Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Homilia do D. José Maria Pereira – XXV Domingo do Tempo Comum – Ano A
ohne Namen ·
Presbíteros – Sonntagshomilien brasilianischer Bischoefe ·
2026-09-14
· Quelle
Dankbarkeit · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Verantwortung · tragend
In der Welt der Gnade ist alles, auch das ewige Leben, ein reines Geschenk Gottes, und der Mensch ist aufgerufen, ohne Anspruch auf Lohn in seinem konkreten Alltag als Arbeiter im Weinberg des Herrn zu wirken.
Mit diesem Gleichnis will uns der Herr keine Lektion über Lohn oder Berufsmoral erteilen, sondern unterstreichen, dass in der Welt der Gnade alles ein reines Geschenk ist, selbst das, was ein Recht zu sein scheint, das uns aufgrund unserer guten Taten zusteht.
Die Homilie interpretiert das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16) als Offenbarung der göttlichen Güte und Großzügigkeit. Gott ruft Menschen zu verschiedenen Zeiten in seinen Dienst, und der Lohn – das ewige Leben – ist für alle derselbe. Der Text betont, dass in der Welt der Gnade keine Rechte geltend gemacht werden können, da alles ein Geschenk ist. Die Juden, die zuerst berufen wurden, hätten keinen Grund zu murren, als auch die Heiden berufen wurden. Der Text ruft die Gläubigen auf, in ihrem konkreten Alltag – Familie, Beruf, Gemeinde – als Arbeiter im Weinberg des Herrn zu wirken. Er warnt vor Neid, Pessimismus und passivem Vertrauen, das zur Nachlässigkeit führt. Stattdessen fordert er aktives Handeln mit Gelassenheit und Demut, verbunden mit dem Vertrauen, dass Gott alles zum Guten zusammenwirken lässt.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- im konkreten Alltag als Arbeiter im Weinberg des Herrn wirken (gesellschaftlich)
- Neid und Pessimismus verwerfen (innerlich)
- mit Gelassenheit und Vertrauen auf Gott reagieren (innerlich)
Genannte Stellen
Jes 55,8 · Jes 55,9 · Jes 55,6 · Mt 20,1-16 · Ps 144 · Phil 1,27
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Warum dasselbe Gehalt für alle!?
Dom José Maria Pereira
Hier stehen wir unmittelbar vor Gott, der uns in der ersten Person anspricht: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege", spricht der Herr (Jes 55,8). Im Psalm 144 (145): Groß ist der Herr und hoch zu loben, und niemand kann seine Größe messen.
Groß, gerecht, gut, heilig: So betete und lobte auch Jesus den Vater.
Der Mensch kann Gott nicht auf das Maß seiner Gedanken reduzieren, noch das Handeln des Höchsten an seine Kategorien von Gerechtigkeit und Güte binden. Gott steht weit über dem Menschen, weit mehr, als der Himmel über der Erde steht (Jes 55,9); deshalb sind die Pläne seiner Vorsehung oft der menschlichen Intelligenz unverständlich, die sie in Demut annehmen muss, ohne sie erraten oder richten zu wollen. Wie oft bleiben wir hinter den Wundern zurück, die Gott uns bereitet hat! Wie oft erweisen sich unsere Pläne als so eng!
Das Gleichnis von den Tagelöhnern (Mt 20, 1-16) bezieht sich unmittelbar auf das jüdische Volk. Gott rief es in der ersten Stunde, seit Jahrhunderten. Zuletzt rief er auch die Heiden. Alle sind mit demselben Recht berufen, Teil des neuen Volkes Gottes zu sein, das die Kirche ist. Für alle ist die Einladung kostenlos. Deshalb hätten die Juden, die zuerst berufen wurden, keinen Grund, über die Auswahl der Letzten gegen Gott zu murren, die denselben Lohn haben: Teil seines Volkes zu sein. Auf den ersten Blick scheint der Protest der Arbeiter der ersten Stunde berechtigt. Und er scheint es, weil sie nicht verstehen, dass in der Weinberge des Herrn zu arbeiten eine göttliche Gabe ist. Jesus macht mit dem Gleichnis klar, dass die Wege, auf denen er ruft, verschieden sind, aber der Lohn immer derselbe ist: der Himmel.
Dies ist die tiefe Lehre, die in dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16) enthalten ist, nämlich dass Gott will, dass wir seinen Heilsplan als Arbeit in seinem Weinberg betrachten, gleichgültig unter welchen Umständen und in welchem Alter er uns ruft. Er sagt: „Geht auch ihr in meinen Weinberg!". Er will, dass wir uns mit dem Wachstum des Reiches Gottes verbunden fühlen. Wir sind verantwortlich für die Welt, für die Familie, für die Kirche.
Setzen wir in jedem Fall alle Mittel ein, die in unseren Händen sind, und vertrauen wir dann. Wir sind in den Händen eines Vaters, der alles kennt, der alles zum Guten zusammenwirken lässt, auch wenn es nicht das unmittelbare Gut ist, das wir wünschen und wollen, weil wir nicht weit sehen. Er gibt, was wir vorziehen würden. Man muss mit Gelassenheit und Frieden leben.
Jesus erzählt gerade das Gleichnis vom Herrn des Weinbergs, der zu verschiedenen Stunden des Tages Arbeiter in seinen Weinberg ruft. Und am Abend gibt er allen dasselbe Gehalt, eine Münze, was den Protest derer der ersten Stunde hervorruft. Es ist klar, dass jene Münze das ewige Leben darstellt, eine Gabe, die Gott für alle aufhebt. Übrigens werden gerade diejenigen, die als „Letzte" gelten, wenn sie ihn annehmen, die „Ersten" sein; während die „Ersten" das Risiko laufen können, die „Letzten" zu sein. Eine erste Botschaft dieses Gleichnisses liegt in der Tatsache selbst, dass der Herr, sozusagen, die Arbeitslosigkeit nicht duldet: Er will, dass alle in seinem Weinberg beschäftigt sind. Und in der Tat, berufen zu sein, ist bereits die erste Belohnung: In dem Weinberg des Herrn arbeiten zu können, sich in seinen Dienst stellen, an seinem Werk mitzuwirken, ist an sich ein unschätzbarer Preis, der jeden Aufwand belohnt. Aber nur wer den Herrn und sein Reich liebt, versteht es, denn wer ausschließlich um des Lohnes willen arbeitet, wird sich nie des Wertes dieses unschätzbaren Schatzes bewusst werden.
Es handelt sich um Hausherr, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuheuern. Er vereinbarte mit ihnen einen Silberling für den Tag. Er ging wieder hinaus um neun Uhr, um die Mittagszeit, um drei Uhr nachmittags und um fünf Uhr nachmittags. Am Ende des Tages ließ er allen denselben Lohn zahlen, beginnend mit den letzten. Die ersten murrten, in dem Gedanken, sie würden mehr empfangen. Der Hausherr zeigt, dass er nicht ungerecht gegenüber den ersten ist, und verteidigt das Recht, Gutes zu tun. Warum handelt der Hausherr so? Die Antwort steht am Ende: „Denn ich bin gut!" Jesus will sagen, dass seine Art zu handeln eine Kopie der Art zu handeln Gottes ist; Er ist gut und deshalb bin auch ich es. Der Herr erbarmt sich über ihre Armut und lässt deshalb einen ganzen Tageslohn zahlen. Das Gleichnis beschreibt keine willkürliche Handlung, sondern eine Geste einer Person, die voller Güte, Großzügigkeit und feiner Empfindsamkeit gegenüber den Armen ist. So ist Gott! – das wollte Jesus sagen; Er ist so gut, dass Er auch die Zöllner und Sünder an seinem Reich teilhaben lässt.
Aber siehe, da erscheinen sogleich die Gedanken des Menschen. Sie äußern sich, indem sie gegen die zuerst Angestellten murren.
Diese Männer haben Neid auf die Güte Gottes; sie würden wünschen, sie sei nur ihr Vorrecht, und sie nehmen Anstoß daran, dass Gott (und Jesus Christus) sich so großzügig gegenüber denen erweist, die nach ihrer Meinung es nicht verdienen. Das heutige Evangeliumsgleichnis entstand aus dieser Situation, die sich um Jesus von Nazaret herum bildete: die Gute Nachricht des Reiches gegenüber den fortwährenden Anklagen der Gegner zu rechtfertigen. Indem er so handelte, strahlte das Gleichnis wie viel Licht der Offenbarung aus: Licht darüber, wie Gott ist, Licht, um zu wissen, wer Jesus Christus ist, Licht darüber, wie die Menschen beschaffen sind.
Dieses Gleichnis kann auf das jüdische Volk angewendet werden, das auf den letzten Platz geriet, weil es das Geschenk Gottes nicht erkannte. Dann rief er auch die Heiden. Alle sind mit demselben Recht berufen, Teil des neuen Volkes Gottes zu sein, das die Kirche ist. Für alle ist die Einladung frei. Deshalb hätten die Juden, die zuerst berufen wurden, keinen Grund, gegen Gott zu murren wegen der Auswahl der letzten, die denselben Preis haben: Teil seines Volkes zu sein. Auf den ersten Blick scheint der Protest der Arbeiter der ersten Stunde berechtigt. Und es scheint es auch, weil sie nicht verstanden, dass im Weinberg des Herrn zu arbeiten ein göttliches Geschenk ist. Jesus macht mit dem Gleichnis klar, dass die Wege, auf denen er ruft, verschieden sind, aber dass der Preis immer derselbe ist: der Himmel!
Mit diesem Gleichnis will uns der Herr keine Lektion über Lohn oder Berufsmoral erteilen, sondern unterstreichen, dass in der Welt der Gnade alles ein reines Geschenk ist, selbst das, was ein Recht zu sein scheint, das uns aufgrund unserer guten Taten zusteht.
Diejenigen von uns, die zu verschiedenen Stunden berufen wurden, im Weinberg des Herrn zu arbeiten, haben nur Gründe für Dankbarkeit. Der Ruf an sich ist bereits eine Ehre. „Es gibt niemanden, so sagt der heilige Bernhard, der, wenn er auch nur wenig nachdenkt, nicht in sich selbst gewichtige Gründe findet, die ihn zwingen, Gott gegenüber dankbar zu sein. Und besonders wir, weil der Herr uns für sich erwählt und uns aufbewahrt hat, um ihm allein zu dienen."
Im Weinberg des Herrn ist die Arbeit gewaltig!
Der Hausherr besteht mit mehr Nachdruck auf seiner Einladung: „Geht auch ihr in meinen Weinberg."
Können wir gleichgültig bleiben angesichts so vieler, die die Gestalt Christi nicht kennen? Auf dem Feld des Herrn gibt es Arbeit für alle! Gott kommt weder zu früh noch zu spät in unser Leben. Was er will, ist, dass wir, ab dem Moment, in dem er uns in seiner Barmherzigkeit besuchte, uns wirklich verpflichtet fühlen, in seinem Weinberg zu arbeiten, mit allen Kräften und mit dem ganzen Eifer, ohne uns mit zukünftigen Versprechen zu drücken, noch uns über die verlorene Zeit zu entmutigen.
Nicht angenehm sind dem Herrn die unfruchtbaren Klagen, die Mangel an Glauben offenbaren, oder sogar einen negativen und skeptischen Sinn für die Umgebung, die uns umgibt. Dies ist der Weingarten und dies ist das Feld, in dem der Herr will, dass wir in jene Gesellschaft eingebunden sind, die ihre Werte und Mängel aufweist. In unserer eigenen Familie, und nicht in einer anderen, müssen wir uns heiligen, und es ist diese Familie, die wir zu Gott bringen müssen; und die Arbeit, die uns heute erwartet, an der Universität oder im Büro, und nicht eine andere, die wir in Gottes Arbeit verwandeln müssen… Dies ist der Weingarten des Herrn, wo Er will, dass wir ohne falsche Ausreden, ohne Nostalgie, ohne die Schwierigkeiten zu übertreiben, ohne auf bessere Gelegenheiten zu warten, arbeiten.
Um dieses Apostolat zu vollbringen, haben wir alle notwendigen Gnaden. Darin gründet sich unser ganzes Optimismus. Gott ruft mich und sendet mich als Arbeiter in seinen Weingarten; Er ruft mich und sendet mich, zu arbeiten für die Ankunft seines Reiches in der Geschichte: dieser persönliche Ruf und diese Mission definieren die Würde und die Verantwortung jedes gläubigen Laien und stellen den Schwerpunkt jeder formenden Tätigkeit dar.
Der Herr will uns zeigen, dass in der Welt der Gnade keine Rechte geltend gemacht werden können. Es ist gewiss, dass der Mensch an seiner ewigen Seligkeit mitwirken muss, aber diese ist ein so erhabenes Gut, dass sie niemals aufhört, eine Gabe zu sein, selbst für die heiligsten Seelen.
Gott kann zu jeder Stunde rufen, und der Mensch muss immer bereit sein, auf seinen Ruf zu antworten. „Suchet den Herrn, solange er gefunden werden kann; ruft ihn an, solange er nahe ist" (Jes 55,6). Fahren wir fort mit der Arbeit im Weingarten des Herrn! Verwerfen wir den Pessimismus und die Traurigkeit, falls wir jemals nicht das Ergebnis erlangt haben, das wir erwarteten.
„Lass den Mutverlust in deinem Apostolat nicht zu. Du bist nicht gescheitert, wie auch Jesus nicht gescheitert ist am Kreuz. Mut! Fahre fort gegen den Strom, geschützt vom Mütterlichen und Reinsten Herzen Unserer Frau! Du bist meine Zuflucht und meine Festung.
„Ruhig. Gelassen… Gott hat sehr wenige Freunde auf der Erde. Weiche nicht der Last der Tage aus, auch wenn sie sich manchmal sehr lang für uns machen" (Heiliger Josemaría Escrivá, Via Sacra, XIII. Station).
In der Eucharistie, die gefeiert wird, versammeln wir uns um Jesus, dankbar und demütig, wie jene letzten, die aus der Gleichnis kamen, um ihr Geld zu empfangen und nach Hause zurückkehrten, erfüllt von Freude wegen der Großzügigkeit des Herrn. Dieses Geld ist das Reich Gottes, das Jesus mit sich bringt als Geschenk: vielmehr ist es Jesus in Person!
Der Herr irrt niemals und kann auch nicht irren: Er führt zur ewigen Seligkeit. Der heilige Paulus sagt: „Nur eines ist wichtig: Lebt würdig des Evangeliums Christi" (Phil 1,27). Und angesichts dessen, was leidet, sollte aus dem Innersten der Seele ein einfaches, demütiges, vertrauensvolles Gebet hervorgehen: Herr, Du weißt mehr, ich überlasse mich Dir. Ich werde es später verstehen.
Die Hingabe und das Vertrauen in Gott führen keineswegs zur Passivität, die in vielen Fällen Nachlässigkeit, Faulheit oder Mitschuld wäre. Wir müssen das körperliche oder moralische Übel mit allen Mitteln bekämpfen, die in unserer Macht stehen. Nichts ist dem christlichen Geist fremder als ein missverstandenes Vertrauen in Gott, das dazu führen würde, vor dem Leiden und der Not untätig zu bleiben. Er segnet unsere Unterlassungen nicht, denn Er behandelt uns wie intelligente Söhne, von denen Er die Suche nach den „Heilmitteln" der Spiritualität erwartet.
Dom José Maria Pereira
Der Beitrag Homilie von Dom José Maria Pereira – 25. Sonntag im Jahreskreis – Jahr A erschien zuerst auf Presbíteros.
Wortlaut im Original
Por que o Mesmo Salário Para Todos!?
Dom José Maria Pereira
Aqui, encontramo-nos, de imediato, frente a frente com Deus que nos fala em primeira pessoa: “ Pois os meus pensamentos não são como os vossos pensamentos, e vossos caminhos não são como os meus caminhos”, diz o Senhor (Is 55,8). No Salmo 144 (145), Grande é o Senhor e muito digno de louvores, e ninguém pode medir sua grandeza.
Grande, justo, bom, santo: Assim também Jesus rezava e louvava ao Pai.
O homem não pode reduzir Deus à medida dos seus pensamentos, nem condicionar o comportamento do Altíssimo às suas categorias de justiça e de bondade. Deus está muito acima do homem, muito mais do que está o céu acima da terra (Is 55,9); por isso, muitas vezes, os projetos da sua providência são incompreensíveis à inteligência humana, que os deve aceitar com humildade, sem pretender adivinhá-los ou julgá-los. Quantas vezes ficamos aquém das maravilhas que Deus nos preparou! Quantas vezes os nossos planos se revelam tão estreitos!
A Parábola dos vinhateiros (Mt 20, 1-16) refere-se diretamente ao povo judeu. Deus chamou-o na primeira hora, desde há séculos. Ultimamente, chamou também os gentios. Todos são chamados com o mesmo direito a fazer parte do novo Povo de Deus, que é a Igreja. Para todos, o convite é gratuito. Por isso, os Judeus, que foram chamados primeiro, não teriam razão ao murmurar contra Deus pela escolha dos últimos, que têm o mesmo prêmio: fazer parte do Seu Povo. À primeira vista, o protesto dos trabalhadores da primeira hora parece justo. E parece-o, porque não compreendem que poder trabalhar na vinha do Senhor é um dom divino. Jesus deixa claro, com a parábola, que são diversos os caminhos pelos quais chama, mas que o prêmio é sempre o mesmo: o Céu.
É este o ensinamento profundo, contido na parábola dos trabalhadores da vinha (Mt 20,1-16), ou seja, Deus quer que consideremos seu plano de salvação como o trabalho na sua vinha, sejam quais forem as circunstâncias e a idade em que nos chame. Diz: “Ide também vós para a minha vinha!”. Quer que nos sintamos comprometidos com o crescimento do Reino de Deus. Somos responsáveis pelo mundo, pela família, pela Igreja.
Empreguemos, em cada caso, todos os meios que estiverem em nossas mãos e, depois, confiemos. Estamos nas mãos de um Pai que conhece tudo, faz concorrer tudo para o bem, ainda que não o bem imediato que nós desejemos e queiramos por não vermos longe. Dá o que preferiríamos. Há que viver com serenidade e paz.
Jesus narra precisamente a parábola do senhor da vinha que, em diversas horas do dia, chama trabalhadores para a sua vinha. E, à tarde, dá a todos o mesmo salário, uma moeda, suscitando o protesto daqueles da primeira hora. É claro que aquela moeda representa a vida eterna, dádiva que Deus reserva a todos. Aliás, precisamente aqueles que são considerados os “últimos”, se O aceitarem, serão os “primeiros”; enquanto os “primeiros” podem correr o risco de serem os “últimos”. Uma primeira mensagem desta parábola está no próprio fato de que o Senhor não tolera, por assim dizer, o desemprego: quer que todos estejam ocupados na sua vinha. E, na realidade, ser chamado é já a primeira recompensa: poder trabalhar na vinha do Senhor, pôr-se ao seu serviço, colaborar para a sua obra, constitui, por si mesmo, um prêmio inestimável, que recompensa todo o esforço. Mas só o compreende quem ama o Senhor e o seu Reino, pois quem trabalha, unicamente pelo salário, nunca se dará conta do valor deste tesouro inestimável.
Trata-se de um patrão que saiu de manhã cedo para contratar trabalhadores para a sua vinha. Combina com eles uma moeda de prata por dia. Torna a sair pelas nove, pelo meio dia, pelas três da tarde e pelas cinco da tarde. Chegado ao fim do dia, manda pagar a todos o mesmo salário, a começar pelos últimos. Os primeiros murmuraram, pensando que haviam de receber mais. O patrão mostra que não é injusto para com os primeiros, e defende o direito de fazer o bem. Por que o patrão age assim? A resposta está no fim: “Porque eu sou bom!”. Jesus quer dizer que o modo de agir dele é cópia do modo de agir de Deus; Ele é bom e por isso eu também o sou. O dono compadece-se de sua pobreza e, por isso, manda pagar uma diária inteira. A parábola não descreve um ato arbitrário, mas um gesto de uma pessoa cheia de bondade, generosa e de fina sensibilidade para com os pobres. Deus é assim! – quis dizer Jesus; é tão bom que faz participar de seu Reino também os publicanos e pecadores.
Mas, eis que logo aparecem os pensamentos do homem. Eles se manifestam, murmurando contra os primeiros contratados.
Esses homens têm inveja da bondade de Deus; gostariam que fosse prerrogativa só sua e se escandalizam de que Deus (e Jesus Cristo) se mostre tão generoso com quem, segundo eles, não o merece. A parábola evangélica de hoje nasceu desta situação que se criou ao redor de Jesus de Nazaré: justificar a Boa-Nova do Reino das contínuas acusações dos adversários. Agindo assim, quanta luz de revelação irradiou a parábola: luz de como é Deus, luz para saber quem é Jesus Cristo, luz sobre como são feitos os homens.
Esta parábola pode aplicar-se ao povo judeu, que passou para o último lugar, porque não reconheceu o dom de Deus. Depois chamou também os gentios. Todos são chamados com o mesmo direito a fazer parte do novo Povo de Deus, que é a Igreja. Para todos, o convite é gratuito. Por isso, os Judeus, que foram chamados primeiro, não teriam razão ao murmurar contra Deus pela escolha dos últimos, que têm o mesmo prêmio: fazer parte do Seu Povo. À primeira vista, o protesto dos trabalhadores da primeira hora parece justo. E parece-o, porque não compreendeu que poder trabalhar na vinha do Senhor é um dom divino. Jesus deixa claro com a parábola que são diversos os caminhos pelos quais chama, mas que o prêmio é sempre o mesmo: o Céu!
Com esta parábola, o Senhor não deseja dar-nos uma lição de moral salarial ou profissional, mas sublinhar que, no mundo da Graça, tudo é um puro dom, mesmo o que parece ser um direito que nos assiste pelas nossas boas obras.
Os que fomos chamados a diferentes horas para trabalhar na vinha do Senhor, só temos motivos de agradecimento. A chamada, em si mesma, já é uma honra. ”Não há ninguém, afirma São Bernardo, que, por pouco que reflita, não encontre, em si mesmo, poderosos motivos que o obriguem a mostrar-se agradecido a Deus. E, especialmente nós, porque o Senhor nos escolheu para si e nos guardou para o servirmos somente a Ele.”
É imenso o trabalho na vinha do Senhor!
O patrão insiste com mais energia no seu convite: “Ide vós também para a minha vinha”.
Podemos ficar indiferentes diante de tantos que não conhecem a figura de Cristo? No campo do Senhor, há trabalho para todos! Deus não chega nem demasiado cedo nem demasiado tarde às nossas vidas. O que Ele quer é que, a partir do momento em que nos visitou na sua misericórdia, sintamo-nos, verdadeiramente, comprometidos a trabalhar na sua vinha, com todas as forças e com todo o entusiasmo, sem nos esquivarmos com promessas futuras, nem desanimarmos com o tempo perdido.
Não são gratas ao Senhor as queixas estéreis, que revelam falta de fé, ou mesmo um sentido negativo e cético do ambiente que nos rodeia. Esta é a vinha e este é o campo em que o Senhor quer que estejamos inseridos nessa sociedade que apresenta os seus valores e deficiências. É na nossa própria família, e não em outra, que devemos santificar-nos, e é essa família que devemos levar a Deus; e o trabalho, que nos espera hoje, na Universidade ou no escritório, e não outro, que devemos converter em trabalho de Deus…Esta é a vinha do Senhor, onde Ele quer que trabalhemos sem falsas desculpas, sem saudosismos, sem exagerar as dificuldades, sem esperar oportunidades melhores.
Para levarmos a cabo este apostolado, temos todas as graças necessárias. É nisto que se fundamenta todo o nosso otimismo. Deus chama-me e envia-me como trabalhador para a sua vinha; chama-me e envia-me a trabalhar para o advento do seu Reino na história: esta vocação e missão pessoal define a dignidade e a responsabilidade de cada fiel leigo e constitui o ponto forte de toda a ação formativa.
O Senhor quer nos mostrar que, no mundo da Graça, não se podem fazer valer quaisquer direitos. É certo que o homem deve colaborar na sua salvação eterna, mas esta é um bem tão sublime que jamais deixa de ser um dom, até mesmo para as almas mais santas.
Deus pode chamar a qualquer hora, e o homem deve estar sempre pronto para responder ao Seu chamamento. “Buscai o Senhor, enquanto pode ser achado; invocai-o, enquanto Ele está perto” (Is 55,6). Continuemos o trabalho na vinha do Senhor! Rejeitemos o pessimismo e a tristeza, se alguma vez não obtivemos o resultado que esperávamos.
“Não admitas o desalento no teu apostolado. Não fracassaste, como Jesus também não fracassou na Cruz. Ânimo! Continua contra a corrente, protegido pelo Coração Materno e Puríssimo de Nossa Senhora! Tu és o meu refúgio e a minha fortaleza.
“Tranquilo. Sereno… Deus tem muito poucos amigos na terra. Não te esquives ao peso dos dias, ainda que às vezes se nos tornem muito longos” (São Josemaria Escrivá, Via Sacra, Xlll estação).
Na Eucaristia que é celebrada, reunimo-nos ao redor de Jesus, agradecidos e humildes, como aqueles últimos, chegados da parábola, que foram receber seu dinheiro e voltaram para casa, cheios de alegria por causa da generosidade do dono. Aquele dinheiro é o Reino de Deus que Jesus traz consigo como presente: aliás, é Jesus em pessoa!
O Senhor jamais se engana e nem pode enganar: conduz para a eterna felicidade. Diz São Paulo: “Só uma coisa importa: vivei à altura do Evangelho de Cristo” (Fl 1,27). E, diante do que faz sofrer, deveria sair do fundo da alma uma oração simples, humilde, confiante: Senhor, Tu sabes mais, abandono-me em Ti. Entenderei mais tarde.
O abandono e a confiança em Deus não nos levam de maneira nenhuma à passividade, que, em muitos casos, seria negligência, preguiça ou cumplicidade. Temos de combater o mal físico ou moral com todos os meios ao nosso alcance. Nada mais alheio ao espírito cristão do que uma confiança em Deus mal- entendida, que levasse a permanecer inativo diante do sofrimento e da necessidade. Não abençoa as nossas omissões, pois nos trata como a filhos inteligentes, de quem espera busca dos “remédios” espirituais.
Dom José Maria Pereira
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