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Klimabewegung · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

11 Greenpeace activists face unprecedented 5-year punishment in Spain for peaceful climate action

ohne Namen · Greenpeace International · 2026-09-23 · Amsterdam · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Hoffnung · tragend Verantwortung · tragend

Die Forderung von fünf Jahren Haft gegen elf Greenpeace-Aktivist:innen für eine friedliche Tankerblockade ist ein beispielloser Angriff auf das Recht auf friedlichen Protest und Teil eines globalen Trends, zivilgesellschaftlichen Raum einzuschränken.

Der Versuch, die Aktivist:innen von Sagunto für die Ausübung ihrer Rechte zu bestrafen, ist kein Einzelfall. In ganz Europa und darüber hinaus sehe ich, wie friedliche Umweltschützer:innen mit überproportionalen Strafanzeigen, Rechtsmissbrauch und Haftstrafen konfrontiert werden, die in keinem Verhältnis zur Natur ihrer Handlungen stehen.

Der Text berichtet über den Beginn eines Prozesses in Valencia gegen elf Greenpeace-Aktivist:innen, die im Oktober 2021 einen LNG-Tanker im Hafen von Sagunto blockiert hatten. Die spanische Generalstaatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft, was als eine der härtesten Strafen für friedlichen Umweltschutzprotest in Europa bezeichnet wird. Zitiert werden die UN-Sonderberichterstatterin Gina Romero und der UN-Sonderberichterstatter Michel Forst, die den Fall als Teil eines globalen Trends der Einschränkung des zivilgesellschaftlichen Raums einordnen. Der Text hebt hervor, dass die Höchststrafe für den damaligen Verstoß 2021 nur dreieinhalb Jahre betrug und die Staatsanwaltschaft eine spätere Gesetzesänderung rückwirkend anwendet. Greenpeace-Sprecher:innen betonen, dass friedlicher ziviler Ungehorsam durch völkerrechtliche Menschenrechte geschützt sei. Der Text verweist auf eine Aktion mit einem 530 Quadratmeter großen Auge auf dem Hemisfèric-Gebäude als Zeichen der öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Kernbotschaft ist, dass die Verfolgung friedlicher Klimaprotestierende als Angriff auf demokratische Freiheiten und als Teil eines globalen Musters der Einschüchterung zu verstehen sei.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen; Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft; auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: die spanische Regierung und Staatsanwaltschaft als Verfolger:innen
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Valencia, Spanien – Der Prozess gegen 11 Greenpeace-Aktivist:innen begann heute in Valencia, wobei die spanische Generalstaatsanwaltschaft eine der härtesten Strafen, die je in Europa für friedlichen Umweltschutzprotest gefordert wurden, einfordert. Der Versuch der Behörden, diese Aktivist:innen für einen nicht-gewalttätigen Protest aus dem Jahr 2021 zu fünf Jahren Haft zu verurteilen, ist Teil eines globalen Trends zunehmender Versuche, Aktivismus zum Schweigen zu bringen und den zivilgesellschaftlichen Raum einzuschränken. Im Oktober 2021 blockierten die 11 Aktivist:innen einen Tanker mit verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA für 12 Stunden im Hafen von Sagunto in Valencia, forderten einen sofortigen Übergang zu erneuerbaren Energien und warnten vor der Abhängigkeit von ausländischen Gasimporten.[1] Gina Romero, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für das Recht auf friedliche Versammlung und Vereinigung, sagte: „Der Versuch, die Aktivist:innen von Sagunto für die Ausübung ihrer Rechte zu bestrafen, ist kein Einzelfall. In ganz Europa und darüber hinaus sehe ich, wie friedliche Umweltschützer:innen mit überproportionalen Strafanzeigen, Rechtsmissbrauch und Haftstrafen konfrontiert werden, die in keinem Verhältnis zur Natur ihrer Handlungen stehen. Die Geschichte zeigt, dass ziviler Ungehorsam und friedlicher Protest die Rechtsstaatlichkeit nicht bedrohen, vielmehr sind sie ein wesentlicher Treiber des Fortschritts für demokratische Freiheiten und Rechte. Staaten haben die Pflicht, diejenigen zu schützen, die diese Rechte ausüben, und nicht sie zu bestrafen." Der Fall hat Besorgnis bei Michel Forst, Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Umweltschützer, hervorgerufen, der der spanischen Regierung schrieb, er sei „besonders beunruhigt über die erheblichen Haftstrafen, die die Staatsanwaltschaft einfordert."[2] Forst und Amnesty International haben angekündigt, sie werden dem Prozess als Beobachter:innen beiwohnen. Vor dem Prozess enthüllten Greenpeace-Spanien-Aktivist:innen ein riesiges, 530 Quadratmeter großes Auge auf dem Dach des Gebäudes Hemisfèric in Valencia mit Bannern, die „Die Welt schaut zu" und „Aktivismus ist kein Verbrechen" lauteten. Francisco del Pozo, einer der angeklagten Greenpeace-Aktivist:innen, sagte: „Klimaktivist:in in Spanien zu sein, bedeutet heute, sich dem Defätismus entgegenzustellen: Nicht mehr tatenlos zuzusehen, während das Klima unter unaufhaltsamen Waldbränden, verheerenden Überschwemmungen und extremer Hitze und Dürre zusammenbricht. Es bedeutet auch, die volle Wucht eines brutalen Gegenangriffs der Mächtigen zu tragen, jahrelang mit der Angst vor ungerechten Anklagen und der ständigen Bedrohung durch überproportionale Haftstrafen zu leben. Ich hoffe, dass dieses Verfahren Urteile hervorbringt, die den friedlichen Aktivismus begünstigen, der nur noch notwendiger werden wird." Was die überproportionale Strafe, die von der Staatsanwaltschaft gefordert wird, noch beispielloser macht, ist, dass die Höchststrafe für den allegeden Verstoß gegen die öffentliche Ordnung im Jahr 2021, als die Aktion stattfand, dreieinhalb Jahre betrug. Erst durch eine spätere Reform wurde sie auf fünf Jahre erhöht, die die Staatsanwaltschaft rückwirkend anwendet. Inés Díez, Leiterin der Rechtsabteilung von Greenpeace Spanien, sagte: „Das völkerrechtliche Menschenrecht verlangt von Staaten, das Recht auf friedlichen zivilen Ungehorsam zu achten und zu schützen, unabhängig davon, ob er in offenen oder geschlossenen öffentlichen oder privaten Räumen stattfindet. Das Verhalten der Sagunto 11 fällt eindeutig in diesen Rahmen. Die Greenpeace-Aktivist:innen hätten niemals einem Strafverfahren wegen einer durch diese Rechte geschützten Aktion unterzogen werden dürfen. Kein Aktivist sollte sein Leben fünf Jahre lang auf Eis legen müssen, während er auf eine gerichtliche Entscheidung über seine Zukunft wartet." ENDE Fotos und Videos sind in der Greenpeace-Mediathek verfügbar. Anmerkungen: [1] Greenpeace Spanien führte die Aktion mit Aktivist:innen aus 18 verschiedenen Nationalitäten durch, an Bord des Schiffes MY Esperanza. Niemand wurde verletzt, und die Kommunikation mit den See- und Hafenbehörden blieb während der gesamten Zeit friedlich und respektvoll. Bußgelder in Höhe von 160.000 Euro im Zusammenhang mit der Aktion wurden bereits von der spanischen Regierung verhängt. [2] Forsts Beschwerdeschreiben und die Antwort der spanischen Regierung finden sich auf der Website des Sonderberichterstatters (unter Beschwerde ACSR/C/2026/113 (Spanien)). Kontakte: Lindsay Bigda, Stellvertretende Leiterin Kommunikation, Bürgerlicher Widerstand und Freiheiten, Greenpeace International, +1 207-385-7924 (Amerikas), lbigda@greenpeace.org Virginia Rabal, Kommunikationsmanagerin, Greenpeace Spanien, +91 444 14 00 (EMEA), prensa.es@greenpeace.org Greenpeace International Pressestelle, +31 (0)20 718 2470 (24 Stunden erreichbar), pressdesk.int@greenpeace.org
Wortlaut im Original
Valencia, Spain – The trial of 11 Greenpeace activists began today in Valencia with Spain’s Public Prosecutor seeking one of the harshest punishments ever in Europe for peaceful environmental protest. The authorities’ attempt to sentence these activists to five years in prison for a 2021 non-violent protest is part of a global trend of intensifying attempts to silence activism and shrink civic space. In October 2021, the 11 activists blocked a tanker carrying liquefied natural gas (LNG) from the US for 12 hours at Valencia’s Port of Sagunto, calling for an immediate transition to renewable energy and warning against dependence on foreign gas imports.[1] Gina Romero, United Nations Special Rapporteur on the Rights to Freedom of Peaceful Assembly and of Association , said: “The attempt to punish the Sagunto activists for exercising their rights is not an isolated incident. Across Europe and beyond, I am seeing peaceful environmental defenders met with disproportionate criminal charges, legal abuse, and prison sentences that bear no relation to the nature of their actions. History shows that civil disobedience and peaceful protest do not threaten the rule of law, rather, they are an essential driver of progress for democratic freedoms and rights. States have an obligation to protect, not punish, those who exercise them.” The case has drawn concern from Michel Forst, UN Special Rapporteur on Environmental Defenders, who wrote to the Spanish government that he is “particularly troubled by the significant criminal sentences sought by the prosecution.”[2] Forst and Amnesty International have announced they will attend the trial as observers. Ahead of the trial, Greenpeace Spain activists unveiled a giant, 530 square metre eye on the roof of Valencia’s Hemisfèric building with banners that read “The world is watching” and “Activism is not a crime.” Francisco del Pozo, one of the accused Greenpeace activists , said: “Being a climate activist in Spain today means standing up to defeatism: no more doing nothing while the climate collapses amid unstoppable wildfires, devastating floods, and extreme heat and drought. It also means bearing the brunt of a brutal backlash from the powerful, living for years with the anxiety of unjust charges and the constant threat of disproportionate prison sentences. I hope this trial will deliver rulings that favour peaceful activism, which is only going to become more necessary.” What makes the disproportionate penalty requested by the prosecution even more unprecedented is that the maximum sentence for the alleged offense of public disorder was three and a half years in 2021, when the action took place. It was only raised to five years by a later reform, which prosecutors are applying retroactively. Inés Díez, Legal Department Head for Greenpeace Spain , said: “International human rights law requires states to respect and protect the right to take part in peaceful civil disobedience, regardless of whether it takes place in open or closed public or private spaces. The conduct of the Sagunto 11 falls squarely within that scope. The Greenpeace activists should never have been subjected to a criminal process over action protected by these rights. No activist should have to put their life on hold for five years waiting for a court to decide their future.” ENDS Photos and videos are available in the Greenpeace Media Library . Notes: [1] Greenpeace Spain carried out the action with activists of 18 different nationalities, from onboard the ship MY Esperanza. No one was injured, and communication with maritime and port authorities remained peaceful and respectful throughout. Fines of 160,000 euros related to the action have already been imposed by the Spanish government. [2] Forst’s Letter of Allegation and the Spanish government’s reply can be found on the Special Rapporteur’s website (under complaint ACSR/C/2026/113 (Spain)). Contacts: Lindsay Bigda, Deputy Communications Lead, Civic Resistance & Freedoms, Greenpeace International, +1 207-385-7924 (Americas), lbigda@greenpeace.org Virginia Rabal, Communications Manager, Greenpeace Spain, +91 444 14 00 (EMEA), prensa.es@greenpeace.org Greenpeace International Press Desk, +31 (0)20 718 2470 (available 24 hours), pressdesk.int@greenpeace.org