Vaishnava · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Was My Child Bullied at School Because I Taught Him Tolerance?
ohne Namen ·
Gita Daily (Chaitanya Charan Das) ·
2026-10-12
· Pune
· Quelle
Geduld · Hauptbotschaft
Verantwortung · tragend
Wissen · tragend
Toleranz ist kein passives Ertragen aller vorübergehenden Leiden, sondern eine zweckgerichtete Tugend, die kleine Dinge klein hält, damit man der eigenen Pflicht treu bleiben kann; wenn etwas dieser Pflicht im Weg steht, darf es nicht toleriert werden.
Toleranz bedeutet, kleine Dinge klein zu halten, damit wir große Dinge groß halten können.
Ein Vater aus Südindien erzählt, dass sein Sohn in der Schule gemobbt wurde und das Leiden nicht meldete, weil er Toleranz aus der Bhagavad Gita als passives Ertragen verstanden hatte. Der Sprecher antwortet, dass weder die Lehre der Toleranz noch die Entscheidung, sie zu lehren, falsch waren, sondern das Verständnis unvollständig. Er erklärt Bhagavad Gita 2.14 im Kontext des größeren Aufrufs der Gita, die eigene Pflicht zu erfüllen, und unterscheidet zwischen vorübergehendem Unbehagen, das man ertragen kann, und Dingen, die der Erfüllung dieser Pflicht im Weg stehen. Toleranz soll die Hingabe zur Pflicht erhöhen, nicht die Fähigkeit, sie zu erfüllen, verringern. Mit Beispielen wie einem Störer im Vortrag oder einer zu kalten Klimaanlage verdeutlicht er, dass man nicht jedes vorübergehende Unbehagen tolerieren muss. Der Text warnt davor, dass eine übermäßige Betonung der Toleranz zu Ohnmacht führen kann, wenn ernste Probleme als klein behandelt werden. Die Kernaussage lautet: Toleranz bedeutet, kleine Dinge klein zu halten, damit man große Dinge groß halten kann.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens (erschlossen)
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Toleranz im Kontext der eigenen Pflicht verstehen (innerlich)
- Dem Kind beibringen, bei Bedrohung der Sicherheit um Hilfe zu bitten (zwischenmenschlich)
- Ernste Probleme nicht als klein behandeln, wenn sie der Pflicht im Weg stehen (innerlich)
Genannte Stellen
Bhagavad Gita 2.14
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 2 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
„Was mein Sohn in der Schule gemobbt hat, weil ich ihm Toleranz beigebracht habe?"
Die Frage kam von einem kräftig gebauten, würdevoll aussehenden Mann aus Südindien Mitte dreißig. Er sprach mit offensichtlicher Qual, als er mir erzählte, was mit seinem Sohn geschehen war.
„Mein Sohn ist sehr intelligent, aber er ist zurückhaltend, und deshalb wurde er wie ein Nerd behandelt. Er mischte sich nicht unter die Leute, und einige Schläger fingen an, ihn zu drangsalieren. Er hat es niemandem gesagt, und er hatte keine Freunde, die ihn unterstützt hätten.
„Das ging wochenlang so. Meine Frau und ich konnten sehen, dass er niedergeschlagen wurde, und seine Noten wurden auch schlechter. Wir versuchten, mit ihm zu sprechen, aber er wollte uns nichts erzählen. Schließlich kam er eines Tages nach Hause mit einem geschwollenen Kiefer und einem blauen Auge. Er sagte uns, er sei gegen seine Spindtür gestoßen. Aber als wir ihn befragten, erzählte er uns schließlich die schreckliche Wahrheit: Er wurde schwer gemobbt.
„Bestürzt fragte ich ihn, warum er es mir nicht gesagt habe. Er sagte: ‚Ich dachte, ich sollte tolerant sein, weil dies vorübergehend ist. Es wird vorübergehen.'"
An diesem Punkt hielt der Vater inne, schluckte und fuhr fort.
„Bhagavad Gita 2.14, der Vers über Toleranz, war einer der ersten Verse, die wir ihm beigebracht haben. Wir waren so stolz, dass er so viele Verse gelernt hatte. Aber jetzt…"
Ich sagte: „Ich bin so schockiert, das zu hören. Wie geht es Ihrem Sohn jetzt?"
„Ihm geht es viel besser. Seine Schläger sind der Schule gemeldet worden, und sie werden zur Rechenschaft gezogen. Er hat auch versprochen, dass er uns informieren wird, wenn er wieder auf Probleme stößt."
Dann sah er mir direkt in die Augen und fragte: „Die Frage, die ich Ihnen stellen möchte, ist: War etwas mit meiner Beibringung von Toleranz an meinen Sohn falsch, oder ist die Lehre der Toleranz selbst falsch, weil sie in der rauen und harten Welt von heute nicht anwendbar ist?"
„Ich schätze, dass Sie in dieser schmerzhaften Situation eine so durchdachte Frage stellen. Ich denke, es gibt eine dritte Möglichkeit, die es wert ist, in Betracht gezogen zu werden. Vielleicht war weder die Lehre der Toleranz noch Ihre Entscheidung, sie zu lehren, falsch. Vielmehr war das Verständnis von Toleranz, das Sie erhalten haben, unvollständig."
„Was meinen Sie damit?"
„Bhagavad Gita 2.14, der Vers, den Sie erwähnten, spricht davon, die vorübergehenden Erfahrungen von Hitze und Kälte, Freude und Leid zu ertragen. Es hat mich Jahre gekostet zu verstehen, was dieser Vers impliziert und was er nicht impliziert. Wie Ihr Sohn habe auch ich mich auf die Idee konzentriert, dass wir Dinge tolerieren sollten, weil sie vorübergehend sind.
„Aber schauen wir uns den Vers im größeren Kontext der Gita an. Wenn Krishna Arjuna sagt, er solle tolerant sein, meint Er damit, dass Arjuna die Gräueltaten der Kauravas tolerieren und nicht den Krieg führen soll?"
Er schüttelte den Kopf.
„Warum nicht? Sogar die Gräueltaten sind vorübergehend. Tatsächlich ist der Körper selbst vorübergehend, wie Krishna in den vorangegangenen Versen erklärt hat. Wenn wir Schwierigkeiten einfach deshalb tolerieren würden, weil sie vorübergehend sind, dann hätte man Arjuna auffordern können, den Adharma selbst zu tolerieren."
Ich fuhr fort: „Arjuna hat als Krieger die Pflicht, die Menschen vor Aggressoren zu schützen. Duryodhana und seine Anhänger haben wiederholt Gräueltaten verübt, und Arjuna muss ihnen entgegentreten. Aber weil Bhishma und Drona entschieden haben, auf der Seite Duryodhanas zu kämpfen, sieht Arjuna sich dem schmerzhaften Ausblick gegenüber, gegen diejenigen zu kämpfen, die er tief respektiert.
„Das ist der Schmerz, den Krishna Arjuna bittet, zu ertragen, während er seine Pflicht als Krieger erfüllt.
„Also soll Toleranz unsere Hingabe zu unserer Pflicht erhöhen, nicht unsere Fähigkeit, unsere Pflicht zu erfüllen, verringern."
Der Vater sah nachdenklich aus.
„Das ist eine bemerkenswerte Formulierung. Können Sie es weiter erklären?"
„Der Aufruf der Gita zur Toleranz ist untergeordnet ihrem größeren Aufruf, unsere Verantwortlichkeiten zu erfüllen, letztlich im Dienst an Krishna.
„Wir tolerieren das Vorübergehende, damit wir uns dem Wichtigen verpflichten können. Aber wenn das Tolerieren von etwas unserer Verpflichtung gegenüber dem Wichtigen im Weg steht oder unsere Fähigkeit zu einer solchen Verpflichtung beeinträchtigt, dann müssen wir in Erwägung ziehen, ob Toleranz der beste Ansatz ist."
„Lassen Sie uns ein unmittelbarerer Beispiel betrachten. Angenommen, ich halte einen Vortrag und jemand beginnt, während des Unterrichts laut am Telefon zu sprechen. Sollte ich es einfach deshalb tolerieren, weil es vorübergehend ist? Immerhin werden sie wahrscheinlich nicht eine Stunde lang sprechen."
„Nein, Sie sollten sie bitten, aufzuhören", antwortete der Vater.
„Warum?"
„Weil sie Ihren Vortrag stören."
„Genau. Ihr Gespräch beeinträchtigt meine Verantwortung zu sprechen und meine Verantwortung gegenüber dem restlichen Publikum, das gekommen ist, um die Weisheit der Gita zu hören.
„Nun stellen Sie sich vor, Sie besuchen eine Versammlung und sitzen direkt unter einer Klimaanlage. Ihnen ist unangenehm kalt. Sollten Sie es tolerieren?"
Er überlegte die Frage.
„Wenn kein anderer Sitzplatz verfügbar ist und die Versammlung wichtig ist, müssen Sie die Kälte vielleicht tolerieren. Aber wenn ein anderer Sitzplatz leicht verfügbar ist, oder Sie sich mit jemandem, der weniger empfindlich auf Kälte reagiert, die Plätze tauschen können, warum sollten Sie das nicht tun?
„Der Punkt ist, dass wir nicht jedes vorübergehende Unbehagen tolerieren müssen. Wir tolerieren das, was toleriert werden muss, damit wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können."
Er fragte: „Dann, in der Art, wie die Bhagavad Gita heute gelehrt wird, betonen wir manchmal die Toleranz übermäßig?"
„Das ist möglich. Aber wir müssen auch erkennen, dass Toleranz in einer Ära der schnellen Lösungen und der sofortigen Befriedigung zu einer relativ seltenen Tugend wird. Unsere Fähigkeit, selbst geringfügige Unannehmlichkeiten zu tolerieren, kann sehr niedrig werden.
„Kürzlich war ich an einer Hochschule, wo die Wi-Fi-Verbindung seit einiger Zeit ausgefallen war. Ich hörte, wie ein Student laut fluchte, weil er etwas auf TikTok nicht aktualisieren konnte.
„Nicht jedes Unbehagen muss sofort beseitigt werden. Und selbst wenn wir es beseitigen können, muss dies nicht unsere höchste Priorität sein.
„Um Toleranz klarer zu verstehen, lassen Sie uns die Metapher eines Pendels verwenden. In der heutigen Gesellschaft schwingen die Menschen oft zum Extrem der Intoleranz hin und lassen kleine Dinge unnötig groß werden. Aber während wir diesem Mangel an Toleranz entgegenwirken, kann das Pendulum zum anderen Extrem schwingen, wo eine übermäßige Betonung der Toleranz zu Ohnmacht führen kann."
Er sah erschrocken aus. „Ohnmacht? Was meinen Sie damit?"
„Ich meine nicht, dass wir die Handlungsmacht fehlen. Vielmehr unterlassen wir aufgrund eines falschen Verständnisses von Toleranz freiwillig, die Macht zu nutzen, die wir haben. Wir behandeln ernste Probleme, als wären sie zu klein, um Beachtung zu verdienen, selbst wenn sie unsere Verantwortlichkeiten beeinträchtigen.
„Zwischen diesen beiden Extremen liegt die Toleranz. Dinge, die nicht im Weg der großen Dinge in unserem Leben stehen, sollten klein gehalten werden. Aber Dinge, die im Weg dieser großen Dinge stehen, sollten nicht als klein behandelt werden.
„Toleranz bedeutet, kleine Dinge klein zu halten, damit wir große Dinge groß halten können."
Er nickte ernst und sagte: „Ich wünschte, ich hätte das früher gewusst. Ich hätte meinen Sohn vor so viel Schmerz schützen können."
Ich antwortete: „Ich kann Ihren Schmerz verstehen. Aber es ist wichtig, dass Sie sich nicht mit unnötiger Schuld belasten.
„Ihr Kind wurde nicht gemobbt, weil Sie ihm Toleranz gelehrt haben. Es wurde gemobbt, weil Mobber sich entschieden haben zu mobben. Aber sein Leiden wurde verlängert, weil Toleranz als passives Ertragen missverstanden wurde, anstatt als zweckgerichtetes Durchhalten.
„Ihre Absichten waren gut. Sie versuchten, Ihrem Sohn eine wichtige Tugend beizubringen, die ihm im Leben enorm helfen würde. Was ihm widerfuhr, war bedauerlich. Zum Glück ist dieses Kapitel nun zu Ende, und er weiß, dass er zu Ihnen kommen kann, wenn er wieder auf solche Probleme stößt.
„Sie können ihm auch das teilen, was wir heute besprochen haben, auf eine Weise, die er verstehen kann. Auf diese Weise wird er nicht nur die praktische Gewissheit haben, dass er sich an Sie wenden kann, um Hilfe zu bekommen, sondern auch ein klareres Verständnis von Toleranz selbst. Er kann lernen, dass es kein Versagen der Toleranz ist, um Hilfe zu bitten, wenn seine Sicherheit bedroht ist; es ist eine Erfüllung des Zwecks der Toleranz."
Der Vater nickte, bedankte sich bei mir und verabschiedete sich.
Später, als ich über den Vorfall nachdachte, fragte ich mich, wie oft ich anderen in der Vergangenheit vielleicht ein unvollständiges Verständnis von Toleranz vermittelt haben könnte, obwohl ich diesem Vater ein ganzheitlicheres Verständnis hatte anbieten können.
Hat meine Lehre die Menschen ermutigt, kleine Dinge klein zu halten, oder hat sie sie manchmal dazu geführt, Dinge als klein zu behandeln, die in Wirklichkeit groß waren?
Mit diesem nüchternen Gedanken sprach ich ein Gebet:
Mein lieber Herr, so wie Du mir geholfen hast, in meinem Verständnis von Toleranz zu wachsen, bitte hilf auch denen, die durch meine früheren Lehren vielleicht ein unvollständiges Verständnis empfangen haben, ihr Verständnis auf ähnliche Weise zu vertiefen. Hilf mir, meinen Teil besser zu tun, um ein ganzheitliches Verständnis Deiner Lehren zu teilen. Lass mich nie eine Tugend von ihrem ultimativen Zweck trennen: in einem Leben des verantwortungsvollen Dienstes an Dir vollständiger und zweckmäßiger zu leben.
***
02.14 O Sohn der Kuntī, das vorübergehende Erscheinen von Glück und Leid und ihr Verschwinden zur rechten Zeit sind wie das Erscheinen und Verschwinden der Winter- und Sommerzeiten. Sie entstehen aus der Sinneswahrnehmung, o Nachkomme Bharatas, und man muss lernen, sie zu ertragen, ohne gestört zu werden.
Der Beitrag „Was Mein Kind an der Schule gemobbt wurde, weil ich ihm Toleranz gelehrt habe?“ erschien zuerst auf Chaitanya Charan Das, Bhagavad Gita ISKCON.
Wortlaut im Original
“Was My Child Bullied at School Because I Taught Him Tolerance?”
The question came from a well-built, dignified-looking South Indian man in his mid-thirties. He spoke with evident anguish as he told me what had happened to his son.
“My son is very intelligent, but he is reserved, and because of that, he was treated like a nerd. He wouldn’t mix with people, and some bullies started picking on him. He didn’t tell anyone, and he had no friends to support him.
“This went on for weeks. My wife and I could see that he was becoming downcast, and his grades were also slipping. We tried to talk with him, but he wouldn’t tell us anything. Finally, one day, he came home with a swollen jaw and a black eye. He told us he had bumped against his locker door. But when we pressed him, he finally told us the horrible truth: he was being badly bullied.
“Aghast, I asked him why he had not told me. He said, ‘I thought I should be tolerant because this is temporary. It will pass.’”
At this point, the father paused, swallowed, and continued.
“Bhagavad Gita 2.14, the verse about tolerance, was one of the first verses we taught him. We were so proud that he had learned so many verses. But now…”
I said, “I’m so shocked to hear about what happened. How is your son now?”
“He is much better. His bullies have been reported to the school, and they are being dealt with. He has also promised that if he faces any problems again, he will inform us.”
Then he looked me straight in the eyes and asked, “The question I want to ask you is: Was something wrong with my teaching of tolerance to my son, or is the teaching of tolerance itself wrong because it’s not applicable in today’s rough-and-tough world?”
“I appreciate that even in this painful situation, you are asking such a thoughtful question. I think there is a third possibility worth considering. Perhaps neither the teaching of tolerance nor your decision to teach it was wrong. Rather, the understanding of tolerance you received was incomplete.”
“What do you mean?”
“Bhagavad Gita 2.14, the verse you mentioned, speaks about tolerating the temporary experiences of heat and cold, pleasure and pain. It took me years to understand what that verse implies and what it does not imply. Like your son, I too focused on the idea that we should tolerate things because they are temporary.
“But let’s look at the verse in the larger context of the Gita. When Krishna tells Arjuna to tolerate, does He mean that Arjuna should tolerate the Kauravas’ atrocities and not fight the war?”
He shook his head.
“Why not? Even the atrocities are temporary. In fact, the body itself is temporary, as Krishna has explained in the preceding verses. If we were to tolerate difficulties simply because they are temporary, then Arjuna could have been called upon to tolerate adharma itself.”
I continued, “Arjuna, as a warrior, has a duty to protect people from aggressors. Duryodhana and his associates have repeatedly committed atrocities, and Arjuna has to oppose them. But because Bhishma and Drona have chosen to fight on Duryodhana’s side, Arjuna faces the painful prospect of fighting against those whom he deeply respects.
“That is the pain Krishna is asking Arjuna to tolerate while discharging his duty as a warrior.
“So tolerance is meant to increase our commitment to our duty, not decrease our capacity to do our duty.”
The father looked thoughtful.
“That’s a striking formulation. Can you explain it further?”
“The Gita’s call for tolerance is subordinate to its larger call to fulfill our responsibilities, ultimately in service to Krishna.
“We tolerate what is temporary so that we can remain committed to what is important. But if tolerating something impedes our commitment to what is important, or impairs our capacity for such commitment, then we need to reconsider whether tolerance is the best approach.
“Let’s consider a more immediate example. Suppose I am giving a talk and someone starts speaking loudly on their phone during the class. Should I tolerate it simply because it’s temporary? After all, they’re unlikely to talk for an hour.”
“No, you should ask them to stop,” the father replied.
“Why?”
“Because they’re disturbing your talk.”
“Exactly. Their conversation is interfering with my responsibility to speak and with my responsibility toward the rest of the audience, who have come to hear the wisdom of the Gita.
“Now suppose you are attending a meeting and are sitting directly under an air conditioner. You’re feeling uncomfortably cold. Should you tolerate it?”
He considered the question.
“If there is no other seat available and the meeting is important, you may need to tolerate the cold. But if another seat is easily available, or you can exchange seats with someone less sensitive to cold, why not do so?
“The point is that we don’t have to tolerate every temporary inconvenience. We tolerate what needs to be tolerated so that we can focus on what matters.”
He asked, “Then, in the way the Bhagavad Gita is taught today, are we sometimes overemphasizing tolerance?”
“It’s possible. But we also need to recognize that tolerance is becoming a relatively rare virtue in an age of quick fixes and instant gratification. Our capacity to tolerate even minor inconveniences can become very low.
“Recently, I was at a college where the Wi-Fi connection had gone down for some time. I heard a student swearing loudly because he couldn’t update something on TikTok.
“Not every discomfort needs to be immediately removed. And even when we can remove it, doing so need not become our highest priority.
“To understand tolerance more clearly, let’s use the metaphor of a pendulum. In today’s society, people often swing toward the extreme of intolerance, letting small things become unnecessarily big. But while countering this lack of tolerance, the pendulum may swing toward the other extreme, where excessive emphasis on tolerance can lead to impotence.”
He looked startled. “Impotence? What do you mean by that?”
“I don’t mean that we lack the power to act. Rather, because of a mistaken understanding of tolerance, we voluntarily refrain from using the power we have. We treat serious problems as if they were too small to deserve attention, even when they interfere with our responsibilities.
“Between these two extremes is tolerance. Things that don’t come in the way of the big things in our lives should be kept small. But things that do come in the way of those big things should not be treated as small.
“Tolerance means keeping small things small so that we can keep big things big.”
He nodded somberly and said, “I wish I had known this before. I could have protected my son from so much pain.”
I replied, “I can understand your pain. But it’s important that you don’t burden yourself with unnecessary guilt.
“Your child was not bullied because you taught him tolerance. He was bullied because bullies chose to bully. But his suffering was prolonged because tolerance was misunderstood as passive endurance rather than purposeful perseverance.
“Your intentions were good. You were trying to teach your son an important virtue that would help him immensely in life. What happened to him was unfortunate. Thankfully, that chapter has now ended, and he knows he can come to you if he faces such problems again.
“You can also share with him what we have discussed today, in a way he can understand. That way, he will have not only the practical assurance that he can approach you for help, but also a clearer understanding of tolerance itself. He can learn that seeking help when his safety is threatened is not a failure of tolerance; it is a fulfillment of the purpose of tolerance.”
The father nodded, thanked me, and departed.
Later, as I reflected on the incident, I wondered how often I might have given others an incomplete understanding of tolerance in the past, even though I had been able to offer this father a more holistic understanding.
Had my teaching encouraged people to keep small things small, or had it sometimes led them to treat as small things that were actually big?
With that sobering thought, I offered a prayer:
My dear Lord, just as You have helped me evolve in my understanding of tolerance, please help those who may have received an incomplete understanding through my earlier teachings to similarly deepen their understanding. Help me play my part better in sharing a holistic understanding of Your teachings. Let me never separate any virtue from its ultimate purpose: to live more fully and purposefully in a life of responsible service to You.
***
02.14 O son of Kuntī, the nonpermanent appearance of happiness and distress, and their disappearance in due course, are like the appearance and disappearance of winter and summer seasons. They arise from sense perception, O scion of Bharata, and one must learn to tolerate them without being disturbed.
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