Liberal · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
The Future Has An Ancient Heart (Yom Kippur 5787)
ohne Namen ·
Central Synagogue New York - Predigten ·
2026-09-21
· New York
· Quelle
Gemeinschaft · Hauptbotschaft
Hoffnung · tragend
Dankbarkeit
Das Benennen von Kindern nach Vorfahren ist ein Akt der Erinnerung und des Optimismus, der die Lebendigkeit der Toten in der Zukunft erhält und die Zukunft mit dem Herzen der Vergangenheit verbindet.
Die Namen, die jeder von uns trägt, erzählen, woher wir kommen, von wem wir kommen. Den Namen eines geliebten Menschen einer neuen Seele zu geben, ist die wahrste Form der מחי המתים (Auferstehung der Toten) und hilft, die Lebendigkeit derer zu erhalten, die vor uns kamen.
Der Text ist eine Yom-Kippur-Predigt, die das jüdische Benennen von Kindern nach Vorfahren als zentrales Motiv nimmt. Die Rabbinerin Sarah Berman verknüpft die Praxis mit einem Gedicht der israelischen Dichterin Zelda und einer Midrasch über die drei Namen eines Menschen. Sie beschreibt konkrete Fälle aus der Central Synagoge, in denen Babys nach verstorbenen oder lebenden Ahnen benannt werden, und stellt das Benennen als Akt des Optimismus und der Erinnerung dar. Der Text verweist auf ägyptische Grabinschriften als vergleichbare Praxis, Namen lebendig zu halten. Eine persönliche Anekdote über die Großmutter Beverly, die nach dem Tod ihres Mannes ein neues Leben begann, illustriert, wie Namen Eigenschaften und Hoffnungen tragen. Die zentrale Botschaft lautet, dass die Zukunft ein altes Herz habe: Namen verbinden Vergangenheit und Zukunft und halten die Lebendigkeit der Vorfahren in der Gegenwart aufrecht. Der Text lädt die Gemeinde ein, im Yizkor-Gedenken Namen laut auszusprechen und so die Beziehung zu den Verstorbenen zu pflegen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
- Was hilft dagegen?
-
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
-
Wiederkehr, kein Ziel, immer dasselbe Muster
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
der Text kritisiert nicht
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Namen der Verstorbenen laut aussprechen (rituell)
- Namen und Eigenschaften der Vorfahren an die nächste Generation weitergeben (zwischenmenschlich)
- Verbindung zu lebenden Angehörigen halten (zwischenmenschlich)
Genannte Stellen
Midrasch Kohelet Rabbah 7:3 · Midrasch Tanhuma, Vayakhel 1
Gemessen
- Grundhaltung
- 2 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 3, jetzt 2, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Transkript
Die Zukunft hat ein altes Herz
Jom Kippur 5787
Rabbinerin Sarah Berman
Jeder von uns hat einen Namen,
der von Gott gegeben wurde
und von unseren Eltern gegeben wurde
…Jeder von uns hat einen Namen,
der vom Meer gegeben wurde
und von
unserem Tod gegeben wurde. 1
Zelda, die israelische Dichterin, wusste, dass Namen mächtige Markierungen der Identität sind. Von vor unserer Geburt bis nach unserem Tod sind unsere Namen Gefäße, die unsere Hoffnungen und Träume, unsere Errungenschaften und Enttäuschungen, unser Potenzial und unsere Wahl enthalten. Unsere Namen verbinden unsere Vergangenheit und unsere Zukunft, in einer Linie, die den Umriss unseres Lebens skizziert.
In ihrem Gedicht „Jeder von uns hat einen Namen" entwickelte Zelda eine alte Midrasch weiter, die lehrt, dass „ein Mensch mit drei Namen genannt wird; einer, mit dem wir von unserem Vater und unserer Mutter genannt werden, einer, mit dem wir von anderen Menschen genannt werden, und einer, mit dem wir im Buch der Generationen genannt werden." 2
In der Central Synagoge wissen wir ein oder zwei Dinge über die Namen, mit denen wir von unseren Vätern und Müttern genannt werden. Unsere Mi-Schebeirach-Liste, unsere Kaddisch-Liste… sie sind voller Namen, die von Eltern empfangen wurden – in Freude gegeben und dann in Zeiten der Herausforderung oder des Verlustes angerufen. In diesen Momenten denken wir oft nicht darüber nach, woher diese Namen kommen. Aber wir denken über die Bedeutungen der Namen nach, die Eltern bei jedem freudigen Babynaming-Ritual unserer Gemeinde geben – und feiern sie. In diesem Jahr durfte ich das kleine Jane benennen. Ihre Eltern wollten, dass sie nach ihrer Urgroßmutter Jane, seligen Gedächtnisses, benannt wird. Sie wollten, dass ihre Tochter die Welt mit Stärke, Frechheit und Unabhängigkeit begegnet. Jane erbte den Namen ihrer Urgroßmutter – genau so, wie ihre Eltern beten, dass sie auch die besten Eigenschaften ihrer Vorfahren erbt.
Letzten Herbst durfte ich Layla Andy benennen (ihr könnt euch vielleicht an sie erinnern – sie trug damals ein winziges Löwenkostüm…!). Layla Andys Vorfahren waren liebevoll, großzügig und der Familie gewidmet – und so gaben ihre Eltern ihr die Initialen ihrer Urgroßeltern Len, Lois und Albert. Und für ihren hebräischen Namen griffen sie auf den Namen von Laylas Großmutter zurück – eine lebende Großmutter, die, gemäß der sephardischen Tradition der Familie, ihrer Enkelin Großzügigkeit und Empfindsamkeit aus ihrem eigenen gelebten Beispiel lehren wird. Unsere Gemeinde feiert die von Eltern gegebenen Namen jede Woche, wenn eine Familie ihr Baby auf die Bima bringt, um den Namenssegen zu empfangen. Babys nach verstorbenen Vorfahren zu benennen (wie in der aschkenasischen Tradition) oder nach lebenden Ahnen (wie in der sephardischen Tradition) ermöglicht es uns, die größten Errungenschaften und Eigenschaften der Vergangenheit in Hoffnungen und Träume für die Zukunft zu übersetzen.
Das Benennen ist ein ganzer Akt des Optimismus. Wir nehmen das Beste aus dem, was zuvor kam, um unsere Träume von dem zu bauen, was vor uns liegt. Wofür wurden du benannt? Wie viele von uns tragen die Namen oder Initialen derer, die vor uns kamen? Und wie viele von uns haben diese Namen, weil unsere Eltern hofften, dass wir auch die besten Eigenschaften ihrer Lieben weitertragen? Leidenschaft, Führung, Wärme, Entschlossenheit, Fürsorge für die Familie, die Fähigkeit zu lieben und geliebt zu werden…. Dies sind Segnungen, die für viele von uns unsere Namen in unsere Namen einwickelten.
„Die Zukunft hat ein altes Herz", lehrte der Philosoph Carlo Levi. 3 Als Juden benennen wir die nächste Generation nach Generationen, die bereits gekommen sind, während wir bestrebt sind, eine Zukunft zu bauen, die fest auf den Grundlagen der Vergangenheit steht.
Die Namen, die jeder von uns trägt, erzählen, woher wir kommen, von wem wir kommen. Den Namen eines geliebten Menschen einer neuen Seele zu geben, ist die wahrste Form der מחי המתים (Auferstehung der Toten) und hilft, die Lebendigkeit derer zu erhalten, die vor uns kamen. Die Juden sind mit dieser Praxis nicht allein – und wir waren nicht die Ersten. Unsere alten Vorfahren lernten von den Ägyptern, dass das Aussprechen eines Namens die Art und Weise ist, wie wir das Gedächtnis lebendig halten. Die alten Ägypter besuchten die Gräber ihrer Vorfahren und lasen die Inschriften an den Wänden vor. Wenn sie den Namen ihres Vorfahren aussprachen, wurde die Vitalität dieser Person im Jenseits erneuert – ein lebender Nachkomme, der seinen Vorfahren erinnerte, war es, was den geehrten Toten ewiges Leben gab. Diese Inschriften waren eine ägyptische Version dessen, was unsere Midrasch das Buch der Generationen nannte. *
Ich lade euch ein, einen Moment innezuhalten. Denkt an die Familie, die Freunde, die geliebten Menschen, an die ihr in unserem Yizkor-Gedenkgottesdienst heute erinnert. Nun nehmt einen Atemzug. Und sprecht ihren Namen laut aus. Dies ist unser Buch der Generationen, unser lebendiges, atmendes Band der Liebe. Indem wir ihre Namen laut aussprechen, erinnern wir uns an diejenigen, die vor uns waren, und laden sie ein – nur für einen Moment – erneut neben uns zu sitzen. Die Wiederbelebung der früheren Generationen ist es, was wir tun, wenn wir die Namen – und die Träume – unserer Vorfahren unseren Kindern geben. Namen laut auszusprechen ist die Art, wie wir unsere Beziehungen nähren. Wenn wir den Namen eines Verwandten aussprechen, der nicht mehr lebt, sitzen wir mit seiner Erinnerung, wir durchleben seinen Einfluss erneut, wir laden seine Gegenwart ein. Und wenn wir laut den Namen eines geliebten Menschen aussprechen, der noch bei uns ist – es kann eine Erinnerung daran sein, sich zu melden, aufzuholen, Verbindung zu halten.
Das Benennen ist ein Akt der Erinnerung – und Namen sind Gefäße der Liebe. Sie bieten eine Möglichkeit, am Besten unserer Vorchahren festzuhalten – damit ihre Errungenschaften, ihre Geschichten, ihre Träume nicht verschwinden. Wie die alten Ägypter, die Namen der Vergangenheit in die Gegenwart zu bringen, ist es, wie unsere geliebten Menschen seligen Gedächtnisses in die Zukunft hineinleben.
*
Meine Großmutter Beverly führte ein ziemlich typisches Leben für ihre Generation. Nach dem Zweiten Weltkrieg heiratete sie, hatte Kinder und arbeitete als Vertretungslehrerin. Sie führte ein sparsames Leben und reiste sehr wenig. Aber als ihr Mann, mein Papa Leo, Anfang seiner sechzig Jahre plötzlich starb, fand Großmutter Beverly eine neue Richtung für ihr Leben. Sie wurde abenteuerlustig, eine Weltreisende, die die entlegensten Ecken der Erde besuchte. Ich erinnere mich an sie als gleichermaßen ihrer Familie gewidmet (besuchte ihre Kinder und Enkelkinder, die über drei verschiedene Regionen des Landes verstreut lebten) und unabhängig (monatelang die Welt kreuzend). Meine Großmutter Beverly Nathan Berman ist nun seit 25 Jahren von uns gegangen; daher war ich begeistert zu erfahren, dass sein Name Beckett Nathan Berman sein würde, als mein Neffe vor fünf Jahren in die Welt kam. Wir alle hoffen, dass er seinem unabhängigen, abenteuerlustigen, liebevollen Namensgeber gerecht wird. Jane, Layla Andy, Beckett Nathan – ihre Namen sind Behälter für Hoffnungen und Träume. Ihre Namen sind Gefäße für Erinnerung. Ihre Namen haben unendliche Kapazität, um Liebe zu halten. Wie die Dichterin Merrit Malloy schrieb: „Liebe stirbt nicht, Menschen sterben. Also, wenn am Ende nur noch Liebe von mir übrig ist, verschenkt mich." 4
Darum geben wir Namen an die nächste Generation weiter. Sie sind Herzen voller Liebe – voller Optimismus der Vergangenheit, neu verpackt für die Zukunft. „Die Zukunft hat ein altes Herz", so lehren wir. Ein altes Herz, das den Rhythmus der Erinnerung schlägt, voller Hoffnungen und Träume für die Zukunft.
Predigt-Hymne: Hanan Yovel, L'chol Ish Yesh Shem 5
1 Zelda, „Each of us has a name," https://lilith.org/articles/ea...
2 Midrasch Kohelet (Prediger) Rabbah 7💯3: וְאֶחָד וְאִמּוֹ, אָבִיו לוֹ שֶׁקָּרְאוּ אֶחָד הַזֶּה, לָאָדָם נִקְרָא שֵׁמוֹת שְׁלשָׁה תָּ נֵי בְּרִ יָּתוֹ תּוֹלְדוֹת בְּסֵפֶר לוֹ שֶׁקָּרוּי וְאֶחָד אֲחֵרִ ים, לוֹ שֶׁקָּרְאוּ
Alternativ im Midrasch Tanhuma, Vayakhel 1💯 ְאָבִיו לוֹ שֶּׁקּוֹרְאִים מַה אֶחָד לְאָדָם, לוֹ נִקְרְאוּ שֵׁמוֹת שְֹׁלשָׁה מוֹצֵא אַתּ Du findest, dass ein Mann (לְעַצְמוֹ הוּא שֶּׁקּוֹנֶה מַה מִכֻּלָּן טוֹב לְעַצְמוֹ. הוּא שֶּׁקּוֹנֶה מַה וְאֶחָד דָם, בְּנֵי לוֹ שֶּׁקּוֹרְאִין מַה וְאֶחָד וְאִמּוֹ,
unter drei Namen bekannt ist: der Name, mit dem ihn sein Vater und seine Mutter nennen, der Name, mit dem ihn andere Männer nennen, und der, den er sich selbst verdient; der wichtigste Name ist der, den er sich selbst verdient.)
3 Carlo Levi, Il futuro ha un cuore antico, 1956
4 Merrit Malloy, „Epitaph," https://merritmalloy.wordpress...
5 Aufnahme von Chava Alberstein, https://www.youtube.com/watch?...
Wortlaut im Original
Transcript
The Future Has An Ancient Heart
Yom Kippur 5787
Rabbi Sarah Berman
Each of us has a name
given by God
and given by our parents
…Each of us has a name
given by the sea
and given by
our death. 1
Zelda, the Israeli poet, knew that names are powerful markers of identity. From before we are born, until after we die, our names are vessels containing our hopes and dreams, our achievements and disappointments, our potential and our choices. Our names connect our past and our future, in a line sketching the outline of our lives.
In her poem, “Each of us has a name,” Zelda expanded on an ancient midrash that teaches that, “a person is called by three names; one we are called by our father and mother, one we are called by other people, and one we are called in the book of generations.” 2
At Central, we know a thing or two about the names we are called by our fathers and mothers. Our Mi Shebeirach list, our Kaddish list… they are full of names received from parents--given in joy, and then invoked in times of challenge or loss. We often don’t think about where these names come from in these moments. But we do think about--and celebrate--the meanings of the names that parents give at each one of our community’s joyous babynaming rituals. This year, I got to name little Jane. Her parents wanted her to take after her great-grandmother Jane of blessed memory. They wanted their daughter to meet
the world with strength, sass, and independence. Jane inherited her great-grandmother’s name--just as her parents pray that she inherit her ancestor’s best traits as well.
Last fall, I got to name Layla Andy (you may remember her--she was wearing a tiny lion costume at the time…!). Layla Andy’s ancestors were loving, generous, and dedicated to family--and so her parents gave her the initials of her great-grandparents Len, Lois, and Albert. And for her Hebrew name, they drew on Layla’s grandmother’s name--a living grandmother, who, according to the family’s Sephardic tradition, will teach her granddaughter generosity and sensitivity from her own lived example. Our community celebrates the names given by parents each week when a family brings their baby to the bimah for their naming blessing. Naming babies for deceased ancestors (as in Ashkenazi tradition), or for living forbears (as in Sephardi tradition) lets us translate the greatest achievements and traits of the past into hopes and dreams for the future.
Naming is a full-hearted act of optimism. We take the best of what came before to build our dreams of what lies ahead. Who were you named for? How many of us bear the names or initials of those
who came before us? And how many of us have these names because our parents hoped we would also carry forward the best traits of their loved ones? Passion, leadership, warmth, determination, care for family, the ability to love and be loved…. These are blessings that, for many of us, our parents wrapped up in our names.
“The future has an ancient heart,” taught the philosopher Carlo Levi. 3 As Jews, we name the next generation for generations already come, as we seek to build a future set firm on the foundations of the past.
The names we each carry tell where we came from, who we came from. Giving the name of a loved one to a new soul is the truest form of המטים revival of the dead) and helps keep alive those who came before. מחי ה (the Jews aren’t alone in this practice--and we weren’t the first. Our ancient ancestors learned from the Egyptians that saying a name out loud is how we keep memory alive. Ancient Egyptians would visit their ancestors’ tombs, and would read aloud the inscriptions on the walls. When they said their ancestor’s name, that person’s vitality in the afterlife was renewed--a living descendant remembering their
ancestor was what gave those honored dead eternal life. These inscriptions were an Egyptian version of what our midrash called the Book of Generations. *
I invite you to take a moment. Think of the family, the friends, the loved ones you are remembering in our Yizkor service today. Now take a breath. And say their name out loud. This is our Book of Generations, our living, breathing volume of love. By saying their names aloud, we are remembering those who came before us, and inviting them--just for a moment--to sit alongside us once again. Reviving prior generations is what we are doing when we give the names—and the dreams—of our ancestors to our children. Speaking names aloud is how we nourish our relationships. When we say the name of a relative no longer living, we sit with their memory, we revisit their impact, we invite their presence. And when we speak aloud the name of a dear one who is still with us--it can be a reminder to reach out, to catch up, to connect.
Naming is an act of memory—and names are vessels of love. They offer a way to hold onto the best of our ancestors--so that their achievements, their stories, their dreams do not disappear. Like the ancient Egyptians, bringing the names of the past into the present is how our loved ones of blessed memory live on into the future.
*
My Grandma Beverly led a pretty typical life for her generation. After WWII, she married, had children, and worked as a substitute teacher. She lived a frugal life, and traveled very little. But when her husband, my Papa Leo, died suddenly in his early 60s, Grandma Beverly found a new direction for her life. She became adventurous, a world traveler, visiting the far reaches of the globe. I remember her as equal parts dedicated to her family (visiting her children and grandchildren spread across three different regions of the country), and independent (cruising the world for months at a time). My grandmother Beverly Nathan Berman has been gone for 25 years now; so when my nephew entered the world five years ago, I was delighted to learn that his name would be Beckett Nathan Berman. We all hope he lives up to his independent, adventurous, loving namesake. Jane, Layla Andy, Beckett Nathan--their names are containers for hopes and dreams. Their names are vessels for memory. Their names have infinite capacity
for holding love. As the poet Merrit Malloy wrote, “Love doesn’t die, People do. So, when all that’s left of me is love, Give me away.” 4
This is why we give away names to the next generation. They are hearts full of love--full of the optimism of the past, repackaged for the future. “The future has an ancient heart,” we are taught. An ancient heart, beating the rhythm of memory, full of hopes and dreams for the future.
Sermon anthem: Hanan Yovel, L’chol Ish Yesh Shem 5
1 Zelda, “Each of us has a name,” https://lilith.org/articles/ea...
2 Midrash Kohelet (Ecclesiastes) Rabbah 7💯3: וְאֶחָד וְאִמּוֹ, אָבִיו לוֹ שֶׁקָּרְאוּ אֶחָד הַזֶּה, לָאָדָם נִקְרָא שֵׁמוֹת שְׁלשָׁה תָּ נֵי בְּרִ יָּתוֹ תּוֹלְדוֹת בְּסֵפֶר לוֹ שֶׁקָּרוּי וְאֶחָד אֲחֵרִ ים, לוֹ שֶׁקָּרְאוּ
Alternatively, in Midrash Tanhuma, Vayakhel 1💯 ְאָבִיו לוֹ שֶּׁקּוֹרְאִים מַה אֶחָד לְאָדָם, לוֹ נִקְרְאוּ שֵׁמוֹת שְֹׁלשָׁה מוֹצֵא אַתּ You find that a man( לְעַצְמוֹ הוּא שֶּׁקּוֹנֶה מַה מִכֻּלָּן טוֹב לְעַצְמוֹ. הוּא שֶּׁקּוֹנֶה מַה וְאֶחָד אָדָם, בְּנֵי לוֹ שֶּׁקּוֹרְאִין מַה וְאֶחָד וְאִמּוֹ,
is known by three names: the name by which his father and mother call him, the name by which other
men call him, and the one he earns for himself; the most important name is the one he earns for himself.)
3 Carlo Levi, Il futuro ha un cuore antico, 1956
4 Merrit Malloy, “Epitaph,” https://merritmalloy.wordpress...
5 Chava Alberstein recording, https://www.youtube.com/watch?...