Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Έπεσε η λεοντή και ακούστηκε η γαϊδουροφωνή
ohne Namen ·
Pemptousia (Kloster Vatopedi, griechisch) ·
2026-10-19
· Quelle
Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft
Wissen · tragend
Demut
Die moderne Gesellschaft leidet unter einer systematischen Verwechslung von Schein und Sein, bei der die kuratierte digitale Identität das wahre Selbst ersetzt und so die ethische Grundlage der Gemeinschaft untergräbt.
Das wesentliche ethische Problem besteht hier nicht darin, dass jemand auf sein Aussehen und sein öffentliches Image achtet, sondern darin, dass er das Bild als Ersatz verwendet.
Der Text nutzt das Aesopische Fabelmotiv vom Esel im Löwenfell, um das Phänomen der modernen Heuchelei und Identitätskonstruktion zu analysieren. Er argumentiert, dass äußere Verkleidung die innere Essenz nicht verändern kann und dass die Wahrheit unweigerlich durch das eigene Verhalten und die Sprache zutage tritt. Der Autor verweist auf die Rolle von Philosophen, Psychologen und Theologen als 'Füchse', die diese Täuschungen durch anthropologisches Wissen durchschauen. Ein zentraler Bezug zur Gegenwart ist die Kritik an sozialen Medien, die als Werkzeuge zur sorgfältigen Verfälschung der Realität und zum Ersatz des wahren Selbst durch ein kuratiertes Bild dienen. Der Text betont, dass die bloße Pflege des Images ethisch unproblematisch wäre, es jedoch zur Sünde der Täuschung wird, wenn es das Wesentliche ersetzt. Es wird gefordert, auf das kritische Denken und die Erkenntnis der eigenen wahren Natur zu vertrauen, statt sich hinter digitalen Masken zu verstecken.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf Argument, Logik, Wissenschaft; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Kritisches Denken anwenden (innerlich)
- Die eigene wahren Identität anerkennen (innerlich)
Gemessen
- Grundhaltung
- -1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Das Löwenfell fiel und der Eselslaut wurde gehört
Moral und der moderne Mensch
20.10.2026
Apostolos Nikolaidis, Ehrenprofessor der Universität Athen, Präsident des Instituts „Heiliger Maximus der Grieche“
Der Wunsch einiger, absichtlich anders zu erscheinen, als sie in Wirklichkeit sind, ist eine zeitlose Gewohnheit, die Aesop nicht übersehen konnte, wenn man einen seiner Mythen berücksichtigt, in dem erneut ein Esel die Hauptrolle spielt, der beschloss, sich als Löwe zu zeigen. Der Mythos lautet in einer Paraphrase wie folgt:
Es war einmal ein Esel. „Ich muss auch etwas tun, damit man mich beachtet“, sagte er immer wieder. Eines Tages, als er sich im Wald befand, sah er auf dem Boden ein Löwenfell. Das ist es, dachte der Esel voller Freude. Ich habe endlich mein Glück gefunden. Die Melancholie ist nun draußen. „Jetzt werde ich auch schön sein, alle werden mir Bedeutung beimessen und mich für großartig halten.“ Also zieht er sofort das Löwenfell an, und siehe da, er ist verwandelt in einen schönen und großen Löwen. Wer hätte gedacht, dass sich hinter dem Fell ein Esel verbarg! Jetzt rennt er durch den Wald, jagt die Tiere, erschreckt sie, und sie fliehen, denn sie hatten noch nie einen größeren und wilderen Löwen gesehen. Nur ein Fuchs stellte sich ihm in den Weg und rührte sich nicht von der Stelle. Der falsche Löwe hielt inne, sah ihn wütend an, brüllte eselhaft und sagte zu ihm: „Ich werde dich fressen! Hast du keine Angst vor mir?“
– „Wovor soll ich Angst haben?“, sagt der Fuchs ruhig. „Glaubst du, ich habe nicht aus deiner Stimme erkannt, wer du bist? Du bist kein Löwe, du bist ein Esel. Und ein Esel kann niemals einen Fuchs fressen.“
Ein Mythos zwar, aber ein Schatz an Bedeutungen. Wir notieren einige davon:
– Die Motive für die äußere Verwandlung eines Menschen sind vielfältig: a) seinen wahren Charakter zu verbergen, b) Fähigkeiten zu demonstrieren, die er nicht besitzt, c) Gefühle der Unterlegenheit zu überwinden, indem er nach Stärke, Unabhängigkeit oder einer Führungspräsenz sucht, d) natürliche Schwächen bei der Bewältigung inhärenter Probleme zu verbergen, e) psychische Unsicherheiten zu beseitigen, f) Aufmerksamkeit zu erregen und auf sich zu ziehen, wenn die anderen ihn ignorieren, g) sich mit Ideen und Vorbildern zu identifizieren und sie zu verkörpern, die er zwar verehrt, aber in der Praxis nicht nachahmen kann, h) Aspekte seiner Identität zum Ausdruck zu bringen, die nicht offensichtlich sind und die er in der Praxis nicht zu tun wagt, i) Handlungen zu vollziehen, die er in der Normalität nicht wagen würde, wie dies vor allem bei massenhaften Karnevals- und Faschingsveranstaltungen geschieht.
– Die „Löwenhaftigkeit“ ist kein Selbstzweck, daher wird sie moralisch nicht bewertet, sondern ist ein Mittel, und zwar ein unmoralisches Mittel aufgrund ihrer Art der Verwendung, zwischen unmoralischen Motiven und unmoralischen Zielen, da sie die Wahrheit verletzt und zur Täuschung, Heuchelei und Irreführung anderer verwendet wird.
– Das Vorhaben ist aus den folgenden Gründen zum Scheitern verurteilt:
Das Aussehen ändert nicht die Essenz, das Scheinen ist nicht identisch mit dem Sein. Durch Heuchelei erlangt jemand keine Eigenschaften, die er aufgrund seiner Natur und der Ausprägung seines Charakters nicht haben kann. Der Echte und Authentische braucht keine Heuchelei, um seinen Wert zu zeigen, denn dieser ist von selbst offensichtlich. Der Löwe beispielsweise braucht es nicht, zu tun und zu beweisen, dass er ein Löwe ist, da er es ist. Das bedeutet, dass die Heuchelei an sich das Motiv der Täuschung verrät.
Die Heuchelei gewährleistet keine Dauerhaftigkeit, sondern hat ein Ablaufdatum. Spät oder früh wird die „Löwenhaftigkeit“ fallen und der Esel wird sichtbar werden. So kann man vielleicht einige Zeit lang andere täuschen, aber die Wahrheit wird bald aufgedeckt werden.
Die Enthüllung kommt nicht immer von anderen, sondern von dem Menschen selbst, genau wie es im Mythos geschah. Vor allem verrät sich jemand durch seine Rede, die, wie sehr man auch versucht, sich selbst zu kontrollieren, die Wahrheit offenbart, da Widersprüche schwer zu vermeiden sind. Eine Rede, deren Hintergrund die Art ist, wie wir denken, und deren Entfaltungsfeld die Art ist, wie wir uns verhalten.
Auffälliger als die Wahrheit selbst ist das Prahlerei, das darauf abzielt, Eindrücke zu erzeugen, denn leicht erkennt man die Werturteile, die Unsicherheit und vor allem die Unzulänglichkeit. So geben sich manche Ungebildeten durch die von ihnen an den Tag gelegte Prahlerei als bedeutende aus, werden aber durch ihre eigene Geschwätzigkeit entlarvt. Tatsächlich gehört es zu den wenigen Fällen, in denen Geschwätzigkeit positiv aufgeladen ist und als Mittel für einen guten Zweck dient. Wenn jemand viel redet, und zwar demonstrativ, werden ihm zwangsläufig auch Worte entgleiten, die enthüllen und offenlegen, was tatsächlich unter der „Löwenhaut“ verborgen ist.
Wichtig ist auch die Rolle des Fuchses bei der Enthüllung der Wahrheit. Er lässt sich weder von dem, was er hört, noch von oberflächlichen Beobachtungen mitreißen, sondern erforscht und gelangt zur Diagnose, indem er den Betrug aufdeckt. Diejenigen, die heute die Rolle des Fuchses innehaben, sind die Philosophen, die Psychologen, die Soziologen, vor allem aber die Theologen mit ihrem tiefen und umfassenden anthropologischen Wissen, die ihre Grundlage in der nach dem Bilde Gottes geschaffenen Menschensehen haben, einem Bild, das nach der Sünde verdunkelt wurde, woraufhin die „Löwenhaut“ erfunden wurde, die in ihrer ursprünglichen Form mit dem Feigenblatt identisch war.
Der Mythos des Aesop hat zeitlosen Wert und ist zudem höchst aktuell, da er die vorherrschende Rolle der bildhaften Realität markiert, durch die Macht, Ruhm und Anziehungskraft hervorgehoben werden. In unseren Tagen ist die Rolle der sozialen Medien bei der sorgfältig gestalteten und wissenschaftlich begründeten Verfälschung der Realität von großer Bedeutung, bei der methodischen Konstruktion eines Bildes, das nur jene Elemente fragmentarisch präsentiert, die jemanden erfolgreich, schön, mächtig und glücklich erscheinen lassen. Es handelt sich um die digitale Projektion einer virtuellen Identität, einer digitalen Maske, mit einem vorgeschützten Ansehen, das auf einer aufgesetzten Erscheinung, einer kunstvollen Hervorhebung von Reichtum, Titeln und politischen oder sozialen Positionen basiert, mit dem Ziel, die Eindrücke so gut wie möglich zu verwalten, damit das Ersehnte eintritt, nämlich mal Bewunderung und soziale Akzeptanz und mal die Täuschung, vor allem von Personen, die sich mit dem Bild begnügen und auf das für unsere Zeit notwendige Werkzeug, das kritische Denken, verzichten. Das wesentliche ethische Problem besteht hier nicht darin, dass jemand auf sein Aussehen und sein öffentliches Image achtet, sondern darin, dass er das Bild als Ersatz verwendet.
Wortlaut im Original
Έπεσε η λεοντή και ακούστηκε η γαϊδουροφωνή
Ηθική και Σύγχρονος Άνθρωπος
20.10.2026
Απόστολος Νικολαΐδης, Ομ. Καθηγητής Πανεπιστημίου Αθηνών, Πρόεδρος Ινστιτούτου «Άγιος Μάξιμος ο Γραικός»
Η επιθυμία κάποιων να δείχνουν σκόπιμα διαφορετικοί από ό,τι είναι στην πραγματικότητα αποτελεί μια διαχρονική συνήθεια, την οποία ο Αίσωπος δεν μπορούσε να παραβλέψει, αν μάλιστα λάβουμε υπόψη έναν σχετικό του μύθο, στον οποίο πρωταγωνιστεί και πάλι ένας γάιδαρος που αποφάσισε να εμφανίζεται ως λιοντάρι. Ο μύθος σε παράφραση έχει ως εξής:
Μια φορά και έναν καιρό ήταν ένας γάιδαρος. “Κάτι πρέπει να κάνω κι εγώ για να με προσέξουν”, έλεγε και ξανάλεγε. Μια μέρα, καθώς βρέθηκε μέσα στο δάσος, είδε χάμω ένα δέρμα λιονταριού. Αυτό είναι, σκέφτηκε με χαρά ο γάιδαρος. Βρήκα επιτέλους την τύχη μου. Έξω πια η μελαγχολία. “Τώρα και όμορφος θα γίνω και σημασία θα μου δώσουν όλοι και θα με λογαριάζουν για σπουδαίο”. Φοράει λοιπόν αμέσως το δέρμα του λιονταριού, και νάτος τώρα μεταμορφωμένος, σ’ ένα ωραίο και μεγάλο λιοντάρι. Ποιος να το φανταστεί ότι μέσα από το τομάρι κρυβόταν ένας γάιδαρος! Τρέχει τώρα μέσα στο δάσος, κυνηγάει τα ζώα, τα φοβερίζει και αυτά το βάζουν στα πόδια, γιατί πιο μεγάλο και άγριο λιοντάρι δεν είχαν ξαναδεί ποτέ τους. Μόνο μια αλεπού τον αντίκρυσε και δεν κουνήθηκε απ’ την θέση της. Το ψευτολιοντάρι στάθηκε, την κοίταξε αγριεμένο, μούγκρισε γαϊδουρινά και της είπε: «Θα σε φάω! Εσύ δεν με φοβάσαι;»
-«Γιατί να σε φοβηθώ;» του λέει ήσυχα η αλεπού. «Νομίζεις πως δεν κατάλαβα από την φωνή σου ποιος είσαι; Δεν είσαι λιοντάρι, είσαι ένας γάιδαρος. Και ένας γάιδαρος, δεν μπορεί ποτέ να φάει μια αλεπού».
Μύθος μεν, θησαυρός νοημάτων δε. Καταγράφουμε μερικά εξ αυτών:
-Το κίνητρα για την εξωτερική μεταμόρφωση κάποιου είναι αρκετά. α) να αποκρύψει τον πραγματικό του χαρακτήρα, β) να επιδείξει ικανότητες που δεν έχει, γ) να ξεπεράσει τα αισθήματα κατωτερότητας αναζητώντας δύναμη, ανεξαρτησία ή αρχηγική παρουσία, δ) να καλύψει φυσικές αδυναμίες στην αντιμετώπιση εγγενών προβλημάτων, ε) να απομακρύνει τις ψυχολογικές ανασφάλειες, στ) να προκαλέσει και να τραβήξει την προσοχή όταν οι άλλοι τον αγνοούν, ζ) να ταυτιστεί και να ενσαρκώσει ιδέες και πρότυπα που λατρεύει μεν αλλά αδυνατεί να τα μιμηθεί στην πράξη, η) να εκφράσει πλευρές της ταυτότητάς του που δεν είναι εμφανείς και δεν τολμά να το κάνει στην πράξη, θ) να προβεί σε πράξεις που δεν θα τολμούσε να κάνει στην κανονικότητα, όπως συμβαίνει κυρίως στις μαζικές αποκριάτικες και καρναβαλικές εκδηλώσεις.
-Η «λεοντή» δεν είναι αυτοσκοπός, γι’ αυτό και δεν αξιολογείται ηθικά, αλλά μέσο, και μάλιστα ένα ανήθικο μέσο λόγω του τρόπου χρήσης του, ανάμεσα στα ανήθικα κίνητρα και τον ανήθικο σκοπό, αφού προσβάλλει την αλήθεια και χρησιμοποιείται για την εξαπάτηση, την προσποίηση και την παραπλάνηση των άλλων.
-Το εγχείρημα είναι καταδικασμένο σε αποτυχία για τους παρακάτω λόγους:
Η εμφάνιση δεν αλλάζει την ουσία, το φαίνεσθαι δεν ταυτίζεται με το είναι. Με την προσποίηση δεν αποκτά κάποιος ιδιότητες που από τη φύση και την καλλιέργεια του χαρακτήρα του δεν μπορεί να έχει. Ο γνήσιος και αυθεντικός δεν έχει ανάγκη την προσποίηση για να δείξει την αξία του, γιατί αυτή είναι φανερή από μόνη της. Το λιοντάρι για παράδειγμα δεν έχει ανάγκη να κάνει και να αποδεικνύει ότι είναι λιοντάρι, αφού αυτό είναι. Αυτό σημαίνει ότι η προσποίηση από μόνη της προδίδει το κίνητρο της εξαπάτησης.
Η προσποίηση δεν διασφαλίζει τη μονιμότητα αλλά έχει ημερομηνία λήξης. Αργά ή γρήγορα η «λεοντή» θα πέσει και θα φανεί ο γάιδαρος. Έτσι μπορεί κάποιος να ξεγελάσει κάποιους, γρήγορα όμως θα αποκαλυφτεί ή πραγματικότητα.
Η αποκάλυψη δεν έρχεται πάντοτε από τους άλλους αλλά από τον ίδιο, όπως ακριβώς συνέβη και στο μύθο. Κυρίως προδίδεται κάποιος από το λόγο του, ο οποίος, όσο και να γίνεται προσπάθεια αυτοελέγχου, γίνεται δηλωτικός της αλήθειας, αφού δύσκολα αποφεύγονται οι αντιφάσεις. Λόγος που έχει ως υπόβαθρο τον τρόπο που σκεφτόμαστε και πεδίο αναδίπλωσης τον τρόπο που συμπεριφερόμαστε.
Περισσότερο αποκαλυπτικός της αλήθειας είναι ο κομπασμός, που αποσκοπεί στη δημιουργία εντυπώσεων, γιατί εύκολα διακρίνει κάποιος την κρίση αξιών, την ανασφάλεια και κυρίως την ανεπάρκεια. Έτσι κάποιοι αμόρφωτοι, που περνιούνται για σπουδαίοι με τον κομπασμό που δείχνουν, αποκαλύπτονται από την ίδια τους τη φλυαρία. Είναι μάλιστα από τις ελάχιστες φορές που η φλυαρία φορτίζεται θετικά και λειτουργεί ως μέσο για έναν καλό σκοπό. Όταν κάποιος πολυλογάει, και μάλιστα επιδεικτικά, μοιραία θα του ξεφύγουν και λόγια που ξεσκεπάζουν και δηλώνουν το τί πραγματικά κρύβεται κάτω από την «λεοντή».
Σημαντικός είναι και ο ρόλος της αλεπούς στην αποκάλυψη της αλήθειας. Δεν παρασύρεται από τα ακούσματα ούτε και τις επιφανειακές παρατηρήσεις αλλά διερευνά και φτάνει στη διάγνωση αποκαλύπτοντας την απάτη. Αυτοί που σήμερα ενδύονται το ρόλο της αλεπούς είναι οι φιλόσοφοι, οι ψυχολόγοι, οι κοινωνιολόγοι, κυρίως όμως οι θεολόγοι με τη βαθιά και περιεκτική ανθρωπολογική γνώση, έχοντας ως αφετηρία την κατ’ εικόνα Θεού δημιουργία του ανθρώπου, μια εικόνα που σκοτείνιασε μετά την αμαρτία, οπότε και εφευρέθηκε η «λεοντή» που στην αρχική της μορφή ταυτιζόταν με το φύλλο συκής.
Ο μύθος του Αισώπου έχει διαχρονική αξία, είναι δε λίαν επίκαιρος, επειδή σηματοδοτεί τον κυρίαρχο ρόλο της εικονικής πραγματικότητας, μέσω της οποίας προβάλλεται η δύναμη, η δόξα και η γοητεία. Σημαντικός είναι στις ημέρες μας ο ρόλος των μέσων κοινωνικής δικτύωσης στην επιμελημένη και επιστημονικά θεμελιωμένη παραποίηση της πραγματικότητας, την μεθοδευμένη κατασκευή μιας εικόνας με αποσπασματική παρουσίαση μόνο εκείνων των στοιχείων που δείχνουν κάποιον επιτυχημένο, ωραίο, ισχυρό και ευτυχισμένο. Πρόκειται για την ψηφιακή προβολή μιας εικονικής ταυτότητας, ενός ψηφιακού προσωπείου, με επίπλαστο κύρος, βασισμένο στην επιτηδευμένη εμφάνιση, την έντεχνη προβολή πλούτου, τίτλων και πολιτικών ή κοινωνικών θέσεων, με μεσοσκοπό την καλύτερη δυνατή διαχείριση εντυπώσεων, ώστε να έλθει το ποθούμενο, δηλαδή άλλοτε ο θαυμασμός και η κοινωνική αποδοχή και άλλοτε η εξαπάτηση κυρίως ατόμων που αρκούνται στην εικόνα και αποποιούνται το απαραίτητο για την εποχή μας εργαλείο, την κριτική σκέψη. Το ουσιαστικό ηθικό ζήτημα εν προκειμένω δεν είναι το να φροντίζει κάποιος την εμφάνισή του και την δημόσια εικόνα του αλλά το να χρησιμοποιεί την εικόνα ως υποκατάστατο.