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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Auftanken in gelebter Vielfalt und Teilhabe

ohne Namen · diesseits – Das humanistische Magazin · 2026-09-03 · Berlin · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Fürsorge · tragend Gerechtigkeit · tragend

Bewusst gestaltete, inklusive Räume ermöglichen es Menschen mit unterschiedlichsten Lebensrealitäten, sich selbstverständlich mittendrin zu erleben, und zeigen, dass Teilhabe und Fürsorge für alle Lebewesen praktisch umsetzbar sind.

Der Text beschreibt das Festival Vegan Camp Out im Walesby Forest in England, das nach den Sommerferien Tausende Menschen zusammenbrachte. Die Autorin, eine Heilpädagogin und Lehrerin für Humanistische Lebenskunde, stellt das Festival als Beispiel für gelebte Teilhabe und Inklusion dar. Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten – queere Menschen, BPoC, Menschen mit Behinderungen, vielfältige Familien – wurden als selbstverständlich mittendrin erlebt. Konkrete Maßnahmen wie Dolmetschung in BSL, Zugangs- und Begegnungsräume sowie ein Family Space machten Teilhabe praktisch erfahrbar. Das Programm umfasste kulturelle Angebote, vegane Küche, Bildungsstände zu Biodiversität und Tierethik sowie hochkarätige Persönlichkeiten. Die Veranstalter, von Menschen mit Behinderungen und muslimischem Hintergrund gegründet, verbinden ihr Engagement für Menschenrechte mit der Fürsorge gegenüber allen empfindungsfähigen Lebewesen. Der Text schließt mit dem Hinweis, dass Teilhabe im Alltag noch nicht selbstverständlich ist, und lädt zum Mitmachen ein.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
auch Tieren, Pflanzen, der ganzen Schöpfung
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen (erschlossen)

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
2 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 0, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Zum Abschluss der Som­mer­fe­ri­en hat ein ganz beson­de­res Fes­ti­val im Wales­by Forest in Eng­land Tau­sen­de Men­schen begeis­tert. Es ließ ein­drück­lich erle­ben, wie kraft­voll und lebens­froh sich Tage ech­ter Begeg­nung, des von­ein­an­der Ler­nens und gemein­sa­men Fei­erns anfüh­len kön­nen. Men­schen mit unter­schied­lichs­ten Lebens­rea­li­tä­ten konn­ten hier gemein­sam visio­nie­ren, tan­zen, sin­gen und aus­ru­hen, getra­gen von einer Kul­tur des Respekts, des Mit­ge­fühls und der Ver­ant­wor­tung für Mensch, Tier und Natur. Als Heil­päd­ago­gin, Huma­nis­ti­sche Lebens­kun­de­leh­re­rin und Dozen­tin für Umwelt­ethik & BNE wün­sche ich mir schon lan­ge, dass Teil­ha­be und Zukunfts­kom­pe­ten­zen nicht nur dis­ku­tiert, son­dern prak­tisch gestal­tet wer­den. Que­e­re Men­schen, BPoC (Black and Peo­p­le of Color), Men­schen mit unter­schied­li­chen Behin­de­run­gen, viel­fäl­ti­ge Fami­li­en, älte­re und allein­rei­sen­de Per­so­nen sowie Men­schen mit ver­schie­de­nen Unter­stüt­zungs­be­dar­fen fühl­ten sich wäh­rend der Fes­ti­val­ta­ge weder an den Rand gedrängt noch ledig­lich „sicht­bar gemacht“, son­dern selbst­ver­ständ­lich mit­ten­drin. Zugangs­teams, Dol­met­schung in Bri­tish Sign Lan­guage (BSL), Ange­bo­te für gehör­lo­se Men­schen, Begeg­nungs­räu­me, ein Fami­ly Space und viel­fäl­ti­ge Ansprech­per­so­nen mach­ten Teil­ha­be kon­kret. Auch kul­tu­rell war die Viel­falt groß: Poet­ry, Come­dy, Dis­co, Reg­gae, Tanz, Karao­ke und Chor, dazu Bewe­gungs­an­ge­bo­te von Yoga bis Skate­boar­ding. Ergänzt wur­de das Pro­gramm durch inter­na­tio­na­le vega­ne Küche, Bil­dungs­an­ge­bo­te und Stän­de zu Bio­di­ver­si­tät, Umwelt- und Tier­ethik, Ernäh­rung und gesell­schaft­li­chem Wan­del. Auf den Büh­nen stan­den zahl­rei­che hoch­ka­rä­ti­ge Per­sön­lich­kei­ten, dar­un­ter der Poli­ti­ker Zack Pol­an­ski von der Green Par­ty, die Come­di­an Dia­ne Mor­gan und der Sän­ger Macka B. Vie­le wei­te­re Künst­ler innen, Akti­vist innen und Expert innen waren Teil des groß­ar­ti­gen Pro­gramms. Die Ver­an­stal­ter beto­nen, dass das Vegan Camp Out von Men­schen mit Behin­de­run­gen und mus­li­mi­schem Hin­ter­grund gegrün­det und gelei­tet wur­de. Ihr Enga­ge­ment für Men­schen­rech­te reicht dabei weit über den Vega­nis­mus hin­aus. Ihr Ziel ist es, freud­vol­le und inklu­si­ve Räu­me zu schaf­fen und eine Gemein­schaft zu fei­ern, die Acht­sam­keit und Für­sor­ge gegen­über allen emp­fin­dungs­fä­hi­gen Lebe­we­sen als Teil ihres Han­delns ver­steht. Auch wenn Teil­ha­be außer­halb eines sol­chen bewusst gestal­te­ten Rah­mens im All­tag noch längst nicht selbst­ver­ständ­lich ist, schenkt ein Fes­ti­val wie die­ses Men­schen, die sich mit star­kem per­sön­li­chem Enga­ge­ment für eine gerech­te­re und viel­fäl­ti­ge­re Gesell­schaft ein­set­zen, Raum zum Fei­ern, Aus­tau­schen und Auf­tan­ken. Wer eine sol­che Atmo­sphä­re selbst erle­ben möch­te, kann mit Zug und Fäh­re anrei­sen. Für 2027 gibt es bereits Tickets.