Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Das Wohlgefallen Gottes liegt im Wohlgefallen der Eltern
DITIB Religionsamt ·
DITIB ·
2025-05-09
· Köln
· Quelle
Fürsorge · Hauptbotschaft
Dankbarkeit · tragend
Demut · tragend
Das religiöse Wohlgefallen Gottes ist untrennbar mit der ethischen Haltung und der Fürsorge gegenüber den eigenen Eltern verbunden, wobei die Mutter eine prioritäre Stellung einnimmt.
Er erklärte, dass es nach dem Schirk – dem Beigesellen einer anderen Gottheit neben Allah – die größte Sünde sei, den Eltern zu schaden.[7] Und er sprach: „Das Wohlgefallen Allahs liegt im Wohlgefallen der Eltern.“[8]
Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB, die die zentrale Bedeutung der Eltern, insbesondere der Mutter, im Islam herausstellt. Sie stützt sich auf Hadithe, die das Wohlgefallen der Eltern mit dem Wohlgefallen Gottes gleichsetzen, und auf Koranverse, die Güte und Demut gegenüber den Eltern als religiöse Pflicht bezeichnen. Die Predigt beschreibt die Eltern als Quelle des Lebens, erste Lehrer und emotionale Stütze, wobei die Mutter eine besonders hohe Stellung einnimmt. Es wird betont, dass das Leben eine Prüfung ist und auch der Prophet Muhammad durch den frühen Verlust seiner Eltern geprägt war, was ihn zu einem Vorbild der Fürsorge machte. An Gläubige, die ihre Eltern verloren haben, richtet sich ein Trostwort, das sie ermutigt, die Leere mit der Liebe zu Gott zu füllen und die Unterstützung durch die Gemeinschaft zu schätzen. Der Text schließt mit einem Gebet um Gesundheit für lebende und Gnade für verstorbene Eltern sowie um Vergebung am Tag des Gerichts. Die Predigt verbindet theologische Grundlagen mit praktischen Anweisungen für das tägliche Miteinander in der Familie.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Eltern Güte erweisen (zwischenmenschlich)
- Sanfte Worte sprechen (zwischenmenschlich)
- Für Eltern beten (rituell)
Genannte Stellen
Bukhari, Edeb, 2 · Koran 2:83 · Koran 4:36 · Koran 2:215 · Koran 17:23-24 · Bukhari, Tevhid, 48 · Tirmidhi, Birr, 3 · Koran 14:41
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 2 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Das Wohlgefallen Gottes liegt im Wohlgefallen der Eltern
(09.05.2025)
Ein Mann kam zum Propheten (s) und fragte ihn, „Oh Gesandter Allahs! Wer verdient es am meisten, dass ich ihm Gutes tue und ihm meine Nähe zeige?“ Der Prophet antwortete: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte erneut: „Und wer danach?“ Der Prophet wiederholte: „Deine Mutter.“ Als der Mann ein drittes Mal fragte: „Und wer dann?“, lautete die Antwort abermals: „Deine Mutter.“ Beim vierten Mal sagte der Prophet schließlich: „Dann folgt dein Vater.”[1]
Geschwister! Verehrte Gläubige!
Unter den wertvollsten Gaben, die Allah uns geschenkt hat, stehen unsere Eltern an erster Stelle. Unsere Mutter ist die Quelle unseres Lebens, die große Mühen auf sich genommen hat, um uns auf die Welt zu bringen. Sie ist unsere erste Lehrerin, die uns lehrt, was richtig und was falsch ist. Sie ist wie ein Schutzengel, der uns beim Essen und Trinken den Vortritt lässt und auf ihren Schlaf verzichtet, wenn wir krank sind. Unser Vater hingegen ist ein Fels, an den wir uns lehnen, wenn wir in Schwierigkeiten geraten und bei dem wir Zuflucht finden.
Geschwister!
Güte gegenüber den Eltern zählt zu den Diensten, die uns Allah auferlegt hat. Im Koran heißt es dazu: Erweist euren Eltern Güte![2] Gebt von eurem Besitz für sie aus! [3] Sagt nicht mal „Oh Mann!“ zu ihnen! Schimpft nicht mit ihnen! Sprecht sanfte Worte zu ihnen! Breitet demütig die Flügel der Zärtlichkeit über sie aus! Und betet für sie: „Mein Erhalter! Erweise ihnen Gnade, so wie sie für mich sorgten und mich aufzogen, als ich ein Kind war!“ [4]
Geschwister!
Das Leben ist eine Prüfung, und manche Lebensphasen können uns besonders schwerfallen. Auch das Leben unseres Propheten war von Prüfungen gezeichnet. Er hat seinen Vater nie kennengelernt und verlor seine Mutter, als er fünf oder sechs Jahre alt war. All dies hinderte ihn nicht daran, einen guten Charakter zu bewahren, ein fürsorglicher Ehemann und ein liebevoller Vater zu sein. Mit seinen Worten und seinem Verhalten war er das beste Vorbild für Eltern und Kinder.
Als er gefragt wurde: „Welche Tat ist die größte?“, antwortete er: „Das Gebet zur rechten Zeit und die Güte zu den Eltern.“[5] Und er sagte auch: „Die Eltern sind ein Tor zum Paradies. Ob man durch dieses Tor eintritt oder nicht, liegt in der eigenen Hand.“[6] Er erklärte, dass es nach dem Schirk – dem Beigesellen einer anderen Gottheit neben Allah – die größte Sünde sei, den Eltern zu schaden.[7] Und er sprach: „Das Wohlgefallen Allahs liegt im Wohlgefallen der Eltern.“[8]
Liebe Geschwister, die ihr eure Eltern früh verloren habt!
Verliert nicht den Mut. Ihr seid auch nicht allein. Füllt die Leere in euren Herzen mit der Liebe zu Gott und seinem Gesandten. Erinnert euch an die guten Zeiten, und vergesst nicht, dass es in eurer Umgebung Menschen gibt, die euch lieben und euch beistehen. Schätzt ihren Wert, seid stark und blickt hoffnungsvoll in die Zukunft.
Oh Allah! Schenke unseren Eltern ein gesundes und glückliches Leben! Erweise unseren verstorbenen Eltern Gnade! Oh Allah, vergib mir, meinen Eltern und den Gläubigen am Tag des Gerichts![9] (Amin)
DITIB-Predigtkomission
[1] Buchari, Edeb, 2.
[2] Baqara, 2/83. Nisa, 4/36.
[3] Baqara, 2/215.
[4] Isra, 17/23-24.
[5] Buchari, Tevhîd, 48.
[6] Tirmizi, Birr, 3.
[7] Buchari, Edeb, 6.
[8] Tirmizi, Birr, 3.
[9] İbrahim, 14/41.
2025-05-09
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