Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Workshop: Persepolis
ohne Namen ·
Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Berlin ·
2021-06-14
· Berlin
· Quelle
Wissen · Hauptbotschaft
Gerechtigkeit · tragend
Gemeinschaft
Der kritische Vergleich von Demokratie und Diktatur anhand konkreter biografischer Erfahrungen ermöglicht es Lernenden, die Schätzenswürdigkeit demokratischer Freiheiten zu erkennen und politische Urteilsfähigkeit zu entwickeln.
Es sollen wertgebundene politische Urteile erlernt und erprobt werden. Diese ermöglichen neue Perspektiven auf unser demokratisches System: Was an ihm schätzens- und schützenswert ist, aber in der Selbstverständlichkeit oft verschwindet.
Der Text beschreibt einen pädagogischen Workshop der Ibn Rushd – Goethe Moschee, der sich mit dem Graphic Novel 'Persepolis' von Marjane Satrapi beschäftigt. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, sich kritisch zu den Folgen politischer Umbrüche und der Einschränkung von Freiheitsrechten zu positionieren. Der Workshop nutzt die drei Dimensionen des Politischen (Polity, Policy, Politics) und orientiert sich am Beutelsbacher Konsens, um wertgebundene politische Urteile zu erproben. Dabei wird der Vergleich zwischen Demokratie und Diktatur im Kontext von Flucht und Integration thematisiert. Die Methode zielt darauf ab, die Schätzenswürdigkeit des demokratischen Systems zu verdeutlichen, das oft in der Selbstverständlichkeit untergeht. Der Workshop richtet sich an verschiedene Klassenstufen und Fächer und umfasst die Vorbesprechung des Films. Er wird von einer progressiven islamischen Institution angeboten, die Vielfalt und Selbstbestimmung im Islam fördert.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
-
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
- Wohin geht die Geschichte?
-
es wird besser, Entwicklung zum Guten (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf Argument, Logik, Wissenschaft
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- sich kritisch zu politischen Fragen positionieren (gesellschaftlich)
- wertgebundene politische Urteile erlernen (innerlich)
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Workshop: Persepolis – Ibn Rushd – Goethe Moschee
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Workshop: Persepolis
Wie ergeht es den Menschen in einem Land, wenn nach einem politischen Umbruch plötzlich Freiheitsrechte eingeschränkt werden? Wie wachsen junge Menschen in diesen Ländern auf? Wie ergeht es ihnen auf der Flucht vor repressiven politischen Systemen, welche Schwierigkeiten können bei der Integration im neuen Land auftreten? Unser Workshop „Persepolis für den Unterricht“ versetzt Schülerinnen und Schüler in die Lage, sich zu solchen Fragen kritisch zu positionieren. Anhand des Graphic Novel „Persepolis“ von Marjane Satrapi werden Handlungsmöglichkeiten in einem nicht-demokratischen System diskutiert. Es sollen wertgebundene politische Urteile erlernt und erprobt werden. Diese ermöglichen neue Perspektiven auf unser demokratisches System: Was an ihm schätzens- und schützenswert ist, aber in der Selbstverständlichkeit oft verschwindet.
Über Marjane Satrapis „Persepolis“
Die iranisch-französische Comic-Zeichnerin Marjane Satrapi, geboren 1969, erlebte die Islamische Revolution in Iran als kleines Mädchen. Ihre Eltern schickten sie als Jugendliche nach Wien, um dem iranisch-irakischen Krieg zu entkommen. Ihre Studienzeit verbrachte sie wieder im Iran, bis sie später endgültig nach Paris emigrierte. Die Erfahrungen mit dem Regime der iranischen Mullahs hat sie in dem vierbändigen Graphic Novel „Persepolis“ verarbeitet. Im Jahr 2007 erschien der gleichnamige Film, bei dem sie Drehbuch und Regie übernahm. Sowohl das Graphic Novel als auch der Film erhielten zahlreiche Auszeichnungen.
Methoden
Der Workshop orientiert sich an der Leitfrage: „Anpassung oder Widerstand? Individuelle und kollektive Handlungsspielräume in nicht-demokratischen Staaten“. Der Vergleich zwischen Demokratie und Diktatur erfolgt unter Berücksichtigung der drei Dimensionen des Politischen: Polity, Policy und Politics. Wir orientieren uns dabei stets an den didaktischen Leitgedanken, wie sie im Beutelsbacher Konsens formuliert wurden: Überwältigungsverbot, Kontroversität, Schülerorientierung. Das Klassenzimmer ist kein neutraler Raum, denn es ist der demokratischen Grundordnung verpflichtet. Das heißt aber auch, dass jede/r sich angstfrei positionieren darf und soll. Unsere Methoden werden die Schülerinnen und Schülern dabei unterstützen.
Zielgruppe
Der Workshop lässt sich für verschiedene Unterrichtsfächer und Klassenstufen adaptieren. In Anknüpfung an den Rahmenlehrplan sind folgende Themenfelder im Politikunterricht denkbar:
Themenfeld 3.3 „Migration und Bevölkerung“ für Klasse 7/8
Themenfeld 3.5 „Demokratie in Deutschland“ für Klasse 9/10
Themenfeld 3.6 „Konflikte und Konfliktlösungen“ für Klasse 9/10
Themenfeld 3.3. „Demokratiebildung“ in der fächerübergreifenden Kompetenzentwicklung in Politik und Geschichte
Der Workshop dauert 90 Minuten. Teil der Vorbereitung ist die Betrachtung des Films „Persepolis“ (2007) im Klassenverbund (weitere 90 Minuten).
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