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Theravada · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Jill Shepherd: talk: Right Livelihood and retreat life

Jill Shepherd · Dharma Seed - Dharma Talks (Insight-/Vipassana-Tradition, Aggregator) · 2026-10-01 · Barre · Quelle

Fürsorge · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Demut

Regelmäßige Rückzüge und ein wertebasierter Lebensunterhalt sind essentielle Praktiken, um in einer von Konsum und Komplexität geprägten Gesellschaft ethische Klarheit, Selbstfürsorge und ökologische Verantwortung zu bewahren.

Wenn wir in die freiwillige Einfachheit des Retreat-Lebens eintreten und aus der Komplexität des gewöhnlichen Lebens heraustreten, gibt uns das metaphorisch Luft zum Atmen.

Jill Shepherd reflektiert über die Verbindung zwischen dem 'weisen Erwerb' im edlen achtfachen Pfad und dem Rückzugsleben. Sie definiert Erwerb weit als die Art und Weise, wie wir unsere Zeit und Energie im Alltag verbringen, und betont die ethische Verantwortung, nicht schädigend zu handeln. Der Text argumentiert, dass tägliche Wiederholungen tiefe Pfade im Verstand stärken und somit die Praxis beschleunigen. Rückzüge werden als notwendige 'Lichtung' dargestellt, die es ermöglicht, vom Alltagslärm loszulassen und tiefere Weisheit sowie Selbstfürsorge zu kultivieren. Shepherd kritisiert die Tendenz, Retreats als elitär oder unnötig abzutun, und betont stattdessen ihre Rolle als radikale Gegenbewegung zum Konsumismus. Sie schildert praktische Barrieren wie Finanzen und Pflegepflichten, aber auch die Kraft der Entschlossenheit und Gemeinschaftshilfe. Die Botschaft ist, dass freiwillige Einfachheit und regelmäßige Rückzüge helfen, in einer komplexen Welt vernünftig und barmherzig zu bleiben.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr; Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
In Ordnung, es ist wirklich gut zurückzukehren und euch alle nach diesem gesamten Monat, den ich auf Rückzug verbracht habe, wiederzusehen. Und so dachte ich mir, ich würde heute Abend einige Reflexionen zum Rückzugsleben anbieten, kombiniert mit dem rechten Erwerb, denn der rechte Erwerb ist der nächste Faktor auf diesem edlen achtfachen Pfad, den wir dieses gesamte Jahr hindurch erforschen. Ich möchte nur vorweg sagen, ich bin mir nicht sicher, wie kohärent dies sein wird, da ich den letzten Monat lang einen anderen Teil meines Gehirns verwendet habe und der logische Teil vielleicht etwas atrophiert ist, also werden wir sehen. Ich werde versuchen, ihm etwas Kontext zu geben. Dieser rechte oder weise Erwerb im Kontext des Achtfachen Pfades ist der letzte der drei ethischen Faktoren. Wenn ihr euch erinnert, haben wir uns mit weisem Sprechen und weisem Handeln befasst und nun mit dem weisen Erwerb, und was all diese weise macht, ist, dass sie verwurzelt und nicht schädigend sind. Es gibt also dieses ethische Versprechen, so schmerzfrei wie möglich zu leben. Und ich denke, der Buddha hat den Erwerb vielleicht für besondere Aufmerksamkeit hervorgehoben, weil es das ist, womit die meisten von uns die meiste Zeit jeden Tag beschäftigt sind. Um klarzustellen: Erwerb bedeutet hier nicht nur, Geld zu verdienen. Es geht allgemeiner darum, wie wir unser Leben leben. Also ob wir in bezahlter Arbeit tätig sind, ob wir studieren oder ehrenamtlich arbeiten, ob wir im Ruhestand sind, ob wir Kinder großziehen, ob wir pflegende Angehörige sind, all dies ist Erwerb. Und es ist bedeutsam, worauf ich gerade hingewiesen habe, dass dies die Art und Weise ist, wie wir unsere Zeit und Energie jeden Tag verbringen. Denn wie Gil Fronstel hervorhebt, haben die Dinge, die wir wiederholt tun, im Allgemeinen viel größere Konsequenzen als die Dinge, die wir nur einmal oder ein paar Mal tun. Und die Auswirkungen können sich weiter in die Gesellschaft und tiefer in unsere Herzen ausbreiten. Denn was wir wiederholt tun, stärkt diese Pfade in unserem Herzen und Verstand. Wenn wir also die Lehren wirklich in jeden Aspekt unseres Lebens einbringen, beschleunigt dies unsere Praxis enorm. Und als Gegenpunkt dazu frage ich mich, ob hier jemand von euch, was die Arbeit betrifft, je in einem Job gearbeitet hat, der nicht mit euren tiefsten Werten übereinstimmte? Ein paar Nicken, ein paar Lächeln. Ja. Etwas, das sozusagen ethisch fragwürdig war. Und ihr kennt wahrscheinlich das Gefühl, dass es demoralisierend ist, oder? Zu fühlen, dass man Zeit und Energie in etwas investiert, das Schaden verursacht. Vielleicht für sich selbst, für andere, gesellschaftlich, ökologisch, all das. So könnt ihr vielleicht ein Gefühl dafür haben, was wir falschen Erwerb nennen könnten. Und hoffentlich habt ihr alle auch ein Gefühl für die Erleichterung und die Leichtigkeit, die Energie, die kommt, wenn wir in Erwerbstätigkeiten engagiert sind, die mit unseren tieferen Werten übereinstimmen. So können wir den weisen Erwerb als eine weitere Art und Weise betrachten, wie wir uns selbst unterstützen, wie wir uns selbst und einander Fürsorge anbieten. Im Einklang mit dieser Idee, wie ich es am anderen Montagmorgen während meines kürzlichen Online-Rückzugs mit Gil geteilt habe, teilte ich am Montag mit, dass gegen Ende dieses Rückzugs jemand ihn fragte: Was hast du aus all deinen Jahrzehnten der Dharma-Praxis gelernt? Und eines der Dinge, die er sagte, war, alle zu lieben. Und das war wie, boing, wow. Diese Aussage ist seitdem nachgedacht worden. Sie ist inspirierend und auch ein wenig einschüchternd. So brachte sie die Frage hervor, wie wir das eigentlich tun? Und ich muss zugeben, ich bin ein ziemlich unvollkommener Liebhaber aller. Ich bin stark von dieser als Bestrebung motiviert. Und während des Rückzugs erkannte ich, dass alle zu lieben auch uns selbst zu lieben einschließt, so unvollkommen wir auch sind, und dass wir andere Wesen tatsächlich nicht lieben können, es sei denn, wir können auch uns selbst lieben. Aber im Hin- und Her des täglichen Lebens, zumindest in meiner Erfahrung, ist es ziemlich leicht, dass diese Absicht einfach in den Hintergrund tritt. So mag ich diese Ausrichtung, diese Bestrebung haben, aber das Leben stürmt uns mit seiner Komplexität und seinen Herausforderungen und den unerbittlichen To-do-Listen an. Und all unsere Zeit und Energie wird in das, wie sie es nennen, tägliche Getöse absorbiert. Und es kann diese tiefere Motivation verdrängen, einfach zu sitzen, gegenwärtig zu sein, Sei still und lass diese Güte und Fürsorge wachsen. Und deshalb ist das Retreat-Leben als Aspekt des rechten Lebensunterhalts so wichtig, denn wie die meisten von euch wissen, öffnet ein Retreat buchstäblich Raum. Es schafft eine Art Lichtung inmitten unseres komplexen Lebens. Und aus dieser Lichtung heraus ist es leichter möglich, auf unsere tiefere Weisheit zuzugreifen, jenes intuitive Verständnis, das oft vom Lärm des Alltagslebens übertönt wird. Also, wenn wir in die freiwillige Einfachheit des Retreat-Lebens eintreten und aus der Komplexität des gewöhnlichen Lebens heraustreten, gibt uns das metaphorisch Luft zum Atmen. Und wir haben die Zeit und den Raum und die Energie, tiefere Fragen zu kontemplieren, Fragen wie: Wie lebe ich? Was tue ich mit meiner Lebensenergie? Lebe ich vollständig in Übereinstimmung mit meinen tiefsten Werten und Bestrebungen? Und wenn wir wirklich mit diesen Fragen sitzen und sie tiefer einwirken lassen, können sie neue Perspektiven offenbaren, sodass wir, wenn wir nach Hause zurückkehren, an einem besseren Ort sind, um den gesellschaftlichen Mainstream-Drüngen standzuhalten. Und um dem Druck standzuhalten, der uns in ein rastloses Tun, Erhalten, Besitzen, Erreichen und Akquirieren und so weiter drängt. Das ist ein großer Vorteil davon, Zeit für ein Retreat zu nehmen. Ein zweiter Vorteil im Hinblick auf den weisen Lebensunterhalt ist, dass das Retreat-Leben uns einen Vorgeschmack auf die Vorteile eines viel einfacheren Lebens gibt. Eines, das stärker auf die natürliche Umwelt abgestimmt ist und viel weniger Auswirkungen auf diese natürliche Umwelt hat. Selbst wenn es nur neun Tage während dieser Zeit sind, fahren wir nicht überall herum und sind nicht damit beschäftigt, Dinge zu kaufen, die vielleicht oder vielleicht nicht notwendig sind. Wir jagen nicht dem Komfort und der Stimulation und der Unterhaltung nach oder vielleicht dem Gegenteil, dem Abschalten und dem Versuch, uns so unbewusst wie möglich zu machen, um all dem existenziellen Unbehagen zu entfliehen. Also, nur schon dadurch, dass wir auf Retreat sind, ist unsere Umweltwirkung viel einfacher. Sobald wir dort sind, ja, wir müssen dorthin kommen, oder? Aber sobald wir dort sind und an einem Ort sind und einfach essen und einfach leben, fühlt sich all das im Kontext konsumistischer kapitalistischer Gesellschaften zunehmend radikal an. Für mich fühlt es sich jedes Mal, wenn ich auf Retreat gehe, wie ein Erinnern, ein Wiederanbinden an eine weisere und barmherzigere Lebensweise an. Und ich habe darüber nachgedacht, es auf eine Weise als Re-Saining zu bezeichnen, also ein erfundenes Wort, aber wir können Re-Saining als das Wiedererlangen unserer Vernunft in einer Welt verstehen, die zunehmend verrückt zu werden scheint. Und eines der, wir wissen, ich denke, wir alle wissen, wie leicht es ist, diese Verbindung zu unserem inneren Leben zu verlieren. Und ich denke, wir brauchen Retreats mehr denn je. Und doch habe ich dies bereits erwähnt, Retreat-Zentren sind ebenfalls diesem gleichen Druck ausgesetzt. Also werden in vielen Situationen Retreats kürzer, nicht länger. Während wir sie eigentlich länger, nicht kürzer, brauchen. Und traurigerweise höre ich in einigen der Gemeinschaften im Ausland, in denen ich lehre, dass Menschen die Retreat-Praxis als unnötig oder irrelevant oder als Selbstverwöhnung oder sogar als elitär abtun. Und für mich ist das ein tragisches Missverständnis. Diejenigen von euch, die Retreats gemacht haben, wissen, dass es alles andere als selbstverwöhnend ist. Es kann wirklich harte Arbeit sein. Und ich denke nicht, dass es ein Zufall ist, dass solche Kommentare oft von Leuten kommen, die tatsächlich nicht auf vielen oder gar keinen stationären Retreats waren, zumindest nicht länger als ein oder zwei Tage. Also gibt es, weißt du, wachsende verschiedene Arten von Entmutigungen. Und gleichzeitig fühlt es sich wichtig an, anzuerkennen, dass, ja, es echte Barrieren für das Gehen auf Retreat geben kann. Also, nur für diejenigen von euch, die das vielleicht noch nicht getan haben, möchte ich einige der praktischen Herausforderungen anerkennen. Weißt du, je nach unseren Lebensumständen, sind manche Menschen Pflegepersonen für kleine Kinder oder ältere Menschen. Manche Menschen haben extrem anspruchsvolle Jobs, die nicht viel Freizeit haben. Menschen haben ernste gesundheitliche Herausforderungen. Sie können mit finanziellen Einschränkungen kämpfen. All dies kann echte Schwierigkeiten schaffen und sie sind nicht alle unüberwindbar. Also habe ich in meinem eigenen Leben frühzeitig Dinge wie das Durchführen eines dreimonatigen Rückzug beim IMS. Das schien mir wie eine Art Fantasie, ein bloßer Wunschtraum. Doch irgendwie, ich weiß nicht, was das ist, aber so kam es, dass sich all das schließlich verwirklichte. Ich habe es in meinem eigenen Leben erlebt und auch bei vielen anderen beobachtet. Wo Wille ist, ist auch ein Weg. Ich habe die Wahrheit davon wirklich erlebt. Wo Wille ist, ist auch ein Weg. Und so, als ein Beispiel, als ich vor einigen Jahren ein Rückzugszentrum in einem anderen Land leitete, gab es eine Frau, die jedes Jahr kam, um einen Monat ihres eigenen Selbst-Rückzugs zu machen. Und sie war eine Migrantin und eine alleinerziehende Mutter mit ziemlich vielen Kindern. Und für sie war es nicht leicht, nur die Anmeldegebühr zu zahlen, Urlaub von der Arbeit zu nehmen, die Kinderbetreuung zu organisieren, all das war nicht einfach. Und sie kam viele Male, ich lernte sie ein wenig kennen und ich fragte sie, wie sie das schafft? Und sie sagte, schon seit der Zeit, als meine Kinder wirklich klein waren, wusste ich, dass dies eine Priorität sein muss. Weil es gut für mich ist, es ist gut für meine Kinder. Und so war ich mir wirklich klar, dass das das war, was ich tun musste. Und meine Freunde sahen, dass es mir wichtig war, und meine Nachbarn sahen, dass es mir wichtig war. Und sie alle kamen zusammen und sie schufen diese kleine Gemeinschaft, die einmal im Jahr half, sie auf den Rückzug zu schicken, sich um ihre Kinder zu kümmern. Und dann sagte sie, diese Tage wollen sie alle, dass ich gehe, weil sie die Vorteile sehen, wenn ich zurückkomme. Und sie genießen es, mit anderen Kindern und anderen Erwachsenen zusammen zu sein, neben mir allein. Also war sie für mich ein wunderschönes Beispiel dieser Qualität der Entschlossenheit und wie diese Stärke des Zwecks andere inspirieren kann, uns zu unterstützen. Und so, in diesem Sinne, wenn irgendwelche von euch hier das Gefühl haben, dass es etwas Praktisches gibt, das für euch ein Hindernis in Bezug auf den Zugang zu Rückzügen war, sprecht bitte frei mit mir darüber. Wisst ihr, oft haben Menschen die Vorstellung, dass sie sitzen, gehen, sitzen, gehen, sitzen, gehen müssen und Dinge auf eine sehr starre, strukturierte Weise tun. Aber ich bin immer offen dafür, kreativere Wege der Praxis auf dem Rückzug zu erkunden, wenn das von Interesse ist. Und nur der finanzielle Aspekt, ich möchte euch daran erinnern, wir haben einen Stipendienfonds und es gibt Geld für Menschen, falls das ein Hindernis für den Rückzug ist. Und ich habe vielleicht schon einmal gesagt, aber ziemlich oft habe ich Gespräche mit Menschen, die sagen, oh, ich würde so gerne diesen Rückzug machen, aber ich kann es mir einfach nicht leisten. Und ich sage, oh, nun, wir haben einen Stipendienfonds, oh, aber andere brauchen es mehr als ich und ich könnte das nicht nehmen. Aber du hast gerade gesagt, du kannst es dir nicht leisten. Also nur eine Ermutigung, wisst ihr, es ist oft schwer für Menschen, anzunehmen, aber dieses Geld wird wirklich angeboten. Und wir wollen, dass Menschen es nutzen können. Und ich möchte auch nur sagen, es ist nicht so, als würde ich hier Geschäfte machen wollen. Also wenn ich Rückzug sage, muss es nicht ein Auckland Insight Rückzug sein. Es gibt, wisst ihr, unsere Freunde bei Southern Insight führen regelmäßig Rückzüge durch. Temoata und Mana, sie bieten Rückzüge durch andere Meditationslehrer an. Also sind praktisch alle Rückzüge gute Rückzüge. Okay, also es gibt diese praktischen Überlegungen, aber oft sind die größeren Barrieren innerlich. Also für Menschen, die noch nie auf einem Rückzug waren, kann die Idee, viele Tage in Stille zu verbringen, ein bisschen beängstigend sein. Und doch finden die meisten Menschen, wenn sie es versuchen, dass es nicht annähernd so schwer ist, wie sie befürchtet hatten, und tatsächlich überraschend angenehm sein kann. Also wieder, als ich früher Rückzüge in Australien und den USA leitete, sprach ich oft mit Menschen am Anfang des Rückzugs, die wirklich ziemlich ängstlich waren, nicht zu sprechen. Und ich erinnere mich an eine Frau, die sagte, wisst ihr, meine Kollegen bei der Arbeit können nicht glauben, dass ich das tue, weil ich die Plaudertasche im Büro bin. Und sie haben tatsächlich Wetten darauf abgeschlossen, wie lange ich durchhalten werde. Und so schaffte sie den ganzen Rückzug und als sie herauskam, fragte ich sie, wie es war. Sie sagte, oh, ich wollte nicht, dass die Stille endet. Es war köstlich. Also war es eine totale Offenbarung für sie. Und ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, dass, wie ich kurz andeutete, der gesamte Rückzug von Anfang bis Ende nicht unbedingt ein Picknick. Die Stille und die Einsamkeit sollen dazu dienen, Teile von uns selbst zu offenbaren, mit denen es manchmal schwer ist, zusammenzubleiben. Und dies kann für manche Menschen eine weitere innere Barriere darstellen. Eine unbewusste oder halb bewusste Angst vor dem, was dort im Inneren lauert und was zutage treten könnte, wenn ich gezwungen bin, mich selbst in Stille für Tage oder Wochen zu begleiten. Wie werde ich damit umgehen? Die Herausforderung besteht darin, dass die eingebaute Negativitätsverzerrung des Geistes dazu neigt, sich auf die imaginären, erwarteten Schwierigkeiten zu konzentrieren und sich die Vorteile, die daraus entstehen, dass man diese Herausforderungen gesehen und dabei geholfen hat, sie loszulassen, nicht vorstellen kann. So schwierig es auch manchmal sein mag, diese Herausforderungen sind notwendig. Sie sind es, die unsere innere Stärke tatsächlich katalysieren. Und in den Sutten gibt es ein Bild dafür. Es ist das Bild der Goldreinigung. Wenn man also an einen Klumpen Erz denkt, der gerade aus dem Boden kommt und voller Schmutz und anderer Arten von Verunreinigungen ist, kann man damit wirklich nichts anfangen. Er lässt sich nicht bearbeiten. Er ist nicht formbar. Also ist der Goldschmied nicht in der Lage, ihn zu bearbeiten. Damit dieser Erzklumpen bearbeitbar wird, muss er durch alle möglichen Reinigungsprozesse gehen, er muss erhitzt, geschmolzen und abgekühlt werden, bevor seine wahre Schönheit zum Vorschein kommen kann. Wendet man diese Analogie auf das Retreat-Sein an, so können diese Prozesse zwar unangenehm sein, aber sie lösen einige der Verzerrungen, die tief in unseren Seelen vergraben sind, und sie helfen dabei, jene langgepflegten Verteidigungsmechanismen zu weichen, die wir aufgebaut haben, um Schmerz zu vermeiden. Ja, manchmal erfordert es Mut, durch diese Prozesse zu gehen, und es baut Mut auf. Es erfordert Vertrauen und es baut Vertrauen auf. Es erfordert Selbstmitgefühl und es stärkt das Selbstmitgefühl. Und idealerweise haben wir auch die Unterstützung fähiger Lehrer, damit wir auf dieses metaphorische Gold zugreifen können. Das ist unsere wachsende Fähigkeit, uns von diesen leidbringenden Mustern zu befreien. Und dann sind wir in der Lage, weiser, gütiger und mit mehr Fürsorge für uns selbst, füreinander und die mehr als menschliche Welt zu leben. Und wieder einmal ist dies der Punkt, an dem das Retreat-Leben und der rechte Lebensunterhalt zusammenkommen. Die Zeit und die Energie, die wir in das Retreat investieren, formen kraftvoll, wie wir unser alltägliches Leben leben. Also denke ich mir immer mehr, dass das Betreten eines Retreats ein Akt der Liebe ist. Es ist ein Akt der Liebe für dich selbst, für alle um dich herum, weil es unsere schönen inneren Qualitäten wachsen, stärken, aufblühen und sich manifestieren lässt. So gibt es dann Ressourcen für unsere Familien und unsere Freunde und unsere Gemeinschaften und auch für die Sangha. Das waren nur einige Reflexionen für diesen Abend, und ich wollte es kurz halten, weil ich wirklich gerne von euch hören würde, über eure eigene Beziehung, sowohl zum Retreat-Leben als auch zum rechten Lebensunterhalt. Okay, also danke fürs Zuhören.
Wortlaut im Original
Okay, so really good to be back and to see you all after this, taking this whole month away on retreat. And so tonight I thought I'd offer a few reflections on retreat life, combined with right livelihood, because right livelihood is the next factor in this noble eightfold path that we've been exploring this entire year. I just to say at the front, I'm not sure how coherent this will be because I've been using a different part of my brain for the last month and the logic kind of part is maybe a little atrophied, so we'll see. So I'll try and give it some context. So this right or wise livelihood in the context of the Eightfold Path it's the last of the three ethical factors. So if you remember we looked at wise speech and wise action and now wise livelihood and what makes all of those wise is that they're grounded and non-harming. So there is that ethical commitment to live as harmlessly as possible. And I think the Buddha may have singled out livelihood for extra attention because it's what most of us spend most of our time doing every day. So to be clear, livelihood here is not just about making money. It's about how we live our lives more generally. So whether that's whether we're in paid work, whether we are studying or volunteering, whether we're retired, whether we're bringing up kids, whether we're a caregiver, all of these are livelihood. And it's significant that what I was pointing to just before that this is how we're spending our time and energy every day. Because as Gil Fronstel points out, in general the things that we do repeatedly have much greater consequence than the things we do only once or a few times. And the effects may ripple further out into society and deeper into our hearts. Because what we do repeatedly it strengthens those pathways in our heart and mind. So if we can really bring the teachings into every aspect of how we live, turbocharges our practice. And just as a counterpoint to that, I wonder if any of you here just in terms of work have ever worked in a job that wasn't aligned with your deepest values? A few nods, a few smiles. Yeah. Something that was sort of ethically questionable. And so you probably know the sense of it's demoralizing, right? To feel like you're putting time and energy into something that's causing harm. Maybe to yourself, to others, societally, environmentally, all of that. So you might have a sense of what we might call wrong livelihood. And hopefully you all also have some sense of the relief and the ease, the energy that comes when we are engaged in livelihoods that are in alignment with our deeper values. So we can think of wise livelihood as yet another way that we support ourselves, that we offer care to ourselves and to each other. So just in line with that idea, as I shared the other Monday morning during my recent online retreat with Gil, I shared on Monday that towards the end of that retreat, somebody asked him, what have you learned from all of your decades of dharma practice? And one of the things he said was to love everyone. And that was like, boing, wow. That statement has been percolating ever since. It's inspiring and it's also a bit daunting. So it brought up the question, really, how do we actually do that? And so I have to acknowledge I'm a pretty imperfect lover of everyone. I'm highly motivated by that as an aspiration. And during the retreat, I realized that loving everyone includes loving ourselves imperfect, though we are, and that we can't actually love other beings unless we can also love ourselves too. But in the push and pull of daily life, at least in my experience, it's pretty easy for that intention to just sort of fade into the background. So I might have that orientation, that aspiration, but life assails us with its complexity and its challenges and the relentless to-do lists. And all of our time and energy gets absorbed in just the day-to-day grind, as they call it. And it can crowd out that deeper motivation to just sit, be present, be quiet, and allow that kindness and care to grow. And so this is where retreat life as an aspect of right livelihood is so important, because as most of you know, being on retreat, it quite literally opens up space. It creates a kind of clearing in the midst of our complex lives. And in from that clearing, it's more possible to access our deeper wisdom, that intuitive understanding that is often drowned out by the noise of everyday life. So stepping into the voluntary simplicity of retreat life, moving out of the complexity of ordinary life, it metaphorically gives us breathing room. And we have the time and the space and the energy to contemplate deeper questions, questions like, well, how am I living? What am I doing with my life energy? Am I fully living in alignment with my deepest values and aspirations? And when we really sit with those questions and let them settle deeper, can reveal new perspectives, so that when we do return home, we're in a better place to be able to withstand the mainstream societal pressures. And to withstand that pressure that pushes us into relentless doing and getting and having and achieving and acquiring and so on. So that's one huge advantage of taking time on retreat. A second in relation to wise livelihood is that retreat life gives us a taste of the benefits of living a much simpler life. One that's more attuned to the natural environment and has much less of an impact on that natural environment. Even if it's just for nine days during that time, we're not driving around all over the place and we're not caught up in buying stuff that may or may not be necessary. We're not chasing after comfort and stimulation and entertainment or maybe the opposite, zoning out and making ourselves as unconscious as possible to try and escape all the existential unease. So just being on retreat, our environmental impact is much simpler. Once we get there, yeah, we have to get there, right? But once we're there and we're in one place and we're eating simply and living simply, all of that feels increasingly radical in the context of consumerist capitalist societies. So for me, every time I go on retreat, it feels like remembering, reconnecting with a wiser and more compassionate way of life. And I've been thinking of it in a way is re-saining, so made up word, but we can think of re-saining as reclaiming our sanity in a world that seems to be getting increasingly insane. And one of the, we know, I think all of us know how easy it is to lose that connection to our inner life. And I think we need retreats more than ever. And yet I've mentioned this before, retreat centers too are subject to that same pressure. So in many situations, retreats are getting shorter, not longer. When actually we need them to be longer, not shorter. And sadly in some of the overseas communities I teach in, I hear people dismiss retreat practice as being unnecessary or irrelevant or indulgence or even elitist. And to me that's a tragic misunderstanding. Those of you who've done retreats know it's anything but self-indulgent. It can be really hard work. And I don't think it's a coincidence that often those comments come from people who haven't actually been on many or any residential retreats, at least not longer than a day or two. So there's, you know, growing various kinds of disincentives. And at the same time it feels important to acknowledge that, yeah, there can be genuine barriers to going on retreat. So just for those of you who may not have done that yet, I want to acknowledge some of the practical challenges. You know, depending on our life circumstances, some people are caregivers to young children or elders. Some people are in extremely demanding jobs that don't have a lot of time off. People have serious health challenges. They can struggle with financial limitations. All of these can create genuine difficulties and they're not all insurmountable. So I've seen in my own life early on things like doing a three-month retreat at IMS. That just seemed like some kind of fantasy pipe dream. But somehow, I don't know what this is, but this is it all ended up coming to fruition eventually. So I've seen in my own life and also observing many others too. Where there's a will, there's a way. I really have seen the truth of that. Where there's a will, there's a way. And so just as one example, when I was managing a retreat center in another country a few years ago, there was a woman who would come every year to do a month of her own self-retreat. And she was a migrant and she was a single mother of quite a few children. And so for her, just paying the registration fee, taking leave from work, arranging childcare, all of that was not easy. And she came many times, I got to know her a bit and I asked her, how do you manage it? And she said just from the time when my kids were really little, I knew this had to be a priority. Because it's good for me, it's good for my kids. And so I really was clear that that was what I needed to do. And my friends saw that it was important to me and my neighbors saw that it was important to me. And they all came together and they created this little community that once a year would help her to go on retreat, look after her kids. And then she said these days they all want me to go because they see the benefits when I get back. And they enjoy being around other kids and other adults besides just me. So to me she was a beautiful example of this quality of determination and how that strength of purpose can inspire others to support us. And so just in line with that, if any of you here feel like there's something practical that's been an obstacle for you in terms of accessing retreats, really feel free to talk to me about it. You know, often people have the idea that they have to sit, walk, sit, walk, sit, walk and do things in a very rigid structured way. But I'm always open to exploring more creative ways of practicing on retreat if that's of interest. And just the financial piece I'd like to remind you, we do have a scholarship fund and there's money available for people if that's an obstacle to doing the retreat. And I may have said before but quite often I have conversations with people where they say, oh I'd love to do that retreat but I just can't afford it. And I say, oh well we've got a scholarship fund, oh but other people need it more than I do and I couldn't take that. But you just said you couldn't afford it. So just an encouragement, you know, it's often hard for people to receive but that money is genuinely offered. And we want people to be able to use it. And I also just want to say it's not like I'm trying to drum up business here. So when I say retreat you don't have to be an Auckland Insight retreat. There's, you know, our friends at Southern Insight regularly run retreats. Temoata and Mana, they offer retreats by other meditation teachers. So any retreats pretty much is a good retreat. Okay, so there are those practical considerations but often the bigger barriers are internal. So for people who haven't been on retreat before, the idea of spending many days in silence can be a bit scary. And yet for most people if they try it they usually find it's not nearly as hard as they feared and actually can be surprisingly enjoyable. So again when I used to manage retreats in Australia and the US, I'd often talk to people at the start of retreat who were really quite anxious about not talking. And I remember one woman saying, you know, my colleagues at work can't believe I'm doing this because I'm the office chatterbox. And they've actually taken bets on how long I'm going to last. And so she made it through the whole retreat and when she came out I asked her how it was. She said, oh I didn't want the silence to end. It was delicious. So it was a total revelation for her. And I also don't want to give the impression that as I briefly alluded to earlier, the whole retreat from beginning to end is not necessarily a picnic. The silence and the solitude, they're intended to reveal parts of ourselves that sometimes can be hard to be with. And this can be another internal barrier for some people. An unconscious or semi-conscious fear of what's lurking in there and what might come up if I have to just be with myself in silence for days or weeks. How am I going to cope? The challenge there is the mind's inbuilt negativity bias tends to focus on the imagined anticipated difficulties and can't imagine the benefits that come from having seen those challenges and helped them to release. So difficult though it might be at times, those challenges are necessary. They're what actually catalyze our inner strength. And in the suttos there's an image for this. It's the image of purifying gold. So if you think of a lump of ore that's straight from the ground, that's full of dirt and other kinds of impurities, you can't really do anything with it. It can't be worked. It's not malleable. So Kraft's person is not able to work it. For it to become workable, that lump of ore, it has to go through all kinds of purification processes, being heated and smelted and cooled and before its true beauty can come out. So applying that analogy to being on retreat, those processes, yes, they can be uncomfortable, but they're releasing some of the distortions that are deeply buried in our psyches and it helps to soften those long held defences that we've built up to try and avoid pain. So yes, at times, going through these processes, it both takes courage and it builds courage. It takes trust and it builds trust. It takes self-compassion and it strengthens self-compassion. And ideally we also have the support of skillful teachers so we can access that metaphorical gold. That's our growing capacity to free ourselves from those afflictive patterns. And then we are able to live more wisely, more kindly, with more care for ourselves, each other, the more than a human world. So again, this is where retreat life and right livelihood connect. The time and energy that we put into retreat powerfully shapes how we live our everyday lives. So more and more, I think of going on retreat as an act of love. It's an act of love for you yourself, for everyone around you, because it lets our beautiful inner qualities grow, strengthen, flourish, manifest. So then there are resources for our families and our friends and our communities and sangha too. So those are just a few reflections for this evening and I wanted to keep it short because I'd really love to hear from you, your own relationship, both to retreat life and to right livelihood. Okay, so thank you for listening.