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Bettina Jarasch: "I will always defend the rights of all people" | My Voice #9

Berlin Alevi Toplumu / Cemevi (AL TV Berlin) · Berlin Alevi Toplumu / Cemevi (AL TV Berlin) · 2026-09-16 · Berlin · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Fürsorge · tragend Gemeinschaft · tragend

Soziale Ungleichheit, insbesondere im Bildungssystem, wird durch politische Entscheidungen verschärft und muss durch gerechte Ressourcenverteilung und die Wertschätzung von Vielfalt aktiv abgebaut werden.

Menschenrechte haben sogar Menschen, die ich sonst total blöd finde. Auch deren Menschenrechte werde ich immer verteidigen. Das ist für mich was, was ich halt bei den Grünen immer gefunden habe.

Bettina Jarasch erklärt in einem Podcast-Interview, warum sie seit Jahrzehnten bei den Grünen aktiv ist und für die Berliner Wahl 2025 antritt. Sie betont, dass Menschenrechte für alle gelten, auch für Menschen, die sie persönlich nicht mag, und verweist auf ihre Erziehung durch eine katholische Mutter und einen Vater, der an Religion verzweifelt ist. Sie beschreibt Berlin als vielfältige Stadt, in der man frei leben kann, warnt aber vor den Folgen von Gleichgültigkeit. Ein zentrales Thema ist die soziale Ungleichheit im Bildungssystem: Sie kritisiert, dass die CDU-Regierung Förderstunden von benachteiligten Schulen weggenommen und an Gymnasien vergeben habe. Sie fordert, die Herkunftssprachen von Kindern als Stärke zu begreifen und die Verkehrspolitik so zu gestalten, dass Bus, Bahn und Radwege zuverlässig funktionieren. Der Text verbindet persönliche Biografie mit politischen Forderungen zu Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Teilhabe.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse; Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Na, es ist tatsächlich der der Einsatz für die Menschenrechte. Mm. Und der gilt ja wirklich für alle Menschen. Menschenrechte haben sogar Menschen, die ich sonst total blöd finde. Auch deren Menschenrechte werde ich immer verteidigen. Das ist für mich was, was ich halt bei den Grünen immer gefunden habe. Deswegen ist meine Bitte, deswegen ist wirklich meine Bitte da nicht drauf reinzufallen. Wir sind Deutsche, weil wir wir sind Berliner, weil wir hier leben, wir alle hier. Und ich wünsche mir sehr, dass wir dieses Gefühl hochhalten und gemeinsam verteidigen. Ähm und natürlich was dafür tun, dass die AfD klein bleibt und endlich wieder kleiner wird. Das ist der eine Punkt. und dass Menschen, die eben beispiels deswegen habe ich gerade über Fremdsprachen gesprochen so oder Herkunftssprachen eigentlich, dass wir wertschätzen, dass wir eine Vielfalt hier haben, wenn wir das hinkriegen, dass wirklich Bus und Bahn wieder pünktlich und zuverlässig kommen und mit einem dichten Takt, dass es genügend durchgängige geschützte Radwege gibt. Ähm und das auch übrigens für die Fußgängerinnen die Fußwege in Ordnung sind, ohne Stolperfallen und mit abgesenkten Bordsteinen und so weiter. Wenn wir das geschafft haben, dann werden so viele Leute umsteigen, dass die, die immer noch mit dem Auto dann unterwegs sind, auch nicht mehr im Stau stehen. Also am Ende, sage ich mal, hilft unsere Verkehrspolitik sogar denen, die im Auto unterwegs sind. Klimakrise, steigende Lebenshaltungskosten und soziale Ungleichheit. Viele Menschen machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Gleichzeitig stellt sich immer wieder die Frage, wie schaffen wir die Veränderung ohne den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verlieren? Und wie können wir Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit gemeinsam funktionieren? Mit diesen Fragen beschäftigen uns heute ein neuen Folge von meine Stimme. Mein Name ist Ekin Janerol. Unser Podcast sprechen wir über darüber Menschen, unsere Gesellschaft, wie wir uns einbringen können und darum demokratische und politische Teilhabe ähm zusammenzubringen. Unser heutiger Gast ist Betina Herrich. Sie gehört seit vielen Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten der Grün in Berlin und ich habe gelernt das richtig auszusprechen. Sie ist eine der spitzen Kandidatin in Berlin ist richtig. Mit ihr sprechen wir darüber was Grüne Politik heute ausmacht, wie Klimagerechtigkeit Klimaschutz sozialgerecht gestaltet werden kann und wie Politik Menschen erreichen kann, die sich zunehmen, von ihr entfernt wühlen, von der Politik. Betina, schön, dass du da bist. Ich freue mich auch. Ich habe jetzt versucht bisschen was zu erzählen und würde ich bitten erstmal dich vorzustellen. Okay, mein Name ist Petina Jarasch. Ich bin zwar in Bayern geboren, lebe aber den größten Teils mein Teil meines Lebens in Berlin und davon den allergrößten Teil in Kreuzberg direkt am Girly. Ähm in Kreuzberg sind auch unsere zwei Kinder in die Grundschule gegangen und ähm ich sehe, dass diese Stadt sich verändert. Ich möchte einfach dazu was beitragen, dass es sich zum Guten verändert. Darüber werden wir sicher gleich noch weiter sprechen. Vielleicht hat's auch was damit zu tun, dass ähm äh meine Eltern mir beigebracht haben, dass man nicht nur für sich selber lebt, sondern dass man irgendwas tun soll mit den Kräften, die man hat, das über einen selbst hinausgeht. Mhm. Und äh dafür gibt's sehr viel Gelegenheit hier in Berlin. Ich habe bei den Grünen fast schon alles gemacht, was man machen kann. Ich war parteichefin Fraktionsvorsitzende Verkehrs- und Umwelt. Senatorin im rotgrünen Senat, leider nur bis zur Wahlwiederholung. Und jetzt trete ich im Spitzentteam mit Werner Graf für die nächste Wahl an am 20. September und ja, wir hoffen sehr, dass wir hier wieder progressives Bündnis hinkriegen und regieren können, denn in den letzten drei Jahren ist sehr vieles gestoppt und zurückgedreht worden, was wir eigentlich brauchen können. Ja. Ähm, bevor wir zu ein Pulcheninhalt kommen, er würde gerne erstmal paar Schritte zurückgehen. Sehr gerne. Ähm, was bedeutet denn Berlin für dich so ganz generell formuliert? Es es war immer auch ein auch als ich 92 nach Berlin gekommen bin, war es eine Stadt, in der Dinge möglich waren, die ich anderswo nie für möglich gehalten hätte. Ähm, das ist das liegt daran, dass wir natürlich eine bunte vielfältige Stadt sind mit Menschen, die aus aller Welt, die hier zusammenleben. Es liegt auch daran, dass in Berlin, ja, wie soll ich sagen, dass dass es hier so die allgemeine Lebenshaltung ist. Hier kann eigentlich jeder machen, was er will, leben, wie er will, lieben wen er will. Das finde ich super. Das lässt einen hier auch durchatmen. Der Nachteil des Leben erleben wir in letzter Zeit auch ist vielleicht, dass wir weggucken, wenn die Stadt zugemüllt wird, weil eben hier jeder machen kann, was er will. M also wie alles hat auch das zwei Seiten, aber dieses Durchatmen können und frei und bunt und vielfältig sein könen ist schon was für mich als ein sehr neugierigen Menschen, ich bin nämlich ausgebildete Journalistin auch als ein sehr neugierigen Mensch, der auch Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit einfach mag, ähm immer sehr faszinierend war und ich möchte sehr gerne, dass das so bleibt. Mhm. Ähm du hast jetzt erzählt von deinen Eltern, dass die halt was auf den Weg gegeben haben, äh war auch deine Eltern mit einer der Gründe, warum zur Politik gegangen sind? Also dein deine deine ähm Erziehung würde ich sagen oder gab's andere Beweggründe? Warum sagt das ich gehe zu Politik oder das mache ich jetzt irgendwie? Ich melde mich bei den Grünen an und möchte aktiv was machen. Na ja, wie gesagt, meine Eltern haben mir beigebracht, dass wir nicht nur für uns selber leben, das auf jeden Fall. Ähm meine Eltern gehören aber auch zu den Menschen, die ähm schon vor 10 Jahren, als ich noch ein Kind war, sich z immer versucht haben, verschiedene Gruppen zusammenzubringen. Sag mal so, ich habe eine sehr katholische Mutter. Und ich habe einen Vater, ich habe einen Vater, der ein der Halbjudde ist. Also meine Oma ist jüdisch und der selber an allen Religionen verzweifelt ist, weil er ja gesehen hat, was ähm trotz Religionen und trotz Gott äh mit den Nazis im Dritten Reich möglich war. Das hat ihn eher an Religion verzweifeln lassen. Insofern hatten wir immer schon Diskussionen bei uns am Essenstisch, was eigentlich der Sinn des Lebens ist, warum wir auf der Welt sind, was wir helfen können auch um Leute zusammenzuführen. Und das ist schon ein Grund, warum ich, als ich nach Berlin gekommen bin, erstmal für Geflüchtete, mich für die Rechte von Geflüchteten und Menschenrechte eingesetzt habe und das hat mich ziemlich direkt zu den Grünen geführt. Mhm. Ähm gab's auch Alternativen, wo du gesagt hast, das könnte mich auch vorstellen, irgendwie andere Parteien beizutreten oder was war irgendwie neben die was gesagt Politik zu gehen, der aussagen Grund zu den Grünen zu gehen? Na ja, es ist tatsächlich der der Einsatz für die Menschenrechte. Mhm. Und der gilt ja wirklich für alle Menschen. Menschenrechte haben sogar Menschen, die ich sonst total blöd finde. Auch deren Menschenrechte werde ich immer verteidigen. Das ist für mich was, was ich halt bei den Grünen immer gefunden habe. Es ist, seit ich Kinder habe, ist mir der Natur und Klima und Umweltschutz immer wichtiger geworden, weil es so, weil es ja schon die Frage ist, welche Welt wir unseren Kindern eigentlich hier hinterlassen. Ähm und dann, das will ich auch hier sagen, wir sind eine feministische Partei und wir machen, wir meinen das sehr, sehr ernst bei uns. Es gehört mindestens die Hälfte der Macht immer den Frauen. Und auch das war etwas, was ich faszinierend fand, was mich angezogen hat. Und jetzt in dieser Zeit, wo es auch antifeministische Rechte, Kräfte gibt, die versuchen ähm praktisch die gleiche die Gleichberechtigung von Mann und Frau wieder zurückzudrehen, bin ich umso stolzer darauf, dass ich auch in der feministischen Partei gelandet bin. Ja. Ähm, ich möchte mal ein bisschen inhaltlich eingehen und zwar ähm wir haben ja in Berlin, wie du sagst, verschiedenste Schichten und Herkunft von Menschen, also nicht nur von Ethnia, von sozialen Herkunft her und ähm, also ich bin auch in Kreuzberg geboren, groß geworden und ich habe halt in den Schulen festgestellt, dass irgendwie die soziale Herkunft doch irgendwie eine Rolle gespielt hat, also irgendwie war es schwieriger für uns gefühlt irgendwo hinzukommen und Freunde von mir, die auch hier groß geworden sind und wir alle der erreicht haben irgendwie, wenn ich so sagen darf, sagen, okay, wir sind schon ein bisschen stolz auf uns, dass wir mit den Voraussetzungen, die wir haben als andere hatten, irgendwie groß geworden sind und als erst an der Uni merkt man das erst recht, wie unterschiedliche Welten irgendwie gelebt haben, ne? Wenn man andere Menschen aus ander Herkunften kennenlernt, also sozialen Schichten erkunkt. Ähm, was meinst du? können wir also ist es erstens meinst du immer noch so, dass man sagt soziale Herkunft spielt schon eine Rolle, was Bildungs und Aufschiechancen angeht und wie können wir irgendwie was wie können wir etwas verändern, damit wir einfach vi faireere Chancen für alle haben. Also damit das egal ist, ob ich aus Telenorf komme oder aus Marzan komme, egal wo ich herkomme, dass ich Glonzen auf gleichen Aufstiegschancen habe. Das ist tatsächlich eine der größten äh Ungerechtigkeiten, die mich auch umtreiben, dass es so ist. Die Herkunft, die äh die der soziale Status äh und das Elternhaus entscheiden bei uns immer noch viel zu sehr über die Chancen, die ein Kind wirklich hat. msystem hat nicht geschafft bis jetzt das komplett für Chancengerechtigkeit zu sorgen. Und was noch schlimmer ist, ich habe ja schon gesagt, in den letzten drei Jahren ist vieles zurückgedreht worden. Die CDU Bildungssenatorin und hier, Entschuldigung, aber hier muss ich jetzt politisch werden, hat es noch verschlümmert, denn ähm ich finde, wenn es schon so ist, dass Kinder Kinder, deren Eltern ihnen z.B. bei den Hausaufgaben helfen können, ja, Mhm. Ähm, die haben ein viel viel größere Chance. Das kann die Schule gar nicht ausgleichen. Kinder, deren Eltern ihnen vorlesen können, die bei den Hausaufgaben helfen können, die sie pushen können in der Schule, die haben eine größere Chance. Diese Ungerechtigkeit gibt es und die hat Schule bis jetzt nicht komplett geschafft auszugleichen. Aber die jetzige Senatorin von der CDU hat sogar noch mal dafür gesorgt, dass die Ungerechtigkeit noch größer wird statt kleiner, weil wir haben es ja bisher so gemacht, die Schulen, wo die meisten Schüler in sind, die ein Unterstützungsbedarf haben, deren Eltern z.B. sehr wenig Geld verdienen und einfach oder tatsächlich kein Deutsch sprechen, so dass sie ihren Kindern schlechter helfen können. Die haben mehr Lehrerstunden gekriegt, mehr Förderstunden, damit Lehrkräfte die Schülerinnen unterstützen können. Was die jetzige CDU-Regierung gemacht hat, sie haben diese Förderstunden von den Schulen weggenommen, wo sie dringend gebraucht werden und dafür kriegen jetzt grundständige Gymnasien, fünfte, sechste Klassen, mehr Förderstunden. Da landen aber nicht die Kinder, die beim Lernen mit Sprache, mit Sprache oder auch mit ihrer Entwicklung einfach Schwierigkeiten haben. Und insofern haben sie die Ungerechtigkeiten vergrößert und das finde ich total fatal. Das müssen wir wieder umdrehen. Was ich aber mindestens genauso wichtig finde, wir möchten endlich und da da kämpfen wir grün schon lange dafür, dass das, was Kinder mitbringen, auch mit ihren unterschiedlichen Herkünften endlich als wertvoll und als toll entdeckt wird, damit Kinder ähm deren erste Sprache z.B. nicht deutsch ist, weil bei ihnen zu Hause türkisch, kurdisch, Arabisch, Russisch gesprochen wird, damit die nicht immer den Eindruck haben, irgendwie habe ich ein Problem, dass ich jetzt erstmal überwinden muss, sondern es ist ja toll, wenn man mehrere Sprachen kann, ja, dass sie das auch in der Schule erleben, indem beispielsweise diese Sprachen ähm in den Schulen auch gelehrt werden und man seine seine Prüfung, seine Fremdsprache z.B. auch in Kurdisch, Türkisch, Arabisch, Russisch machen kann. Das heißt, endlich mal merkt, die Tatsache, dass man aus einem Elternhaus kommt, wo noch mal andere Sprachen gesprochen werden, ist ein Vorteil und kein Nachteil, denn dann sind Kinder auch stolz auf sich selber und das motiviert, glaube ich, am allermeisten beim Lernen. Es gibt doch dieses Narrativ zwischen dem äh guten Fremdsprach und schlechten Fremdsprachen. Also, wenn ein Kind irgendwie spanisch sprechen würde, oh, Sprach nicht, aber nee, guck mal, das redet Arabisch, das geht ja gar nicht, ne? ist ja und dass man so redet, das ist ein Problem von uns, von der Politik und unserem Schulsystem, denn ja, wir haben hier zweisprachige Schulen, vor allem in den EU-Sprachen, die du gerade gesagt hast, also Spanisch, Französisch, Englisch, [räuspern] das sind die guten Sprachen und wir haben aber andere Sprachen und das sind Hochkultursprachen und sie werden von sehr vielen Menschen auf der Welt gesprochen und auch von sehr vielen Berliner innen, also nur beispielsweise kurdisch. 100.000 Menschen in Berlin ungefähr sind kurdisch. Mhm. Und insofern sind es wichtige Sprachen und wenn wir danach vielleicht auch weiter eine internationale Stadt bleiben wollen, die auch international Beziehungen pflegt, auch wirtschaftlich, dann ist es super, wenn wir alle diese Sprachen, wenn und die Kinder, die hier die Schule verlassen, diese Sprachen können. Das hilft uns tatsächlich, aber dazu muss man muss Schule umdenken und müssen die, die Schulpolitik machen, endlich mal umdenken. Vielleicht, aber auch irgendwie gesellschaftliches dauert wahrscheinlich Generation, aber dieses zwischen mit und ohne Migrationshuntergrund, also ich denke mir, wann hört das auf? also darüber zu reden. Ähm, also jetzt spätestens die viele Generation ähm ist ja laut Definition habe ich mich mal schlau gemacht. Äh, wenn die beiden Eltern Deutschland geboren sind, die viele Generation sind quasi Deutsche, also auch laut ohne, also Deutsche ohne Migrationshintergrund, weil du musst hast Migrationshintergrund, wenn mindestens ein Elternteil irgendwo anders herkommt [schnauben] und wenn die beiden Eltern aber in Deutschland geboren sind, heißt das, du hast kein Migrationsgrund mehr, also zumindest laut Definition. Äh und ich denke mir dann, okay, was muss dann passieren, weil ich denke halt an die an meinen Kinder oder irgendwie an deren Kinder, also wie lange müssen halt diesen Kampf irgendwie fortführen, dass es sagt, okay, du bist jetzt einer von uns oder einer von uns ist natürlich für uns jetzt noch schwieriger geworden aufgrund irgendwie des Rechtsdrucks und irgendwie auch diese komischen Stimmung, die irgendwie herrscht gegenüber den Migranten, äh fühlt man sich halt irgendwie noch weniger zugehörig, als man eh sich nie gefühlt hat und ähm ist halt ein komisches Gefühl. Also ich mag das Gefühl irgendwie nicht aktuell und ja, [gelächter] das muss muss mal so einfach ich auch nicht unverbliebenend sagen, das ist wirklich für viele äh irgendwie habe das Gefühl, was ich lange nicht mehr hatte, ähm zu sagen, okay, ich bin ich bin aber einer von euch irgendwie akzeptiert mich doch bitte, was soll ich noch machen und ähm ich weiß nicht, hast du eine Lösung für wenn du einfach also [gelächter] ich habe ein Angebot und eine Bitte, ja? Ähm, denn ich finde es es stimmt, es gibt einen Rechtsruck und es werden Menschen, die Berliner innen sind, die Deutsche sind, ähm rausdefiniert sozusagen, gehören plötzlich nicht mehr dazu. Und die AfD redet sogar über Remigration ähm von Menschen, die hier arbeiten leben. Und für mich ist Berliner in ist Berliner ist Berliner in wer hier lebt, wer arbeitet und wer gerne hier lebt. Punkt. Dann ist man Berliner. Und das ist übrigens auch das Schöne an dieser Stadt, dass diese Stadt eigentlich auch immer so getickt hat. Wer hier lebt, wer sich hier im Kids zu Hause fühlt, der gehört dazu. Und dieses Gefühl müssen wir bewahren. Und ähm deswegen würde ich sagen, bitte nicht solchen Erzählungen auf den Leim gehen, denn ähm was mich schon auch beunruhigt als dass die die AfD und alle die ganzen rechten Kräfte in dieser Gesellschaft, die betreiben einen Kulturkampf auch auf dem Rücken von Menschen, die eine Migrationsgeschichte haben. Und wenn die Menschen, die deren Eltern, Großeltern, Urgroßeltern vielleicht mal eingewandert sind, darauf dann aber reagieren, indem sie selber sich plötzlich gar nicht mehr als Deutsch fühlen oder nicht als Zugehörig, sondern selber sagen, okay, ich bin ja eigentlich Türke, Kurde Araber, ich bin bin gar kein Deutscher, dann hat die AfD doch gewonnen. Deswegen ist meine Bitte, deswegen ist wirklich meine Bitte da nicht drauf reinzufallen. Wir sind Deutsche, weil wir wir sind Berliner, weil wir hier leben, wir alle hier. Und ich wünsche mir sehr, dass wir dieses Gefühl hochhalten und gemeinsam verteidigen. Und natürlich was dafür tun, dass die AfD klein bleibt und endlich wieder kleiner wird. Das ist der eine Punkt. Und dass Menschen, die eben beispielsweise, deswegen habe ich gerade über Fremdsprachen gesprochen, so oder Herkunftssprachen eigentlich, dass wir wertschätzen, dass wir eine Vielfalt hier haben und dass das ein Teil von Berlin ist, dass das Menschen aber nicht zu Fremden macht. Total interessante Heransgehensweise habe ich gar nicht betrachtet, aber ich habe auch Diskurs, dass man irgendwie auch sehr viel von der AfD sich vordiktieren lässt, ne? Also ich rede äh man sollte nicht Mann sagen, also viele in der Politik äh irgendwie lassen es vorgeben, was die AfD sagt und wir lassen uns auch glaub ich zu sehr äh von Gefühl leiten. Also deswegen interessanterweise. Ja, dann das das und deswegen ich will das hier noch mal betonen. Ich weiß, dass es auch in bei unter jungen migrantischen Communities sozusagen oder migrantisch stämmigen Communities, dass es eine stärkere Rückbesinnung wieder gibt auf die eigenen Wurzeln und weil viele das Gefühl haben plötzlich, sie werden hier nicht gewollt, sie gehören nicht dazu oder sie müssen immer noch mehr Bedingungen erfüllen, um dazu zu gehören. [räuspern] Deswegen sage ich ganz klar: "Nein, das ist nicht so. Niemand muss irgendwelche Bedingungen erfüllen. Wenn man hier lebt, dann gehört man dazu. Das ist jedenfalls unser grünes Verständnis von Berlin, von Deutschland und auch von der Politik, die wir machen wollen. Aber bitte, wenn ihr euch selber rausdefinieren lasst, dann dann hat die AfD schon halb gewonnen. Also lasst es bitte nicht zu. Ja, Problem ist auch bei Leuten, also wie ich z.B., die Generation sind, ähm dann ist halt Frage, wo okay, wo soll ich den hingehen? Weil es ja mein Heimat. Also das Gefühl von, ne, vielleicht ist bei meiner Eltern und Großern anders, aber bei uns ist ja, also es ist ja, es ist halt mein Zuhause, wo soll ich denn hingehen? Das halt der Gedanke oder weil gehen Türkei hin, sagen, okay, das sind die Deutschen, die da sind, ne, da akzeptieren auch nicht. Das ist halt auch irgendwie dieser Widerspruch. Ähm ich habe eins für mich gelöst, weil so ein Identitätskrise hatte manchmal. Also ich wohne in Potsam seit 5 Jahren, aber ich sag dann, okay, Berlin ist halt meine Heimat. Also das ist dann ich bin, ich sag immer, ich bin Berliner Levite und dann ist es halt das ist dann meine Identität zumindest. Das kann ich sehr gut verstehen. Und übrigens auch diese Frage, wo soll ich denn hingehen? Und ähm ich kenne sehr viele Menschen übrigens aus der jüdischen, aber auch aus der aus der muslimischen Community, die sich diese Frage stellen. Es gibt auch es gibt auch viele Deutsche, die sich diese Frage stellen, weil sie sich einfach fragen, wenn sich unser Land zu sehr verändert, fühlen wir uns dann hier noch wohl? Mhm. Aber ich bin in die Politik gegangen, um zu kämpfen, um zu kämpfen auch für meine Grundwerte. Und deswegen sage ich, ich denke nicht dran, dass wir jetzt aufgeben