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Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Ein verhaftungsloser liebender Yogi ist zu einem Gotteswerkzeug geworden - Bhagavad Gita XVIII 49

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-09-18 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Demut · Hauptbotschaft Wissen · tragend Geduld

Wer seinen Verstand unverhaftet hält, seine Wünsche beherrscht und das Ergebnis seines Handelns loslässt, erlangt die außergewöhnliche Befreiung von Karma und einen hohen geistigen Zustand.

Nicht verhaftet sein an das Ergebnis. Wenn du etwas tust so gut wie du es kannst, lässt du anschließend los. Vielleicht hast du Erfolg, vielleicht Misserfolg, vielleicht wirst du dafür gelobt, vielleicht getatelt.

Der Text erläutert Bhagavad Gita 18,49 und erklärt den Zustand des 'unverhafteten Verstandes' (aschakta buddhi). Kern ist, dass der Mensch seine Pflicht erfüllt, aber nicht an das Ergebnis haftet. Der Sprecher betont, dass man handeln kann, ohne sich an Erfolg, Misserfolg, Lob oder Tadel zu binden. Wer erkennt, dass er verhaftet war, gewinnt eine neue Erkenntnis und kann beim nächsten Mal anders handeln. Der Text beschreibt die 'Nishkarmaja Siddhi' als außergewöhnliche Fähigkeit, kein neues Karma zu schaffen und wirklich uneigennützig zu sein. Der Wunsch flieht, wenn man sich selbst beherrscht und nicht verhaftet ist. Der Sprecher ermutigt, sich vorzunehmen, verhaftungslos zu sein, Wünsche zu beherrschen und im Hier und Jetzt erwartungslos mit dem Göttlichen verbunden zu sein.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita 18,49

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Bhagavad Gita 18. Kapitel 49 ist erfasst. Der Mensch, dessen Verstand überall unverhaftet ist, der sich selbst bezwungen hat und vor dem der Wunsch geflogen ist, er erlangt durch Entsagung den höchsten Zustand des Freiseins von Karma. Der Mensch, dessen Verstand überall unverhaftet ist. Aschakta buddhi. Verstand, Intellekt, Aschakta unverhaftet. Unverhaftet zu sein ist nicht so einfach, aber es ist machbar, seine Pflichttun, seine Aufgabe tun und dabei zu wissen, ich war nicht der Handelnde, ich bin Teil des Gottlichen und ich habe alles Gott dargebracht. Nicht verhaftet sein an das Ergebnis. Wenn du etwas tust so gut wie du es kannst, lässt du anschließend los. Vielleicht hast du Erfolg, vielleicht Misserfolg, vielleicht wirst du dafür gelobt, vielleicht getatelt. Das gilt auch Gleichmord in Erfolg und Misserfolg, Gleichmord in Lob und Tatl, gleichmütig, egal welche Früchte dabei rauskommen. Lass alles los, sei nicht verhaftet, sei engagiert, aber nicht verhaftet. Und wenn immer du erkennst, dass du mal unglücklich bist, kannst du feststellen, ah, da war ich wieder verhaftet. Und so sei froh, jedes Mal, wenn du feststellst, dass du verhaftet warst, hast du eine neue Erkenntnis gewonnen. Du kannst es beim nächsten Mal vornehmen, es anders zu machen. Er spricht es weiteren. Das heißt, man erlangt den Zustand des Freiseins von Karma. Das ist auch eine besondere City. City heißt, du hast in etwas Erfolg und hast eine außergewöhnliche Fähigkeit. Und diese Neishkarmaja City ist eine besondere Fähigkeit. Das heißt, du schaffst kein neues Karma. Es heißt, du bist nicht gebunden an der Handlung und es heißt, du bist wirklich uneigennützig. Das ist eine City, also ein außergewöhnlich hoher Zustand. Diesen erreichst du, indem du unverhaftet bist, indem du wünschen, nicht nachgehst. Er sagt sogar, vor dem der Wunsch geflohen ist. Wunsch flieht, wenn du dich selbst behaust und wenn du nicht verhaftet bist. Nimm dir also vor, gerade heute verhaftungslos zu sein. Also nicht identifizieren, nicht an Vorstellungen haften. Lass er los. Öfters mal beherrsche deine Wünsche, öfters mal beherrsche auch dein Geist. Öfter mal geh nicht den Wünschen nach und so spüre, welch toller Zustand es ist, unbedingt zu sein, im Hier und Jetzt zu sein, erwartungslos, wunschlos verbunden mit dem Göttlichen.