Der jüdische Kalender synchronisiert Sonne und Mond in einem dialektischen System, das Feste wie Sukkot auf den Vollmond im Herbst legt und so Schöpfungsrhythmus und Festrhythmus verbindet.
Der Text erklärt den Beginn des Laubhüttenfestes Sukkot im jüdischen Kalender und die damit verbundene Lesung aus dem dritten und vierten Buch Mose. Er betont, dass die schriftliche Torah knapp ist und die mündliche Torah nötig macht, um Feste und Praktiken wie das Schwenken des Feststraußes zu verstehen. Ein zentraler Gedankengang ist die dialektische Verbindung von Sonne und Mond im jüdischen Kalender: Monate folgen dem Mond, Jahre der Sonne, und Sukkot fällt auf den Vollmond im siebten Monat. Der Sprecher verknüpft dies mit dem Schöpfungsmuster und der Verschränkung von Schabbat- und Festrhythmus. Es werden konkrete Kalenderregeln genannt, etwa dass bestimmte Feste nicht auf Schabbat fallen dürfen. Der Text enthält auch humorvolle Anspielungen auf Einstein und Galileo, um die Komplexität des Kalenders zu veranschaulichen. Als Gegenwartsbezug wird die aktuelle Sendesituation am Freitag um 14 Uhr genannt und ein jüdischer Kalender als Bonus für Zuschauer angeboten.
3. Mose 22,26-23,44 · 4. Mose 29,12-16 · 3. Mose 23,34 · 1. Mose 1,1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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So, es ist Freitag 14 Uhr. Muss ich jetzt sagen, wenn ich unsere Zuschauerinnen und Zuschauer begrüße, denn jetzt mit Beginn auch des Laubhüttenfestes gehen wir jetzt zumindest, was das Wort zum Schabbat angeht, in das Wildwinterhalt ja und beginnen um 14 Uhr. Also bis zum Schabbat ist noch ein bisschen Zeit. Lieber Andy, ich begrüße Rabbina Endos-Dyman in Frankfurt. Der auch schon ganz gespannt ist, es kommt nicht nur das Schabbat, sondern heute eben auch der Beginn des Laubhüttenfestes. Eigentlich braucht das Judentum, wenn es sie nicht hätte, müsste es die mündliche Torah erfinden, denn die schriftliche Torah, sie ist kurz und knapp. Wir werden darauf eingehen, wir haben heute nicht die übliche Paraschate zum Schabbat. Also in der Abfolge, da wären wir ja ganz am Schluss des fünften Buchs Mose, sondern wir haben am Schabbat eine Festvorlesung, eine Festparascha, im dritten Buch Mose Kapitel 22, Vers 26 bis Kapitel 23, Vers 44 und dann kommt noch dazu aus dem vierten Buch Mose Kapitel 29, Vers 12 bis 16. Warum? Denn dort sind die Anweisungen für das Laubhüttenfest. Und wie ich schon sagte, man müsste die mündliche Torah erfinden, denn die schriftliche Torah ist gesagt nur in Vers 34 zu Mose, sagst den Israeleten, am fünften Tag des siebten Monats ist das Laubhüttenfest für den Herrn Sieben tagelang. Und dann wird sie, wir kommen noch auf, sie hat schon noch ein paar Einzelheiten, aber sie ist eigentlich sehr knapp. Und sie sagt auch, dass der siebte Tag, der Schlusstag ein besonderer Tag ist. Das ist Husha-Shanarabah und wir kommen dann noch darauf. Der wird auch der Feststraus, die Arbaminie geschwenkt. Das ist ja auch eine Arbeit. Ja, die wird schon am Anfang von. Die wird auch am Anfang geschwenkt. Wir sagen noch, dass ich schoppte. Aber eben nicht am ersten Tag, weil es Schabbat ist, aber der Husha-Shanarabah ist der höhere Feiertag, wenn man so will. Darum darf der siebte Tag oder hier jetzt der achte Tag nicht auf einen Schabbat fallen. Gleichzeitig darf auch Jom Kippur. Gibt es für Jom Kippur besondere Regeln, dass der nicht am Freitag und Sonntag sein darf. Bedeutet also, dass das Laubhüttenfest nur Montag, Dienstag, Donnerstag oder Schabbat beginnen kann. Deswegen haben wir heute Abend RF-Sukot, den Beginn des Laubhüttenfestes. Ganz schön kompliziert, lieber Andy. Ja, es ist kompliziert. Ja, ja, es ist kompliziert. Und der Kalender, der folgt ja schließlich auch dem Schöpfungsmuster, welches wir dann auch gleich danach zu Simchatorah gleich wieder anfangen werden, im Anfang Beresit-Bara. Und da heißt es im Anfangsschuh Gott, Himmel und Erde. Und da haben wir wieder dieses Schöpfungsmuster, auf das ich immer wieder hinweise, dass es ein Dualismus ist. Oder meine Dwegen, wie Hegel sagen würde, eine Dialektik. Wir haben eine These und eine Gegentease und eine Synthese. In dem Fall wäre es dann gleich zu Beginn Himmel, Erde. Zusammen die Synthese ist dann die Welt, in der wir leben. Und nun ist es so, die Zeit ist ja auch eine interessante Dimension und sie ergänzt sich zum Raum. Dazu braucht man keinen Einstein. Einstein hat vielleicht sehr gut aufgepasst, dem Religionsunterricht. Und deswegen ist er vielleicht darauf gekommen, möglicherweise. Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist die Zeit für sich genommen auch noch mal dialektisch aufgeteilt. Und schon die frühen Menschen wussten, dass sie sich an der Sonne orientieren und am Mond, an Beidem. Und deswegen haben wir ja auch einen jüdischen Kalender, der sehr kompliziert ist. Denn beide Sonne und Mond sollen beide zu ihrem gleichberechtigten Recht kommen. Und dazu gibt es ja auch einige sehr schöne Mitraschinen, als die Sonne erschaffen wurde und als der Mond erschaffen wurde und so weiter. Und beide sollen zu ihrem Recht kommen. Und bei der Zeitberechnung ist es ja nun einmal so, die Gestirne folgen ihren Bahnen, wie wir auch immer abends im Abendgebet lesen. Bemishmurithehem, berakir kirtsunor. Das heißt also, Gott ordnet die Gestirne nach ihren Bahnen. Ja, also wenn Galileo gewusst hätte, dass das die Juden auch so beten, wer weiß, vielleicht hätte der Erdassen seine Argumentation mit aufgenommen. Dann hätten die Juden aber auch dafür Ärger bekommen. Wir sagen das schon seit Jahrhunderten, seit Jahr, ich weiß nicht, Jahrtausenden schon, dass abends die Gestirne ihren Bahnen folgen. Tagsüber sehen wir nur die Sonne, weil sie ist so stark, dass die anderen Gestirne nicht zu sehen sind. Die Jahre richten sich nach der Sonne, die Monate nach dem Mond. So weit klar. Nur das Problem dabei ist, Sonne und Mond ergänzen sich zwar, sind aber nicht miteinander synchron, weil, wenn ich jetzt zwölf Monde nehme, ich habe bewusst Monde und nicht Monate gesagt, dann ergibt es nicht unbedingt ein solares Jahr. Denn jetzt wird es interessant. Wenn man sich mit dem Judentum beschäftigt, dann beschäftigt man sich mit allem. Und jetzt beschäftigen wir uns ein bisschen mit Astronomie und mit Mathematik. Jeder weiß, was ein Monat ist. Jetzt ist natürlich die große Frage und am liebsten würde ich mich jetzt mit den Zuschauern austauschen. Wer weiß, was ein Monat ist? Was ist ein Monat? Nun, ein Monat ist die Zeit, die der Mond braucht, um einmal um die Erde zu kreisen. Kennen wir ja alle. So, und wie lange ist das, bitte schön? Denken wir mal nach. Gucken wir auf unser Zivilkalender. Da haben wir jetzt schon, wir sind im Oktober. Gerade waren wir noch im September. Im Oktober sind das 31 Tage, im September sind das 30 Tage. Weißt der Mond, dass wir Oktober haben? Ich glaube nicht. Der Mond ist ja nur ein Gestrei. Er hat doch keine Ahnung, dass jetzt Oktober ist. Und er hatte keine Ahnung im Februar, dass er da schneller um die Erde dann kreisen muss, um zum 1. März wieder so. Also, es stimmt nicht, dass ein Monat 30 oder 31 Tage sind. Wer bietet weniger? Gut, vielleicht sind es 29 für 28, wie im Februar. Nun, ganz genau, wenn man also sich dem annähern wenigstens möchte, sind es 29,5 Tage. 29,5 Tage braucht der Mond um die Erde. Und deswegen ist im jüdischen Kalender, jetzt kriegt jeder als Bonus ein Kalender, das ist schön, da können Sie nachgucken. Abwechselnd ist ein jüdischer Monat 29 Tage oder 30 Tage. Das heißt, wir haben alle zwei Monate ein Schaltmonat. Es stimmt nicht, dass es wir ein Schaltmonat haben für das Schaltjahr. Jetzt wird es erst richtig kompliziert. Aber machen wir es uns nicht ganz so schwer. Einstein hat gesagt, macht ihr das Leben einfach, aber nicht zu einfach. Also, wir müssen in Modellen rechnen, wie der gute Einstein das aufgemacht hat. Zu kompliziert und das Modell ist kein Modell mehr, zu einfach und das Modell ist eben simplizistisch. Also, wo fangen wir wieder an? Fangen wir wieder an mit diesem jüdischen Kalender und gucken wir uns das mal an. Eben hast du gesagt, am 15. des Monats, aha, am 15. des Monats, das wäre genau die Mitte. Können wir immer sagen im Judentum, wenn wir genau in der Mitte des Monats sind, dann haben wir Vollmond. Haben Vollmond. Genau. Woher wissen wir das? Weil am ersten eines jeden jüdischen Monats, ohne Ausnahme, immer am ersten eines Monats ist Neumond. Und Neumond bedeutet nicht Mund. Der Mund ist nicht da. So. Deswegen muss auch Rosh Hashanah zugleich auch ein Neumond gewesen sein, denn das Schöne an der ganzen Geschichte ist die Zukunft ist da. Aber wir sehen sie nicht. Also der Mond als Zeitmessinstrument bedeutet auch Zeit eben. Die Zeit ist schon da, aber wir sehen sie nicht. Deswegen ist Rosh Hashanah immer an einem Neumond. Wenn es jetzt heißt am 15. des 7. Monats, wir sind jetzt im Monat Tishri, wenn man davon ausgeht, dass Nissan der erste Monat ist und wir werden das alles gleich auflösen, dann ist der 15. eben ein Vollmond. Meine Damen und Herren, gucken Sie heute Abend zum Fenster raus, wenn der Mond nicht behangen ist, dann werden Sie sehen, ein schöner Vollmond. Und da ist Zeit, der erste Vollmond im Herbst ist Sukkot. Genau. Wir können heute zum Mord zum Shabbat natürlich nicht das ganze Kalenderwesen ergründen. Nein, aber wir können wenigstens diese Stelle ausleuchten. Ja, es sind mehrere konzentrische Kreise, jedenfalls so kann man sich's vorstellen. Wir haben den Schöpfungsrhythmus mit dem Shabbat. Und wir haben den Festrhythmus, der durch den Mond gegeben wird. Und das gibt eben auch Verschränkungen, die dann eben auch eine Rolle spielen. Also wenn Feste auf einen Shabbat fallen, dürfen sie das, dürfen sie das nicht. Und deswegen braucht man eigentlich im Judentum mehr als nicht Juden. Die hängen sich Fotokalender an die Wand, Jahreskalender mit schönen Fotos. Aber man braucht im Judentum eigentlich einen Luach. Man braucht einen Kalender, sonst kann man nicht jüdisch leben. Und deswegen, du hast grad schon den Bonus angesprochen. Jeder, der sich für unser Gespräch zum Blaupütenfest, wo wir das Fest auch noch vertiefen werden, am Sonntag um 17 Uhr anmeldet, bekommt als Bonus von uns beiden einen jüdischen Kalender für das Jahr 5.781 der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Mainkörperschaft. Das Rabinaz. Das Rabinaz. Genau. Und wer unbedingt einen Taschenkalender haben möchte, ich glaube, wer das will, kann sich melden oder einen schönen Wandkalender. Das Interessante ist, wenn man mit diesem Kalender lebt und man muss nicht unbedingt an Gott glauben, um mit diesem Kalender zu leben, dann hat man automatisch auch einen Mondkalender. Um einen Mondkalender zu besorgen, müsste man trotzdem, müsste man eigentlich extra deswegen in die Buchhandlung gehen. Da gibt es alles Mögliche an Kalender. Und der jüdische Kalender ist zwar ein Mondkalender, aber mit Sonnenkorrektiv. Du hast recht, wir können heute nicht auf das auch noch eingehen. Während wir im Laufe der nächsten Sendungen auch noch mal machen und auf die Art und Weise uns etwas auch für später aufheben. Nun sehen wir aber, dass ist das, worauf ich hinaus wollte, als ich gesagt habe, Tese und Gegenteese, Mond und Sonne. Wir haben also beim Mond haben wir die Zeitmessung für die Monate und für die Jahre haben wir die Sonne, also den Jahreskreislauf. Und beides muss miteinander irgendwie synchronisiert werden und das auch im Zivilkalender kennen wir das. Aber da ist es relativ einfach, da hat man alle vier Jahre einmal einen Tag mehr. Im Judentum haben wir, das ist etwas komplizierter. Wie gesagt, das machen wir zu einem späteren Zeitpunkt. Aber es sollte jetzt der Vollständigkeit habe erwähnt werden, denn wir haben im Judentum wie im Christentum auch die Feiertage im Jahresrhythmus. Und deswegen folgen wir hier nicht nur den Mond, sondern auch der Sonne. Wenn es heißt am 15. des 7. Monats, dann wissen wir, es ist Vollmond. Aber ich weiß auch, es ist dann Herbst. Und Herbst ist eine Sache, die im Jahresrhythmus sozusagen der Sonne folgt. Und wenn ich sage, es ist der 15., dann weiß ich, wir haben Vollmond folgt, also den Mond. Und dann haben wir also diese zwei Komponente, Elemente, die zusammen dann eben sozusagen wie in einem Koordinatensystem auf einen Punkt kommen. Und das ist dann eben hier der Feiertag. Du hast aber auch zurechtgesagt, der Kalender ist zudem noch um eine weitere Komponente kompliziert, weil dieser Kalender so konstruiert ist, dass er auch praktikabel wird. Der Grund weswegen zum Beispiel Yom Kippur ist das beste Beispiel. Yom Kippur kann nicht auf einem Sonntag fallen, weil er Yom Kippur dann Schabbat wäre. Und an einem Schabbat kann man sich nicht vorbereiten auf einen Fasttag, weil dann dürfte man gar nicht kochen und essen. Und ich weiß also essen klar, sicher. Aber dann müsste ich schon vorher. Es wird sehr kompliziert. Das was jetzt was jetzt am Laubhüttenfest eine Rolle spielt, sind eben ist der Fest Strauß. Ja. Und ja, dann eben auch ja geschlagen, gewedelt wird, wie man so will, in der Synagoge. Und da kommen wir auf den die Paraschardan des Schabbat und da haben wir in Vers 40, nämlich in der Tourade Anweisung. Ihr sollt am ersten Tag Früchte nehmen von schönen Bäumen. So ist jetzt die Luther-Übersetzung. Palmwedel und Zweige von Laubbäumen und Bachweiten und sieben Tage fröhlich sein vor dem Herrn, eurem Gott. Und soll das Fest dem Herrn halten, jährlich, sieben Tage lang. Und das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, dass sie im siebenden Monat so feiern. Luther übersetzt dann nicht so ganz präzise. Schöne Bäume, Palmwedel. Was sind noch mal ganz kurz dieser Fest Strauß? Was sind die vier Arten, die auch mal mitnehmen? Wir gehen am Sonntag da ausführlicher drauf ein. Aber hier vom Paraschard ausgehend haben wir die Anweisung in der Tourade. Ja, genau. Also zunächst einmal, das ist also lesen wir also hier, es ist also Ezzadar. Das heißt also ein schöner Baum. Es wurde eine längere Diskussion dazu, auch in den späteren Schriften geführt und herausgekommen ist diese Etrog. Der Etrog ist eine biblische Zitrusfrucht, die bis heute extra für dieses Fest gezüchtet wird. Und ich habe mich zwischenzeitlich erkundigt und nicht schlecht gestaunt. Die größte Zitru, die größte Etrog-Plantage befindet sich auf Zizilien. Das war früher allerdings in der Nähe von El-Arish auf der Sinai-Halbinsel haben die Ägipter das auch weitergeführt, was angelegt worden ist vor der Rückgabe des Sinai-Halbinsel an Ägypten. Haben Juden da angefangen bei El-Arish, diese Bäume zu zu züchten. Und nach der Rückgabe war das sogar im Staatshaushalt von Ägypten ein schöner Posten. Da hat man nämlich diese Etrogim an Israel verkauft. Aber die politische Lage hat sich da irgendwie inzwischen verändert und leider ist das nicht mehr so sehr. Und da kommen also die meisten heutzutage aus Zizilien. Für uns nördlich der Alpen ist das immerhin ein bisschen näher, als wenn die von El-Arish hierher kommen. Diese Citrusfucht, die hat keine jetzt in der Hand. Wie bitte? Ja, auch Palmzweige, die zu den Feststraus gehören, wachsen ja nicht unbedingt hier bei uns. Richtig. Eure Gemeinde, auch die Wutgestiftung, muss sich diesen Feststraus besorgen. Ein Etog importieren die Palmzweige, weil wie ist es mit Mürte, was dazu gehört. Genau. Machweide. Also wir nennen das ganz einfach. Aber wie organisiert ihr euren Palmstraus? Also wir haben da eine Stelle, die bieten diesen Service an. Und das ist die orthodoxe Rabbinakonferenz. Wenn ich hier ganz kurz meine Kritik an meinen eigenen Kollegen der ARK, der allgemeinen Rabbinakonferenz, loswerden möchte. Ich habe das öfters auch zur Sprache gebracht und ist nicht einmal behandelt worden. Das ist also eine vorsichtige Kritik. Sie ist nicht bös gemeint. Einige Kollegen meinen, das machen ja schon die anderen, müssen wir das auch nicht machen. Okay, wie dem auch sei. Wir wissen alle, sie sind bei der orthodoxen Rabbinakonferenz zu beziehen. Und der Sekretär der allgemeinen der orthodoxen Rabbinakonferenz, alter Freund von mir, der sitzt in Köln und ausgerechnet, also kurz vor der Sendung meine Damen und Herren, haben Rikler von ich uns unterhalten. Und da habe ich auch erzählt, also es gab da einige Pannen bei uns heute in der Vorbereitung des Festes. Und zwar hat mich mein guter Freund Isi Meller angerufen. Das ist der Sekretär, der dafür zuständig ist, dass die rausgeschickt werden. Und er hat gesagt, stelle dir mal vor, ich bin gerade gestolpert über eine Sendung, die nicht rausgegangen ist. Und rate mal, was draufstand, deine Anschrift. Also ich habe mich natürlich erst einmal ein bisschen geärgert, aber es ist schön, dass er mich angerufen hat. Und dann konnte ich jetzt nach Ersatz irgendwie mich umschauen. Und wenn ich das ein bisschen früher gewusst hätte, dann hätten wir einfach aus dem Kindergarten meiner Tochter eins mitgenommen. Man kennt sich ja gegenseitig. Und jetzt habe ich meinen Kollegen, meinen sehr geschätzten Kollegen, Rabbinas Susanne angerufen, hat gesagt, rufen Kindergarten schnell an vor 14 Uhr. Die machen dann zu und vielleicht kannst du dahin gehen und eins abholen. Wir haben Gott sei Dank zu der Erzieherin auch einen kurzen Draht. Also man weiß sich zu helfen. Auf jede Scheiße ist Ayid gibt es doch eine Heize. Jeder gibt sich ein Rat. Nun, wenn die Sendung, sagen wir mal, gestern rausgegangen wäre und wäre heute noch nicht da, wäre ja nicht schlimm. Dann kommt sie ja am Schabbat an. Das Personal in der Buttgestiftung nimmt es entgegen und kann es mir noch geben vor Sonntag, wenn ich es brauche. Und das ist jetzt das Stichpunkt für Stichpunkt für die Frage, warum wird dieser Strauß am Schabbat nicht gewedelt oder geschaukelt, wie man so schön sagt? Nun, dafür gibt es einige Erklärungen und die einfachste ist, wir haben am Schabbat, jetzt können wir doch über Schabbat reden und über die verschiedenen Elemente von Schabbat. Am Schabbat soll man ja nicht in der Öffentlichkeit, im öffentlichen Bereich tragen. Ja, also das heißt, ich darf innerhalb meines Haushaltes selbstverständlich tragen. Ich darf meinen Teller von der Küche ins Esszimmer bringen oder wie auch immer ist klar, aber ich darf nicht im öffentlichen Bereich tragen. Und woher diese ganzen Gesetze kommen, da müssten wir eigentlich, es sind 39 Stufen. Wir sind es und im Prinzip sind das die 39 Arbeiten oder Leistungen, die vollbracht werden müssen in der profanen Zeit, um eine Heiligkeit zu bauen. Und da kommt wieder mein Schöpfungsmuster, wovon ich vorhin gesprochen habe, zum Tragen. Denn die sollten, das sind die 39 Stufen der Arbeit, die nötig sind zur Errichtung des Heiligtums des Tempels. Das heißt, wenn ich einen Tempel baue und der soll heilig sein, dann hat er eben heilig zu sein, zu bestimmten Zeiten. Er ist ein heiliger Raum, aber nur zu bestimmten Zeiten. Dann haben wir wieder diese beiden Komponenten. Aber um das Heiligtum zu errichten, brauche ich profane Arbeit. Und diese profane Arbeit ist die Voraussetzung für das Heilige. Und das Heilige wiederum ist die Ergänzung zu der Profanität. Sie wechseln sich gegenseitig ab und sind voneinander abhängig, so ähnlich auch wie Mann und Frau. Das heißt, da steht direkt so auch in der Schöpfungsgeschichte drin. Mann und Frau und zusammen sind wir Mensch. Jeder von uns ist nur ein halber Mensch oder eine halbe Seele. Wir ergänzen uns. Wir können nicht miteinander und wir können auch nicht ohne einander. Irgendwie müssen wir miteinander klarkommen. Und so ist es auch mit der Profanität und mit der Heiligkeit. Also Tragen geht nicht im öffentlichen Raum. Und da haben die Rabbinen also gesagt, dann wird auch nicht mit einem Lulla, das ist der Palmedel, aber damit meint man alle vier Arten, gewedelt am Shabbat. Weil sonst müsste man ja sein Wedel in die Synagoge bringen. Natürlich gibt es die Möglichkeit heute, dass jeder sein Gebetbuch in der Synagoge auch unterbringt. Und deswegen haben viele Synagogen diese Besonderheit, dass an jedem Platz auch ein kleiner Fach ist, manchmal auch mit einem Schlüssel. Und das ist dann mein Fach. Dann würde ich aber den Schlüssel getragen haben. Oi, also dann geht die ganze Debatte wieder von vorne los. Also da kann man die Sachen reintun, die man in der Synagoge braucht, wie mein Gebetsmantel, mein Gebetbuch und so weiter. Muss ich also gar nichts tragen, muss ich nur noch den Schlüssel tragen. Also es ist alles ein bisschen kompliziert. Darüber können wir uns in einem Mal auch noch weiter unterhalten. Jedenfalls haben die frühen Rabbinen gesagt, am Shabbat wird nicht geschockelt, wird nicht gewedelt. Mit dieser Palmbildel. Und übrigens, wir haben ja auch darüber gesprochen, Boscha Chanel ist auch ein zweitägiges Fest und kann an Shabbat beginnen. Da haben wir immerhin noch den Sonntag als zweiten Tag, wo wir Schofa blasen können, weil auch da haben die frühen Rabbinen gesagt, es wird nicht Schofa geblasen, damit niemand auf die Idee kommt, mit dem Schofa an die Synagoge zu kommen und dadurch den Ja. Oder es bringt jemand einen Schofa mit, der das nicht weiß. Und dann heißt es ja, aber wenn er das nicht weiß, dann warum hat er einen Schofa? Da heißt es ja, dann will er das lernen und um es zu... Und dann bringt, ja, wir sehen, der Talmud kann auch sehr lustig sein. Und ich merke auch jetzt an deiner Reaktion, wie schön es ist, wenn man solche Stellen auch m