Klimabewegung · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Gaza: voices of resistance against genocide, occupation and colonisation
ohne Namen ·
Greenpeace International ·
2026-10-15
· Amsterdam
· Quelle
Gerechtigkeit · Hauptbotschaft
Fürsorge · tragend
Wahrhaftigkeit · tragend
Der im Oktober 2025 angekündigte Waffenstillstand in Gaza ist kein echter Frieden, da die israelische Regierung weiterhin Palästinenser tötet, verdrängt und die Besatzung aufrechterhält, was Teil eines langjährigen Systems des Siedlerkolonialismus ist.
Ein Waffenstillstand, der seinen Namen verdient, würde ein Ende der Tötungen und Verletzungen bedeuten. Er würde Zugang zu Nahrung, Wasser, Medikamenten, Kraftstoff, Unterkunft und funktionierenden Krankenhäusern bedeuten.
Der Text beschreibt die Lage in Gaza knapp ein Jahr nach der Ankündigung eines Waffenstillstands im Oktober 2025 und behauptet, dass die israelische Regierung weiterhin Palästinenser tötet, verdrängt und die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern einschränkt. Er zitiert Zahlen zu getöteten Palästinensern, Kindern und Frauen sowie zu zerstörten Schulen und verweist auf UN-Berichte und das Gesundheitsministerium Gazas. Der Text ordnet die Ereignisse in einen historischen Kontext ein, der mit der Nakba von 1948, der Besatzung ab 1967 und der Blockade Gazas ab 2007 beginnt. Er verurteilt die Hamas-Angriffe vom 7. Oktober 2023 als schwere Verbrechen, betont aber, dass die Zerstörung Gazas Teil eines Systems des Siedlerkolonialismus sei. Der Text benennt die Vereinigten Staaten und andere Regierungen als Unterstützer Israels und wirft ihnen Mittäterschaft vor. Er würdigt den palästinensischen Widerstand in Form von Sumud, also aktiver Standhaftigkeit, und dokumentiert die Arbeit von Journalisten und humanitären Helfern. Die zentrale Forderung lautet, dass ein echter Waffenstillstand Sicherheit, humanitären Zugang und Rechenschaftspflicht bedeuten müsse.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse; Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen
- Wo sitzt das Übel?
-
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
-
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
-
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Straflosigkeit und Mittäterschaft beenden (gesellschaftlich)
- die volle Achtung der Menschenrechte und die Durchsetzung des Völkerrechts einfordern (gesellschaftlich)
- Regierungen zum Handeln auffordern (gesellschaftlich)
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 3 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 2 von 3, benannt: israelische Regierung, israelische Streitkräfte, unterstützende westliche Regierungen
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Knapp ein Jahr nach der Ankündigung eines Waffenstillstands im Oktober 2025 tötet und verdrängt die israelische Regierung weiterhin Palästinenser in Gaza, beschränkt die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern – von Rollstühlen für Kinderamputierte bis zu Baumaterial für Häuser – und verweigert den Menschen die Bedingungen, die sie zum Wiederaufbau ihres Lebens und zur Erholung von den Folgen erzwungener Hungersnöte benötigen. Ein Waffenstillstand sollte das Leben schützen. Wenn Zivilisten, einschließlich Kinder, weiterhin getötet werden, Hilfskräfte in Gefahr bleiben und Familien nicht sicher nach Hause zurückkehren können, wie können wir das einen Waffenstillstand nennen?
Die zentrale Geschichte ist nicht nur das Ausmaß der Zerstörung. Es ist auch der Mut der Menschen, die sich dem Völkermord, der Besatzung, der Kolonisierung und der politischen Gleichgültigkeit widersetzt haben. Palästinenser in Gaza, im Westjordanland und in der Diaspora haben weiterhin organisiert, dokumentiert, einander gepflegt, Nahrung angebaut, die Wahrheit berichtet und Gerechtigkeit verfolgt, während sie die volle Achtung ihrer Menschenrechte und die Durchsetzung des Völkerrechts einfordern.
Ihnen haben sich Hafenarbeiter, Journalisten, UN-Experten, humanitäre Helfer, Künstler, Filmemacher, Studierende und Millionen von Menschen weltweit angeschlossen, die es ablehnen, dass die Verletzungen in Palästina ignoriert werden, und die von den Regierungen fordern, zu handeln, um Straflosigkeit und Mittäterschaft zu beenden.
Ein Waffenstillstand muss Sicherheit bedeuten
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Der im Oktober 2025 angekündigte Waffenstillstand hätte einen Weg zu Sicherheit, humanitärem Zugang, Erholung und Rechenschaftspflicht eröffnen sollen. Stattdessen hat er aufgezeigt, wie leicht Regierungen eine Situation als „Frieden" bezeichnen können, während Palästinenser unter der israelischen Besatzung bleiben, militärischen Angriffen, Hunger, Vertreibung und der Zerstörung des zivilen Lebens ausgesetzt sind.
Seit Oktober 2023 wurden Berichten zufolge mehr als 73.000 Palästinenser in Gaza getötet, mehr als 1.100 Palästinenser im besetzten Westjordanland und mehr als 1.670 Israelis und ausländische Staatsangehörige, die meisten von ihnen am 7. Oktober und in dessen unmittelbarer Folge. Knapp ein Jahr nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands in Gaza führen israelische Streitkräfte weiterhin Angriffe auf das Gebiet durch und töten und verletzen täglich Menschen in Gaza.
Laut Zahlen des Gesundheitsministeriums Gazas, die vom Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten zitiert werden, wurden zwischen der Ankündigung des Waffenstillstands am 10. Oktober 2025 und dem 16. September 2026 1.381 Palästinenser getötet und 4.757 verletzt. Die Gesamtzahl umfasst Menschen, die bei Angriffen getötet wurden, solche, die an ihren Verletzungen starben, und Leichen, die unter zerstörten Gebäuden geborgen wurden. Sie ist wahrscheinlich unvollständig, da Menschen weiterhin vermisst werden, viele Leichen noch unter Trümmern liegen, der Zugang zu betroffenen Gebieten eingeschränkt ist und das Gesundheitssystem Gazas verwüstet wurde.
Für Kinder war der Waffenstillstand das, was UNICEF eine „grausame und tödliche Illusion" nannte. Im August 2026 berichtete die Agentur, dass mindestens 300 Kinder in rund 300 Tagen nach dem Waffenstillstandsabkommen getötet worden seien. Das bedeutet im Durchschnitt ein getötetes Kind pro Tag während einer Periode, die Sicherheit hätte bringen sollen. 95 % der Schulen in Gaza wurden beschädigt oder zerstört. Die israelischen Verteidigungskräfte sind für einen Angriff auf die Kindheit, die Bildung und die Möglichkeit einer Zukunft für Palästinenser verantwortlich.
Februar 2025: Kinder unter beschädigten Häusern und Trümmern in Gaza. Foto: Mohammed Ibrahim / Unsplash. © Mohammed Ibrahim / Unsplash
UN-Berichte haben auch die fortgesetzte Tötung palästinensischer Frauen und Mädchen dokumentiert. Zwischen dem Beginn des Waffenstillstands und dem 28. Juli 2026 wurden 246 palästinensische Frauen und Mädchen durch israelische Luftangriffe und militärische Bodenoperationen getötet.
Ein Waffenstillstand, der seinen Namen verdient, würde ein Ende der Tötungen und Verletzungen bedeuten. Er würde Zugang zu Nahrung, Wasser, Medikamenten, Kraftstoff, Unterkunft und funktionierenden Krankenhäusern bedeuten. Er würde bedeuten, dass Kinder sicher zur Schule zurückkehren, Bauern zu ihrem Land zurückkehren, Fischergemeinden das Meer erreichen, Journalisten ohne Angst arbeiten und Familien Häuser wiederaufbauen statt Verwandte zu begraben.
Vor Oktober 2023: die lange Gewalt gegen Palästina
Die von der Hamas geführten Angriffe vom 7. Oktober 2023 waren abscheulich. Die gezielte Tötung von Zivilisten, die Geiselnahme und die Misshandlung der in Haft gehaltenen Personen waren schwere Verbrechen, die eindeutig verurteilt werden müssen. Laut israelischen Quellen, die von der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zitiert wurden, wurden an diesem Tag mehr als 1.200 Menschen getötet, darunter mindestens 809 Zivilisten, und mindestens 252 Menschen wurden entführt und als Geiseln nach Gaza gebracht. Die UN-Kommission stellte fest, dass die Hamas und andere palästinensische bewaffnete Gruppen Geiseln Folter, grausamer Behandlung und anderen unmenschlichen Handlungen aussetzten, und dass mehrere von ihnen in Haft getötet wurden. Alle Geiseln wurden nun zurückgegeben, einschließlich der Überreste derer, die getötet wurden.
Stand September 2026 hielten Israel laut dem OHCHR 9.329 palästinensische Gefangene, von denen etwa ein Drittel unter „administrativem Gewahrsam" stehen, und 1.393 Palästinenser, meist aus Gaza, wurden als „unrechtmäßige Kombattanten" inhaftiert. Die routinemäßige Anwendung eines solchen administrativen Gewahrsams – aus Sicherheitsgründen ohne Anklage oder Gerichtsverfahren – setzt palästinensische Inhaftierte weiterhin einer verlängerten willkürlichen Freiheitsentziehung, Folter und anderer Misshandlung sowie erzwungenem Verschwindenlassen aus. Von Israel unrechtmäßig inhaftierte Palästinenser müssen freigelassen werden, und alle Menschen, denen die Freiheit entzogen wurde, müssen human und in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht behandelt werden.
Jede ehrliche Darstellung von Palästina-Israel muss die Nakba von 1948 umfassen, als mehr als 750.000 Palästinenser zwangsvertrieben wurden. Sie muss die militärische Besatzung umfassen, die 1967 begann, Jahrzehnte der Landnahme, der Siedlungserweiterung, der Militärherrschaft, der Trennung und der 2007 über Gaza verhängten Blockade.
Menschen tragen Habseligkeiten durch eine schwer beschädigte Gegend in Gaza. © Jaber Jehad Badwan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Seit fast zwei Jahrzehnten hat die Blockade Israels die Bewegung von Menschen und Gütern eingeschränkt, die Wirtschaft Gazas geschwächt und den Zugang zu Lebensmitteln, Brennstoff, Baumaterialien, Gesundheitsversorgung, Agrarland und Fischereigewässern begrenzt. Gaza wurde systematisch von einer besatzenden Macht abhängig gemacht, die viele der grundlegenden Bedingungen kontrolliert, die für das Leben nötig sind, während den Palästinensern die Freiheit verwehrt wird, ihre eigene Zukunft zu bestimmen.
Im Juli 2024 kam der Internationale Gerichtshof zu dem Schluss, dass die anhaltende Präsenz Israels im besetzten palästinensischen Gebiet unrechtmäßig ist. Der Gerichtshof stellte auch fest, dass andere Staaten sie nicht als rechtmäßig anerkennen oder Hilfe oder Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der durch diese unrechtmäßige Präsenz geschaffenen Situation leisten dürfen.
Seit 2023 hat die von Benjamin Netanyahu geführte israelische Regierung dieses langjährige System der Dominanz verschärft. Ihre extreme Rechte-Koalition hat Minister umfasst, die sich für Annexion, Siedlungserweiterung, Vertreibung und die Verweigerung der palästinensischen Staatlichkeit eingesetzt haben. Die Zerstörung Gazas kann nicht vom Siedlerkolonialismus getrennt werden, einem System, das in der Landnahme, der Zerschlagung von Gemeinschaften, der Kontrolle von Ressourcen und der Anwendung von Gewalt zur Verfestigung der Dominanz verwurzelt ist. Im besetzten Westjordanland wird dieses System nicht nur durch staatliche Politik und Siedlergewalt durchgesetzt, sondern auch durch dokumentierte Fälle, in denen israelische Soldaten und Sicherheitskräfte Angriffe auf Palästinenser und die erzwungene Vertreibung ihrer Gemeinschaften erleichtert, geschützt oder direkt daran beteiligt waren.
Nichts in diesem Maßstab hätte ohne äußere Unterstützung passieren können. Die Vereinigten Staaten sind Israels wichtigster militärischer und diplomatischer Unterstützer geblieben, während andere Regierungen weiterhin Waffenlieferungen, militärische Zusammenarbeit, Handel und politische Deckung fortgesetzt haben. Regierungen, die Israel mit Waffen ausstatten, die Waffenlogistik erleichtern, Lieferungen versichern, Hersteller finanzieren oder Rechenschaftspflicht behindern, können nicht glaubwürdig behaupten, neutrale Beobachter zu sein.
Palästinenser widerstehen der Auslöschung
Der friedliche palästinensische Widerstand hat viele Formen. Er ist die Arbeit von Menschen, die Leben schützen, Erinnerung bewahren, Zeugnis ablegen und auf Freiheit bestehen, wenn Systeme der Gewalt so gestaltet sind, dass all drei unmöglich gemacht werden.
In Gaza und im gesamten Palästina kann Widerstand bedeuten, eine Gemeinschaftsküche zu betreiben, Wasser zu teilen, Kinder in provisorischen Klassenzimmern zu unterrichten, einem Nachbarn bei der Suche nach Zuflucht zu helfen, einen Angriff zu dokumentieren, sich um Verwundete zu kümmern, ein Familienarchiv zu bewahren, Nahrung in beschädigtem Boden anzubauen oder trotz Gesetzen, die ihre Ernte kriminalisieren oder einschränken, nach einheimischen Pflanzen wie Za'atar und Akkoub zu suchen. Es kann bedeuten, Musik und Tanz am Leben zu halten oder Kinder zusammenzubringen, um im Freien Fußball-Weltmeisterschaftsspiele zu schauen. Dies ist Sumud, oft übersetzt als Standhaftigkeit. Es ist keine passive Ertragung. Es ist die aktive Weigerung, zu verschwinden.
Journalisten in Gaza haben weiter berichtet, während sie selbst Hunger, Vertreibung, Trauer und Gefahr durchlebten. Ihre Arbeit hat ein Protokoll der Ereignisse geliefert, als ein Großteil der internationalen Presse Gaza nicht unabhängig betreten konnte. Die Internationale Journalistenföderation und der Ausschuss zum Schutz der Journalisten haben die verheerenden Opfer unter palästinensischen Journalisten und Medienarbeitern dokumentiert.
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Unter den Getöteten waren Hossam al-Masri, ein Fotograf von Reuters; Mohammed Salama, ein Fotojournalist von Al Jazeera; Mariam Abu Dagga, die für Associated Press und Independent Arabia arbeitete; und Moaz Abu Taha, der mit NBC News zusammenarbeitete. Sie wurden bei einem israelischen Angriff auf das Nasser-Krankenhaus in Khan Younis am 25. August 2025 getötet. Derselbe Angriff tötete auch andere Zivilisten, die im Krankenhaus medizinische Versorgung und Sicherheit suchten.
Zu den weiteren getöteten Journalisten gehören Al-Jazeera-Korrespondent Anas al-Sharif, der palästinensische Journalist und Fernsehmoderator Hossam Shabat, der Rundfunkjournalist Roshdi al-Sarraj und der Reuters-Videograf Issam Abdallah, der bei israelischem Artillerieschuss im südlichen Libanon getötet wurde, während er über die breitere regionale Eskalation berichtete. Jeder Name steht für eine Person, die unter Umständen weiter Zeugnis ablegte, die für jede Medienorganisation und jede Regierung, die behauptet, die Pressefreiheit zu verteidigen, inakzeptabel sein sollten.
Humanitäre Arbeiter, zusammen mit denen, denen sie zu helfen versuchen, wurden ebenfalls zum Ziel. Am 29. Januar 2024 wurde die fünfjährige palästinensische Mädchen Hind Rajab in Gaza-Stadt in einem Auto eingeschlossen, nachdem ihre Familienmitglieder getötet worden waren. Während ihrer Anrufe bei der Palästinensischen Rot Halbmond Gesellschaft flehte Hind um Hilfe, während ein Krankenwagen zur Rettung entsandt wurde. Hind, ihre Verwandten und die zwei Sanitäter, die zu ihrer Rettung geschickt worden waren, wurden später tot aufgefunden. Untersuchungen von Forensic Architecture und anderen Organisationen ergaben Beweise dafür, dass der Krankenwagen nach Erteilung der Genehmigung zur Fahrt getroffen wurde. Am 19. August 2026 gab das israelische Militär zu, dass seine Truppen auf das Auto, das Hind und sechs Verwandte beförderte, geschossen hatten und dass sie auch auf den Krankenwagen geschossen hatten, der zu ihrer Rettung geschickt worden war. Es erklärte, es werde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren einleiten. Hinds Geschichte ist zum Symbol für das Leid geworden, das so vielen palästinensischen Kindern zugefügt wurde. Aber sie darf niemals auf ein Symbol reduziert werden. Hind war ein fünfjähriges Kind mit einer Familie, einer Stimme und einer Zukunft. Sie war ein Kind und hätte leben sollen.
Palästinensische Landwirte und Nahrungsmittelproduzenten widerstehen auch durch ihre Verbindung zum Land. Gazas Obstgärten, Farmen, Gewächshäuser und Bewässerungssysteme wurden durch militärische Aktionen, eingeschränkten Zugang, Verschmutzung und den Zusammenbruch der Wasserinfrastruktur beschädigt. Bis Mai 2025 stellten Satellitenauswertungen, die von der UNEP zitiert wurden, fest, dass 97,1 % von Gazas Baumnutzungen, 82,4 % der Jahreskulturen und 95,1 % der Strauchflächen beschädigt worden waren. Die Zerstörung der Landwirtschaft bedroht nicht nur die Mahlzeiten von heute, sondern auch die Fähigkeit der Gemeinschaften, sich selbst zu ernähren und morgen wieder aufzubauen.
Die Zerstörung von Olivenbäumen ist Teil dieses breiteren Angriffs. Olivenbäume tragen Lebensgrundlagen und Ernährungssysteme, aber sie tragen auch Familiengeschichten, landwirtschaftliches Wissen und Verbindungen zum Land über Generationen hinweg. Ihr Ausreißen oder Zerstören ist nicht einfach ein Umweltschaden. Es untergräbt die palästinensische Nahrungsmittelsouveränität, Kultur und Kontinuität.
Palästinensische Landwirte haben jahrelanges Luftversprühen von Herbiziden entlang der Gaza-Grenze dokumentiert. Die Untersuchung von Forensic Architecture ergab, dass Israel seit mindestens 2014 Luftversprühungen in Gaza durchführte, die Ernten hunderte Meter innerhalb des Gazastreifens beschädigten. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019 zitierte Schätzungen des palästinensischen Landwirtschaftsministeriums, wonach das Versprühen zwischen 2014 und 2018 mehr als 13 Quadratkilometer Ackerland beschädigte. Das Ausmaß und die potenziellen langfristigen Auswirkungen der Umweltschäden haben dazu geführt, dass Forderungen laut wurden, dies als „Ökozid" zu betrachten und als möglichen Kriegsverbrechen zu untersuchen.
Ähnliche Vorwürfe tauchten im Februar 2026 im südlichen Libanon auf. Am 1. Februar teilte Israel der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) mit, dass es eine Luftoperation in der Nähe der Blauen Linie durchführen werde, bei der es sich um eine „ungiftige chemische Substanz" handele, wie es sie beschrieb. Libanesische Behörden sagten anschließend, dass Labortests von Bodenproben aus Gebieten einschließlich Ras Naqoura, Aita al-Shaab und Dhayra Glyphosat in Konzentrationen identifizierten, die weit über normalen landwirtschaftlichen Werten lagen. Die libanesischen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt verurteilten die Operation als Umwelt- und Gesundheitsverbrechen, das Ackerland, Ernährungssicherheit und den Lebensunterhalt der Landwirte bedrohte. Libanesische Behörden und Human Rights Watch haben auch das israelische Militär beschuldigt, Weißphosphor-Munition in Wohngebieten des südlichen Libanon eingesetzt zu haben. Solche Waffen können verheerende Verbrennungen, Lungenschäden, Organversagen und den Tod verursachen, sowie langfristige Schäden an der Umwelt.
Wie Ghiwa Nakat, Geschäftsführerin von Greenpeace MENA, am 8. April 2026 aus Beirut schrieb, nachdem das israelische Militär in nur 10 Minuten über 100 Luftangriffe durchgeführt hatte, die Beirut, den Libanonberg, den Süden und die Bekaa gleichzeitig trafen, ohne Vorwarnung: „Leider ist das, was wir sehen, die Gaza-Doktrin, die sich auf den Libanon ausweitet: systematische, absichtliche und totale Zerstörung des zivilen Lebens und der Infrastruktur, durchgeführt mit vollständiger Straflosigkeit." Die israelische Militäroffensive der Vertreibung von Menschen und der Umweltverwüstung im südlichen Libanon geht weiter.
Stimmen, Institutionen und Regierungen, die der Straflosigkeit widerstehen
Bei den Vereinten Nationen hat Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtssituation im palästinensischen Gebiet, das seit 1967 besetzt ist, ihr Mandat genutzt, um Besatzung, Apartheid, korporative Mittäterschaft und Völkermord zu benennen. Sie hat dies trotz anhaltender Angriffe, öffentlicher Fehldarstellung und Druck von Regierungen getan, die es vorziehen würden, dass die Welt ihre Sprache abmildert.
Der Fall Südafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof ist ein weiteres prägendes Beispiel für den Widerstand gegen Straflosigkeit. Der Fall, der Verletzungen der Völkermordkonvention behauptet, ist noch anhängig. Der Gerichtshof hat noch keine endgültige Entscheidung in der Sache erlassen, hat aber rechtlich bindende vorläufige Maßnahmen erlassen, die Israel verpflichten, Handlungen zu verhindern, die durch die Konvention verboten sind, humanitäre Hilfe zu ermöglichen und Beweise zu erhalten.
Foto: © UN Photo/ICJ-CIJ
Der Internationale Strafgerichtshof hat auch Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant erlassen. Der Gerichtshof stellte fest, dass hinreichende Gründe vorliegen, anzunehmen, dass sie strafrechtliche Verantwortung für den Kriegsverbrechen der Hungersnot als Methode der Kriegsführung und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Tötung, Verfolgung und andere unmenschliche Handlungen tragen. Der IStG erließ auch einen Haftbefehl gegen den Hamas-Militärkommandeur Mohammed Deif, unter dem Vorwurf von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, einschließlich Tötung, Folter, Geiselnahme und sexueller Gewalt. Haftbefehle sind keine Verurteilungen, aber sie sind ein wichtiger Schritt hin zur individuellen strafrechtlichen Verantwortung und eine Erinnerung daran, dass das Völkerrecht für alle Parteien gelten muss.
Einige Regierungen haben sich auch entschieden, mit größerer Klarheit zu sprechen, auch wenn ihre Maßnahmen immer noch hinter dem zurückbleiben, was die Gerechtigkeit erfordert. Spanien gehört zu den klarsten europäischen Stimmen. Im September 2026 verurteilte Premierminister Pedro Sánchez das, was er als „den Völkermord bezeichnete, den Netanjahu in Gaza immer noch verübt", und bekräftigte die Unterstützung Spaniens für ein Waffenembargo gegen Israel und dafür, zu verhindern, dass spanisches Territorium genutzt wird, um Handlungen zu erleichtern, die dem Völkerrecht widersprechen. Worten müssen durchsetzbare Maßnahmen folgen, einschließlich des Endes von Waffenlieferungen, Handels- und Finanzbeziehungen, die Besatzung und Gewalt aufrechterhalten.
Humanitäre Helfer haben auch weiterhin unter unmöglichen Bedingungen das Leben geschützt. Palästinensische Mitarbeiter der UNRWA, lokale medizinische Teams, Rettungskräfte und Hilfsorganisationen haben Lebensmittel, Wasser, Unterkunft und Gesundheitsversorgung verteilt, während die grundlegende Infrastruktur um sie herum zusammenbrach. Hunderte UNRWA-Mitarbeiter wurden seit Oktober 2023 getötet, was die außergewöhnliche Gefahr veranschaulicht, der Menschen ausgesetzt sind, die versuchen, das zivile Leben in Gaza aufrechtzuerhalten.
Ei
Wortlaut im Original
Nearly a year after a ceasefire was announced in October 2025, the Israeli government is still killing and displacing Palestinians in Gaza, restricting essential supplies, from wheelchairs for child amputees to material for homes , and denying people the conditions needed to rebuild lives and recover from the impact of enforced starvation . A ceasefire should protect life. If civilians, including children, are still being killed, aid workers remain in danger and families cannot safely return home, how can we call this a ceasefire?
The central story is not only the scale of destruction. It is also the courage of people who have resisted genocide, occupation, colonisation and political indifference. Palestinians in Gaza, the West Bank and the diaspora have continued to organise, document, care for one another, grow food, report the truth, and pursue justice while demanding the full protection of their human rights and the enforcement of international law.
They have been joined by dockworkers, journalists, UN experts, humanitarian workers, artists, filmmakers, students and millions of people worldwide who refuse to let the violations in Palestine be ignored and are demanding governments act to end impunity and complicity.
A ceasefire must mean safety
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The ceasefire that was announced in October 2025 should have opened a path to safety, humanitarian access, recovery and accountability. Instead, it has revealed how easily governments can describe a situation as “peace” while Palestinians remain under Israeli occupation, exposed to military attacks, hunger, displacement and the destruction of civilian life.
Since October 2023, reportedly more than 73,000 Palestinians have been killed in Gaza , more than 1,100 Palestinians in the occupied West Bank , and more than 1,670 Israelis and foreign nationals , most of them on 7 October and in its immediate aftermath. Nearly a year after a ceasefire was agreed in Gaza, Israeli forces continue to carry out attacks on the Strip, killing and injuring people in Gaza every day .
According to Gaza Ministry of Health figures cited by the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs , 1,381 Palestinians were killed and 4,757 injured between the 10 October 2025 ceasefire announcement and 16 September 2026. The total includes people killed in attacks, those who died from their wounds and bodies recovered from under destroyed buildings . It is likely incomplete because people remain missing, many bodies are still under rubble, access to affected areas is restricted and Gaza’s health system has been devastated.
For children, the ceasefire has been what UNICEF called a “ cruel and deadly illusion .” In August 2026, the agency reported that at least 300 children had been killed in roughly 300 days following the ceasefire agreement. That is, on average, one child killed every day during a period that should have brought safety. 95% of Gaza schools have been damaged or destroyed. Israeli Defence Forces are responsible for an assault on childhood, education and the possibility of a future for Palestinians.
February 2025: Children amid damaged homes and rubble in Gaza. Photo: Mohammed Ibrahim / Unsplash. © Mohammed Ibrahim / Unsplash
UN reporting has also documented the continued killing of Palestinian women and girls . Between the start of the ceasefire and 28 July 2026, 246 Palestinian women and girls were killed by Israeli air bombardment and military ground operations.
A ceasefire worthy of its name would mean an end to killing and injury. It would mean access to food, water, medicine, fuel, shelter and functioning hospitals. It would mean children returning safely to school, farmers returning to their land, fishing communities reaching the sea, journalists working without fear and families rebuilding homes rather than burying relatives.
Before October 2023: the long violence against Palestine
The Hamas-led attacks of 7 October 2023 were abhorrent. The deliberate killing of civilians, the taking of hostages and the abuse of those held captive were grave crimes that must be unequivocally condemned. According to Israeli sources cited by the UN Independent International Commission of Inquiry , more than 1,200 people were killed on that day, including at least 809 civilians, and at least 252 people were abducted and taken to Gaza as hostages. The UN Commission found that Hamas and other Palestinian armed groups subjected hostages to torture, cruel treatment and other inhumane acts, and that several were killed in captivity. All hostages have now been returned, including the remains of those who were killed.
As of September 2026, according to OHCHR , Israel held 9,329 Palestinian prisoners, of which around one third are under ‘administrative detention’, and 1,393 Palestinians, mostly from Gaza, were detained as ‘unlawful combatants’. The routine use of such administrative detention – on security grounds without criminal charge or trial – continues to expose Palestinian detainees to prolonged arbitrary deprivation of liberty, torture and other ill-treatment and enforced disappearance. Palestinians unlawfully detained by Israel must be released, and all people deprived of liberty must be treated humanely and in accordance with international law.
Any honest account of Palestine-Israel must include the Nakba of 1948 , when more than 750,000 Palestinians were forcibly displaced . It must include the military occupation that began in 1967, decades of land seizure, settlement expansion, military rule, segregation and the blockade imposed on Gaza in 2007.
People carry belongings through a heavily damaged neighbourhood in Gaza. © Jaber Jehad Badwan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
For almost two decades, Israel’s blockade has restricted the movement of people and goods, weakened Gaza’s economy and constrained access to food, fuel, construction materials, health care, agricultural land and fishing waters. Gaza was systematically made dependent on an occupying power that controls many of the basic conditions needed for life while denying Palestinians the freedom to determine their own future.
In July 2024, the International Court of Justice concluded that Israel’s continued presence in the occupied Palestinian territory is unlawful . The Court also stated that other states must not recognise it as legal, or provide aid or assistance in maintaining the situation created by that unlawful presence.
Since 2023, the Israeli government led by Benjamin Netanyahu has escalated this longstanding system of domination. Its extreme-right coalition has included ministers who have advocated annexation, settlement expansion, displacement and the denial of Palestinian statehood. The destruction of Gaza cannot be separated from settler colonialism , a system rooted in taking land, fragmenting communities, controlling resources and using force to entrench domination. In the occupied West Bank, this system is enforced not only through state policy and settler violence but also through documented cases in which Israeli soldiers and security forces have facilitated , protected or directly participated in attacks on Palestinians and the forced displacement of their communities.
Nothing on this scale could have happened without outside support. The United States has remained Israel’s principal military and diplomatic backer, while other governments have continued arms transfers , military cooperation, trade and political cover. Governments that arm Israel , facilitate weapons logistics, insure shipments, finance manufacturers or obstruct accountability cannot credibly claim to be neutral observers.
Palestinians resist erasure
Peaceful Palestinian resistance has many forms. It is the work of people who protect life, preserve memory, bear witness, and insist on freedom when systems of violence are designed to make all three impossible.
In Gaza and across Palestine, resistance can mean running a community kitchen, sharing water, teaching children in makeshift classrooms, helping a neighbour find shelter, documenting an attack, caring for the wounded, preserving a family archive, growing food in damaged soil, or foraging for native plants such as za’atar and akkoub despite laws that criminalise or restrict their collection. It can mean keeping music and dance alive or bringing children together to watch World Cup matches outdoors. This is sumud , often translated as steadfastness. It is not passive endurance. It is the active refusal to disappear.
Journalists in Gaza have continued reporting while living through hunger, displacement, bereavement and danger themselves. Their work has provided a record of events when much of the international press could not enter Gaza independently. The International Federation of Journalists and the Committee to Protect Journalists have documented the devastating toll on Palestinian journalists and media workers.
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Among those killed were Hossam al-Masri, a Reuters photographer; Mohammed Salama, an Al Jazeera photojournalist; Mariam Abu Dagga, who worked for Associated Press and Independent Arabia; and Moaz Abu Taha, who worked with NBC News. They were killed in an Israeli attack on Nasser Hospital in Khan Younis on 25 August 2025. The same attack also killed other civilians seeking medical care and safety at the hospital.
Other journalists killed include Al Jazeera correspondent Anas al-Sharif, Palestinian journalist and television presenter Hossam Shabat, broadcaster Roshdi al-Sarraj and Reuters videographer Issam Abdallah , who was killed by Israeli shelling in southern Lebanon while reporting on the wider regional escalation. Each name represents a person who continued bearing witness in circumstances that should be unacceptable to every media organisation and government claiming to defend press freedom.
Humanitarian workers, along with those they’re seeking to help, have also been targeted. On 29 January 2024, the five-year-old Palestinian girl Hind Rajab was trapped in a car in Gaza City after her family members were killed. During her calls with the Palestine Red Crescent Society, Hind pleaded for help while an ambulance was dispatched to reach her. Hind, her relatives and the two paramedics sent to rescue her were later found dead. Investigations by Forensic Architecture and other organisations found evidence that the ambulance was struck after being given clearance to travel. On 19 August 2026, the Israeli military admitted that its troops had opened fire on the car carrying Hind and six relatives and that they had also fired on the ambulance sent to rescue her. It said it would open a criminal investigation. Hind’s story has come to represent the suffering inflicted on so many Palestinian children. But she must never be reduced to a symbol. Hind was a five-year-old child with a family, a voice and a future. She was a child and should have lived .
Palestinian farmers and food producers also resist through their connection to land. Gaza’s orchards, farms, greenhouses and irrigation systems have been damaged by military action, restricted access, pollution and the collapse of water infrastructure . By May 2025, satellite assessments cited by UNEP found that 97.1% of Gaza’s tree crops, 82.4% of annual crops and 95.1% of shrubland had been damaged. Destroying agriculture threatens not only meals today but communities’ ability to feed themselves and rebuild tomorrow .
The destruction of olive trees is part of this wider assault. Olive trees sustain livelihoods and food systems, but they also carry family histories, agricultural knowledge and connections to land across generations. Uprooting or destroying them is not simply environmental damage. It undermines Palestinian food sovereignty, culture and continuity.
Palestinian farmers have documented years of aerial herbicide spraying along Gaza’s perimeter. Forensic Architecture’s investigation found that Israel carried out aerial spraying in Gaza from at least 2014, damaging crops hundreds of metres inside the Strip. A 2019 investigation cited Palestinian Ministry of Agriculture estimates that spraying between 2014 and 2018 damaged more than 13 square kilometres of farmland. The scale and potential long-term impact of the environmental damage have led to calls for it to be regarded as “ecocide” and investigated as a possible war crime .
Similar allegations emerged in southern Lebanon in February 2026 . On 1 February, Israel notified the United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) that it would carry out an aerial operation near the Blue Line involving what it described as a “non-toxic chemical substance.” Lebanese authorities subsequently said laboratory testing of soil samples from areas including Ras Naqoura, Aita al-Shaab and Dhayra identified glyphosate at concentrations far above normal agricultural levels. Lebanon’s Ministries of Agriculture and Environment condemned the operation as an environmental and health crime that threatened farmland, food security and farmers’ livelihoods. Lebanese authorities and Human Rights Watch have also accused the Israeli military of using white phosphorus munitions in residential areas of southern Lebanon. Such weapons can cause horrific burns, respiratory damage, organ failure and death, as well as long-term harm to the environment.
As Ghiwa Nakat, executive director of Greenpeace MENA, wrote from Beirut on 8 April 2026, after the Israeli military carried out over 100 air strikes in just 10 minutes, hitting Beirut, Mount Lebanon, the South, and the Bekaa simultaneously, without warning, “Sadly, what we are seeing is the Gaza doctrine expanding to Lebanon: systematic, deliberate, and total destruction of civilian life and infrastructure, carried out with complete impunity.” The Israeli military campaign of human displacement and environmental devastation in southern Lebanon continues .
Voices, institutions and governments resisting impunity
At the UN, Francesca Albanese , the Special Rapporteur on the human rights situation in the Palestinian territory occupied since 1967, has used her mandate to name occupation, apartheid, corporate complicity and genocide. She has done so despite sustained attacks , public misrepresentation and pressure from governments that would prefer the world to soften its language.
South Africa’s case against Israel at the International Court of Justice is another defining example of resistance to impunity. The case alleging violations of the Genocide Convention remains ongoing. The Court has not yet issued a final ruling on the merits, but it has issued legally binding provisional measures requiring Israel to prevent acts prohibited by the Convention, enable humanitarian assistance and preserve evidence.
Photo: © UN Photo/ICJ-CIJ
The International Criminal Court has also issued arrest warrants for Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu and former Defence Minister Yoav Gallant. The Court found reasonable grounds to believe they bear criminal responsibility for the war crime of starvation as a method of warfare and the crimes against humanity of murder, persecution and other inhumane acts. The ICC also issued a warrant for Hamas military commander Mohammed Deif, alleging crimes against humanity and war crimes, including murder, torture, hostage-taking and sexual violence. Arrest warrants are not convictions, but they are a major step towards individual criminal accountability and a reminder that international law must apply to all parties.
Some governments have also chosen to speak with greater clarity, even if their actions still fall short of what justice requires. Spain has been among the clearest European voices. In September 2026, Prime Minister Pedro Sánchez condemned what he called “the genocide that Netanyahu is still perpetrating in Gaza” and reiterated Spain’s support for an arms embargo on Israel and for preventing Spanish territory from being used to facilitate actions contrary to international law. Words must be followed by enforceable measures, including ending arms transfers, trade and financial ties that sustain occupation and violence.
Humanitarian workers have also continued to protect life under impossible conditions. Palestinian staff of UNRWA, local medical teams, emergency responders and aid organisations have distributed food, water, shelter and health care while basic infrastructure collapsed around them. Hundreds of UNRWA personnel have been killed since October 2023, illustrating the exceptional danger facing people trying to sustain civilian life in Gaza.
An UNRWA staff member comforts a child at a school-turned-shelter in Nuseirat, Gaza, January 2024. © Ashraf Amra / UNRWA, CC BY-SA 3.0 IGO, via Wikimedia Commons.
Israeli authorities have also imposed registration requirements that threatened the work of dozens of international NGOs , including Médecins Sans Frontières , Oxfam, Save the Children, ActionAid, CARE and the Norwegian Refugee Council. The organisations were asked to provide detailed information about Palestinian staff, creating grave security concerns in a context where aid workers and their families face extraordinary risk. MSF warned that the rules could prevent essential medical care, supplies and international staff from reaching Gaza and the occupied West Bank.
In September 2026, Israeli authorities suspended the access of 37 foreign humanitarian organisations to Gaza after they refused to hand over staff lists. The organisations included MSF, Oxfam, CARE, World Vision International and the Norwegian Refugee Council. The UN Secretary-General called for the measure to be reversed, warning that international NGOs are indispensable to life-saving humanitarian work and that the suspension risked undermining already fragile humanitarian progress.
Culture, labour and direct action
Musicians, actors, writers, filmmakers and cultural workers have used their platforms to call for a ceasefire, defend Palestinian rights and reject censorship. Macklemore’s 2024 song Hind’s Hall drew global attention to Palestinian solidarity protests and called for an end to US support for Israel’s assault on Gaza. Actors Mark Ruffalo and Javier Bardem have repeatedly used their public platforms to call for a ceasefire, humanitarian protection and recognition of Palestinian rights. Their interventions matter not because celebrities should lead a movement, but because public figures with large audiences can choose to amplify voices that institutions try to marginalise.
Macklemore performing on stage. © Amanda Rhoades / San Francisco Foghorn via Flickr
Like all public figures who are vocal on atrocities in Gaza, from Macklemore and Ruffalo to toddler TV star Ms Rachel, filmmakers Yuval Abraham and Rachel Szor have also faced a concerted backlash for refusing silence. Their documentary NAZA , which won the Special Jury Prize at the 2026 Venice Film Festival, examines the systems behind Israel’s mass killing of Palestinian civilians in Gaza through interviews with 24 Israeli military and intelligence insiders. The title refers to an Israeli military intelligence acronym used to denote the expected number of civilian casualties in an air strike. Israeli Culture Minister Miki Zohar responded by accusing the directors of treason and calling for their citizenship to be revoked.
Abraham and Szor previously co-directed the Oscar-winning documentary No Other Land with Palestinian filmmakers Basel Adra and Hamdan Ballal. That film documented Israeli settler violence and demolitions in Masafer Yatta in the occupied West Bank. Their work shows the power of cinema to connect the destruction in Gaza to the broader system of occupation and settler colonisation. In July 2025, Israeli settler Yinon Levy shot and killed Awdeh Hathaleen , a Palestinian teach