Das Karma-Gesetz ist mächtiger als dein Ego - Bhagavad Gita XVIII 60
Der Mensch ist durch seine eigene Natur und äußere Umstände in seiner Freiheit begrenzt und handelt letztlich als Instrument Gottes; die richtige Entscheidung entsteht aus dem Zusammenspiel von Situation, Ethik, Wesensnatur und Herzensgefühl.
Letztlich, tief im Inneren, macht Gott alles und du bist nur Instrument in den Händen Gottes.
Der Text liest und erklärt Bhagavad Gita 18,60, in dem Krishna Arjuna darauf hinweist, dass man durch die eigene Natur (Svabhava) zu Handlungen getrieben wird, die man aus Täuschung eigentlich nicht tun will. Sukadev Bretz führt daraus die Frage nach dem Ausmaß menschlicher Freiheit ab: Man habe eine gewisse Freiheit, sei aber durch äußere Umstände und innere Antriebe begrenzt. Als Empfehlung wird gegeben, Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen und dann loszulassen. Die Entscheidungshilfe wird als Zusammenspiel aus äußerer Situation (Karma), ethischer Abwägung, eigener Wesensnatur (Svarupa) und innerem Herzensgefühl (Svabhava) beschrieben. Die tiefste Einsicht des 18. Kapitels sei, dass letztlich Gott durch den Menschen wirke und der Mensch nur ein Instrument in den Händen Gottes sei. Der Text schließt mit einer Werbung für die Website und das Bhagavad-Gita-Portal von Yoga Vidya.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
- im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
- Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
- Wohin geht die Geschichte?
- die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen treffen (innerlich)
- Die äußere Situation spüren und ethische Optionen abwägen (innerlich)
- Die eigene Wesensnatur und das Herzensgefühl befragen (innerlich)
Genannte Stellen
Bhagavad Gita 18,60
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 1 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 1