Ansprache des neuen Ordinarius für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen in Österreich am Ende der Liturgie zur Amtseinführung
Die Vielfalt der Riten und Sprachen in der Kirche ist kein Mangel, sondern ein Reichtum, der im gemeinsamen Glauben und in der Fürsorge für Geflüchtete und Verfolgte zum Ausdruck kommen soll.
Nehmt Gottes Melodie in Euch auf! – So lautet mein Wahlspruch, der auch unser Zusammen-Wirken und Zusammen-Klingen im Ostkirchen-Ordinariat, das Miteinander von Ost- und Westkirche und die Ökumene prägen kann.
Der neue Ordinarius für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen in Österreich und Erzbischof von Wien richtet am Ende seiner Amtseinführung im Stephansdom ein Wort an die Gläubigen. Er dankt Gott, Papst Leo, dem Apostolischen Nuntius, Kardinal Schönborn sowie Priestern, Diakonen und ökumenischen Vertretern. Er betont die Vielfalt der Riten als Ausdruck eines gemeinsamen Glaubens und versteht seinen Dienst im Lichte der Vorgabe, dass ein Bischof Vater, Lernender und Zuhörer sein soll. Er verweist auf die lange Tradition, dass der Wiener Erzbischof zugleich Ordinarius für die katholischen Ostkirchen ist, und würdigt das Engagement des Ordinariats für über 20.000 Gläubige. Er nimmt Bezug auf Kriege und Konflikte in der Ukraine, Afrika, Asien und dem Nahen Osten, die viele Menschen zur Flucht gezwungen haben. Er ermutigt die Anwesenden, in Österreich Heimat, Wertschätzung und Hoffnung zu finden, und lädt ein, gemeinsam auf Gottes Melodie zu hören und das Lied des Friedens zu singen.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen; Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
- in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
- Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- vor allem als Angenommener und Beschenkter beschrieben
- Wohin geht die Geschichte?
- eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- auch verwandten Traditionen, aber nicht allen
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- der Text kritisiert nicht
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Wozu der Text aufruft
- auf Gottes Melodie in unserem Leben hören (innerlich)
- aufeinander hören und vielfältige Stimmen in das Lob Gottes einbringen (zwischenmenschlich)
- den neu Ankommenden Heimat, Wertschätzung und Hoffnung bieten (gesellschaftlich)
Gemessen
- Grundhaltung
- 2 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 1