omnist.world

English

Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Hingabe an die eigene Pflicht befreit von jeder Verunreinigung - Bhagavad Gita XVIII 48

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-09-15 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Geduld · tragend Demut

Die eigene Pflicht ist trotz ihrer Unvollkommenheit nicht aufzugeben, weil sie genau die Erfahrungen bereithält, die für das persönliche Wachstum und die Weiterentwicklung der Welt nötig sind.

Die Pflicht, zu der man geboren wurde, darf nicht aufgegeben werden, o Arjuna, auch wenn sie fehlerhaft ist. Denn alles, was man tut, ist in Übel gehüllt, sowie Feuer in Rauch.

Der Text erklärt Bhagavad Gita 18,48 und betont, dass die eigene Pflicht nicht aufgegeben werden soll, auch wenn sie fehlerhaft ist. Der Sprecher relativiert das Wort 'geboren' und bezieht es auf die jeweils aktuelle Lebenssituation, nicht auf einen starren Beruf. Er ermutigt, die eigene Aufgabe als Wachstumschance zu begreifen und die passenden Fähigkeiten dafür zu besitzen. Es wird anerkannt, dass nichts fehlerfrei ist, aber nicht alles rechtfertigt einen Berufwechsel. Als Grenze nennt er Berufe, die überwiegend unethisches Handeln erfordern. Die spirituelle Haltung besteht darin, alles Gott zu bringen und loszulassen. Am Ende bittet er um Weiterempfehlung des Podcasts.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita 18,48

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Bhagavad Gita, 18. Kapitel 48. Phas Sahajam Karmakounteya Sadosham apinatyajit Sarvaram bhahidoshena Dhumena gniyri vartah Die Pflicht, zu der man geboren wurde, darf nicht aufgegeben werden, o Arjuna, auch wenn sie fehlerhaft ist. Denn alles, was man tut, ist in Übel gehüllt, sowie Feuer in Rauch. Die Pflicht, zu der man geboren wurde, soll nicht heißen, dass du nicht mal den Beruf wechseln kannst. Heutzutage ist es glücklicherweise so, dass Kinder nicht notwendigerweise den Beruf der Eltern haben. Und es ist glücklicherweise auch so, dass du nicht im gleichen Beruf bleiben musst, den du irgendwann mal gelernt hast. Ich sage glücklicherweise so, hat Karma eine größere Entfaltungsmöglichkeit. Mehr kannst du erleben. Die Pflicht, zu der du geboren wirst, ist also eine, die sich immer wieder ändert. Du musst also schauen, in welcher Situation bin ich und wie kann ich die angehen. Manche Menschen rennen weg vor ihrer Pflicht. Und das kannst du besonders gut erkennen, wenn du immer wieder in die gleiche Situation hineinkommst, dass da nicht eine Ironie des Schicksals und es sind nicht die bösen anderen, dich die Stadt zu verleiten, oder es ist auch nicht, dass das Schicksal ist schlecht mit dir meint, sondern du hast deine Aufgabe, du hast deine Pflichten. Ich wiederhole mich, aber ich will es dir noch einmal sagen. Du hast genau die Fähigkeiten, die notwendig sind, um das zu tun, was du zu tun hast. Das, was auf dich zukommt, sind genau die richtigen Erfahrungen, die du brauchst, um zu wachsen. Und die Aufgaben, die auf dich zukommen, sind genau die richtigen, damit du daran wachsen kannst und damit die Welt so sich weiterentwickeln kann, wie sie sich weiterentwickeln sollen. Und es gibt nichts, was ohne Fehler ist. Egal, welchen Beruf du hast, es gibt immer Sachen, die nicht so gut sind. Ich hatte schon mal gesagt, angenommen du hast einen Beruf, der außergewöhnlich viel unethisches Handeln erfordert, dann solltest du ihn natürlich wechseln. Das solltest du natürlich nicht als Mafiosi oder Drogenhändler tätig sein. Ich meine auch, du solltest nicht als Metzger oder Fachkraft in der Metzgerei tätig sein. Und du solltest, wenn du Rechtsanwalt bist, nicht lügen und betrügen. Das solltest du dich um Rechtschaffenheit bemühen und nur in einem solchen Job tätig sein, wo du doch hauptsächlich ethisch sein kannst. Nur einen ganz idealen Beruf gibt es nicht. Auch die ideale Partnerschaft gibt es in dem Sinne nicht. Die ideale Partnerschaft ist die, wo die Partner sich gegenseitig mit ihren Schwächen annehmen und auch anerkennen, dass sie selbst ihre eigenen Schwächen haben. Das ist das Ideale. Natürlich, es gibt Berufe, wo man sagen kann, das ist vielleicht ganz besonders ideal. Zum Beispiel, wenn du Mitarbeiter wirst in einem Yoga-Vitya-Shram, kannst du sagen, da ist es wirklich. Das Ideale, du hast die Spürrötele Praxis, du hast eine Spürrötele Gemeinschaft. Alles, was dort gemacht wird, ist zum Dienen und zum Gutes tun, für andere Menschen, für die Welt, für Gott, für den Guru, für den Lehrer. Dennoch auch da gibt es seine eigenen Probleme und Schwierigkeiten. Am Aschram magst du mal feststellen, die Menschen sind nicht ganz so vollkommen, wie du dir es gehofft hast. Es gibt genügend Reibungspunkte. Du hast vielleicht nicht so viel Privatsphäre, wie du es vorher gewohnt warst und so weiter. Es gibt also nichts 100% Ideal. Das Feuer ist in Rauch gehüllt. Und alles, was du tust, hat auch eine Seite, die nicht nur gut ist. Das soll dich nicht dazu veranlassen, nichts zu tun. Schau, in welcher Situation bist du. Schau, welche Eigenschaften und Fähigkeiten hast du und schau, wie du deine Aufgabe gut erfüllen kannst. Bringe alles Gott da, lasse dann alles los. So machst du keine Fehler, so entwickelst du dich spirituell weiter. Hier auch nochmals eine Bitte. Wenn dir diese täglichen Inspirationen, dieser Bhagavad Gita Podcast gefällt, dann schreib doch mal drüber. Empfiehl uns weiter. Empfiehl uns deinen Freunden und Bekannten. Schreibe eine Bewertung oder ein Kommentar auf iTunes, auf Potsite, in dem Yoga-Vitja-Blog oder wo auch immer du diesen Podcast hörst. Wir wären dir sehr dankbar. Kann man sagen, wenn man Hörsendungen hört, noch dazu, indem man sie kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt, kann man auch überlegen, was könnte ich dafür tun, dass ich all das bekomme. Vielleicht kannst du tun, indem du es umsetzt im Alltag. Vielleicht fühlst du dich aber auch ermutigt, auch diesen Podcast weiter bekannt zu machen. Vielleicht auch auf Facebook oder wo auch immer. Om Shanti.