Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Homilia do D. Henrique Soares da Costa – XXIX Domingo do Tempo Comum – Ano A
ohne Namen ·
Presbíteros – Sonntagshomilien brasilianischer Bischoefe ·
2026-10-13
· Quelle
Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Verantwortung · tragend
Die zentrale Behauptung lautet, dass Christen alle legitimen menschlichen Strukturen respektieren sollen, aber Gott als das Alles anerkennen müssen, da die große Versuchung darin besteht, irdische Mächte an die Stelle Gottes zu setzen.
Unsere große Versuchung ist es, an die Stelle Gottes die vielen Kaiser des Lebens zu setzen. Wird nicht die Wissenschaft vergöttlicht? Wird nicht die Technologie absolut gesetzt, wird nicht der Sex angebetet?
Die Homilie nimmt das Evangelium vom 29. Sonntag im Jahreskreis (Mt 22,15-21) auf und erklärt den Satz 'Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist' als zentralen Leitsatz. Der Sprecher beschreibt zunächst die Falle, in die Jesu Gegner ihn locken wollten, und hebt die Dreifachbedrohung hervor: Kollaboration, Aufstand oder Inkompetenz. Die Antwort Jesu wird als genial gedeutet: Der Kaiser steht für alle legitimen menschlichen Strukturen – Politik, Familie, Arbeit, Sport, Freundschaft –, die zu respektieren sind. Gleichzeitig wird betont, dass nur Gott Gott ist und alles ihm gehört. Die große Versuchung der Gegenwart wird darin gesehen, Wissenschaft, Technologie, Sex oder Mächtige an die Stelle Gottes zu setzen. Der Text schließt mit dem Appell, Gott als das Alles zu erkennen und im Gebet, im sakramentalen Leben und im Hören des Wortes zu wachsen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
- Was hilft dagegen?
-
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
ausdrücklich auf beide
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Gott als Gott im eigenen Leben erkennen (innerlich)
- Im Gebet und sakramentalen Leben wachsen (rituell)
- Menschliche Strukturen respektieren und ernst nehmen (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Is 45,1.4-6 · Ps 95 · 1 Th 1,1-5b · Mt 22,15-21 · 1 Kor 3,21-23
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 3 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3, benannt: Ungläubige Welt, die Gott vergötternde Mächte
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Is 45,1.4-6
Ps 95
1Th 1,1-5b
Mt 22,15-21
„Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist." Siehe, ihr sehr geliebten Brüder im Herrn, hier ist der Satz, der die Liturgie des Wortes dieses Sonntags vollkommen zusammenfasst. Ein Satz, so bekannt, so oft wiederholt und so wenig verstanden! Und doch einer der radikalsten und revolutionärsten Sätze des Evangeliums; ein Satz, der sich bestens als Banner für die Gläubigen in der ungläubigen Welt von heute eignet.
Erinnern wir uns an den Kontext. Die Feinde Jesu bereiteten ihm eine listige Falle. Zuerst lobten sie ihn mit einem heuchlerischen Lob, das aber der Wahrheit entspricht und uns die Größe des Charakters unseres Herrn deutlich zeigt: „Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und in Wahrheit den Weg Gottes lehrst. Du lässt dich nicht von der Meinung anderer beeinflussen, denn du urteilst nicht über einen Menschen nach dem äußeren Anschein." Welch ein schönes Lob! Welch ein schönes Beispiel, dem nachgefolgt werden sollte! Aber siehe, da kommt die Falle: „Ist es erlaubt oder nicht, dem Kaiser die Steuer zu zahlen?" Wenn Jesus „ja" antwortete, würde er des Knechtstums, des Kollaborationismus mit den ungläubigen, unreinen und vom Volk gehassten römischen Unterdrückern beschuldigt werden; wenn er „nein" antwortete, würde er vor Pontius Pilatus von seinen eigenen Feinden als antirömischer Aufständischer beschuldigt werden; wenn er „ich weiß es nicht" antwortete, würde er als unfähiger und törichter Rabbi entlarvt werden. Siehe also: die Falle war perfekt! Aber die Antwort Jesu war noch perfekter, wahrhaft bewundernswert! Er verlangte eine Münze, fragte, wem das Bildnis gehörte… „Wenn ihr also die Münze des Kaisers benutzt, dann ist es, weil der Kaiser tatsächlich die Macht hat! Gebt also dem Kaiser, was des Kaisers ist!" Und dann kommt die Ergänzung. Beeindruckend: „Aber gebt Gott, was Gottes ist!"
Was bedeutet eine solche Antwort? Auf den ersten Blick würde Jesus die Welt, die Realitäten, in zwei Bereiche teilen: einen für Gott und einen für den Kaiser. Gott und der Kaiser, Seite an Seite… Nichts dergleichen! Indem er lehrt, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist, lädt uns der Herr ein, die Strukturen der Gesellschaft, in der wir leben, zu respektieren, sie ernst zu nehmen, gut in ihnen zu leben. Der Kaiser bedeutet hier die Welt, in der wir leben, mit all ihrem Reichtum und ihrer Komplexität. Der Kaiser ist die Politik, der Kaiser ist das Vaterland, die Familie; der Kaiser ist die Arbeit, der Beruf, der Sport, den wir betreiben; der Kaiser sind unsere Freunde und unsere Träume… Alles, was menschlich und legitim ist, kann und muss von den Christen geschätzt und respektiert werden. Wir können dem Kaiser geben, was des Kaisers ist, ohne Furcht und ohne Angst! Aber indem er lehrt und mahnt, Gott zu geben, was Gottes ist, erinnert uns der Herr mit aller Ernsthaftigkeit daran, dass nur Gott Gott ist. Und was soll man Gott geben? Alles; absolut alles! Von Gott ist unser Leben, von Gott ist unser Tod, von Gott ist alles, was wir haben, leben und sind: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, aber denkt daran, dass auch der Kaiser Gott gehört! Der Kaiser ist nicht Gott! Und hier liegt das Geniale und Bewundernswerte der Antwort unseres Herrn. Der Kaiser hielt sich für Gott, wurde „Göttlicher Kaiser" genannt, betrachtete sich als Herr über Leben und Tod! Nun, Jesus verweigert dem Kaiser einen solchen Anspruch! Der Kaiser ist nur der Kaiser und wird, wie der Kaiser, sterben! Nur der Herr ist Gott! Die Wissenschaft ist nicht Gott, die Technologie ist nicht Gott, die Großen der Welt sind nicht Gott! Nur der Herr ist Gott! Paulus nimmt Bezug auf diese Worte Jesu, indem er uns bestätigt: „Alles gehört euch: Paulus, Apollos, Kephas, die Welt, das Leben, der Tod, die gegenwärtigen und die zukünftigen Dinge. Alles ist euer; aber ihr seid Christi und Christus ist Gottes" (1 Kor 3,21-23).
Unsere große Versuchung ist es, an die Stelle Gottes die vielen Kaiser des Lebens zu setzen. Wird nicht die Wissenschaft vergöttlicht? Wird nicht die Technologie absolut gesetzt, wird nicht der Sex angebetet? Halten sich nicht die Großen der Welt – groß durch Macht, oder durch Reichtum, oder durch Erfolg – für göttlich, ohne anzuerkennen, wie Kyros in der ersten Lesung von heute, dass alles von Gott kommt, dass wir in seinen Händen sind, dass alles, auf geheimnisvolle Weise, Frucht seiner Vorsehung ist?
Christ, du musst am Leben der Menschheit teilnehmen, du musst ein Mensch unter den Menschen sein, du musst am Aufbau der Gesellschaft teilnehmen… Du musst wissen, das Gute und Schöne in der Welt zu schätzen… Aber vergiss nicht: nichts davon ist Gott, nichts davon verdient deine Anbetung, nichts davon soll dein Herz fesseln: weder Familie, noch Vaterland, noch Freunde, noch Besitz, Ideen oder Macht! Nur der Herr ist Gott! Cäsar das, was Cäsars ist; Gott alles, denn alles ist Gottes! So zu leben heißt wirklich glauben, heißt Gott wirklich ernst nehmen! Unsere große Illusion ist es zu denken, dass wir Gott in die Mitte von so vielen und vielen Lieben, von so vielen und vielen Leidenschaften stellen können, ihn zu nur einer unter so vielen Realitäten des Lebens machend. Nein! Er ist alles, er ist das Alles, wie der heilige Franziskus von Assisi sagte: „Du bist das Gute, das ganze Gute, das universelle Gute!"
Liebste, dass wir im Gebet, in der Erfahrung des sakramentalen Lebens und in der Hören des Wortes des Herrn lernen und Gott als Gott in unserem Leben erkennen, damit, wie es bei den Christen von Thessalonich, in der zweiten Lesung von heute, der Fall war, sie vor Gott ununterbrochen „die Wirksamkeit eures Glaubens, die Mühe eurer Liebe und die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus" haben. Amen.
D. Henrique Soares
Der Beitrag Homilie von D. Henrique Soares da Costa – 29. Sonntag im Jahreskreis – Jahr A erschien zuerst auf Presbíteros.
Wortlaut im Original
Is 45,1.4-6
Sl 95
1Ts 1,1-5b
Mt 22,15-21
“Dai a César o que é de César, e a Deus o que é de Deus”. Eis, caríssimos irmãos no Senhor, a frase que resume perfeitamente a Liturgia da Palavra deste Domingo. Frase tão conhecida, tão repetida e tão poucamente compreendida! E, no entanto, uma das frases mais radicais e revolucionárias do Evangelho; frase que bem serve de bandeira para os crentes do mundo descrente de hoje.
Recordemos o contexto. Os inimigos de Jesus prepararam-lhe uma inteligente armadilha. Primeiro o elogiaram com um elogio hipócrita, mas, fiel à realidade, que nos mostra bem a grandeza de caráter do Senhor nosso: “Mestre, sabemos que és verdadeiro e que, de fato, ensinas o caminho de Deus. Não te deixas influenciar pela opinião dos outros, pois não julgas um homem pelas aparências”. Que belo elogio! Que belo exemplo a ser seguido! Mas, eis que vem a armadilha: “É lícito ou não pagar o imposto a César?” Se Jesus respondesse “sim”, seria acusado de peleguismo, de colaboracionismo com os opressores pagãos romanos, impuros e odiados pelo povo; se respondesse “não”, seria acusado de revoltoso anti-romano diante de Pôncio Pilatos pelos seus próprios inimigos; se respondesse “não sei”, seria desmoralizado como um rabi incompetente e estulto. Eis, pois: a armadilha era perfeita! Mas, a resposta de Jesus foi mais perfeita ainda, verdadeiramente admirável! Pediu uma moeda, perguntou de quem era a inscrição… “Então, se usais a moeda de César, é porque César é quem manda de fato! Dai, pois, a César o que é de César!” E, então vem o complemento. Impressionante: “Mas, dai a Deus o que é de Deus!”
Que significa tal resposta? À primeira vista, Jesus estaria dividindo o mundo, as realidades, em duas áreas: uma para Deus e outra para César. Deus e César, lado a lado… Nada disso! Ao ensinar a dar a César o que é de César, o Senhor nos convida a respeitar as estruturas da sociedade em que vivemos, a levá-las a sério, a bem viver nelas. César, aqui, significa o mundo em que vivemos, com toda sua riqueza e complexidade. César é a política, César é a Pátria, a família; César é o trabalho, o emprego, o esporte que praticamos; César são os amigos e os sonhos nossos… Tudo quanto é humano e legítimo pode e deve ser apreciado e respeitado pelos cristãos. Podemos dar a César o que é de César, sem medo nem temor! Mas, ao ensinar e exortar a dar a Deus o que é de Deus, o Senhor nos recorda com toda seriedade que somente Deus é Deus. E o que se deve dar a Deus? Tudo; absolutamente, tudo! De Deus é a nossa vida, de Deus é a nossa morte, de Deus é tudo quanto temos, vivemos e somos: Dai a César o que é de César, mas recordai que também César pertence a Deus! César não é Deus! E aqui está o genial e admirável da resposta de Nosso Senhor. César se julgava Deus, era chamado “Divino César”, considerava-se senhor da vida e da morte! Ora, Jesus nega a César tal pretensão! César é somente César e, como César, morrerá! Somente o Senhor é Deus! A ciência não é Deus, a tecnologia não é Deus, os grandes do mundo não são Deus! Só o Senhor é Deus! São Paulo faz eco a essas palavras de Jesus ao nos afirmar: “Tudo pertence a vós: Paulo, Apolo, Cefas, o mundo, a vida, a morte, as coisas presentes e as futuras.Tudo é vosso; mas vós sois de Cristo e Cristo é de Deus” (1Cor 3,21-23).
A grande tentação nossa é colocar no lugar de Deus os tantos césares da vida. Não se endeusa a ciência? Não se absolutiza a tecnologia, não se adora o sexo? Os grandes do mundo – grandes pelo poder, ou pela riqueza, ou pelo sucesso – não se acham divinos, sem reconhecer, como Ciro, na primeira leitura de hoje, que tudo vem de Deus, que estamos nas suas mãos, que tudo é, misteriosamente, fruto da sua providência?
Cristão, tu deves participar da vida da humanidade, deves ser homem entre os homens, deves participar da construção da sociedade… Tu deves saber apreciar o que de bom e de belo existe no mundo… Mas, não te esqueças: nada disso é Deus, nada disso merece tua adoração, nada disso deve prender teu coração: nem família, nem pátria, nem amigos, nem posse, idéias ou poder! Só o Senhor é Deus! A César, o que é de César; a Deus tudo, pois tudo é de Deus! Viver assim é crer de verdade, é levar Deus a sério de verdade! Grande ilusão nossa é pensar que podemos colocar Deus no meio de tantos e tantos amores, de tantas e tantas paixões, fazendo dele apenas mais uma, entre tantas realidades da vida. Não! Ele é tudo, ele é o Tudo, como dizia São Francisco de Assis: “Tu és o Bem, todo o Bem, o Bem universal!”
Caríssimos, que na oração, na experiência da vida sacramental e na escuta da Palavra do Senhor nós aprendamos e reconhecer Deus como Deus na nossa vida, para que, como aconteceu com os cristãos de Tessalônica, na segunda leitura de hoje, estejam diante de Deus sem cessar “a atuação da vossa fé, o esforço da vossa caridade e a firmeza da vossa esperança em nosso Senhor Jesus Cristo”. Amém.
D. Henrique Soares
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