Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Das Erlöschen der Sterne
Kortizes ·
Humanistischer Pressedienst ·
2026-10-07
· Quelle
Wissen · Hauptbotschaft
Die moderne Astronomie zeigt, dass der Sternenhimmel nicht ewig unveränderlich ist, und die Forschung klärt, ob die Gasreservoirs der Galaxien ausreichen, um die Sternentstehung über kosmische Zeiträume hinaus aufrechtzuerhalten.
Nur ist unklar, wie lange dieser Prozess anhalten wird. Die Gasreservoirs der Galaxien werden langsam aufgebraucht, wenn Sterne daraus gebildet werden und in wenigen Milliarden Jahren könnte nicht mehr genügend Gas zur Verfügung stehen.
Der Text ist eine Ankündigung für einen Online-Vortrag des Astronomen Prof. Dr. Erwin de Blok im Rahmen der Reihe „Sternenklar“. Er thematisiert die endliche Lebensdauer von Sternen und die Frage, ob die Gasreservoirs der Galaxien zur Bildung neuer Sterne ausreichen. Der Text stellt fest, dass der Sternenhimmel nicht unveränderlich ist, sondern sich über Millionen von Jahren verändert, bis hin zum Verschwinden einzelner Sterne. De Bloks Forschung konzentriert sich auf die Beobachtung von Wasserstoffgas in anderen Galaxien, um zu klären, ob neues Gas nachströmt. Es wird diskutiert, ob die Sternentstehung in naher kosmischer Zukunft endet oder noch lange andauert. Der Vortrag soll diese komplexen astrophysikalischen Zusammenhänge allgemeinverständlich erklären. Die Veranstaltung wird vom Kortizes-Institut und der Astronomischen Gesellschaft in Nürnberg organisiert. Die Teilnahme ist kostenfrei und richtet sich an ein breites Publikum.
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Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Wissenschaft
Live-Onlinevortrag zu Sternentstehung und Galaxienentwicklung in der Reihe „Sternenklar“
Das Erlöschen der Sterne
Morgen spricht der Astronom Prof. Dr. Erwin de Blok live online über seine Forschung zur Frage, wie lange die Entstehung neuer Sterne im Universum anhalten kann und wann sie enden muss. Sterne werden aus den Gasreservoirs von Galaxien heraus gebildet, doch ob diese im Laufe der Zeit neu aufgefüllt werden oder das Material zur Bildung von Sternen in naher kosmischer Zukunft ausgehen wird, ist eine offene Frage. Der Vortrag findet im Rahmen des Onlineformats „ Sternenklar “ statt, das vom gemeinnützigen Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes in Kooperation mit der Astronomischen Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg organisiert wird.
Kortizes
07.10.2026
Foto: © KPNO/NOIRLab/NSF/AURA
CC BY 4.0
Wenn man nachts in den Sternenhimmel blickt, dann kann er unveränderlich und ewig erscheinen. Die Planeten ziehen ihre Bahnen vor dem Hintergrund eines Fixsternhimmels, der schon vor tausenden von Jahren von unseren Urahnen bewundert wurde. Viele unsere Sternbilder haben wir bereits von den alten Babyloniern und Griechen übernommen und es scheint nichts dagegen zu sprechen, dass sie noch für unsere Nachfahren in nochmals zweitausend Jahren gültig sein werden. Nicht umsonst galten die Gestirne in der aristotelischen Naturphilosophie als makellose Objekte, die anderen Gesetzen unterworfen seien als unsere vergängliche irdische Sphäre.
Allerdings entspricht es nicht der Wahrheit. Wie die moderne Astronomie aufgezeigt hat, sind die Zeitskalen, über die sich Veränderungen im Weltraum vollziehen, zwar oft unvorstellbar lang – oft Millionen von Jahren – aber Veränderungen vollziehen sich doch. Die Bahnen der Planeten in unserem Sonnensystem sind nicht stabil, sondern im mathematischen Sinne chaotisch, die Sterne verschieben ihre Positionen zueinander, die Milchstraße selbst wird in einigen Milliarden Jahren womöglich mit der Andromeda-Galaxie verschmelzen. Und vor allem: Sterne entwickeln sich und brennen aus. Auch die Sonne wird in Milliarden Jahren verglühen.
Es gibt aber auch einen Nachschub an neuen Sternen, die aus kollabierenden Wasserstoffgaswolken in Galaxien wie unserer Milchstraße entstehen. Nur ist unklar, wie lange dieser Prozess anhalten wird. Die Gasreservoirs der Galaxien werden langsam aufgebraucht, wenn Sterne daraus gebildet werden und in wenigen Milliarden Jahren könnte nicht mehr genügend Gas zur Verfügung stehen. Das mag lang erscheinen, ist aber nur ein Bruchteil des Alters des Universums. Allerdings gibt es auch gute Evidenz dafür, dass Galaxien in der kosmischen Vergangenheit ihre Gasreservoirs neu aufgefüllt haben, indem neues Gas von außen in sie hineingeströmt ist. Doch passiert das auch heute noch? Blicken wir schon den letzten Generationen von Sternen entgegen oder wird Sternentstehung noch viel länger andauern?
Radioastronom Erwin de Blok
Foto: privat
Der niederländische Radioastronom Erwin de Blok legt seinen Forschungsschwerpunkt genau auf dieses Thema. Er hat die sensibelsten hoch aufgelösten Beobachtungen des Wasserstoffgases in anderen Galaxien durchgeführt, die es je gegeben hat. Mit diesen Daten sucht er nach Anzeichen dafür, ob Galaxien neues Gas erhalten, mit dem sie auch in Zukunft neue Sterne bilden können. Im Rahmen von „Sternenklar“ wird er allgemeinverständlich und in deutscher Sprache von seiner Forschung berichten und den Bogen vom modernsten Radioteleskop der Welt bis zur Zukunft der Sterne in unserem Universum schlagen.
Sternenklar wird angeboten vom Kortizes-Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs in Zusammenarbeit mit der Astronomischen Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg . Das Format wird geplant und moderiert von dem Astronomen Konstantin Haubner, der aktuell seine Doktorarbeit an der Universität Florenz beendet und ab 2027 als postdoktoraler Fellow am Südafrikanischen Radioastronomieobservatorium (SARAO) in Kapstadt tätig sein wird.
Donnerstag, 8. Oktober 2026, ab 20:15 Uhr online.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen
Zugangslink (Einlass ab 20:15 Uhr)
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