Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Workshop: Islam und Vielfalt
ohne Namen ·
Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Berlin ·
2020-09-24
· Berlin
· Quelle
Gemeinschaft · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Wissen · tragend
Homosexualität und Islam sind vereinbar, und durch Aufklärung, spielerische Methoden und offenen Dialog kann Akzeptanz für sexuelle Vielfalt im islamischen Kontext gefördert werden.
Ziel des Workshops ist es, neben der Akzeptanz für Unterschiede auch das Bewusstsein für Gemeinsamkeiten zu fördern, die eine Brücke zu gegenseitigem Verständnis bieten können.
Der Text beschreibt einen Workshop der Ibn Rushd – Goethe Moschee zum Thema Islam und Vielfalt, der sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 12 richtet. Er thematisiert Homosexualität und sexuelle Identität im Kontext des Islams und will gängige Vorurteile und Klischees aufgreifen. Der Workshop verbindet spielerische Elemente mit offenen Gesprächen und schafft einen angstfreien Raum für ehrlichen Austausch. Die Methoden umfassen ein Kahoot-Quiz, die Methode des Identitätsmoleküls und eine Reflexionsphase, in der Regeln für ein Miteinander formuliert werden. Ziel ist es, Akzeptanz für Unterschiede und Bewusstsein für Gemeinsamkeiten zu fördern. Der Workshop dauert 90 Minuten und wird altersgerecht angepasst. Er wird von der Moschee als pädagogisches Angebot für Schulen angeboten.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
- Wohin geht die Geschichte?
-
es wird besser, Entwicklung zum Guten
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- andere Identitäten akzeptieren lernen (zwischenmenschlich)
- Regeln für ein Miteinander formulieren (gesellschaftlich)
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Workshop: Islam und Vielfalt – Ibn Rushd – Goethe Moschee
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Workshop: Islam und Vielfalt
Homosexualität und Islam – für viele geht das nicht zusammen. Das gilt sowohl für Menschen, die von außen auf ihn schauen, als auch für Menschen, die ihn von innen kennen, ihn selbst leben. Aber auch unter Muslimen wird Homosexualität und andere, vielfältige Formen der sexuellen Identität gelebt. Unser Workshop „Islam und Vielfalft“ geht auf gängige Vorurteile, Klischees und Herausforderungen ein, die sich aus dieser Verbindung ergeben. In Anknüpfung an die Frage, was unsere eigene Identität ausmacht, sollen die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet werden, andere Identitäten akzeptieren zu lernen – auch wenn sie mit eigenen Vorstellungen nicht übereinstimmen. Dafür sprechen wir nicht nur über die Geschichte der Homosexualität im Islam und ihre Bedeutung für die Religion insgesamt, sondern auch über die Dynamiken vorurteilsbehafteten Denkens. Wir kombinieren spielerische Elemente mit offenen Gesprächen. Auf die Weise ermöglichen wir einen angstfreien Raum für ehrlichen Austausch, indem sich konträre Meinungen gegenüberstehen dürfen. Ziel des Workshops ist es, neben der Akzeptanz für Unterschiede auch das Bewusstsein für Gemeinsamkeiten zu fördern, die eine Brücke zu gegenseitigem Verständnis bieten können.
Methoden
Unsere Methoden beziehen sich auf den aktuellen Stand der didaktischen Forschung. Gleichzeitig beziehen wir Neue Medien mit ein und schaffen mit verschiedenen Formaten Abwechslung während des Workshops. Der Einstieg bildet ein Kahoot-Quiz, mit dem die Schülerinnen und Schüler auf spielerische Weise ihr Wissen zum Thema testen können. In der Analysephase greifen wir auf die Methode des Identitätsmoleküls zurück, mit dem wir uns der Frage nähern: Was macht uns als Person überhaupt aus? Wie sehen das andere? Im Klassenplenum werden diese Fragen immer wieder gemeinsam diskutiert. In der abschließenden Reflexionsphase soll jeder Schüler und jede Schülerin eine Regel formulieren, die auf Karten gesammelt werden. Hier stehen die Fragen im Mittelpunkt: Welche Regeln sollen gelten in Bezug auf Religion und Homosexualität, wie möchten wir auf der Grundlage ein Miteinander gestalten? In der Nachbereitung werden wir aus den verschiedenen Regeln eine Graphik erstellen, die in der Klasse aufgehängt werden kann.
Der Workshop eignet sich für alle Klassenstufen von der 8. bis zur 12. Klasse und wird von uns inhaltlich auf das jeweilige Alter der Schülerinnen und Schüler angepasst. Angesetzt ist eine Dauer von 90 Minuten (2 Schulstunden mit Pause).
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