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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Botschaften aus der Sure Isra

DITIB Religionsamt · DITIB · 2025-01-24 · Köln · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Demut · tragend Fürsorge · tragend

Die Sure Isra enthält die zentralen ethischen und rituellen Pflichten des Muslims, deren Befolgung Erleichterung in der Erschwernis und Belohnung im Jenseits verspricht.

Oh Mensch! Wenn du nicht verurteilt und allein gelassen werden willst, dann nimm keinen Gott außer Allah an! Wenn deine Mutter, dein Vater oder beide bei dir alt werden, dann sage nicht einmal „Oh Mann!“ zu ihnen und tadle sie nicht!

Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB, die sich auf die Sure Isra (17) bezieht und im Kontext der Miradsch-Nacht im Monat Redschab gehalten wird. Sie erinnert an die Nachtwanderung und Himmelfahrt des Propheten Mohammed von der heiligen Gebetsstätte in Mekka zur weit entfernten Gebetsstätte in Jerusalem. Der Prediger wendet sich direkt an die Gläubigen und leitet aus den Versen der Sure konkrete ethische und rituelle Handlungsanweisungen ab. Dazu gehören die Ehrfurcht vor den Eltern, die gerechte Verteilung von Gütern, der Schutz von Waisen, die Einhaltung von Versprechen, die Vermeidung von Arroganz und die Pflicht zum täglichen Gebet. Die Predigt schließt mit einer frohen Botschaft aus einem Hadith über die Belohnung im Paradies für die Rezitation des Korans. Der Text verbindet die heilsgeschichtliche Erinnerung mit alltagsnahen moralischen Forderungen und einem Ausblick auf die eschatologische Belohnung.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 17:1 · Koran 17:22-38 · Koran 17:78-79 · Ebu Dawud, Witr, 20 · Tirmidhi, Feda'il el-Qur'an, 18

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Botschaften aus der Sure Isra (24.01.2025) Wir nähern uns den letzten Tagen des gesegneten Monats Redschab. So wie wir den Monat Redschab mit der Reghaib-Nacht willkommen geheißen haben, werden wir uns mit der Miradsch-Nacht allmählich von ihm verabschieden. Am kommenden Sonntagabend werden wir inschaAllah die Miradsch-Nacht begehen. Mit der Miradsch-Nacht werden wir erneut daran erinnert, dass mit jeder Erschwernis Erleichterung kommt und dass wir niemals die Hoffnung in Allah verlieren sollten. Liebe Geschwister! Werte Gläubige! Wenn es um Isra (die Nachtwanderung) und Miradsch (die Himmelfahrt) geht, ist die Sure Isra zweifellos die erste Sure, die angesprochen werden sollte. Isra bedeutet „Nachtwanderung“. Der erste Vers der Sure verrät uns sowohl die Route als auch das Ziel dieser besonderen Reise wie folgt: „Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen! Preis sei Dem, Der Seinen Diener bei Nacht von der heiligen Gebetsstätte (Mesdschid el-Haram) zur weit entfernten Gebetsstätte (Mesdschid el-Aqsa), deren Umgebung Wir gesegnet haben, reisen ließ, um ihm (etwas) von Unseren Zeichen zu zeigen. Er ist der Allhörende, Allsehende.“[1] Die Route der Reise sind die beiden Qiblas (Gebetsrichtungen) der Gläubigen, das Ziel der Reise die Zeichen Allahs, des Allmächtigen… Verehrte Geschwister! Wenden wir unsere Gesichter dem Mesdschid el-Haram und unsere Herzen dem Mesdschid el-Aqsa zu und hören wir aufmerksam auf die Gebote und Verbote der Sure Isra: Oh Mensch! Wenn du nicht verurteilt und allein gelassen werden willst, dann nimm keinen Gott außer Allah an! Wenn deine Mutter, dein Vater oder beide bei dir alt werden, dann sage nicht einmal „Oh Mann!“ zu ihnen und tadle sie nicht! Sprich stets liebevolle Worte zu ihnen, zeige Barmherzigkeit, schütze sie und bete für ihr Wohlergehen! Oh Mensch! Gebe deinen Angehörigen das, was ihnen zusteht, gebe den Armen das, was ihnen zusteht und gebe auch den Reisenden das, was ihnen zusteht. Verschwende deine Mittel nicht unnötig! Sei nicht zu geizig! Wenn du nicht in eine verwerfliche Lage geraten möchtest, so sei auch nicht zu großzügig! Sei ausgewogen, handle nicht maßlos! Vergiss nicht, dass Allah unser Versorger ist. Nimm deshalb das Leben deines Kindes nicht aus Angst um Versorgung. Töte nicht das Leben, das Allah als unantastbar erklärt hat! Oh Mensch! Nähere dich niemals einer unehelichen Beziehung! Greife nicht nach dem Vermögen des Waisenkindes, es sei denn, es dient zu seinem Nutzen, bis es die Reife erreicht, um sein Vermögen selbst zu verwalten. Halte deine Versprechen ein! Denke daran, dass jedes gegebene Versprechen eine Verantwortung mit sich bringt! Lass deine Waage gerecht sein! Wenn du misst, messe genau! Täusche nicht! Betrüge niemanden! Äußere dich nicht spekulativ zu einem Thema, über das du keine Kenntnis hast, und folge nicht etwas, worüber du keine Informationen besitzt! Oh Mensch! Sei nicht arrogant, gehe nicht überheblich umher.[2] Sei höflich, freundlich und bescheiden! Wenn du mit anderen kommunizierst, wähle die schönsten Worte! Vernachlässige nicht, fünfmal am Tag in die Gegenwart deines Herrn zu treten! Versuche auch, neben den rituellen Pflichtgebeten Allah näher zu kommen, indem du nachts das Teheddschud-Gebet verrichtest.[3] Möge Allah uns ermöglichen, diesen und allen Geboten sowie Verboten des Qur‘ans Folge zu leisten. Ich möchte meine Predigt mit einer frohen Botschaft abschließen, die der lebendige Qur’an – unser Prophet – den Freunden des Qur’ans im Paradies verkünden wird.: „Rezitiere und steige auf. So wie du den Koran auf der Welt nachdenkend gelesen hast, so rezitiere ihn hier ebenfalls in sorgsamer Weise! Denn deine Stufe ist beim letzten Vers, den du rezitierst.[4] Die DITIB-Predigtkommission [1] Koran, Isra, 17/1. [2] Koran, Isra, 17/22-38. [3] Koran, Isra, 17/78-79. [4] Ebu Dawud, Witr, 20; Tirmidhi, Feda’il el-Qur’an, 18. 2025-01-24 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv