the practical part, have you investigated medically why the miscarriages might be happening?” “Yes,” the husband replied. “The doctors found that she has a deficiency. They have prescribed medication for it. In fact, with each pregnancy, she has been able to carry the baby for progressively longer before the miscarriage occurred.” “That is encouraging,” I said. “So at the practical level, continue taking the medication and following your doctor’s advice. And remember that Krishna is with you and for you. Don’t think of Him in a way that decreases your strength to face whatever comes in life; remember Him in a way that increases your strength.” I concluded, “I pray that Krishna showers His blessings upon both of you and that you may also feel His blessings.” About a year later, the husband sent me a message. He told me that they had moved back to Europe and asked whether we could talk on a video call, as I don’t generally visit Europe. When we spoke, I was delighted to see that they were carrying a two-month-old baby. “The pregnancy went peacefully,” the husband told me, “and the delivery was natural too, without prolonged labor.” I congratulated them. Then I asked, “How is your singing about Krishna going?” Their faces lit up. “We feel as if we have discovered two new joys in our life,” they said. “One is the joy of having a baby, and the second is the joy of singing about Krishna. And now we are combining both those joys by singing about Krishna to our baby.” As I reflected on my interactions with them, something crystallized within me that had previously been vague. I felt that I needed to help people evolve in their conception of Krishna. Conventional religion often teaches people to see God primarily as the judge of our life’s actions. That can lead us to see negative events as His punishments and positive events as His rewards. The Gita, however, offers a more intimate conception of God—not so much as the judge of our life’s actions, but more as our companion in our life’s journey. When the Gita urges us to remember Krishna constantly, that does not mean that we need to see Him as the reason for everything that happens to us. Rather, we can see Him as our refuge amid everything that happens to us. Contemplating thus, I offered a prayer. My dear Lord, whenever I speak about You, let my words help others see You more fully—not as the inflictor of life’s pains, but as the shelter amid life’s pains. *** 18.61 The Supreme Lord is situated in everyone’s heart, O Arjuna, and is directing the wanderings of all living entities, who are seated as on a machine, made of the material energy. The post How Long Will Krishna Keep Punishing Me? first appeared on Chaitanya Charan Das, Bhagavad Gita ISKCON .