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Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Dass du Gott liebst, steigst du zum Göttlichen auf - Bhagavad Gita XVIII 57

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-10-09 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Demut · Hauptbotschaft Wissen · tragend

Der einfachste und wirksamste Weg zur Erfahrung des Göttlichen ist die geistige Hingabe aller Handlungen und des Geistes an Gott, kombiniert mit der Unterscheidung zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen.

Der Text analysiert Vers 57 aus dem 18. Kapitel der Bhagavad Gita, in dem Krishna den Weg des Bhakti Yoga beschreibt. Der Sprecher erklärt, dass der Hörer geistig alle Handlungen und das Karma Gott darbringen soll. Gott wird dabei als das höchste Ziel und der Gegenstand der Hingabe definiert. Es wird betont, dass dieser Weg der Liebe und Hingabe einfacher ist als die strenge Kontrolle von Sprache, Körper und Geist durch Jnana oder Raja Yoga. Der Text fordert die Zuhörer auf, ihre Sehnsucht nach Gott auszudrücken und ihr Denken sowie Fühlen (Chitta) auf Gott zu richten. Zusätzlich wird der Yoga der Unterscheidung (Bodhi Yoga) als ergänzende Praxis zur Steuerung des Geistes genannt. Abschließend werden die Zuhörer zu einer inneren Übung eingeladen, in der sie Gott ihre Liebe und ihren Willen darbringen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens (erschlossen)
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita 18,57

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Bhagavad Gita, 18. Kapitel 57 der Vers. Chetasa Sarva Karma Ni Ma-i-Sanyasya Madh-Paraha Bodhe-Yoga-Upa-Shrittya Madh-Chetasa Tatham-Bhava-Ha Entsage geistig allen Handlungen und allem Karma in mir. Seh mich als dein höchstes Ziel. Wendet dich dem Yoga der Unterscheidung zu und hefte dein Geist immer auf mich. Hier beschreibt Krishna Bakhti Yoga. Er hat ja beschrieben, wie kommst du zum Höchsten? Er hat vorher hohe Ideale gegeben, was man alles machen soll. Sprache beherrschen, Körper beherrschen, Geist beherrschen, unabhängig werden von Wünschen und Zuneigung, Abneigung usw. Jetzt kommt er zum Bakhti Yoga, wie fast immer in der Bhagavad Gita. Wann immer er aus Nyanar und Raja Yoga dir Tipps gibt, die vielleicht schwer zu erreichen sind, sagt er, du kannst doch einfacher haben, indem du dich Gott darbringst. Und hier sagt er, tu das, was zu tun ist, aber bring es ganz Gott dar. Also entsage geistig allen Handlungen und allen Karma in mir. Heißt auch, alle Aufgaben, die du zu tun hast, alle Erfahrungen, das ist ja Karma. Karma sind Aufgaben, Karma sind Erfahrungen, Karma sind Handlungen. Gib all das Gott dar und sie Gott als dein höchstes Ziel. Sei dir bewusst, ja, das höchste Ziel ist Gott zu erfahren. Das kannst du mit Bakhti machen, mit Liebe. In diesem Moment spüre vielleicht Liebe Gottes. In diesem Moment spüre dein Herz. In diesem Moment verleihe deiner Sehnsucht Gott zu erfahren Ausdruck. In diesem Moment sage, oh Gott, ich möchte dich erfahren. Bitte, lass mich dich erfahren. Lass dein Herz sprechen. Lass deine Seele sprechen. Spüre Gottes Gnade. Mache dies immer wieder. Mache dies jetzt und immer wieder. Sie so Gott als höchstes Ziel. Hefte dein Geist auf Gott. Dein Geist heißt auch Herz. Im Sanskrit steht hier Chitta. Chitta, das heißt auch noch Bawa, Bawa mit Gefühl. Heftet dein Denken und Fühlen. Chitta ist Denken und Fühlen mit Bawa, mit Liebe, auf Gott. Immer wieder. Dann wendet dich dem Yoga der Unterscheidung zu. Also nicht nur Hingabe, nicht nur Liebe zu Gott, sondern auch Yoga der Unterscheidung, Bodhi Yoga. Lerne also deinen Geist zu steuern. Lerne dein Denken und Fühlen zu steuern. Deine Sprache und dein Handeln. Und das geht alles umso leichter, wenn du dich ganz Gott zuwendest. Jetzt nochmals ein paar Momente. Spüre Gott. Spüre mit deinem Herzen Gott. Empfinde die Liebe zu Gott. Empfinde Freude von deinem Herzen. Und sage tief im Inneren, oh Gott, dein Wille geschieht. Oh Gott, ich bringe dir alles dar. Oh Gott, bitte, lass mich dich verwirklichen.