Vaishnava · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Can I Give You a Hug?
ohne Namen ·
Gita Daily (Chaitanya Charan Das) ·
2026-10-08
· Pune
· Quelle
Demut · Hauptbotschaft
Dankbarkeit · tragend
Wissen · tragend
Der Mensch sollte seine vorübergehenden sozialen Identitäten nicht ablehnen, sondern sie als Mittel nutzen, um im Dienst an Gott seine permanente spirituelle Identität zu erkennen und zu leben.
Du musst einen intelligenten Weg finden, beide deine Identitäten zu ehren.
Der Text erzählt von einer Begegnung eines zölibatären Mönchs mit einer Studentin in den USA, die ihn nach einer Vorlesung umarmen möchte. Der Mönch steht vor dem Dilemma, seine religiösen Regeln des körperlichen Kontakts mit Frauen einzuhalten und gleichzeitig die aufrichtige Wertschätzung der Studentin nicht zu verletzen. Ein geistiger Lehrer rät ihm, beide Identitäten – die des Mönchs und die des Lehrers – zu ehren, indem er die Umarmung betend mit gefalteten Händen annimmt. Der Erzähler reflektiert daraufhin über das Spannungsfeld zwischen seiner vorübergehenden sozialen Identität (Mönch, Lehrer) und seiner permanenten spirituellen Identität als Seele. Er bezieht sich auf die Bhagavad Gita, um zu zeigen, dass materielle Identitäten nicht abgelehnt, sondern im Dienst an Gott genutzt werden können. Die zentrale Botschaft ist, dass Gott den Menschen in seiner gegenwärtigen Situation trifft und ihn durch die Nutzung seiner aktuellen Rolle zur ewigen Identität führt. Der Text schließt mit einem Gebet, das diese Balance zwischen Wertschätzung der Gegenwart und Ausrichtung auf das Ewige sucht.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Die Hände falten (innerlich)
- Die gegenwärtige Identität im Dienst nutzen (innerlich)
Genannte Stellen
Bhagavad Gita 2.13
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 1 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
„Darf ich dich umarmen?“
Ich starrte das amerikanische Mädchen an, das mir diese Frage mit einem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht gestellt hatte.
Ich hatte gerade eine Vorlesung an einer Universität in Dallas, Texas, beendet. Gegen Ende der Vorlesung hatte sie mich gefragt: „Warum kämpfen die Religionen gegeneinander?“
Während ich auf ihre Frage antwortete, hatte ich mich auf das Rahmenwerk der drei Naturenmodi der Bhagavad Gita gestützt. Der höhere Modus der Güte strebt danach, Unterschiede durch Diskussion zu lösen, während der niedrigere Modus der Leidenschaft nach Herrschaft strebt und der niedrigste Modus der Unwissenheit nach Zerstörung. Da diese Modi die menschliche Natur über alle religiösen Traditionen hinweg charakterisieren, können Extremisten in jeder Tradition existieren. Ich ging noch auf einige weitere Details und Beispiele ein, aber insgesamt konnte ich sehen, dass meine Antwort sie zufriedenstellte.
Nach der Vorlesung kam sie auf mich zu und sagte: „Diese Frage hat mich lange Zeit belastet, und ich habe sie vielen Menschen gestellt. Ich fand deine Antwort am zufriedenstellendsten. Sie hat eine große Last von meinem Herzen genommen. Ich bin so dankbar.“
Dann kam die Frage, die ich nicht erwartet hatte.
„Darf ich dich umarmen?“
Als zölibatärer Mönch bin ich gehalten, bestimmte Standards einzuhalten, einschließlich der Minimierung körperlichen Kontakts mit Frauen. Eine Umarmung, egal wie wohlmeinend, war völlig unangebracht. Doch ihre Wertschätzung war so aufrichtig, dass ich nicht mit einem schroffen Nein antworten und riskieren wollte, sie zu verletzen.
Der Gastgeber des Programms stand neben mir. Ich sandte ihm mit meinen Augen ein stilles SOS-Signal: Hilf mir.
Er trat sofort vor, um zu helfen – aber auf eine Weise, die ich nicht erwartet hatte.
„Er ist ein Mönch“, sagte er zu ihr. „In seinem Namen kannst du mich umarmen.“
Ich war verblüfft. Das war gewiss nicht die Art von Hilfe, die ich erwartet hatte.
Seine Frau, die direkt neben ihm stand, trat sofort vor.
„Ich bin seine Frau“, sagte sie. „In seinem Namen kannst du mich umarmen.“
Die Studentin schien von diesem unerwarteten Wendepunkt ein wenig verwirrt, aber sie umarmte meine Gastgeberin.
Jedes Mal, wenn ich diesen Vorfall erzählt habe, sei es in einer formellen Vorlesung oder in einer informellen Diskussion, hat er immer Lachen hervorgerufen. Aber als ich ihn einem meiner geistigen Lehrer erzählte, der mir erheblich beim Verständnis der westlichen Kultur geholfen hat, reagierte er ernst.
„Indem sie dir eine Umarmung anbot, drückte sie ihre Wertschätzung für das aus, was sie von dir erhalten hatte“, erklärte er. „Als Mönch kannst du ihre spezifische Form der Wertschätzung nicht annehmen. Aber als geistiger Lehrer kannst du diese Form der Wertschätzung auch nicht gänzlich ablehnen. Du musst einen intelligenten Weg finden, beide deine Identitäten zu ehren.“
„Kannst du mir einige Wege vorschlagen, das zu tun?“, fragte ich.
„Das Beste ist, die Hände zu falten“, antwortete er. „Menschen sind heutzutage kulturell sensibel, und sie werden in der Regel angemessen reagieren. Selbst wenn jemand trotzdem vorwärts kommt und dich umarmt, kannst du die Umarmung betend annehmen, mit den gefalteten Händen vor dir, was auch den körperlichen Kontakt minimiert.“
Sein Punkt, beide Identitäten zu ehren, half mir, diese Interaktion in einem tieferen Licht zu sehen. Ich schätzte, dass die Herausforderung nicht nur kultureller Natur war – wie man auf eine Umarmung reagiert. Sie war auch konzeptioneller Natur – wie man reagiert, wenn verschiedene Identitäten, die ich innehatte, mich in entgegengesetzte Richtungen zogen.
„Ist das ein Kompliment oder eine Kritik?“
Während ich über diese konzeptionelle Herausforderung der multiplen Identitäten nachdachte, wurde ich an eine andere Interaktion erinnert, diesmal in einem zeitgenössischen Outreach-Zentrum in Florida.
Nachdem ich dort einen Vortrag gehalten hatte, sprach der Organisator – ein hochrangiger geistiger Führer mit mehr als fünf Jahrzehnten Erfahrung im Outreach in Amerika – wertschätzend über meinen Vortrag.
„Du wirst im westlichen Outreach gut abschneiden“, sagte er.
Ermutigt fragte ich: „Darf ich wissen, warum du das denkst?“
Ich erwartete, dass er sagen würde, dass meine analytische Art des Vortrags westliche Zuhörer ansprechen würde, oder dass meine zeitgenössischen Beispiele geistige Konzepte leichter verständlich machten. Vielleicht hatte er meinen Versuch bemerkt, Insider-Jargon zu vermeiden und eine breiter verständliche Sprache zu verwenden.
Stattdessen sagte er: „Du fühlst dich in der Nähe von Frauen nicht unwohl.“
Ich musste einen Moment über diese Aussage nachdenken. Dann, leicht beunruhigt, fragte ich: „Ist das ein Kompliment oder eine Kritik?“
Er lächelte beruhigend. „Natürlich ist es ein Kompliment. Ich meine nicht, dass du mit Frauen flirtest oder dich ihnen gegenüber vertraulich verhältst. Als einige der hier anwesenden Studentinnen auf dich zukamen, sahst du keine Versuchung, der man aus dem Weg gehen sollte. Du sahst eine Person mit einer Frage.“
Nach einer Pause fuhr er fort: „Einige Mönche, die aus Indien kommen, sind zögerlich, mit Frauen zu sprechen, und möchten die Interaktion so schnell wie möglich beenden. Westliche Frauen sind sehr sensibel dafür. Niemand mag es, mit jemandem zu sprechen, der scheinbar dringend darauf bedacht ist, das Gespräch mit ihnen zu beenden. Nach der Klasse sah ich, dass du die Fragen aller Studenten, einschließlich der Studentinnen, unbeeindruckt beantwortet hast. Daher mein Kompliment.“
Die Erinnerung an seinen Kommentar veranlasste mich, genauer über den Unterschied zwischen Identität und Identifikation nachzudenken. Objektive betrachtet habe ich viele Identitäten; subjektiv identifiziere ich mich mit einigen davon mehr als mit anderen.
Wenn Menschen mich sehen, bemerken sie in der Regel zwei meiner Identitäten. Wenn sie meine safranfarbenen Roben sehen, halten sie mich für einen Mönch; wenn sie mich mit Krücken sehen, halten sie mich für körperlich behindert. Doch keine dieser beiden Identitäten nimmt viel Raum in meinem Kopf ein. Die Identitäten, die ich viel natürlicher inne habe, sind die eines Denkers, eines Autors und eines Lehrers.
Vielleicht erklärte meine starke Identifikation mit dem Sein als Lehrer meine Reaktionen in diesen beiden Vorfällen. Als die Studentinnen in Florida auf mich zukamen, sah der Lehrer in mir einfach Menschen mit Fragen und beantwortete diese Fragen entsprechend. Ich hatte nicht einmal daran gedacht, ob ich mich mit ihnen wohl oder unwohl fühlte, bis der Leiter der Gemeinschaft diese Überlegung in mein Bewusstsein rief.
Obwohl der Lehrer in mir hervorsticht, bedeutet das nicht, dass der Mönch in mir inaktiv ist. Dieser Teil von mir wurde kulturell erschüttert, als die Studentin in Texas anbot, mich zu umarmen. Aber der Lehrer in mir sorgte dafür, dass ich nicht vor Schreck oder Wut zurückwich, von jemandem, der lediglich versuchte, aufrichtige Wertschätzung auszudrücken.
Von der gegenwärtigen Identität zur permanenten Identität
Als ich über meine verschiedenen Identitäten nachdachte, entstand in mir eine grundlegendere Frage: Mit welcher meiner Identitäten sollte ich mich identifizieren?
Philosophisch kannte ich die Standardantwort. Ich bin letztlich keines dieser Dinge. Ich bin eine ewige, unzerstörbare Seele, wie die Bhagavad Gita in 2.13 erklärt.
Meine Gedanken wandten sich dem unmittelbar folgenden Vers zu und einem Punkt in diesem Vers, über den ich seit über einem Jahrzehnt gesprochen hatte. Kurz nachdem er die spirituelle Identität Arjunas bekräftigt hatte, bezeichnete Krishna ihn mit zwei materiellen Identitäten: Kaunteya, der Sohn Kuntis, und Bhārata, ein Nachkomme des berühmten Königs Bharata.
Ich überlegte, wie Krishnas Verwendung dieser Anredeformen weder zufällig noch bloß konventionell war; sie war absichtlich. Indem er Arjuna an seine illustre Familie und Abstammung erinnerte, rief Krishna ihn dazu auf, ehrenhaft zu handeln, auf eine Weise, die diesem Erbe würdig war. Auf dem Schlachtfeld bedeutete ehrenhaftes Handeln, dass Arjuna seine Pflicht des Kampfes erfüllen musste, selbst wenn es bedeutete, die Not zu ertragen, gegen verehrte Ältere wie Bhishma und Drona zu kämpfen.
Es fiel mir auf, dass Krishnas Verwendung dieser Anredeformen meine eigene Frage zur Identität beleuchtete. Ich konnte – und musste nicht – meine gegenwärtigen Identitäten einfach weg wünschen, nur weil sie vorübergehend waren. Ich konnte sie in meinem Dienst an Krishna nutzen.
Dieser Gedanke schoss wie ein Blitz der Freude durch mich, als mir klar wurde, dass ich dies bereits tat – oder, genauer gesagt, dass Krishna mich bereits dabei half, dies zu tun.
Ich habe Krishna am nächsten gefühlt, wenn ich nachgedacht, geschrieben oder gesprochen habe. Manchmal, während ich einen Vers der Bhagavad Gita rezitierte und über seine Bedeutung nachdachte, entstand plötzlich ein bemerkenswertes neues Verständnis. Zu anderen Zeiten, während ich schrieb oder sprach, fügten sich die Worte auf eine einprägsame Weise zusammen, um einen vertrauten oder neuen Einsicht zum Ausdruck zu bringen. In solchen Momenten habe ich manchmal ein Gefühl eines göttlichen Schauders verspürt, der durch mein gesamtes Wesen schoss.
Ich lebe für solche Momente.
Es fiel mir auf, dass Krishna mich dort traf, wo ich war. Als ich meine gegenwärtige Identität nutzte, um Ihm aufrichtig zu dienen, erwiderte Er dies, indem Er mich mit Weisheit und mit Worten segnete, um diese Weisheit auszudrücken. Durch meine gegenwärtige Identität führte Er mich zu meiner dauerhaften Identität.
Tief dankbar sprach ich ein Gebet:
Mein lieber Herr, Du bist so barmherzig, dass Du mich durch meine gegenwärtige Identität triffst und mich zu meiner dauerhaften Identität führst. Während ich auf Dich zugehe, hilf mir, beide Extreme zu vermeiden: meine gegenwärtige Identität zu absolutisieren und sie meine dauerhafte Identität als Deinen Teil verdecken zu lassen, oder meine gegenwärtige Identität zu bagatellisieren, weil sie vorübergehend ist. Lass mich stattdessen meine gegenwärtige Identität in einer Stimmung des Dienstes nutzen, um Dir näher zu kommen.
***
02.13 So wie die verkörperte Seele in diesem Körper kontinuierlich von der Knabenschaft über die Jugend zur alten Jahre wechselt, wechselt die Seele ähnlich bei dem Tod in einen anderen Körper. Ein nüchterner Mensch ist von einem solchen Wechsel nicht verwirrt.
Der Beitrag „Can I Give You a Hug?“ erschien zuerst auf Chaitanya Charan Das, Bhagavad Gita ISKCON.
Wortlaut im Original
“Can I Give You a Hug?”
I stared at the American girl who had asked me this question with a bright smile on her face.
I had just finished giving a class at a university in Dallas, Texas. Toward the end of the class, she had asked me, “Why do religions fight among each other?”
While answering her question, I had drawn on the Bhagavad Gita’s framework of the three modes of nature. The higher mode of goodness seeks to resolve differences through discussion, whereas the lower mode of passion seeks domination and the lowest mode of ignorance seeks destruction. Because these modes characterize human nature across religious traditions, extremists can exist in every tradition. I went into a few more details and examples, but overall, I could see that my answer satisfied her.
After the class, she approached me and said, “This question had been burdening me for a long time, and I have asked it to many people. I found your answer the most satisfactory. It has relieved a big burden from my heart. I am so grateful.”
Then came the question I wasn’t expecting.
“Can I give you a hug?”
As a celibate monk, I am expected to follow certain standards, including minimizing physical contact with women. A hug, no matter how well-meaning, was completely out of bounds. Yet her appreciation was so sincere that I didn’t want to respond with a blunt no and risk hurting her.
The host of the program was standing next to me. I conveyed a silent SOS signal to him with my eyes: Help me.
He promptly stepped forward to help—but in a way I hadn’t expected.
“He’s a monk,” he told her. “On his behalf, you can hug me.”
I was taken aback. That was certainly not the kind of help I had expected.
His wife, who was standing right beside him, immediately stepped forward.
“I am his wife,” she said. “On his behalf, you can hug me.”
The student seemed a little bemused by this unexpected turn of events, but she hugged my hostess.
Whenever I have narrated this incident, either in a formal class or in an informal discussion, it has always evoked laughter. But when I narrated it to one of my spiritual guides, who has helped me considerably in understanding Western culture, he responded seriously.
“By offering you a hug, she was expressing her appreciation for what she had received from you,” he explained. “As a monk, you cannot accept her specific expression of appreciation. But as a spiritual teacher, you cannot altogether reject that expression either. You need to find an intelligent way to honor both your identities.”
“Can you suggest some ways to do that?” I asked.
“The best is to fold your hands,” he replied. “People are culturally sensitive nowadays, and they will usually respond appropriately. Even if someone still comes forward and hugs you, you can prayerfully accept the hug with your folded hands in front of you, which will also minimize the physical contact.”
His point about honoring both identities helped me see that interaction in a deeper light. I appreciated that the challenge was not merely cultural—how to respond to a hug. It was also conceptual—how to respond when different identities that I inhabited pulled me in opposing directions.
“Is That a Compliment or a Criticism?”
As I thought about this conceptual challenge of multiple identities, I was reminded of another interaction, this time at a contemporary outreach center in Florida.
After I had given a talk there, the organizer—a senior spiritual leader with more than five decades of experience in outreach in America—spoke appreciatively about my presentation.
“You will do well in Western outreach,” he said.
Encouraged, I asked, “Can I know why you think so?”
I expected him to say that my analytical way of presenting would appeal to Western audiences, or that my contemporary examples made spiritual concepts easier to understand. Perhaps he had noticed my effort to avoid insider jargon and use language that was more broadly intelligible.
Instead, he said, “You are not uncomfortable around women.”
I had to think about that for a few moments. Then, feeling slightly disquieted, I asked, “Is that a compliment or a criticism?”
He smiled reassuringly. “Of course it’s a compliment. I don’t mean that you are flirtatious or familiar with women. When some of the female students here approached you, you didn’t see a temptation to be avoided. You saw a person with a question.”
After a pause, he continued. “Some monks who come from India are reluctant to talk with women and want to end the interaction as quickly as possible. Western women are very sensitive to that. Nobody likes talking with someone who seems eager to stop talking with them. After the class, I saw that you unhurriedly answered the questions of all the students, including the female students. Hence my compliment.”
Remembering his comment made me think more carefully about the difference between identity and identification. Objectively, I have many identities; subjectively, I identify with some of them more than others.
When people see me, they generally notice two of my identities. Seeing my saffron robes, they think of me as a monk; seeing me with crutches, they think of me as physically disabled. Yet neither identity occupies much headspace within me. The identities I inhabit much more naturally are those of a thinker, an author and a teacher.
Perhaps my strong identification with being a teacher explained my responses in those two incidents. When the female students in Florida approached me, the teacher in me simply saw people with questions and answered those questions accordingly. I hadn’t even thought about whether I was comfortable or uncomfortable with them until the leader of the community brought that consideration to my attention.
Though the teacher in me is prominent, that doesn’t mean the monk in me is dormant. That part of me was culturally jolted when the student in Texas offered to hug me. But the teacher in me ensured that I did not recoil in shock or anger from someone who was simply trying to express heartfelt appreciation.
From Present Identity to Permanent Identity
As I thought about my various identities, a more fundamental question arose within me: Which of my identities should I identify with?
Philosophically, I knew the standard answer. I am not ultimately any of these things. I am an eternal, indestructible soul, as the Bhagavad Gita explains in 2.13.
My thoughts went to the very next verse and to a point in that verse that I had spoken about for over a decade. Just after asserting Arjuna’s spiritual identity, Krishna refers to him by two material identities: Kaunteya, the son of Kunti, and Bhārata, a descendant of the illustrious King Bharata.
I contemplated how Krishna’s use of these forms of address was neither incidental nor merely conventional; it was intentional. By reminding Arjuna of his illustrious family and lineage, Krishna was calling him to act honorably in a way befitting that heritage. On the battlefield, acting honorably meant that Arjuna needed to do his duty of fighting, even if it meant tolerating the distress of fighting against revered elders such as Bhishma and Drona.
It struck me that Krishna’s use of those forms of address illuminated my own question about identity. I couldn’t—and needn’t—wish away my present identities simply because they were temporary. I could utilize them in my service to Krishna.
That thought sent a bolt of joy through me as it struck me that I was already doing so—or, more accurately, Krishna was already helping me to do so.
I have felt closest to Krishna when I have been thinking, writing or speaking. Sometimes while reciting a Bhagavad Gita verse and contemplating its meaning, a striking new understanding has suddenly emerged. At other times, while writing or speaking, words have come together in a memorable way to express a familiar or novel insight. In such moments, I have sometimes felt a kind of divine thrill rush through my entire being.
I live for such moments.
It struck me that Krishna was meeting me where I was. When I used my present identity to try to serve Him wholeheartedly, He was reciprocating by blessing me with wisdom and with words to express that wisdom. Through my present identity, He was leading me toward my permanent identity.
Feeling deeply grateful, I offered a prayer:
My dear Lord, You are so merciful that You meet me through my present identity and lead me toward my permanent identity. As I progress toward You, help me avoid both extremes: absolutizing my present identity and letting it obscure my permanent identity as Your part, or trivializing my present identity because it is temporary. Let me instead utilize my present identity in a mood of service to come closer to You.
***
02.13 As the embodied soul continuously passes, in this body, from boyhood to youth to old age, the soul similarly passes into another body at death. A sober person is not bewildered by such a change.
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