omnist.world

English

Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Sermon preached at the Sung Eucharist on the Fifteenth Sunday after Trinity 2026

The Reverend Dr James Hawkey Canon Theologian and Almoner · Westminster Abbey - Predigtarchiv · 2026-09-13 · London · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Umkehr · tragend

Christliche Vergebung ist kein vergib-und-vergiss-Mechanismus, sondern ein herztiefer Akt der Barmherzigkeit, der in der Gemeinschaft der Gläubigen und in der Gegenwart Jesu als Norm statt Ausnahme gelebt werden soll.

Diese Art christlicher Vergebung mag erneut das Unterscheidende sein, das Christen in einer Welt anbieten können, die von Zyklen der Rache und der Dissonanz aufgewühlt wird.

Die Predigt nimmt die Szene aus der Josefsgeschichte, in der Josef seine Brüder in Tränen umarmt, als Ausgangspunkt für eine Auslegung des Matthäus-Evangeliums. Sie betont, dass Matthäus in den ersten Jahrhunderten besonders häufig zitiert wurde, weil er einen Bauplan für das Leben christlicher Gemeinden liefert. Im Zentrum steht die Aussage Jesu, dass er bei den versammelten Gläubigen gegenwärtig ist, was moralische Entscheidungen in seiner Gegenwart verlangt. Die Predigt verbindet dies mit dem Prinzip des biblischen Jubeljahres und der Forderung, siebenundsiebzigmal zu vergeben. Vergebung wird als Akt des Herzens verstanden, der über bloßes Vergessen hinausgeht und aus der tiefsten menschlichen Selbstkenntnis erwachsen muss. Der Text grenzt diese christliche Vergebung von Karma ab und stellt sie als befreiende Alternative zu Rache und Kontrolle dar. Abschließend wird die Gemeinde ermutigt, in der bewussten Gegenwart Jesu die Barmherzigkeit zu lernen, die Josef seinen Brüdern durch seine Tränen gezeigt hat.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott; Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Mt 18,15-35 · Mt 18,20 · 1. Mose 43,29 · Lev 25

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Die Szene, in der Josef mit seinen Brüdern weint, muss eine der bewegendsten Szenen in der gesamten hebräischen Bibel sein. Josef ist in einen Brunnen geworfen worden, geschlagen, gequetscht, in die Sklaverei verkauft und bis ins Gefängnis verfolgt worden, bevor er zum höchsten Rang in Ägypten erhoben wurde. An diesem Ende der Geschichte ist er der langjährige Stellvertreter des Pharaos, und seine Brüder sind ihm unbewusst wegen Getreides in der Hungersnot zu ihm gekommen. Nun ist ihr Vater tot, und sicher fürchten sie die fast unvermeidlichen Folgen, die ihnen drohen. Aber Josef weinte, als sie zu ihm sprachen, und seine Brüder antworteten mit Tränen, Herz sprach mit Herz. Diese entfremdeten Geschwister verbinden sich in einer anderen Sprache als der der Rache, mit einer völlig eigenständigen Grammatik, die sich nicht auf das Bedürfnis stützt, es „einzuziehen". In den ersten zwei Jahrhunderten des christlichen Glaubens wird das Evangelium des Matthäus häufiger zitiert als jedes andere Evangelium. Dies ist der Text, der die Seligpreisungen genau in seinem Zentrum hat – selig sind die Barmherzigen, die Sanftmütigen, die reinen Herzens. Barmherzigkeit ragt groß in Matthäus' moralischem Universum auf, und sie durchdringt einen großen Teil seines Evangeliums. Die Beliebtheit dieses Evangeliumstextes in jenen frühen Jahrhunderten liegt zumindest teilweise daran, dass er einen Bauplan dafür liefert, wie christliche Gemeinden aussehen und wie sie sich verhalten sollten. Was sind unsere Werte? Was sind unsere Prioritäten? Wie gehen wir mit umstrittenen Fragen um? Dies sind Bereiche, die so viele Institutionen, einschließlich unserer eigenen, regelmäßig erkunden – und sie scheinen nicht immer einfach zu beantworten zu sein – aber der Umriss einer christlichen Antwort auf Fragen der Identität, des Wertes und des Verhaltens wird im Evangelium unmittelbar gefunden. In den Versen unmittelbar vor dem Abschnitt, den wir heute gehört haben, sagt Jesus seinen Anhängern etwas wirklich Bemerkenswertes, das ein wenig ein Spielveränderer für die Art und Weise ist, in der sie ihr Zusammenleben und seine Gewohnheiten betrachten sollten. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen", sagt er. Diese Abschnitte im Evangelium des Matthäus handeln davon, wie die christliche Gemeinde strukturiert werden soll und wie diejenigen versöhnt werden sollen, die von ihr abgefallen sind. In seiner Lehre geht Jesus in eine andere Richtung als die übliche Sprache rabbinischer oder philosophischer Unterweisung und zeigt seinen Anhängern den echten Kontext ihrer Entscheidungsfindung. Wenn sie in Jesu Namen zusammenkommen, ist er bei ihnen, unter ihnen, mitten unter ihnen. Also sollen ihre Urteile und ihre Handlungen in der Gegenwart Jesu gefällt werden, um den sich die Kirche in Unterscheidung, Gebet, Anbetung und Handeln versammelt. Also, wenn Petrus kommt und Jesus fragt, wie oft er ein anderes Mitglied der Kirche, das gegen ihn sündigt, vergeben soll, gibt Jesus Petrus die Antwort des Jubeljahres, die die Einrichtung des Prinzips des Jubeljahres im Buch Levitikus widerhallt. Jesus ist das Jubeljahr. Jesus ist die Person und die Tat der höchsten Versöhnung. Und wenn Jesus mitten unter ihnen ist, wann immer sie moralische und ethische Urteile darüber fällen, wer drinnen und wer draußen ist, wer vergeben wird und wie oft, ist die Antwort, die sie geben müssen, die des Jubeljahres. Siebenundsiebzigmal. Ein endloses Muster von Befreiung und Versöhnung, das Menschen von Mustern befreit, die von ihnen selbst und von anderen gemacht wurden, nicht als Ausnahme, sondern als Norm. Wie Josef wusste, ist dies die Art von Versöhnung, die die überwältigende Sprache der Tränen spricht, denn manchmal reichen Worte allein einfach nicht aus. Jesus verwendet am Ende des heutigen Evangeliums eine sehr spezifische Formulierung. „Wenn ihr euren Bruder oder eure Schwester nicht von Herzen vergebt", sagt er ihnen. Dies ist ein Gegengift zu der Art von vergib-und-vergiss-Brüderlichkeit, die so viele unserer eigenen kulturellen Erzählungen darüber durchzieht, was Vergebung tatsächlich ist. Die Lehre Jesu nimmt die Realität von Schmerz, Verwundung, jene Brüche in Beziehungen des Vertrauens und der Integrität ernst, die es manchmal unmöglich erscheinen lassen, von neuem anzufangen, wenn wir verletzt oder Unrecht zugefügt wurden. Das einzige Organ, das dies tun kann, ist das Herz – gewiss nicht allein der Kopf oder der Bauch. In der Sprache der Bibel steht das Herz für die tiefste Ebene der menschlichen Psyche, wo Wille, Emotion und Intellekt zusammenwirken. Das Herz steht für unser wahrhaftigstes Selbst. So ist Vergebung ein Akt wahrer Selbstbestimmung, einer Entscheidung, die aus dem tiefsten Ort heraus erarbeitet werden muss, an dem wir unsere eigene Menschlichkeit, unsere eigene Fragilität, unser eigenes geschaffenes, geschenktes Potenzial, das alles zusammengehalten wird, kennen. Der Grund, warum wir lernen müssen, uns auf diese Weise zu verhalten, und warum dies recht natürlich werden soll, ist, dass, wenn wir in Jesu Namen versammelt sind, Jesus unter uns ist, lehrend, versöhnend, befreiend. Jesus ist ein scharfsinniger Lehrer in diesem Abschnitt aus dem Matthäus-Evangelium und zeigt tiefgreifende Einsicht in die menschliche Verfassung. Er versteht die menschliche Neigung nur allzu gut, daher weiß er, dass nur das ganze Herz diese Arbeit leisten kann, und dass sowohl einzelne als auch Gemeinschaften dies nur gut üben können, wenn sie um seine Lehre und sein Beispiel versammelt sind. Diese Art christlicher Vergebung mag erneut das Unterscheidende sein, das Christen in einer Welt anbieten können, die von Zyklen der Rache und der Dissonanz aufgewühlt wird. Es ist an dieser Stelle wichtig darauf hinzuweisen, dass das, was Jesus hier umreißt, keine Art von Karma ist – es gibt zahlreiche Situationen in der Geschichte und in unserer heutigen Welt, in denen diejenigen, die routinemäßig andere missbrauchen oder über ungerechte Systeme wachen, selbst nicht zu leiden scheinen. Aber das heutige Evangelium zeigt uns, dass man Unrecht anrichten und dann Gerechtigkeit für sich selbst einfordern kann, weil die ganze neue Welt, die um Jesus herum zum Leben erwacht, eine ist, in der gemeinschaftliche Ethik zählt und in der Barmherzigkeit eine grundlegende Rolle spielt. Diejenigen, die im fortwährenden Verüben von Unrecht leben, leben eine Art Halbleben, eingeengt von Rache und dem Bedürfnis nach Kontrolle. Die Botschaft des Matthäus ist, dass in und durch Jesus es nicht mehr nötig ist, diese Art von Halbleben zu führen, weil sein moralisches Universum das befreite Leben ist. Jesus ist inmitten derer, die durch seinen Namen ausgezeichnet sind, und es ist Jesu Neuordnung dieser Dynamiken der Barmherzigkeit und der Zugehörigkeit, die uns befreit. Das letzte Gericht gehört allein Gott, und es ist in der gesamten Lehre Jesu klar, dass diejenigen, die vergeben werden, diejenigen sind, die gelernt haben, zu vergeben. Die Beliebtheit des Matthäus-Evangeliums in den frühesten Jahrhunderten des Kirchenlebens zeigt uns, wie wesentlich diese Art von Vision für die Etablierung eines gemeinsam getragenen christlichen moralischen Rahmens ist. Die heutige Lesung ist dazu bestimmt, Buße zu ermutigen. Jesus legt die Grundlage unserer Rechenschaftspflicht gegenüber Gott und dem anderen dar. Vergebung muss die Gemeinschaft der Vergebenen kennzeichnen. Wir sollten uns keiner Illusion darüber hingeben, wie schwierig dies sein kann, und über die Macht jener Kräfte in und um uns, die uns ermutigen, diese kleinen Grollen und Versuchungen zur Rache in uns selbst und in unseren Gemeinschaften zu hegen. Aber mit Jesus in unserer Mitte, uns seiner Gegenwart und seiner Herausforderung an uns bewusst, können auch unsere Herzen dieses tiefe und überwältigende Geschenk der Barmherzigkeit lernen, das ein alter Joseph einst seinen Brüdern durch seine Tränen gelehrt hat. TEILEN < Zurück zu den Predigten Nach oben VORHERIGE Predigt gehalten bei der Gesungenen Eucharistie am Dreizehnten Sonntag nach Trinitatis 2026 NÄCHSTE Predigt gehalten beim Abendsingen am Fünften Sonntag nach Trinitatis 2026 Die Westminster Abbey ist ein UNESCO-Weltkulturerbe Nützliche Links Mission und Werte Häufig gestellte Fragen Barrierefreiheit Kontaktieren Sie uns Presse Karriere Kontaktieren Sie uns Das Domkapitel Westminster Abbey 20 Dean's Yard London SW1P 3PA Folgen Sie uns Melden Sie sich für unseren Newsletter an Abonnieren Entworfen von Entwickelt von © 2026 Dean and Chapter of Westminster Cookies Datenschutzerklärung Allgemeine Geschäftsbedingungen Erklärung zur Barrierefreiheit Teilen Sie dies auf Twitter
Wortlaut im Original
The scene of Joseph weeping with his brothers must be one of the most moving scenes in the whole Hebrew Bible. Joseph has been thrown down a well, battered, bruised, sold into slavery, and pursued to prison before being raised to the highest rank in Egypt. By this end of the story, he is Pharaoh’s longstanding vicegerent, and his brothers have unknowingly come to him for grain amidst famine. Now, their Father is dead, and surely they fear what must have seemed almost inevitable repercussions. But Joseph wept when they spoke to him, and his brothers responded with tears, heart speaking to heart. These estranged siblings connect in a different language to that of revenge, using a totally distinctive grammar which does not rely on the need to ‘get even.’ In the first two centuries of the Christian faith, St Matthew’s Gospel is cited more than any other Gospel. This is the text which has the Beatitudes right at its centre – blessed are the merciful, the meek, the pure in heart. Mercy looms large in Matthew’s moral universe, and it pervades much of his Gospel. The popularity of this Gospel text in those early centuries is at least in part because it provides a blueprint for what Christian communities should look like and how they should behave. What are our values? What are our priorities? How do we deal with contested questions? These are areas which so many institutions, including our own, explore on a regular basis – and they don’t always seem simple to answer – but the outline of a Christian response to questions of identity, value and behaviour, is found straightforwardly in the Gospel. In the verses immediately preceding the passage we heard read today, Jesus tells his followers something truly remarkable which is a bit of a game-changer for the way in which they should consider their life together and its habits. ‘Where two or three are gathered in my name, I am there among them’, he says. These passages in Matthew’s gospel are about how to structure the Christian community and how to reconcile those who have fallen away from it. In his teaching, Jesus goes in a different direction from the usual language of rabbinic or philosophical instruction and shows his followers the real context of their decision-making. When they meet in Jesus’s name, he is with them, among them, in their midst. So, their judgements and their actions are to be made in the presence of Jesus, around whom the Church gathers in discernment, prayer, worship, and action. So, when Peter comes and asks Jesus how many times he should forgive another member of the Church who sins against him, Jesus gives Peter the answer of Jubilee, echoing the establishment of the principle of the jubilee year in the book of Leviticus. Jesus is the jubilee. Jesus is the person and the act of supreme reconciliation. And if Jesus is in the midst of them whenever they are making moral and ethical judgements about who is in and who is out, who is forgiven, and how often, the answer they must give is that of jubilee. Seventy-seven times. An endless pattern of liberation and reconciliation which sets people free from patterns of their own and other peoples’ making, not as an exception but as the norm. As Joseph knew, this is the kind of reconciliation which speaks the overwhelming language of tears, because sometimes words alone simply don’t cut it. Jesus uses a very specific construction at the end of today’s Gospel. ‘if you do not forgive your brother or sister from your heart’, he tells them. This an antidote to the kind of forgive-and-forget mateyness which pervades so much of our own cultural narratives about what forgiveneness actually is. Jesus’s teaching takes seriously the reality of pain, woundedness, those breaches in relationships of trust and integrity which sometimes make it feel impossible to start again when we have been hurt or wronged. The only organ which can do this is the heart – certainly not just the head or the gut alone. In the language of the bible, the heart represents the deepest level of the human psyche, where will, emotion and intellect all sit together. The heart represents our truest self. So forgiveness is a move of true agency, decision, which needs to be worked at from the deepest place in which we know our own humanity, our own frailty, our own created, gifted potential all held together. The reason we need to learn how to behave in this way, and for that to become quite natural, is because when we are gathered together in Jesus’s name, Jesus is among us, teaching, reconciling, liberating. Jesus is a shrewd teacher in this passage from St Matthew, showing profound insight into the human condition. He understands human propensity all too well, so he knows that only the whole heart can do this work, and that both individual communities can only practice this well when they are gathered around his teaching and his example. That kind of Christian forgiveness may yet again be the distinctive thing which Christians can offer in a world which is churned up by cycles of revenge and dissonance. It is important to point out at this stage that what Jesus is outlining here is not some sort of karma – there are plenty of situations in history and in our world today where those who routinely abuse others or preside over unjust systems appear not to suffer themselves. But today’s gospel shows us that you cannot wreak injustice and then demand justice for yourself, because the whole new world which is coming to life around Jesus is one in which communal ethics matter, and where mercy plays a foundational role. Those who live perpetrating injustice are living a kind of half-life, locked in by revenge and a need to control. Matthew’s message is that in and through Jesus it is no longer necessary to live that kind of half-life, because his moral universe is life set free. Jesus is in the midst of those marked out by his name, and it is Jesus’s resetting of those dynamics of mercy and belonging which liberates us. All final judgement belongs to God alone, and it is clear across Jesus’s teaching that those who will be forgiven are those who learned how to forgive. The popularity of Matthew’s Gospel in those earliest centuries of the church’s life tells us just how essential this kind of vision is to establishing a commonly-held Christian moral framework. Today’s reading is designed to encourage repentance. Jesus sets out the basis of our accountability to God and to one-another. Forgiveness must mark out the community of the forgiven. We should be in no doubt about how difficult this can be, and about the power of those forces within and around us which encourage us to harbour those little resentments and temptations to revenge in ourselves and in our communities. But with Jesus in our midst, conscious of his presence and his challenge to us, our hearts, too, can learn that profound and overwhelming gift of mercy, which an elderly Joseph once taught his brothers through his tears. SHARE < Back to Sermons Back to top PREVIOUS Sermon preached at the Sung Eucharist on the Thirteenth Sunday after Trinity 2026 NEXT Sermon preached at Evensong on the Fifth Sunday after Trinity 2026 Westminster Abbey is a UNESCO World Heritage Site Useful links Mission and values FAQ Accessibility Contact us Press Careers Contact us The Chapter Office Westminster Abbey 20 Dean's Yard London SW1P 3PA Follow us Sign up to our newsletter Subscribe Designed by Developed by © 2026 Dean and Chapter of Westminster Cookies Privacy policy Terms and conditions Accessibility statement Tweet this