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Vaishnava · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Can Religion Help Us Overcome Religious Extremism?

ohne Namen · Gita Daily (Chaitanya Charan Das) · 2026-10-16 · Pune · Quelle

Demut · Hauptbotschaft Wissen · tragend Gerechtigkeit

Religiöser Extremismus ist kein ausschließlich religiöses Phänomen, sondern entsteht überall dort, wo ideologische Indoktrination zu absoluter Selbstgerechtigkeit führt; die Überwindung erfordert Demut und die Bereitschaft, die eigene Weltanschauung zu erweitern.

Keine Ideologie, ob religiös oder säkular, sollte uns so sicher in unserem Verständnis machen, dass wir nicht mehr bereit sind, Realitäten anzuerkennen, die nicht in dieses Verständnis passen.

Der Text reflektiert über religiösen Extremismus anhand der Zerstörung der Leicester Abbey während der Englischen Reformation. Der Autor, ein Mönch der Bhakti-Tradition, beschreibt, wie ihn der Anblick der Ruinen an die Zerstörung der Babri-Moschee 1992 erinnerte. Er führt einen inneren Dialog zwischen seinem 'säkularen Ich' und seinem 'religiösen Ich' über die Frage, ob Religion die Ursache für Extremismus ist. Das religiöse Ich argumentiert, dass nichtreligiöse Ideologien wie der Kommunismus ebenso extrem waren. Die Bhagavad Gita wird als Quelle für Demut und die Erweiterung der eigenen Weltanschauung herangezogen. Die zentrale Botschaft lautet, dass keine Ideologie – ob religiös oder säkular – uns so sicher machen sollte, dass wir Realitäten außerhalb unseres Verständnisses ablehnen. Der Text plädiert für eine Haltung der Demut und des offenen Erkennens gegenüber der Komplexität der Wirklichkeit.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
Wiederkehr, kein Ziel, immer dasselbe Muster
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
ausdrücklich auf beide

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita 6.5 · Bhagavad Gita 18.22

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
5 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 1, künftig 0

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
„Kann uns Religion helfen, religiösen Extremismus zu überwinden?" Während meines Aufenthalts in Leicester ging ich einen Spaziergang im Abbey Park, einem großen Park mit wunderschöner Vegetation, Bäumen und dem Fluss Soar, der durch ihn fließt. Während ich ging, die Vögel beobachtete und meine Mantras sprach, fühlte ich mich friedlich, ja sogar versunken. Innerhalb des Parks befanden sich die Ruinen der Leicester Abbey, einst eines der größten und reichsten Augustinerklöster in England. Als ich das Klostergelände betrat, veränderte sich meine Stimmung allmählich von versunken zu düster. Was von der einst prächtigen Abtei übrig blieb, war größtenteils eine Reihe niedriger Steinmauern, die umrissen, wo ihre Gebäude einst gestanden hatten. In der Nähe zeigte eine Illustration, wie die Abtei in ihrer Blütezeit ausgesehen hatte. Der Kontrast war frappierend: Was einst so majestätisch gewesen war, war nun nahezu vollständig verschwunden. Die Abteikirche allein hatte sich über hundert Meter erstreckt. Ich überlegte, wie viel Mühe es haben muss, ein solch enormes Bauwerk vor fast tausend Jahren zu errichten, ohne moderne Baumaschinen. Und dann fragte ich mich, wie viel Mühe es haben muss, es abzureißen, ohne die Sprengstoffe und Abrissgeräte, die heute zur Verfügung stehen. Die bloße Größe sowohl des Baus als auch der Zerstörung beunruhigte mich. Ein Schauer schien durch mich zu gehen – nicht, weil die Temperatur plötzlich gefallen war, sondern weil mein Geist die kalte, harte Realität der Unmenschlichkeit der Menschheit durchdachte. Ein Gläubiger, der mich begleitete, hatte etwas über die Geschichte der Abtei geteilt. Unser Gespräch sowie eine kurze Online-Suche danach erfrischten mein Gedächtnis darüber, was ich früher über die europäische Geschichte gelesen hatte. Die Abtei war im zwölften Jahrhundert gegründet worden und hatte fast vierhundert Jahre gediehen. Dann, während der Regierungszeit Heinrichs VIII., brach England mit der Autorität des katholischen Papstes. 1538 wurde die Abtei im Zuge der Auflösung der Klöster aufgehoben. Ihre religiöse Gemeinschaft wurde aufgelöst, ihr Eigentum konfisziert und ihre Gebäude wurden schließlich abgerissen, wobei Steine und andere Materialien für die Verwendung an anderen Orten weggebracht wurden. Was mich erschütterte, war, dass all dies innerhalb des Christentums selbst geschehen war. Eine Institution, die eine Konfession als heilig hielt, war unter der Autorität einer anderen unterdrückt worden. Die Auflösung war Teil der größeren Umwälzung der Englischen Reformation, der Jahrzehnte religiösen Konflikts und der Verfolgung zwischen Katholiken und Protestanten folgten. Während ich über diese Geschichte nachdachte, fand ich mich dabei, die tragische Realität des religiösen Extremismus zu durchdenken, der die menschliche Geschichte über Kulturen und Zivilisationen hinweg entweiht hat. Religiöse Überzeugungen, wenn sie mit politischer Macht und intoleranter Selbstgerechtigkeit kombiniert werden, haben Menschen manchmal nicht nur dazu bewegt, die Überzeugungen anderer abzulehnen, sondern ihre heiligen Stätten zu entweihen, ihre religiösen Institutionen zu verwüsten, ihre Anhänger zu verfolgen und sogar diejenigen zu töten, die sich weigern, ihren Glauben aufzugeben. Natürlich war ich zuvor auf Beweise für religiös motivierte Zerstörung gestoßen. In Indien habe ich Orte besucht, an denen Tempel verwüstet oder zerstört wurden. Aber wenn der entweihte Ort meiner eigenen Tradition angehört, ruft er natürlich starke Emotionen hervor, insbesondere gegenüber denen, die für die Zerstörung verantwortlich sind. Hier, da ich nicht in ähnlicher Weise emotional beteiligt war, konnte ich das größere Problem mit größerer Gelassenheit und Unterscheidungsvermögen durchdenken. Dennoch fühlte ich eine gewisse Verbundenheit mit den Mönchen, die dort gelebt hatten. Auch ich bin ein Mönch, wenn auch aus einer Tradition mit wesentlich unterschiedlichen theologischen Konzepten und rituellen Praktiken. Während dieser Reflexion kam mir eine Erinnerung aus meinen Teenagerjahren zurück. Lange, bevor ich mit Bhakti bekannt gemacht wurde, war ich zutiefst erschüttert, als die Babri-Moschee 1992 abgerissen wurde. Ich erinnere mich, dass ich einem engen Freund, mit dem ich viele Diskussionen führte, sagte: „Das ist so furchtbar, dass es Indien sogar auseinanderbrechen könnte." Zum Glück wurden meine schlimmsten Befürchtungen nicht wahr. Zu jener Zeit war mein Verständnis des historischen Hintergrunds begrenzt. Jahre später, als der Ayodhya-Streit vom Obersten Gerichtshof Indiens geprüft wurde, untersuchte ich die Beweise genauer. Ich erkannte, dass die Behauptung eines früheren Tempels an dieser Stätte nicht bloß eine Frage des religiösen Glaubens war. Substanzielle archäologische Beweise wiesen auf eine frühere hinduistische religiöse Struktur unter der Moschee hin. Später, als ich mit der Bhakti-Tradition bekannt gemacht wurde und auf einer Yatra mit Gläubigen nach Ayodhya reiste, gewann ich ein größeres Bewusstsein für die immense und intensive Emotionen, die dieser heilige Ort bei Millionen von Hindus hervorruft. Der säkulare Teil von mir, der sich schon in meinen Teenagerjahren tief um die Folgen des religiösen Konflikts gesorgt hatte, war nicht verschwunden, als ich die Bhakti annahm. Er war noch immer in mir vorhanden. Neben ihm war nun ein religiöser Teil von mir, der sich der Bhagavad Gita verpflichtet fühlte und von einem breiteren Verständnis der Religionsgeschichte geprägt war. Beide hatten etwas zu sagen zu dem, was ich in Leicester Abbey durchdachte. Ein Gespräch zwischen zwei Teilen von mir Wenn ich Fragen begegne, auf die ich keine fertige oder zufriedenstellende Antwort habe, lasse ich manchmal verschiedene Teile von mir das Thema besprechen und debattieren. Ich lasse sie einander befragen und herausfordern, bis sie zu einem einvernehmlichen Verständnis gelangen, oder zumindest bis ich das Thema hinreichend verstehen kann, um den unruhigen Teil in mir zu beruhigen. Manchmal findet dieser intellektuelle Hin-und-Her-Vorgang entirely in meinem Kopf statt. Zu anderen Zeiten arbeite ich ihn in meinem Tagebuch durch. Ich sehe dies als eine Art, die Anweisung der Bhagavad Gita in 6.5 anzuwenden, in der Krishna uns auffordert, uns durch uns selbst zu erheben, anstatt uns durch uns selbst zu erniedrigen. Indem ich verschiedene Teile von mir in Interaktion bringe, hoffe ich, mir zu helfen, als Ganzes zu wachsen. In diesem besonderen Gespräch nenne ich die beiden Teile von mir das säkulare Ich und das religiöse Ich. Mit dem säkularen Ich meine ich den Teil von mir, der sich um die Realitäten dieser Welt kümmert, einschließlich der Auswirkungen, die religiöse Überzeugungen und Praktiken auf das menschliche Leben haben. Er ist nicht notwendigerweise anti-religiös oder anti-spirituell. Mit dem religiösen Ich meine ich den Teil von mir, der sich den Überzeugungen und Praktiken meiner spirituellen Tradition verpflichtet fühlt, insbesondere den Lehren der Bhagavad Gita, und danach strebt, das Leben in ihrem Lichte zu verstehen. Was folgt, ist eine leicht bearbeitete Version des Dialogs, der sich in meinem Tagebuch entfaltet hat. Säkulares Ich: Hier ist erneut eine Erinnerung daran, wie viel Zerstörung und Leid der religiöse Extremismus in diese Welt gebracht hat. Du magst sagen, dass Extremismus das Problem ist, nicht die Religion. Aber wenn es keine Religion gäbe, gäbe es auch keinen religiösen Extremismus. Die Welt wäre dieser Art von Zerstörung und Leid erspart geblieben. Religiöses Ich: Das ist nicht unbedingt wahr. Wenn es die Religion nie gegeben hätte, hätten diese großartigen architektonischen Bauwerke vielleicht auch nie existiert. Ja, die Religion hat Menschen zu furchtbaren Dingen verleitet, aber sie hat Menschen auch zu wunderbaren Dingen inspiriert. Darüber hinaus ist die Religion nicht die einzige Quelle destruktiven Extremismus. Betrachte die Französische Revolution. Die Kathedrale Notre-Dame wurde während der revolutionären Periode in einen Tempel der Vernunft verwandelt. Dort wurde eine Bewegung, die die etablierte Religion ablehnte, gegenüber der Religion aggressiv. Säkulares Ich: Aber diese Aggression war teilweise eine Reaktion auf die Ausbeutung und Ungleichheit, die vom religiösen Establishment aufrechterhalten wurden. Religiöse Autoritäten hatten geholfen, eine soziale Ordnung zu legitimieren, in der die Reichen außergewöhnliche Privilegen genossen, während die Armen litten. Eine solche Ungleichheit konnte gerechtfertigt werden, indem behauptet wurde, die Umstände der Menschen spiegelten Gottes Anordnung wider. Religiöses Ich: Das ist eine berechtigte Kritik am religiösen Establishment. Aber beachte, was danach geschah. Die Gewalt blieb nicht auf diejenigen beschränkt, die mit der alten religiösen Ordnung verbunden waren. Verschiedene Fraktionen unter den Revolutionären, einschließlich gemäßigter Kräfte und Jakobiner, begannen, untereinander zu kämpfen. Die religiöse Identität war nicht länger die zentrale Frage. Menschen wurden verfolgt, weil sie als Feinde der Revolution galten. Wir sehen etwas Ähnliches in der Geschichte des Kommunismus. Zunächst wurden religiöse Institutionen und Gläubige zum Ziel. Doch anschließend konnte jeder, der als Bedrohung für die herrschende Ideologie wahrgenommen wurde, verfolgt oder beseitigt werden. Die daraus resultierende Todesbilanz unter verschiedenen kommunistischen Regimen war verheerend und belief sich auf Millionen. Wenn wir die Zerstörung vergleichen, die mit religiösen und nichtreligiösen Ideologien verbunden ist, können wir dann wirklich sagen, dass die Religion einzigartig für Extremismus verantwortlich ist? Säkulares Ich: Das ist kein fairer Vergleich. Was du beschreibst, ist nicht unbedingt säkularer Extremismus. Ein großer Teil davon war Totalitarismus. Das grundlegende Problem war die Konzentration von Macht und die Unterdrückung von Dissens. Religiöses Ich: Ja, das ist eine berechtigte Unterscheidung. Aber Totalitarismus entsteht nicht im ideologischen Vakuum. Er wird oft durch Indoktrination befeuert, die Menschen davon überzeugt, dass ihre Ideologie unbestreitbar recht hat und dass diejenigen, die ihr widersprechen, unterdrückt werden müssen. Säkulares Ich: Aber ist Indoktrination nicht primär ein religiöses Phänomen? Religiöses Ich: Nicht unbedingt. Säkulare Ideologien können Menschen ebenfalls indoktrinieren. Unabhängig von ihrer Quelle kann Indoktrination ein Gefühl absoluter Rechthaberei – oder vielmehr Selbstgerechtigkeit – fördern, das Menschen dazu bringt, sich berechtigt zu fühlen, ihre Überzeugungen und Praktiken anderen aufzuzwingen. Säkulares Ich: Okay, also sagst du, dass Extremismus aus einer totalitären Weltanschauung entstehen kann, die ihrerseits durch ideologische Indoktrination befeuert werden kann. Aber bringt uns das Verständnis davon näher an eine Strategie, um mit Extremismus umzugehen? Religiöses Ich: Genau hier kann die Beschreibung des Wissens in der Guna der Unwissenheit in der Bhagavad Gita hilfreich sein. In 18.22 beschreibt Krishna eine Art von Wissen, die einen Fragment der Realität für das Ganze hält. Anstatt die Realität in ihrer Fülle und Komplexität anzuerkennen, klammert sie sich an eine begrenzte Vorstellung, als ob diese Vorstellung alles erklären würde. Das ist es, was ideologische Indoktrination oft tut. Anstatt unsere Ideen zu erweitern, um die Welt zu verstehen, reduzieren wir die Welt, damit sie in unsere Ideen passt. Säkulares Ich: Also, anstatt die Welt zu verkleinern, damit sie in unsere Weltanschauung passt, müssen wir unsere Weltanschauung erweitern, um die Welt aufzunehmen. Und das würde gleichermaßen für religiöse und säkulare Ideologien gelten. Religiöses Ich: Genau. Keine Ideologie, ob religiös oder säkular, sollte uns so sicher in unserem Verständnis machen, dass wir nicht mehr bereit sind, Realitäten anzuerkennen, die nicht in dieses Verständnis passen. Ich finde in der Gita einen Aufruf zur Demut. Gott ist komplexer als unsere Vorstellung von Gott, und Gottes Welt ist komplexer als unsere Vorstellung von dieser Welt. Nachdem Arjuna Krishnas Herrlichkeiten gehört hatte, erkennt er in 10.15 an, dass allein Krishna sich selbst vollständig kennt. Säkulares Ich: Das klingt bewundernswert. Aber wurde eine solche Demut tatsächlich in religiösen Traditionen demonstriert? Religiöses Ich: Nicht immer. Dennoch denke ich, dass wir eine Idee in der Fülle sowohl ihrer konzeptionellen Breite als auch ihrer Anwendung bewerten müssen. Konzeptionell bietet die Gita eine Weltanschauung, die Dienst und Selbstlosigkeit inspirieren, das menschliche Bewusstsein erheben und dazu beitragen kann, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, während sie uns zu einer besseren Existenz jenseits dieser Welt führt. Und die Weltanschauung der Gita selbst erkennt an, dass jede Idee falsch angegangen oder angewendet werden kann. Ihr Rahmen der drei Gunas – Sattva, Rajas und Tamas – erklärt, wie unser Bewusstsein unser Verständnis und unser Verhalten beeinflusst. Jemand, der überwiegend von Tamas, der Guna der Unwissenheit, beherrscht wird, kann selbst eine gute Lehre missverstehen oder missbrauchen. Mein säkulares Ich: Aber indem du solche Kategorien einfühst, erklärst du das Problem oder erklärst du das Problem weg? Mein religiöses Ich: Beides ist möglich, je nachdem, wie die Kategorien verwendet werden. Aber ich glaube, dass die Gita einen Rahmen bietet, um ein universelles menschliches Problem zu erklären, ohne konfessionelle Ausnahmen zu machen. Derselbe Rahmen gilt auch für die eigenen Anhänger der Gita. Sie besagt nicht, dass jeder, der behauptet, der Gita zu folgen, automatisch vom Extremismus befreit ist. Sie gibt uns eine Linse, durch die jeder, einschließlich derer, die ihre Zugehörigkeit zur Gita bekennen, kritisch bewertet werden kann. Mein säkulares Ich: Aber so denken nicht viele Anhänger der Gita tatsächlich. Sie machen Muslime oder Anhänger anderer Religionen für Extremismus verantwortlich, während sie behaupten, ihre eigene Tradition sei nie extremistisch gewesen. Solche Behauptungen können durch historische Belege widerlegt werden. Mein religiöses Ich: Ja, aber selbst wenn solche Menschen lautstark sind, vertreten sie dann notwendigerweise die Lehren der Gita? Die Gita verwendet nicht die modernen religiösen Kategorien von Hindus, Muslimen oder Christen. Sie analysiert die menschliche Natur und das menschliche Verhalten durch den nicht-konfessionellen Rahmen der drei Gunas. Und sie bietet einen Pfad, durch den Menschen von den niederen Modi hin zu Sattva, dem Modus der Güte, aufsteigen können, und dadurch größeren Harmonie und Glück in der Gesellschaft fördern. Mein säkulares Ich: Aber wie genau hilft uns die Weltanschauung der Gita, Extremismus heute anzugehen? Mein religiöses Ich: Ich denke, sie kann auf drei verschiedene Arten helfen. Über Etiketten hinaussehen Erstens kann sie uns helfen, die bequeme, aber vereinfachende Praxis zu vermeiden, ganze Gruppen als böse oder dämonisch zu etikettieren. Das Potenzial für dämonisches Verhalten existiert in jedem menschlichen Herzen. Es ist nicht die Spezialität, geschweige denn das Monopol, einer bestimmten Gemeinschaft. Die drei Gunas existieren in jeder Gruppe, religiös oder säkular. Was zählt, ist, welche Tendenzen gefördert und befähigt werden. Obwohl alle drei Gunas in jedem Menschen vorhanden sind, handeln Menschen oft überwiegend unter dem Einfluss einer Guna. Der Rahmen der Gita legt nahe, dass wir Sattva stärken, Rajas mit Sattva harmonisieren und Tamas regulieren sollten. Menschen, die von Sattva beeinflusst sind, neigen zu Weitblick, Klarheit und einem tieferen Verständnis der Wirklichkeit. Diejenigen, die von Rajas beeinflusst sind, haben Energie, Ambition und die Fähigkeit zu handeln. Diese Kraft kann zum Schutz und zur Dientleistung verwendet werden oder zum Angriff und zur Ausbeutung. Menschen, die von Tamas beherrscht werden, können Macht destruktiv einsetzen und nach Herrschaft streben, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen. Wenn diejenigen in Sattva diejenigen in Rajas leiten können, kann die resultierende Kombination aus Weisheit und Macht destruktive Tendenzen in der Gesellschaft zurückhalten. Und diejenigen, die eine solche Macht ausüben, müssen auch wachsam gegenüber dem Tamas in sich selbst bleiben. Traditionell stellte die ideale Zusammenarbeit zwischen Brahmanen und Kshatriyas etwas von dieser Beziehung zwischen Weisheit und Macht dar. Betrachte nun eine Gemeinschaft, in der extremistische Stimmen dominant geworden sind. Vielleicht sind diejenigen, die von Tamas beherrscht werden, zahlreicher, oder vielleicht haben sie einen überproportionalen Einfluss erlangt. Die Lösung kann nicht einfach darin bestehen, die gesamte Gemeinschaft zu zerstören. Das wäre sowohl unmenschlich als auch in den meisten Umständen unpraktisch. Ein konstruktiverer Ansatz besteht darin, die Menschen innerhalb dieser Gemeinschaft zu stärken, die von Sattva beeinflusst sind, und diejenigen mit der Energie und dem Einfluss von Rajas zu helfen, von Sattva statt von Tamas geleitet zu werden. Mein säkulares Ich: Das klingt sehr theoretisch. Fast alles kann in der Theorie gut klingen. Aber ist es wirklich in der realen Welt anwendbar? Mein religiöses Ich: Lass mich etwas aus einer interreligiösen Konferenz teilen, an der ich in Washington, D.C. teilnahm. Nach der Konferenz sprach ich mit einem muslimischen Teilnehmer. Wir hatten während der Veranstaltung verschiedene sensible Themen besprochen. Er machte eine bemerkenswerte Beobachtung: „Es ist für mich leichter, mit gemäßigten Vertretern anderer Traditionen zu sprechen als mit Extremisten meiner eigenen Tradition." Seine Beobachtung weist auf etwas Wichtiges hin. Wenn wir die maßvollen, aufgeschlossenen Menschen innerhalb einer Gemeinschaft erkennen und wertschätzen, erhöhen wir die Möglichkeit, dass sie Einfluss gewinnen. Doch wenn wir eine gesamte Gemeinschaft mit ihren extremsten Vertretern gleichsetzen, riskieren wir, genau jene Menschen zu marginalisieren und zum Schweigen zu bringen, die bei ihrer Reform helfen könnten. Natürlich kann Reform nicht ausschließlich von außen kommen. Menschen innerhalb der Tradition, die größere Klarheit und Integrität besitzen, brauchen den Mut zu sprechen und zu handeln, und andere müssen sie unterstützen. Mein säkulares Ich: Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie realistisch das ist. Mein religiöses Ich: Es ist sicherlich nicht leicht. Aber bedenke die Alternativen. An einem Extrem kann politische Korrektheit dazu führen, dass wir Extremismus als das Werk einer winzigen Randgruppe abtun, selbst wenn extremistische Haltungen considerably weitverbreiteter geworden sind. Am anderen Extrem können wir jedes Mitglied einer Gemeinschaft mit ihren Extremisten gleichsetzen. Keiner der beiden Ansätze ist angemessen. Das Triguna-Rahmenwerk bietet eine differenziertere und potenziell handlungsorientiertere Vision. Inwieweit es umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Aber es gibt uns eine Möglichkeit, jenseits dieser beiden Extreme zu denken. Wenn Glaube zu Fanatismus wird Mein säkulares Ich: Gut. Was ist der zweite Weg, auf dem die Gita helfen kann? Mein religiöses Ich: Sie kann Einzelpersonen helfen, zu erkennen, dass geistiger Fortschritt die progressive Erhebung des Bewusstseins umfasst. Das Hinsteigen zu Sattva und letztlich über Sattva hinaus zum Göttlichen ist Teil dieses Fortschritts. Wenn Menschen geistiges Wachstum auf diese Weise verstehen, können sie weniger fixiert auf ihre besonderen Überzeugungen und Praktiken werden, bis hin zum Verlust ihrer Klarheit und Menschlichkeit. Doch wenn der Weg eines Menschen zu Gott fast ausschließlich mit der strikten Einhaltung der von einer Religion vorgeschriebenen Überzeugungen und Praktiken gleichgesetzt wird, wird Fanatismus wahrscheinlicher. Je strenger und kompromissloser die Einhaltung, desto stärker kann der Glaube erscheinen. Und das schafft eine er
Wortlaut im Original
“Can Religion Help Us Overcome Religious Extremism?” During my visit to Leicester, I went for a walk in Abbey Park, a large park with beautiful greenery, trees, and the River Soar flowing through it. As I walked, watching the birds and chanting my mantras, I felt peaceful, even serene. Within the park were the ruins of Leicester Abbey, once one of the largest and wealthiest Augustinian monasteries in England. As I entered the abbey grounds, my mood gradually changed from serene to somber. What remained of the once-magnificent abbey was largely a series of low stone walls, outlining where its buildings had once stood. Nearby, an illustration showed what the abbey had looked like in its glory. The contrast was striking: what had once been so majestic was now almost entirely absent. The abbey church alone had stretched over a hundred meters. I contemplated how much effort it must have taken to build such an enormous structure nearly a thousand years ago, without modern construction machinery. And then I wondered how much effort it must have taken to dismantle it, without the explosives and demolition equipment available today. The sheer scale of both the construction and the destruction unsettled me. A chill seemed to pass through me—not because the temperature had suddenly dropped, but because my mind was contemplating the cold, harsh reality of humanity’s inhumanity. A devotee accompanying me had shared something about the abbey’s history. Our conversation, along with a quick online search afterward, refreshed my memory of what I had earlier read about European history. The abbey had been founded in the twelfth century and had flourished for nearly four hundred years. Then, during the reign of Henry VIII, England broke with the authority of the Catholic pope. In 1538, the abbey was dissolved as part of the Dissolution of the Monasteries. Its religious community was disbanded, its property confiscated, and its buildings were eventually dismantled, with stones and other materials taken away for use elsewhere. What struck me was that all this had happened within Christianity itself. An institution that one denomination held sacred had been suppressed under the authority of another. The dissolution was part of the larger upheaval of the English Reformation, which was followed by decades of religious conflict and persecution between Catholics and Protestants. As I pondered this history, I found myself contemplating the tragic reality of religious extremism that has marred human history across cultures and civilizations. Religious convictions, when combined with political power and intolerant self-righteousness, have sometimes motivated people not merely to reject the beliefs of others, but to desecrate their sacred places, devastate their religious institutions, persecute their followers, and even kill those who refuse to renounce their faith. Of course, I had encountered evidence of religiously motivated destruction before. In India, I have visited places where temples were vandalized or destroyed. But when the desecrated place belongs to my own tradition, it naturally evokes strong emotions, especially toward those responsible for the destruction. Here, because I was not similarly emotionally invested, I could contemplate the larger problem with greater dispassion and discernment. Still, I felt a certain kinship with the monks who had lived there. I too am a monk, although from a tradition with substantially different theological conceptions and ritual practices. During this reflection, a memory from my teenage years came back to me. Long before I was introduced to bhakti, when the Babri Masjid was demolished in 1992, I was deeply disturbed. I remember telling a close friend with whom I used to have many discussions, “This is so terrible that it may even break India apart.” Fortunately, my worst fears were not realized. At that time, my understanding of the historical background was limited. Years later, when the Ayodhya dispute was being examined by the Supreme Court of India, I looked into the evidence more carefully. I came to recognize that the claim of an earlier temple at that site was not merely a matter of religious belief. Substantial archaeological evidence pointed to an earlier Hindu religious structure beneath the mosque. Later, as I was introduced to the bhakti tradition and traveled to Ayodhya on a yatra with devotees, I gained a greater sense of the immense and intense emotions that this sacred place evokes for millions of Hindus. The secular part of myself, which had been deeply concerned about the consequences of religious conflict even in my teenage years, had not disappeared when I embraced bhakti. It was still present within me. Alongside it was now a religious part of myself, committed to the Bhagavad Gita and informed by a broader understanding of religious history. Both had something to say about what I was contemplating at Leicester Abbey. A Conversation Between Two Parts of Myself When I face questions for which I have no ready or satisfactory answers, I sometimes allow different parts of myself to discuss and debate the issue. I let them question and challenge one another until they arrive at a mutually acceptable understanding, or at least until I can understand the issue sufficiently to calm the unsettled part within me. Sometimes this intellectual back-and-forth takes place entirely in my head. At other times, I work through it in my journal. I see this as one way of applying the Bhagavad Gita’s instruction in 6.5, where Krishna urges us to elevate ourselves through ourselves rather than degrade ourselves through ourselves. By bringing different parts of myself into interaction, I hope to help myself grow as a whole. In this particular conversation, I call the two parts of myself the secular me and the religious me. By the secular me, I mean the part of myself concerned with the realities of this world, including the effects that religious beliefs and practices have on human life. It is not necessarily anti-religious or anti-spiritual. By the religious me, I mean the part of myself committed to the beliefs and practices of my spiritual tradition, especially the teachings of the Bhagavad Gita, and seeking to understand life in their light. What follows is a lightly edited version of the dialogue that unfolded in my journal. Secular me: Here is yet another reminder of how much destruction and pain religious extremism has brought into this world. You may say that extremism is the problem, not religion. But if religion did not exist, religious extremism would not exist either. The world would be spared this kind of destruction and pain. Religious me: That’s not necessarily true. If religion had never existed, these magnificent architectural edifices might never have existed either. Yes, religion has led people to do terrible things, but it has also inspired people to do wonderful things. Moreover, religion is not the only source of destructive extremism. Consider the French Revolution. Notre-Dame Cathedral was turned into a Temple of Reason during the revolutionary period. There, a movement that rejected established religion became aggressive toward religion. Secular me: But that aggression was partly a reaction to the exploitation and inequality perpetuated by the religious establishment. Religious authorities had helped legitimize a social order in which the wealthy enjoyed extraordinary privileges while the poor suffered. Such inequality could be justified by claiming that people’s circumstances reflected God’s arrangement. Religious me: That’s a valid criticism of the religious establishment. But notice what happened afterward. The violence did not remain confined to those associated with the old religious order. Different factions among the revolutionaries, including moderates and Jacobins, began fighting among themselves. Religious identity was no longer the central issue. People were persecuted because they were considered enemies of the revolution. We see something similar in the history of communism. Initially, religious institutions and believers were targeted. But subsequently, anyone perceived as a threat to the ruling ideology could be persecuted or eliminated. The resulting death toll under various communist regimes was catastrophic, running into the millions. If we compare the destruction associated with religious and nonreligious ideologies, can we really say that religion is uniquely responsible for extremism? Secular me: That’s not a fair comparison. What you’re describing is not necessarily secular extremism. Much of it was totalitarianism. The fundamental problem was the concentration of power and the suppression of dissent. Religious me: Yes, that’s a fair distinction. But totalitarianism doesn’t arise in an ideological vacuum. It is often fueled by indoctrination that convinces people that their ideology is unquestionably right and that those who oppose it must be suppressed. Secular me: But isn’t indoctrination primarily a religious phenomenon? Religious me: Not necessarily. Secular ideologies can also indoctrinate people. Whatever its source, indoctrination can foster a sense of absolute righteousness—or rather, self-righteousness—that makes people feel justified in imposing their beliefs and practices on others. Secular me: Okay, so you’re saying that extremism can arise from a totalitarian worldview, which in turn can be fueled by ideological indoctrination. But does understanding that bring us any closer to a strategy for dealing with extremism? Religious me: That’s where the Bhagavad Gita’s description of knowledge in the mode of ignorance can be helpful. In 18.22, Krishna describes a kind of knowledge that takes one fragment of reality to be the whole. Instead of recognizing reality in its fullness and complexity, it clings to one limited conception as though that conception explains everything. That’s what ideological indoctrination often does. Instead of expanding our ideas to understand the world, we reduce the world to fit into our ideas. Secular me: So, instead of shrinking the world to fit our worldview, we need to expand our worldview to accommodate the world. And that would apply to religious and secular ideologies alike. Religious me: Exactly. No ideology, religious or secular, should make us so certain of our understanding that we become unwilling to recognize realities that don’t fit into it. I find in the Gita a call to humility. God is more complex than our conception of God, and God’s world is more complex than our conception of that world. After hearing Krishna describe His glories, Arjuna acknowledges in 10.15 that Krishna alone fully knows Himself. Secular me: That sounds admirable. But has such humility actually been demonstrated in religious traditions? Religious me: Not always. Still, I think we need to evaluate an idea in the fullness of both its conceptual breadth and its application. Conceptually, the Gita offers a worldview that can inspire service and selflessness, elevate human consciousness, and help make this world a better place while directing us toward a better existence beyond this world. And the Gita’s worldview itself recognizes that any idea can be approached or applied wrongly. Its framework of the three gunas—sattva, rajas, and tamas—explains how our consciousness influences our understanding and behavior. Someone governed predominantly by tamas, the mode of ignorance, can misunderstand or misuse even a good teaching. Secular me: But by introducing such categories, are you explaining the problem or explaining away the problem? Religious me: Both are possible, depending on how the categories are used. But I believe the Gita provides a framework for explaining a universal human problem without making sectarian exceptions. The same framework applies to the Gita’s own followers. It doesn’t say that anyone who claims to follow the Gita is automatically free from extremism. It gives us a lens through which everyone, including those who profess allegiance to the Gita, can be critically evaluated. Secular me: But that’s not how many followers of the Gita actually think. They blame Muslims or followers of other religions for extremism while claiming that their own tradition has never been extremist. Such claims can be challenged by historical evidence. Religious me: Yes, but even if such people are vocal, are they necessarily representing the Gita’s teachings? The Gita doesn’t use the modern religious categories of Hindus, Muslims, or Christians. It analyzes human nature and human behavior through the nonsectarian framework of the three gunas. And it offers a pathway by which human beings can rise from the lower modes toward sattva, the mode of goodness, thereby fostering greater harmony and happiness in society. Secular me: But how exactly does the Gita’s worldview help us address extremism today? Religious me: I think it can help in three distinct ways. Looking Beyond Labels First, it can help us avoid the convenient but simplistic practice of labeling entire groups as evil or demoniac. The potential for demoniac behavior exists in every human heart. It is not the specialty, much less the monopoly, of any particular community. The three gunas exist in every group, religious or secular. What matters is which tendencies are being encouraged and empowered. Although all three gunas are present in everyone, people often operate predominantly under the influence of one guna. The Gita’s framework suggests that we should strengthen sattva, harmonize rajas with sattva, and regulate tamas. People influenced by sattva tend toward broad-mindedness, clarity, and a deeper understanding of reality. Those influenced by rajas have energy, ambition, and the capacity to act. That power can be used to protect and serve, or to attack and exploit. People dominated by tamas may use power destructively, seeking domination without regard for the consequences. When those in sattva can guide those in rajas, the resulting combination of wisdom and power can restrain destructive tendencies in society. And those exercising such power must also remain alert to the tamas within themselves. Traditionally, the ideal cooperation between brahmanas and kshatriyas represented something of this relationship between wisdom and power. Now consider a community in which extremist voices have become dominant. Perhaps those governed by tamas are more numerous, or perhaps they have gained disproportionate influence. The solution cannot simply be to destroy the entire community. That would be both inhumane and, in most circumstances, impractical. A more constructive approach is to strengthen the people within that community who are influenced by sattva, and help those with the energy and influence of rajas become guided by sattva rather than tamas. Secular me: This sounds very theoretical. Almost anything can be made to sound good in theory. But is it really applicable in the real world? Religious me: Let me share something from an interfaith conference I attended in Washington, D.C. After the conference, I was speaking with a Muslim participant. We had discussed various sensitive issues during the event. He made a striking observation: “It’s easier for me to talk with moderates of other traditions than extremists of my own tradition.” His observation points toward something important. When we recognize and appreciate the moderate, broad-minded people within any community, we increase the possibility that they will gain influence. But when we identify an entire community with its most extreme representatives, we risk sidelining and silencing precisely those people who could help reform it. Of course, reform cannot come solely from outside. People within the tradition who have greater clarity and integrity need the courage to speak and act, and others need to support them. Secular me: I’m still not sure how realistic this is. Religious me: It’s certainly not easy. But consider the alternatives. At one extreme, political correctness can lead us to dismiss extremism as the work of a tiny fringe, even when extremist attitudes have become considerably more widespread. At the other extreme, we may equate every member of a community with its extremists. Neither approach is adequate. The triguna framework offers a more differentiated and potentially actionable vision. How extensively it can be implemented remains to be seen. But it gives us a way to think beyond those two extremes. When Faith Becomes Fanaticism Secular me: All right. What’s the second way the Gita can help? Religious me: It can help individuals recognize that spiritual progress involves the progressive elevation of consciousness. Rising toward sattva, and ultimately beyond sattva toward the divine, is part of that progress. If people understand spiritual growth in this way, they may become less fixated on their particular beliefs and practices to the point of losing their clarity and humanity. But when someone’s path to God is identified almost exclusively with strict adherence to the beliefs and practices prescribed by a religion, fanaticism becomes more likely. The stricter and more uncompromising the adherence, the stronger the faith may appear. And that creates a serious danger. Even well-intentioned religious practitioners can gradually become extremist without recognizing what is happening to them. Secular me: I’m glad you’re acknowledging that. There’s a saying attributed to a thinker that good people will do good things and bad people will do bad things, but for good people to do bad things, it takes religion. Religious me: I think that is a convenient explanation from an atheistic perspective, but it identifies the problem too narrowly. I would say that what makes otherwise decent people do terrible things is not necessarily religion. It is indoctrination. Consider communism. People could be indoctrinated into believing that loyalty to the state was so important that informing on their own family members became a glorious proof of ideological commitment—even if those family members were subsequently imprisoned, deported, or executed. That is an example of ideology deadening ordinary human concern. Even environmental activism, which often arises from a legitimate concern for the planet, can sometimes become extreme. Some activists become so convinced of the righteousness of their cause that they justify disrupting ordinary life or targeting monuments and works of art. Secular me: That’s an interesting example. I’ve seen forms of environmental activism in which people appear completely convinced of their own righteousness. I’m uncomfortable with that too. Religious me: Whatever cause we espouse, if our commitment to it becomes a justification for harmful behavior, we need to question the kind of understanding guiding us. That brings us back to Bhagavad Gita 18.22. When one fragment of reality becomes so all-important that everything else is disregarded, we are moving toward the mentality Krishna describes as knowledge in ignorance. Secular me: But couldn’t that happen even while following bhakti spirituality as taught in the Bhagavad Gita? Religious me: Yes, it could. But perhaps the Gita itself gives us a way to recognize and correct that danger. Consider Bhagavad Gita 12.13–20, where Krishna describes the qualities that make a devotee dear to Him. What is striking about these verses is that they don’t focus on rigid adherence to rituals or strict conformity with religious beliefs. They focus on character and behavior. Krishna speaks of a devotee who is non-envious, who is a well-wisher of everyone, who is forgiving, who remains equipoised, and who neither disturbs others nor becomes disturbed by them. These are qualities of a well-integrated human being who can contribute positively to society. Secular me: That’s