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Klimabewegung · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

How our beloved foods are becoming an unaffordable luxury

ohne Namen · Greenpeace International · 2026-10-16 · Amsterdam · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Fürsorge · tragend Verantwortung · tragend

Das moderne Ernährungssystem ist fragil und krisenanfällig; durch Agroökologie, politische Reformen und bewussten Konsum kann ein faireres und erschwinglicheres Nahrungsmittelsystem geschaffen werden.

Wir müssen uns nicht mit einem gebrochenen, krisenanfälligen Nahrungsmittelsystem abfinden. Eine widerstandsfähigere und natürlichere Lösung existiert bereits: die Agroökologie.

Der Text beschreibt, dass alltägliche Lebensmittel wie Kaffee und Schokolade für viele Menschen zunehmend unerschwinglich werden. Er verweist auf Prognosen, wonach Lebensmittelpreise in Großbritannien und global stark steigen könnten. Als Haupttreiber werden fossile Brennstoffabhängigkeit, Extremwetterereignisse und geopolitische Unterbrechungen genannt. Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte, während große Konzerne und Finanzhändler von den Preisanstiegen profitieren. Als Lösung wird Agroökologie vorgeschlagen, die auf Vielfalt und Zusammenarbeit mit der Natur setzt. Der Text fordert Regierungen auf, Steuern zu senken und Subventionen für lokale, biologische und pflanzenbasierte Lebensmittel anzubieten. Zudem werden Leserinnen und Leser aufgefordert, lokal und saisonal einzukaufen und mehr pflanzenbasierte Mahlzeiten zu konsumieren. Die zentrale Botschaft ist, dass ein widerstandsfähigeres Nahrungsmittelsystem möglich ist und politisches sowie individuelles Handeln erforderlich macht.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Große Konzerne, Finanzhändler, fossile Brennstoffriesen und chemische Düngemittelfirmen
Zeitbezug
früher 0, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Trotz meiner besten Bemühungen, lokale, saisonale Lebensmittel zu kaufen, habe ich zwei unumstößliche Laster: Kaffee und dunkle Schokolade. Kein einziger Tag vergeht, ohne dass ich einen Espresso trinke und einige Stücke 90 % dunkle Schokolade verzehre. In letzter Zeit fühlt sich mein tägliches Ritual jedoch weniger wie eine einfache Routine und mehr wie eine teure Genußsünde an. Und ich bin mir sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der das erlebt. Wenn man Lebensmittel im Supermarkt kauft, anstatt sie selbst anzubauen, hat man beinahe sicher das Steigen der Preise gespürt. „Chocball" mit den Zutaten Dattelpalme, Mandel, Kakaopulver und dunkle Schokolade. Dieses Menü wird von Chef Fin Suparadi Siwapornpitak geteilt, als Greenpeace Südostasien „Gemüse und warum unsere Kinder gute Lebensmittel verdienen?" organisierte, um Eltern und Schulen zu ermutigen, ökologische Lebensmittel für Kinder bereitzustellen. © Wason Wanichakorn / Greenpeace Eine kürzliche Analyse des Energy and Climate Intelligence Unit (ECIU) hebt hervor, dass die Lebensmittelpreise in Großbritannien beispielsweise bis November 2026 um 50 % höher sein könnten als 2021. Global ist die Aussichtslosigkeit so groß wie in Großbritannien. Oxford Economics prognostiziert, dass die Lebensmittelpreise 2026 um bis zu 11,8 % steigen könnten und 2027 sogar um zusätzliche 4,8 %. Bevor Lebensmittel die Regale der Supermärkte erreichen, wird ihr Preis auf den globalen Handelsmärkten festgelegt. Wenn die Großhandelspreise für Rohkulturen wie Weizen, Zucker, Sojabohnen und Mais springen, sind höhere Preise an der Kasse garantiert. Die Rohstoffpreise für Getreide stiegen in einem Jahr um 17 %, während die Rohstoffpreise für Zucker um fast 15 % anstiegen. Warum werden Lebensmittel so teuer? Das Thema des Welttag des Essens in diesem Jahr erinnert uns daran, wie wir „heute innovieren, um morgen zu ernähren", aber wir sollten auch darüber nachdenken, wie wir Menschen jetzt mit gesunden und erschwinglichen Lebensmitteln ernähren können. Unser modernes Ernährungssystem ist sehr fragil. Es stützt sich auf eine lange, verwundbare Lieferkette, die leicht bricht, wenn globale Schocks zuschlagen. Diese drei Haupttreiber treiben die Preise nach oben: Fossile Brennstoffabhängigkeit: Der industrielle Landbau stützt sich stark auf Öl und Gas, um Traktoren zu betreiben, Kunststoffverpackungen herzustellen und chemische Düngemittel zu produzieren. Wenn die Preise für Öl und Gas steigen, explodieren die Kosten für den Anbau von Lebensmitteln. Extremwetter: Der Klimawandel und extreme Wetterereignisse wie El Niño bringen rekordverdächtige Hitzewellen, verheerende Dürren und plötzliche Überschwemmungen mit sich. Wenn schlechtes Wetter ganze Ernten zerstört, werden Lebensmittel knapper und teurer. Geopolitische Unterbrechungen: Kriege und Blockaden in wichtigen Handelszentren, wie etwa wichtige Schifffahrtsrouten im Schwarzen Meer oder in der Straße von Hormus, halten wichtige Exporte von Getreide und Sonnenblumenöl zurück und drücken das globale Angebot. Am 11. Juli 2022 konfrontierte Greenpeace Aotearoa die Düngemittelindustrie mit einem 1500 Quadratmeter großen Banner vor der Kapuni-Düngemittelfabrik in South Taranaki. Die Botschaft hebt den Zusammenhang zwischen synthetischem Stickstoffdünger und dem Krebsrisiko durch nitratbelastetes Trinkwasser hervor und fordert die Regierung auf, synthetischen Stickstoff zu reduzieren. © Greenpeace / Ben Sarten Wer verliert am meisten? Familien geben etwa 20 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. In Ländern mit niedrigem Einkommen erreicht dieser Anteil sogar zwischen 40 % und 60 %. Das bedeutet, dass die Lebensmittelinflation Menschen je nach ihrem Wohnort sehr unterschiedlich betrifft. Für Millionen von Familien auf der ganzen Welt bedeutet dies direkt, Mahlzeiten zu verpassen und in extremen Fällen akuten Hunger. Für andere bedeutet es, Grundnahrungsmittel auf Kreditkarten, „Jetzt kaufen, später zahlen"-Schemata (BNPL) oder Kontokrediten zu kaufen. Wer profitiert vom Anstieg der Lebensmittelpreise? Während gewöhnliche Familien Mühe haben, sich Grundnahrungsmittel leisten zu können, erzielen große Konzerne und Finanzhändler Rekordgewinne. Fossile Brennstoffriesen, chemische Düngemittelfirmen und massive Lebensmittelhandelsmonopole stecken historische Einnahmen aus dieser Krise ein. Gleichzeitig wetten Finanzspekulanten auf die zukünftigen Preise von Lebensmittelpflanzen. Diese Markt Spekulation treibt die Kosten künstlich in die Höhe, was wohlhabenden Investoren zugutekommt, während gewöhnliche Menschen und hart arbeitende Bauern den Preis zahlen. Wie beheben wir diese Nahrungsmittelkrise? Wir müssen uns nicht mit einem gebrochenen, krisenanfälligen Nahrungsmittelsystem abfinden. Eine widerstandsfähigere und natürlichere Lösung existiert bereits: die Agroökologie. Agroökologie ist eine Art der Landwirtschaft, die mit der Natur zusammenarbeitet, anstatt auf synthetische Chemikalien zu setzen. Anstatt Hunderte von Morgen mit nur einer Kulturpflanze zu bepflanzen – was durch einen einzigen Sturm vollständig vernichtet werden kann – bauen agroökologische Landwirte eine vielfältige Mischung von Pflanzen an. Wenn extreme Hitze eine Kulturpflanze tötet, überleben andere, um eine Ernte zu liefern. Sie ersetzt die industrielle Fabriklandwirtschaft durch kleinere Höfe, auf denen weniger Tiere und Pflanzen zusammenleben. Gemüse in den Händen eines ökologischen Landwirts im Dorf Gümüşdere (Sarıyer-İstanbul-Türkei). © Caner Özkan / Greenpeace Wir sind nicht machtlos. Indem wir unsere Stimmen erheben, können wir ein faireres und erschwinglicheres Nahrungsmittelsystem aufbauen: Regierungshandlung einfordern: Wir können Leader dazu drängen, Steuern zu senken und Subventionen für lokale, biologische und pflanzenbasierte Lebensmittel anzubieten, um gesundes Essen sofort erschwinglich zu machen. Langfristig muss die Politik Landwirte finanzieren, während sie zur Agroökologie übergehen. Mit der Geldbörse abstimmen: Verschiebt den Markt heute, indem ihr lokale und saisonale Lebensmittel kauft, auf Bauernmärkten einkauft und mehr pflanzenbasierte Mahlzeiten in eure Routine einbaut. Wenn Millionen von uns gemeinsam handeln, können Regierungen und Konzerne die Nachfrage nach erschwinglicher Nahrung und einem gesunden Planeten nicht ignorieren. Mit den richtigen Nahrungsmittelpolitiken können wir uns Grundnahrungsmittel leisten und können sogar weiterhin unsere geliebten Lebensmittel genießen, ohne das Budget zu sprengen. Alessandro Saccoccio ist Co-Projektleiter bei Greenpeace International
Wortlaut im Original
Despite my best efforts to buy local, seasonal food, I have two non-negotiable vices: coffee and dark chocolate. Not a single day goes by, without me knocking back a shot of espresso and devouring a few squares of 90% dark chocolate. Lately, though, my daily ritual feels less like a simple routine and more like an expensive indulgence . And I’m sure I’m not the only one who experiences it. If you buy food at a grocery store rather than growing it yourself, you have almost certainly felt the pinch of rising prices. “Chocball” with the ingredients of date palm, almond, cocoa powder, and dark chocolate. This menu is shared by Chef Fin Suparadi Siwapornpitak when Greenpeace Southeast Asia organised ‘Veggies and why our children deserve good food?’ to encourage parents and schools to provide ecological food to children. © Wason Wanichakorn / Greenpeace A recent analysis by the Energy and Climate Intelligence Unit (ECIU) highlights that in the UK, for example, food prices could be 50% higher than 2021 by November 2026. Globally, the outlook is as gloomy as in the UK. Oxford Economics forecasts food prices could rise up to 11.8% in 2026 and even additional 4.8% in 2027 . Before food hits grocery store shelves, its price is set in global trading markets. When wholesale prices jump for raw crops like wheat, sugar, soybeans, and corn, higher prices at the checkout counter are guaranteed to follow. Cereals commodity prices rose 17% in one year, while sugar commodity prices increased almost 15%. Why is food getting so expensive? World Food Day’s theme this year reminds us how to “ innovate today to nourish tomorrow ”, but we should also think about how to nourish people with healthy and affordable food right now. Our modern food system is very fragile. It relies on a long, vulnerable chain of supply that breaks easily when global shocks hit. These three main drivers are pushing prices up: Fossil fuel dependence : Industrial farming relies heavily on oil and gas to run tractors, make plastic packaging, and manufacture chemical fertilisers. When the prices of oil and gas go up, the cost of growing food skyrockets. Extreme weather : Climate change and severe weather events, like El Niño, bring record breaking heatwaves, devastating droughts, and sudden flooding. When bad weather destroys entire harvests, food becomes scarcer and pricier. Geopolitical disruptions : Wars and blockades in major trading hubs, such as key shipping routes in the Black Sea or the Strait of Hormuz, hold back critical exports of grain and sunflower oil, squeezing global supplies. On 11 July 2022, Greenpeace Aotearoa confronted the fertiliser industry with a 1500 sq metre banner outside the Kapuni fertiliser factory in South Taranaki. The message highlights the link between synthetic nitrogen fertiliser and the cancer risk of nitrate-contaminated drinking water, and calls on the government to cut synthetic nitrogen. © Greenpeace / Ben Sarten Who loses the most? Families spend around 20% of their income on food. In low income countries, this even reaches between 40% and 60% . This means food inflation affects people very differently depending on where they live. For millions of families around the world, this translates directly to skipping meals and, in extreme cases, acute hunger . For others, it means buying basic groceries on credit cards, Buy Now Pay Later (BNPL) schemes, or bank overdrafts . Who profits from food prices going up ? While regular families struggle to afford basic groceries, giant corporations and financial traders are making record profits. Fossil fuel giants, chemical fertilizer companies, and massive food trading monopolies are pocketing historic revenues off the back of this crisis. At the same time, financial speculators bet on the future prices of food crops . This market speculation inflates costs artificially, benefiting wealthy investors while everyday people and hardworking farmers pay the price. How do we fix this food crisis? We do not have to settle for a broken, crisis-prone food system. A more resilient and more natural solution already exists: agroecology. Agroecology is a way of farming that works with nature rather than relying on synthetic chemicals. Instead of planting hundreds of acres with just one crop—which can be completely wiped out by a single storm—agroecological farmers grow a diverse mix of plants. If extreme heat kills one crop, others survive to provide a harvest. It replaces industrial factory farming with smaller farms, where fewer animals and crops live together. Vegetables in the hands of an ecological farmer in Gümüşdere village (Sarıyer-İstanbul-Turkey). © Caner Özkan / Greenpeace We are not powerless. By raising our voices, we can build a fairer, more affordable food system: Demand government action: We can push leaders to lower taxes and offer subsidies on local, organic, and plant-based foods to make healthy eating immediately affordable. Long term, policy needs to fund farmers as they transition toward agroecology. Vote with our wallet: Shift the market today by buying local and seasonal foods, shopping at farmers’ markets, and incorporating more plant-based meals into our routine. When millions of us take action together, governments and corporations cannot ignore the demand for affordable food and a healthy planet. With the right food policies, we can afford basic food, and can even keep enjoying our beloved foods without breaking the bank. Alessandro Saccoccio is a co-project leader at Greenpeace International