Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Das Fundament des Islam: das Glaubensbekenntnis
DITIB Religionsamt ·
DITIB ·
2025-01-17
· Köln
· Quelle
Wissen · Hauptbotschaft
Wahrhaftigkeit · tragend
Gemeinschaft
Das islamische Glaubensbekenntnis ist kein bloßes Ritual, sondern ein auf Wissen und innerer Überzeugung basierender, lebenslanger Vertrag mit Gott, der die Einheit Gottes und die Prophetie Muhammads als Zentrum des menschlichen Daseins festigt.
Das Glaubensbekenntnis ist ein Abkommen zwischen uns und unserem Schöpfer, dass wir unser ganzes Leben lang eine gläubige Haltung einnehmen werden.
Der Text erklärt die Schahada, das Glaubensbekenntnis, als das erste und fundamentale Prinzip des Islam. Er betont, dass dieses Bekenntnis nicht nur mündlich, sondern mit tiefem Wissen und innerer Überzeugung gelebt werden muss. Die Schöpfung wird als ständiges Zeugnis der Allmacht Gottes dargestellt, das den Menschen zur Reflexion auffordert. Das Bekenntnis wird als lebenslanger Vertrag mit dem Schöpfer beschrieben, der Exklusivität im Dienst an Gott und die Nachfolge des Propheten in moralischer Hinsicht verlangt. Es wird der Bogen von der Geburt, wo das Bekenntnis ins Ohr geflüstert wird, bis zum Tod gespannt. Der Text schließt mit der Zusage, dass ein aufrichtiges Bekenntnis vor dem Höllenfeuer schützt. Es handelt sich um eine lehrhafte Predigt, die die theologische Bedeutung und die praktische Lebensauswirkung der Schahada hervorhebt.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Die Allmacht Allahs mit ganzem Herzen bezeugen (innerlich)
- Ein Diener mit guter Moral sein (innerlich)
- Das Erbe des heiligen Korans und der Sunna schützen (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Bukhari, Iman, 1,2 · Koran, Al-i Imran, 3/18 · Muwatta, Qader, 3 · Bukhari, Ilm, 49
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 2
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Das Fundament des Islam: das Glaubensbekenntnis
(17.01.2025)
Liebe Geschwister! Verehrte Gläubige!
Das erste der Grundprinzipien des Islam ist die Schahada, das Glaubensbekenntnis.[1] Also zu sagen:
Derjenige, der diesen Ausspruch verinnerlicht, akzeptiert, dass es keinen anderen Gott außer Allah, dem Allmächtigen, gibt. Derjenige, der diesen Ausspruch annimmt, glaubt, als ob er mit seinen Augen gesehen und mit seinen Ohren gehört hätte, dass der Prophet Muhammed der Diener und Prophet Allahs ist, und als ob er Zeuge dieses Ereignisses gewesen wäre, als ihm dieser Auftrag erteilt wurde.
Geschwister!
Das Glaubensbekenntnis ist kein gewöhnliches Wort, das uns in wenigen Sekunden über die Lippen kommt, und sollte es auch nicht sein. Das riesige Universum, in dem wir leben, verkündet seit Milliarden von Jahren die Wahrheit, dass es „keinen Gott außer Allah gibt.“ Vom Vogel, der am Himmel fliegt, bis zum Gras, das auf dem Boden wächst; von den Sternen am Himmel bis zu den Fischen, die im Meer schwimmen - alles trägt die Zeichen des allmächtigen Schöpfers. Was wir als Menschen im Besitz von Verstand tun müssen, ist, die Allmacht Allahs mit ganzem Herzen zu bezeugen, indem wir einen Zusammenhang zwischen den Zeichen in der Schöpfung und den Versen des Korans herstellen.
Geschwister!
Dem Bekenntnis muss Wissen zugrunde liegen. Ein Bekenntnis, das ohne Wissen und Verständnis abgelegt wird, hat vor Allah keine Gültigkeit. So besagt Allah, der Allmächtige, dass es unter denen, die bezeugen, dass es keinen Gott außer Ihm gibt, Menschen mit Wissen gibt.[2]
Werte Gläubige!
Das Glaubensbekenntnis ist ein Abkommen zwischen uns und unserem Schöpfer, dass wir unser ganzes Leben lang eine gläubige Haltung einnehmen werden. Der Diener, der an das Wort „La ilahe illallah“ glaubt und dieses ausspricht, kann niemand anderem als Allah dienen! Er kann Allahs Eigenschaften nicht anderen zuschreiben und Allah etwas beigesellen. Eine gläubige Person, die glaubt, dass der Prophet Muhammed der Diener Allahs ist, strebt danach, ein Diener mit guter Moral zu sein, genau wie der Prophet Muhammed (s). Ein Gläubiger, der akzeptiert, dass der Prophet Muhammed der Gesandte Allahs ist, schützt das Erbe des heiligen Korans und der Sunna[3], das er uns anvertraut hat.
Meine Geschwister!
Das Glaubensbekenntnis ist auch ein Symbol für einen Neuanfang. Bevor wir unseren neugeborenen Kindern einen Namen geben, sprechen wir den Gebetsruf in das rechte Ohr und das Iqame in das linke Ohr. Wenn unser Kind heranwächst, lehren wir zuerst das Glaubensbekenntnis, das die Grundlage der Religion ist. Eines Tages wird das Glaubensbekenntnis, das uns in der Wiege ins Ohr geflüstert wurde, das letzte Wort sein, das wir auf unserem Sterbebett sagen wollen. Möge Allah uns allen die Möglichkeit geben, im Glauben zu leben und im Islam zu sterben.
Ich möchte meine Predigt mit folgender froher Botschaft unseres Propheten beenden: „Wer mit seinem Herzen bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammed der Gesandte Allahs ist, den wird Allah vor dem Höllenfeuer bewahren.“[4]
Die DITIB-Predigtkommission
[1] Bukhari, Iman, 1,2.
[2] Koran, Al-i Imran, 3/18.
[3] Muwatta, Qader, 3.
[4] Bukhari, Ilm, 49.
2025-01-17
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche
Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden.
Archiv 2007-2008 | 2009-2010
zurück
Top
Aktuelles
22.09.2025
DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton
Nachrichten
24.08.2026
DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht
19.08.2026
In tiefer Trauer
12.08.2026
Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben
Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten
Positionen
07.05.2025
Der Gebetsruf (Adhan)
06.05.2025
Humor im Islam
05.06.2024
DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste
Archiv
Landesverband
27.09.2023
Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V.
14.02.2020
Bombendrohungen gegen vier Moscheen
Archiv
Freitagspredigt
04.09.2026
Verantwortungsbewusstsein
28.08.2026
Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe
21.08.2026
Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten
Gehe zu Predigt Archiv