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Klimabewegung · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Finding Steady Ground on a Glacier still Standing: A Letter from Aotearoa

ohne Namen · 350.org · 2026-09-12 · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Verantwortung · tragend

Obwohl die Klimakrise bereits schwerwiegende Schäden verursacht hat, ist das endgültige Ausmaß noch nicht besiegelt; durch kollektive und individuelle Handlungen zur Emissionsreduktion und Stärkung der Gemeinschaft kann der weitere Schaden begrenzt werden.

Aber lasst uns dem Drang widerstehen, aufzugeben, bevor wir wirklich verloren haben. Denn dasselbe Bild sagt uns auch etwas Hoffnungsvolles: Es gibt noch so viel Schaden, den wir verhindern können.

Der Text reflektiert über die Folgen des Gletscherbruchs an der Grenze zwischen Tibet und Nepal und nutzt das Bild des noch bestehenden Gletscherteils als Metapher für die verbleibenden Handlungsspielräume in der Klimakrise. Der Autor argumentiert, dass die Überschreitung der 1,5-Grad-Schwelle nicht das endgültige Scheitern bedeutet, sondern dass die Geschwindigkeit und der Umfang des weiteren Schadens durch aktuelle Emissionsreduktionen beeinflussbar sind. Er verbindet diese Analyse mit einer Kritik an der Distanzierung in der modernen Gesellschaft und der Untergrabung sozialer Bindungen durch die aktuelle Regierung. Als Gegenentwurf wird auf die Solidarität nach dem Zyklon Gabrielle in Neuseeland verwiesen und die Bedeutung indigener Weisheit (mātauranga) für ein Leben innerhalb der ökologischen Grenzen betont. Der Text schließt mit einem konkreten Aufruf an die Leser, im September ein persönliches Klimaversprechen zu fassen und aktiv in der Gemeinschaft zu handeln, um die verbleibende Menschlichkeit und Hoffnung zu stärken.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
ausdrücklich auf beide

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
5 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Adam Currie ist Kampagnen- und Bewegungssupport-Manager bei 350 Aotearoa. In diesem Beitrag, angeregt durch ein Foto des Gletscherbruchs an der Grenze zwischen Tibet und Nepal, reflektiert Adam über Trauer, Ausmaß und den Unterschied zwischen Verzweiflung und ehrlicher Auseinandersetzung – und stellt eine sanfte Herausforderung: ein Klimazusagen, die in diesem September getroffen und eingehalten wird. Bildnachweis: Chinesischer Bergsteiger Zhia Yitie Schaut euch dieses Foto an. Es ist nichts Besonderes, bis man genauer hinsieht. Es zeigt die Folgen des tragischen Gletscherbruchs an der Grenze zwischen Tibet und Nepal. Der blasser Strom, der in der Mitte herabläuft, ist der Ort, an dem das Eis abgebrochen ist. Was mich zum zweiten Mal nachdenken ließ, war nicht das, was gefallen ist, sondern das, was übrig bleibt. Schaut genau auf den Gletscher. Fast der gesamte Gletscher ist noch da. Dann denkt an die zehntausende anderer Gletscher in den Himalayas und dem Hindu Kush. Stellt euch vor, ihr flieht vor einer wütenden Flutwelle, die durch einen kollabierten Gletscher verursacht wurde – wie es Tausende in Nepal tatsächlich taten. Stellt euch vor, ein Kreis, der sich von diesem einen Ort aus über den ganzen Globus ausbreitet: Flüsse, Küstenlinien, Städte, Ökosysteme und Leben, alles geformt davon, wie viel mehr Erwärmung wir zulassen. Und in unserem distanzierten Leben ist es so leicht, über all dies nicht nachzudenken – obwohl dies vielleicht weniger zutrifft für die wachsende Zahl von uns, die von klimabedingten Katastrophen auf der ganzen Welt betroffen sind. Es ist schwer, das Ausmaß des Schadens, der noch vor uns liegt, zu begreifen, und es gibt viel zu betrauern; nicht zuletzt die über 1300 Menschen, die durch die Hochwasser getötet wurden. Unsere Herzen und Gebete gelten allen Betroffenen – jenen, die in dieser Katastrophe Angehörige, Häuser und Gemeinschaften verloren haben. Aber lasst uns dem Drang widerstehen, aufzugeben, bevor wir wirklich verloren haben. Denn dasselbe Bild sagt uns auch etwas Hoffnungsvolles: Es gibt noch so viel Schaden, den wir verhindern können. Die Klimakrise ist keine Klippe, von der wir entweder fallen oder nicht. Es gibt keine einzelne Linie, die, einmal überschritten, unser Schicksal besiegelt – und keine einzelne Linie, die, wenn sie gehalten wird, uns rettet. Es ist eher wie ein Felsblock, der einen langen Hang hinunterrollt: Er bewegt sich bereits, und wir können ihn nicht vollständig stoppen, aber wir können noch beeinflussen, wie schnell er rollt und wie viel Schaden er auf dem Weg nach unten anrichtet. Ein kürzlich veröffentlichter UN-Bericht bestätigte, dass die Welt nun innerhalb der nächsten wenigen Jahre die Schwelle von 1,5 °C Erwärmung überschreiten wird. Das ist real und ernst. Aber derselbe Bericht macht einen entscheidenden Punkt: Die Überschreitung von 1,5 °C ist nicht dasselbe wie das Verlieren. Wie weit der Felsblock rollt und wie viel er auf dem Weg platt macht, wird noch entschieden – durch die Emissionen, die wir jetzt oder nicht jetzt reduzieren. Deshalb zählt jeder Bruchteil eines Grades: Jeder verändert, was auf dem Weg nach unten passiert, eine etwas schlimmere Dürre, ein stärkerer Sturm, eine weitere überflutete Stadt. Und deshalb zählt auch jede Tonne Kohlenstoff, die wir aus der Atmosphäre fernhalten – nicht weil eine einzelne Tonne den Felsblock stoppen wird, sondern weil unsere Tonnen kollektiv entscheiden, wie hart er aufschlägt. Ich schreibe aus Neuseeland, wo es ein whakataukī – oder Sprichwort – gibt: „Kia whakatōmuri te haere whakamua“ oder „Ich gehe rückwärts in die Zukunft, mit den Augen auf die Vergangenheit gerichtet“, das mir immer schon nahegegangen ist und heute relevanter denn je ist. Ich erinnere mich an die Solidarität nach der klimabedingten Zerstörung durch den Zyklon Gabrielle im Jahr 2023. Menschen strömten in die Gegend mit Schaufeln, Essen, Generatoren, Booten und vor allem mit Güte. Straßen waren abgeschnitten und Häuser zerstört, aber Gemeinschaften fanden trotzdem Wege, einander zu erreichen. Hoffnung in Momenten wie diesem bestand nie darin, so zu tun, als wäre der Schaden klein; sondern darin, zu verweigern, dass der Schaden das Einzige ist, was bestimmt, was als Nächstes passiert. Wie ich 2020 schrieb, hat ein „Klimasprint“ in die Zukunft keinen Sinn, wenn wir nicht aus den bereits stattgefundenen, vom Klimawandel befeuerten Katastrophen lernen und sie ehren, oder wenn wir die mātauranga und die Lebensweisen vergessen, die Gemeinschaften seit Generationen pflegen. Sicher, einige technologische „Fortschritte“ könnten uns vielleicht einen Schub geben, vielleicht auch nicht. Aber die entscheidenden Lösungen liegen in der Vergangenheit – im Leben innerhalb unserer Möglichkeiten, im Hinneigenen zu harter Arbeit/Unbehagen, im Teilen, im Leben in der richtigen Beziehung zu anderen und zum Land. Keiner von uns kontrolliert das Gesamtbild. Aber jeder, der dies liest, hat ein kleines Stück davon in Reichweite. Also, da September und der Frühling beginnen, ermutige ich uns alle, ein neues Klimaversprechen für diesen Monat zu fassen. Nur eine Sache, die du tatsächlich anders tun wirst. Das Versprechen kann alles sein. Schreibe jemandem, der hier oder im Ausland mit einer Klimakatastrophe zu tun hat. Geh zu einem Pflanztag. Spende an 350.org. Verwurzle dich in deiner Gemeinschaft. Werde Freiwilliger für eine Klimorganisation. Nimm Kontakt mit jemandem auf, mit dem du den Kontakt verloren hast, und ziehe ihn ein Stück näher in deine Gemeinschaft hinein. Der Gletscher auf diesem Foto ist teilweise verschwunden, aber der größte Teil ist noch da. Es ist dasselbe mit unserer Menschlichkeit. Diese Regierung und die Philosophie dahinter tun ihr Bestes, die Bindungen zu untergraben, die uns aneinander binden, und uns dazu zu bringen, uns in unsere Muscheln zurückzuziehen. Wir haben viel verloren. Aber die meisten von uns sind noch da. Monty Python könnte sagen: „Schau immer auf die helle Seite des Lebens.“ Dem würde ich hinzufügen: Wenn wir wirklich an die helle Seite glauben, müssen wir auf sie zugehen. Foto: Chinesischer Bergsteiger Zhia Yitie; Aufmerksamkeit darauf gelenkt durch Bill McKibben, Pionier von 350.org. Der Beitrag „Finding Steady Ground on a Glacier still Standing: A Letter from Aotearoa“ erschien zuerst auf 350.
Wortlaut im Original
Adam Currie is Campaign and Movement Support Manager at 350 Aotearoa. In this piece, prompted by a photograph of the glacier collapse on the Tibet/Nepal border, Adam reflects on grief, scale, and the difference between despair and honest reckoning — and issues a gentle challenge: one climate commitment, made and kept, this September. Credit: Chinese mountaineer Zhia Yitie Take a look at this photo. It isn’t remarkable until you look closer. It shows the aftermath of the tragic glacier collapse on the Tibet/Nepal border. The pale stream running down the center is where the ice came away. What made me double-take wasn’t what had fallen, but what remains. Look closely at the glacier. Almost all of it is still there. Then think of the tens of thousands of other glaciers across the Himalayas and Hindu Kush. Picture yourself running away from a surging torrent caused by a collapsed glacier – as thousands in Nepal actually did. Imagine a circle widening across the globe from this one place: rivers, coastlines, towns, ecosystems and lives, all shaped by how much more warming we allow. And it’s so easy in our detached lives to not think about any of this – although perhaps less so for the increasing numbers of us struck by climate-fuelled disasters across the world. It’s difficult to comprehend the scale of the damage still ahead of us, and there is plenty to grieve; not least the 1300+ folks killed by the flash floods. Our hearts and prayers go out to everyone affected — those who lost loved ones, homes, and communities in this disaster. But let’s resist the urge to give up before we’ve truly lost. Because the same image also tells us something hopeful: there is still so much damage we can prevent. The climate crisis isn’t a cliff we either fall off or don’t. There’s no single line that, once crossed, seals our fate — and no single line that, if held, saves us. It’s more like a boulder rolling down a long slope: it’s already moving, and we can’t stop it outright, but we can still shape how fast it goes and how much damage it does on the way down. A recent UN report confirmed that the world is now set to breach the 1.5°C warming threshold within the next few years. That’s real, and it’s serious. But the same report makes a crucial point: breaching 1.5°C is not the same as losing. How far the boulder rolls, and how much it flattens on the way, is still being decided — by the emissions we cut or don’t cut, starting now. That’s why every fraction of a degree matters: each one changes what happens on the way down, a slightly worse drought, a stronger storm, another flooded town. And that’s why every tonne of carbon we keep out of the atmosphere matters too — not because any one tonne will stop the boulder, but because collectively, our tonnes decide how hard it lands. I am writing from New Zealand, where there is a whakataukī – or saying – “Kia whakatōmuri te haere whakamua” or “I walk backwards into the future with my eyes fixed on the past,” has always resonated with me, and never been more relevant toda I remember the solidarity after the climate-fuelled destruction of Cyclone Gabrielle in 2023. People flooded into the area with shovels, food, generators, boats and above all, kindness. Roads were cut off and homes were destroyed, but communities still found ways to reach one another. Hope in moments like that one was never about pretending the damage is small; but is refusing to let the damage be the only thing that defines what happens next. As I wrote in 2020 , there’s no point in a ‘climate sprint’ into the future without learning from and honouring the climate-fuelled disasters that have already happened, or forgetting the mātauranga and ways of living that communities have carried for generations. Sure, a few technological ‘advancements’ may or may not give us a bump. But the key solutions are in the past – living within our means, leaning into hard work/discomfort, sharing, living in the right relationship with others and the land. None of us controls the whole picture. But everyone reading this has some small piece of it within reach. So, as September and spring begin, I encourage us all to make one new climate commitment for this month. Just one thing you will actually do differently. The commitment could be anything. Write to someone dealing with a climate disaster here or overseas. Turn up to a planting day. Donate to 350.org. Ground yourself in your community. Volunteer for a climate org. Reach out to someone you’ve lost touch with and pull them a little closer into your community. The glacier in this photograph is partly gone, but most of it is still there. It’s the same with our humanity. This government and the philosophy behind it are doing their best to undermine the bonds that tie us to each other, and make us retreat into our shells. We’ve lost a lot. But most of us are still here. Monty Python might say, “Always look on the bright side of life.” To that I would add: if we truly believe in the bright side, we have to walk towards it. Credit to Chinese mountaineer Zhia Yitie for the photo, and 350.org pioneer Bill McKibben for bringing our attention to it. The post Finding Steady Ground on a Glacier still Standing: A Letter from Aotearoa appeared first on 350 .