Wer seine Aufgaben und sein Karma verweigert, wird von der Natur gezwungen, sie doch zu erfüllen, und erreicht die höchste Verwirklichung nur durch engagiertes, hingebungsvolles Bemühen.
Der Text erklärt Bhagavad Gita XVIII,59 als Aufforderung, die eigenen Aufgaben nicht zu verweigern. Krishna wird zitiert: Wer sich weigert zu kämpfen, wird von der Natur gezwungen, es doch zu tun. Der Sprecher überträgt dies auf das Alltagsleben: Man kann vor schwierigen Aufgaben und vor dem eigenen Karma vorübergehend fliehen, aber langfristig wird man eingeholt. Die höchste spirituelle Verwirklichung erlange man nicht durch ein einfaches, vermeintlich zurückgezogenes Leben, sondern durch engagiertes Bemühen und Hingabe. Als Beispiel werden Menschen im Ashram genannt, die Aufgaben abgeben, wenn es schwierig wird; sie entwickeln sich laut dem Sprecher weniger als die Engagierten. Die Engagierten durchleben zwar auch Krisen und das Gefühl, über ihre Kräfte hinauszugehen, erreichen aber tiefere Erfahrungen. Der Text schließt mit einem konkreten Appell, den Bereich zu benennen, in dem man sich jetzt besonders bemühen muss, und mit einer Werbung für die Bhagavad-Gita-Webseiten und Bücher.
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Ja, da han kāram āshrit yā nāyot yā eti man yāsé, mit yāi shā viāva sāyāsté prakritist vām nīyokṣyati. Krishna, der Lehrer spricht. Wenn du voll Eigentünkel denkst, ich werde nicht kämpfen, dann ist dieser dein Entschloss sinnlos. Die Natur werde ich zwingen. Namaste und herzlich Willkommen zum 59. Vers des 18. Kapitels des Bhagavad Gita Podcasts. Mein Name ist Sukade von www.yoga-witya.de. Wir sind in der Bhagavad Gita, dem Zwiegespräch zwischen Krishna, dem Lehrer und Arjuna, dem Schüler. Wir sind im letzten Kapitel, dem 18. Kapitel, wo Krishna nochmals die wichtigen Lehrer der Bhagavad Gita zusammenfasst. Hier, 59. Vers, sagt Krishna, wenn du denkst, ich werde nicht kämpfen, dann ist dein Entschloss sinnlos. Die Natur werde ich zwingen. Tief im Inneren spürst du, was zu tun ist. Tief im Inneren ist der tiefe Wunsch, etwas zu tun. Ab und zu mal sagst du, nee, ich mag nicht. Ich habe keine Lust mehr. Ich will mich zurückziehen. Ich gebe das ab. Vorübergehend mag das auch klappen. Aber nachher spürst du eine Unzufriedenheit. Nachher wirst du merken, ich hätte etwas tun müssen. Dann wirst du in einer anderen Situation das tun müssen. Du kannst deinen Aufgaben deinem Karma nicht weglaufen. Kann sagen, du kannst dem vorübergehend weglaufen. Aber dein Karma wird dich einholen. Es nutzt also nichts vor schwierigen Aufgaben wegzurenen. Besser ist, du gehst die schwierigen Aufgaben an, wenn es der Zeitpunkt ist. Das ist meistens jetzt. Manchmal kannst du auch sagen, das ist mir jetzt zu viel. Du kannst schauen, verschiebst es in die Zukunft. Aber du solltest dir nicht vorstellen, dass in dem du ein einfaches Leben führst, du zum höchsten Verwirklichung kommen wirst. So geschieht es nicht. Die höchste Verwirklichung ist die schwierigste Sache überhaupt. Es ist vielleicht auch die leichteste, weil es deine wahre Natur ist, aber es ist auch die schwierigste. Und da gilt es, durchaus dich zu bemühen. Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen wegrennen. Wegrennen vor äußerem Karma, was da ist. Wegrennen vor schwierigen Aufgaben. Auch im Aschraum findet man das. Im Aschraum sind ja Menschen, die ihr Leben gewidmet haben, das Höchste zu suchen. Aber sie rennen dann weg. Wenn es schwierig wird in ihrer Aufgabe im Arbeitsbereich, haben sie eine Neigung zu sagen, ich gebe meine Aufgabe ab oder sagen, sieben Stunden sind vorbei, jetzt soll es jemand anders machen. Meine Erfahrung ist immer, jene, die so sich verhalten, selbst wenn sie nachher mehr Zeit haben für die Meditation, entwickeln sich erheblich weniger, als die, die engagiert sind. Die, die engagiert sind, haben langfristig die mystischeren und die tieferen Erfahrungen. Die müssen zwischendurch auch durch die Hölle gehen. Die müssen zwischendurch auch durch das Gefühl gehen, ausgenutzt zu werden. Sie müssen durch das Gefühl haben, über ihre Kräfte hinaus zu gehen. Manchmal müssen sie durch das Gefühl gehen, als ob sie ausgebrannt wären. Manchmal haben sie das Gefühl, sie kriegen es überhaupt nicht hin. Aber das sind dann die Momente, wo man sich ganz Gott hingebt. Indem man wirklich alles gibt, indem man sich bedingungslos Gott anvertraut. Alles tut, was zu tun ist. Sich bemüht, ja auch innerlich, mal kämpft gegen äußere und innere Widerstände. Das aber mit Liebe und Hingabe und ganz Gott dargebracht. So kommt Transformation, so kommt spirituelles Wachstum. So erfährst du das Höchste. Dabei, daher, sei dir jetzt bewusst, gibt es irgendwo, wo du dich besonders bemühen musst. Sei es Engagement in deinem Job, sei es Engagement in deinem Yogaunterricht, sei es in deinem uneigennützigen Engagement, in einem Verein, in einer Initiative. Sei es auch im Bemühen um dich selbst, sei es im Umgang mit deinen Kindern. Wird dir bewusst, wo musst du dich bemühen, wo es sogar Kämpfen angesagt. Also jetzt nicht kämpfen, gewalthaftes Kämpfen, aber kämpfen im Sinne von Bemühen, kämpfen im Sinne von Engagieren, kämpfen im Sinne des Maßprinzipes, Dinge anzugehen. Und dann geh es an. Wenn du denkst, ich will mich nicht bemühen, ich will mich nicht anstrengen, wenn du so denkst, dann ist dieser Entschluss sinnlos, sagt Krishna. Die Natur werde ich zwingen. Wenn ich in diesem Moment, im nächsten Moment, wenn ich in diesem Leben, im nächsten Leben, du reist das Höchste nur, wenn du dein Karma erfüllst. Auch Jesus hat das gesagt. Du wirst Gott nicht erfahren, wenn du nicht den letzten Punkt deines Karmas, deiner Aufgaben erfüllt hast. Mir ist jetzt gerade nicht die richtige Wort, der Bergpredigt bekannt. Wer die Bergpredigt kennt, weiß das. Wo er irgendwo sagt, ich bin nicht gekommen, aufzulösen das Gesetz und die Propheten wahl ich, ich sage euch, ihr werdet nicht das Höchste erreichen, wenn ihr nicht den kleinsten, das kleinste auch zurückgezahlt habt. Auch wenn das jetzt nicht wörtlich korrekte Zitat ist, aber wer die Bibel kennt, weiß worum es geht. Man muss jedes Karma erfüllen, mindestens jedes Karma, das eine Lektion für einen bereithält. Es nutzt also nichts, gern zu versuchen, ein einfaches Leben zu leben und weg zu rennen. Ein spürrötliches Leben ist keine Weltflucht. Im Gegenteil, ein spürrötliches Leben ist sich bemühen. Es heißt zwar schon, dass du öfters Entscheidungen treffst und manchmal kann eine Entscheidung sein, weltlichem Erfolg nicht weiter nachzugehen, aber dafür spürrötlerem Erfolg zu erstreben. Es heißt aber, dich zu bemühen, es heißt dich zu engagieren, es heißt, alles Gott darzubringen. Mehr Informationen auch unter www.yoga-wittja.de Es gibt auch ein Bhagavad Gita Portal, ein Bhagavad Gita Podcast. Wenn du auf unseren Internetseiten www.yoga-wittja.de gehst und nach Bhagavad Gita Suchs, in dem Suchschlitz, oben rechts auf der Seite eintragen, dann kommst du auf die ganze Bhagavad Gita Seiten, wo die gesamte Bhagavad Gita recitiert ist, wo die Übersetzung von Swami Sivannanda. Kommentare von mir von Swami Sivannanda und anderen, wo du die Bhagavad Gita auf Devanagari in Sanskrit Transkription findest und vieles, vieles mehr. Bhagavad Gita ist ein riesen Gebiet und du kannst dort vieles finden. Die Bhagavad Gita haben wir auch im Yoga-Wittja Verlag als Buch herausgebracht. Es gibt sowohl Bhagavad Gita mit Kommentaren von Swami Sivannanda, also auch Bhagavad Gita mit meinen Kommentaren. Alles Gute, bis zum nächsten Mal. Om Shanti.