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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

7.15 Das Immunsystem der Seele: Der Iman als Quelle für Resilienz

Mohamed Ibrahim · Islamisches Zentrum München · 2026-07-16 · München · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Geduld · tragend Gerechtigkeit · tragend

Der Iman stärkt die psychische Widerstandskraft, weil der Glaube an Allah, den Jüngsten Tag und die Vorbestimmung Furcht, Trauer und Hilflosigkeit mindert und Akzeptanz sowie Zukunftsorientierung fördert.

Der Text erklärt den Iman als psychologische Stütze für Resilienz. Er definiert zunächst die Begriffe Immunsystem, Seele, Iman, Quelle und Resilienz anhand des Duden. Anschließend werden die sieben Säulen der Resilienz aus der Psychologie vorgestellt. Drei Säulen des Iman werden mit Resilienz verknüpft: der Glaube an Allah, an den Jüngsten Tag und an die Vorbestimmung. Der Glaube an Allah soll Furcht und Trauer mindern, weil Allah mit den Gläubigen ist. Der Glaube an das Jenseits erweitert den Horizont und gibt Zukunftsorientierung. Der Glaube an Qadar fördert Akzeptanz und Gelassenheit gegenüber dem Geschehenen. Koranverse und Hadithe werden als Belege angeführt.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Krankheit, Tod, Vergänglichkeit als Grundproblem
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 9:51 · Koran 57:22-23 · Hadith: La tahzan, inna Allaha ma'ana · Koran: Inna Allaha ma'al laziina taqaw wa'l laziina hum muhsinun

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 2, künftig 3

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Bismillahir Rahmanir Rahim. Assalamu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh. Mit dem Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen fangen wir an. Der Friede sei mit euch und die Gnade und Barmherzigkeit Allahs und seines Degnungen mögen auch mit euch sein. Herzlich willkommen zu unserem heutigen deutschsprachigen Muslimkreis hier am islamischen Zentrum München. Heute ist Samstag, der 11. Juli 2026. Unser Thema heute ist das Immunsystem der Seele, der Iman als Quelle für Resilienz. Wir werden fünf Teile haben. Zunächst einmal gibt es einen Teil zum Titel, dann gibt es einen Teil zur Theorie, dann gibt es einen Teil zur Praxis, dann gibt es einen Teil zwei Inputs. Anderer Personen und dann gibt es einen Schluss, also fünf Teile oder fünf Punkte. Zunächst zum Titel, da nehme ich euch mit auf eine Dudenreise. Wir haben ja im Titel fünf Wörter. Immunsystem, Seele, Iman, Quelle, Resilienz. Manche davon sind klar andere weniger. Immunsystem, was steht dazu im Duden? Für die Immunität verantwortliches System der Abwehr von Krankheitserregern oder deren Giften. Und da haben wir das Wort Immunität. Was ist Immunität? Duden sagt Angeborene oder durch Impfung erworbene Unempfänglichkeit für Krankheitserreger oder deren Gifte. Das heißt, es geht hier um diese Unempfänglichkeit für Außenfaktoren, die Negatives oder Schlimmes bei uns auslösen. In dem Zusammenhang und Immunsystem, in dem Sinne, dass diese abgewährt werden, dass wir davor geschützt werden. Das zu diesem einen Wort Immunsystem. Dann haben wir das Wort Seele. Und für Seele finden wir einige Einträge im Duden. Die erste davon. Gesamtheit dessen, was das Fühlen im Finden denken eines Menschen ausmacht. Das heißt Synonym für Psyche. Und dann im religiösen Sinne Seele, das ist ein substanzloser oder körperloser Teil des Menschen, der nach religiösem Glauben unsterblich ist, nach dem Tod weiterlebt. Also hier haben wir es mit dem arabischen Wort Ruhe zu tun, Seele. Und ein dritter Eintrag. Seele bedeutet Mensch. Das heißt, wenn wir von einem Immunsystem der Seele sprechen, dann eben von einem Immunsystem für den Menschen gegen eben äußerliche Einflüsse oder eben Außenfaktoren. Die einen treffen oder die einen negativ beeinflussen können. Das dritte Wort im Titel ist das Wort Iman. Und interessanterweise ist das Wort Iman auch mittlerweile ein deutsches Wort. Wir finden das Wort auch im Duden, der Iman. Und dazu steht, was die Bedeutung angeht, Glaube und Zwischenklammern im Islam. Also der Iman ist praktisch der Glaube der Muslime. Unter dem Wort Glaube finden wir im Duden einige Einträge. Zum Beispiel Glaube gefühlsmäßige nicht von Beweisen, Fakten oder ähnlichen bestimmte unbedingte Gewissheit bzw. Überzeugung. Das ist Glaube. Oder eben auch Glaube, oder auch Glauben der Glaube der Glaube bedeutet religiöse Überzeugung bzw. einfach Religion oder auch Bekenntnis. Das alles haben wir im Duden zu diesem Wort Iman, der Iman. Iman als Quelle, was ist eine Quelle? Und auch zu diesem Wort Quelle finden wir relativ viele Einträge im Duden. Aber der einzige Eintrag, der für uns hier wichtig und relevant ist, etwas, wodurch etwas entsteht. Das ist eine Quelle. Und wenn wir eben von dem Iman als Quelle sprechen, das heißt der Iman ist etwas, durch den etwas eben entsteht. In unserem Fall hier sprechen wir von der Resilienz. Und das bringt uns zum fünften und letzten Wort hier im Titel, nämlich zu dem Wort Resilienz. Das ist vielleicht das Wort, das am wenigsten von allen fünf klar ist. Das ist ja ein Fachbegriff, kann man sagen. Resilienz. Was ist Resilienz? Resilienz kommt aus dem Lateinischen, wie viele Wörter oder Wachbegriffe. Zur Resilienz finden wir bei oder im Duden, psychische Widerstandskraft, Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Also es geht um schwierige Lebenssituationen, dass diese überstanden werden und dass keine Beeinträchtigung entsteht oder anhält. Danach bleibt. Sononyme für Resilienz im Duden sind Stabilität beziehungsweise Widerstandsfähigkeit. Das war alles jetzt sprachlich betracht. Aber dieses Wort Resilienz ist ja hier wichtig im Titel. Es geht eigentlich um dieses Wort und die Verbindung zum Imen. Und jetzt nur eine kleine fachspezifische Ergänzung, kann man sagen. Wir haben gesagt, Resilienz ist ja in der Psychologie anzutreffen. Und da spricht man von sieben Säulen der Resilienz. Eins, Optimismus. Zwei, Akzeptanz. Drei, Lösungsorientierung. Vier, die Opferrolle verlassen. Fünf, Verantwortung übernehmen. Sechs, Netzwerkorientierung. Sieben, Zukunftsplanung. Und zu diesen sieben oder zu einigen von ihnen werden wir dann auch durch den Imen oder eben die islamische Religionspraxis einige Brücken bauen beziehungsweise Verbindungen finden. Das war jetzt zu diesem ersten Punkt zum Titel. Jetzt kommen wir zum zweiten Punkt, nämlich zur Theorie. Wenn wir von Imen sprechen, da habe ich unter Theorie zwei Bereiche. Ein Bereich der Säulen des Imen und einen Bereich der Tugenden beziehungsweise der Herzens, Taten oder Handlungen, die mit dem Imen zusammenhängen. Und wie es sich gehört für einen Theologen immer mit einer Vögnepfung, wenn es geht zu einem Koranfers. Okay? Gut. Wie viele sind die sechs Säulen des Imen? Sechs. Wir werden nicht alle sechs hier thematisieren, aber uns interessieren hier in dem Zusammenhang drei davon. Der Glaube an Allah, der Glaube an den Tag des Gerichts, an die Achere und der Glaube an Qadr, an die vorher Bestimmung. Der Glaube an Allah hier in Verbindung mit Resilienz, mit Widerstandsfähigkeit, mit Stabilität. Man kann Salub sagen, was kann mir schon passieren, wenn Allah da ist und ich an ihn glaube. Der ist ja für mich da. Ich brauche keine Furcht zu haben, keine Trauer zu haben. Allah sieht alles, Allah weiß alles, Allah lenkt alles, Allah entscheidet alles. Allah lässt die Dinge passieren nach Weisheit, nach Barmherzigkeit, nach Gerechtigkeit. Und entsprechend dieser Glaube an Allah erinnert zum Beispiel an die Aussage des Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, zu seinem Gefährten Abu Bakr in der Höhle, la tahsan, in Allah ham'an. Sei nicht traurig, gewiss Allah ist mit uns. Und Allah ist mit denjenigen, die glauben im Allgemeinen, das heisst im Koran, Inna Allah ham'al lazeena taqaw wal lazeena hum muhsinun. Baalish Allah ist mit denen, die sich Allahs bewussten, die Gottesbewussten, die Taqwa haben und diejenigen, die Gutes tun. So dieses Dasein und dieses Mitsein, seitens Allahs hilft sehr in unserer Thematik hier. Dann haben wir den Glauben an die Achira, an den Tag des Gerichts. Das erweitert uns unseren Horizont. Wir sind dann nicht beschränkt auf das Diesseitige, sondern wir haben eine Zukunft. Diese Zukunftsorientierung, wir haben ja bei Resilienz der siebte Punkt, war Zukunftsplanung. Dass man eine Zukunft hat, dass man eine Hoffnung auf die Zukunft hat, dass man plant und entsprechend, wenn wir wissen, wenn wir den Glauben haben, wir sind hier auf der Durchreise, unsere Zukunft ist dort eben der Glaube an diese Zukunft hilft. Nicht nur das, sondern der Glaube an die absolute Gerechtigkeit in diesem kommenden jenseitigen Leben. Das hilft uns, Wiedrigkeiten des Lebens hier auszuhalten, zu ertragen, wissen, dass für Gerechtigkeit, für Ausgleich am Tage des Gerichts gesorgt wird. Und entsprechend diese Perspektive oder dieser Glaube an den Tag des Gerichts wichtig. Und entsprechend im Koran werden oft nur diese zwei Säulen miteinander genannt, also der Glaube an Allah und der Glaube an den Tag des Gerichts. Und das, was daraus resultiert, an gutem Tun. Da wird im Koran gesagt, man ämmene billahi, und der eine Also der wird gesagt, wer an Allah glaube, und an den jüngsten Taglaube und Gutes tut, die bekommen ihren Lohn und die oder brauchen keine Furcht und keine Trauer zu haben. Furcht bezieht sich auf die Zukunft. Trauer bezieht sich auf die Vergangenheit. Und hier wird uns gesagt, wer diese drei Dinge hat, eben den Glauben an Allah, den Glauben an den Tag des Gerichts und daraus resultieren. Gutes tut, der braucht oder den trifft sozusagen keine Furcht, keine Übertriebene Furcht, Angst oder auch keine Übertriebene Trauer beides, in dem Sinne, dass sie einen Leben oder daran hindern sozusagen, sein Leben zu leben oder sein Leben oder seine Schwierigkeiten zu meistern. Und dann auch die Zukunftsperspektive in dem Sinne, ich lebe mein Leben hier, ich tue mein Bestes, aber ich werde das Paradies hier nicht haben. Wir sind hier in der Dunia. Wir sind hier nicht um das Paradies hier zu haben, sondern wir kehren dann zum Paradies zurück, vorausgesetzt, wir tun Gutes, wie vorhin gesagt. Und entsprechend diese Zukunftsperspektive in dem Sinne, ich gebe mein Bestes hier und weiß, das wird zur Folge haben, dass ich mit Allah Gnade und Barmherzigkeit ins Paradies kommen werde und dort werde es mir dann sehr gut ergeben. Das ist auch wichtig für die Resilienz, für die Widerstandsfähigkeit und für die Stabilität in Widerigkeiten des Lebens. Dann haben wir als dritte Säule für uns relevant hier von den sechs Säulen des Glaubens. Wir haben den Glauben an Qadar, an die Bestimmung seitens Allahs, nämlich, dass alles von Allah vorher bestimmt ist. Und das verleiht uns entsprechende Gelassenheit, aber auch entsprechende Akzeptanz, Annahme der Geschehnisse. Wir haben auch bei Resilienz gesehen, Punkt zwei war Akzeptanz, dass man in der Lage ist, die Dinge anzunehmen, das zu akzeptieren. Vor allem, wenn die Dinge schon geschehen sind, wenn sie da sind und man kann daran nichts machen, man kann nichts ändern und dann ist es am besten, man nimmt das an. Man akzeptiert das und da hilft es eben, dass man sagt, so hat es Allah bestimmt und entsprechend ist es auch eingetreten. Im Arabischen im Hadith heißt es qadar Allahu wa ma shaa'a fa'a. So hat es Allah vorher bestimmt und entsprechend ist es auch eingetreten, wie Allah das vorher bestimmt hat. Für den Glauben an Qadar finden wir viele Stellen im Koran, aber zwei möchte ich hier nennen, die für uns von Relevanz sind. Einmal in der neunten Suhr, Attaube im Vers 51, sagt Allah, sag uns wird nur das treffen, was Allah für uns bestimmt hat. Er ist unser Schutzherr. Auf Allah sollen sich die Gläubigen verlassen. Eben, einmal das, was uns wieder fährt, das, was uns trifft, ist für uns bestimmt und das verfehlt uns dann auch nicht. Ob jetzt gut oder weniger gut, das ist alles von Allah eben vorher bestimmt. Deswegen in der Überlieferung im Hadith, wo die sechs Säulen des Glaubens genannt werden, am Ende, wa an tu'minabil qadar khairihi wa sharrih, dass du an die vorher Bestimmung glaubst mit ihrem Guten und mit ihrem Schlechten, dass eben, dass man das annimmt und als Bestimmung Allah es eben ansieht. Die andere Stelle im Koran, die auch mit der vorher Bestimmung zusammenhängt oder da auch wichtig ist, finden wir in der Suhr al-Hadith 57, wo Allah sagt in zwei aufeinander folgenden Versen 22 und 23, kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne dass es in einem Buch verzeichnet wäre, bevor wir es erschaffen. Gewiss, dies ist Allah ein leichtes, damit ihr nicht betrübt seid über das, was euch entgangen ist und euch nicht zu sehr freut über das, was er euch gegeben hat, was er also Allah euch gegeben hat und Allah liebt niemanden, der eingebildet und pralarisch ist. Also hier, dass alles, was eintrifft eben von Allah kommt, vor allem an Unglück, an Lebenskrisen, Katastrophen, Schwierigkeiten, ob jetzt um uns herum auf der Erde oder bei uns selbst in uns selbst, das ist eben von Allah. Das ist bei Allah in einem Buch verzeichnet und wird dann eben ins Dasein gebracht auch von Allah und Allah sagt uns auch, warum er uns das sagt, damit ihr nicht betrübt seid über das, was euch entgangen ist. Oft sagen wir ja, warum habe ich das nicht bekommen, warum habe ich das nicht bekommen oder wenn wir etwas bekommen, dann sind wir überglücklich und Allah sagt uns eben auch hier nicht übertreiben, damit ihr auch nicht zu sehr euch freut über das, was er euch gegeben hat. Auch hier wichtig, der Aspekt, dass das, was wir an gutem bekommen, dass wir nicht vergessen, dass das uns von Allah zuteilt wird. M'atakum, was er euch gegeben hat. Gut, das waren jetzt, wir sind immer noch im Teil Theorie, erster Punkt, die drei Säulen des Glaubens, die mit unserer Thematik zu tun haben. Wir kommen jetzt zu drei Tugenden, die hier wichtig sind für unsere Resilienz. Zunächst die drei arabischen Begriffe, Sabr kennen alle, Geduld, Rida, zufriedenheit, Tawakul, Vertrauen. Diese drei, die nenne ich, es gibt natürlich auch andere in dem Zusammenhang, aber die drei sind wichtig. Wenn wir eben Widerstandsfähig sein wollen oder eben Kraft schöpfen wollen aus unserem Eman heraus. Da brauchen wir Sabr, wir brauchen die Geduld, wir brauchen Rida, zufriedenheit, verbunden eben auch mit der Akzeptanz. Und wir brauchen Tawakul, wir brauchen Vertrauen auf Allah, verbunden eben mit unserem Glauben an Allah von vorhin, dass Allah da ist, der ist für uns da, er sieht alles, weiß alles, entscheidet alles, wir vertrauen. Wir setzen sozusagen unser Vertrauen auf Allah. Und hier, was Sabr angeht, da haben wir die wichtige Stelle in der zweiten Sure, al-Bakara, wo uns gesagt wird, dass wir geprüft werden und dass wir uns in Geduld zu üben haben. Und da wird uns auch gesagt, was wir für unsere Geduld dann am Ende bekommen. Das sind drei Verse in der zweiten Sure, also 155 bis 157. In der Übersetzung heißt es, und wir werden euch ganz gewiss mit ein wenig Furcht und Hunger und Mangel an Besitz, Seelen und Früchten prüfen. Doch erkünde frohe Botschaft den Standhaften, die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen, wir gehören Allah und zu ihm kehren wir zurück. Sie sind es, denen Segnungen von ihrem Herrn und Erbamen zuteil werden und sie sind die Recht Geleitete. Das heißt, wir werden Beispiele für Wiedrigkeiten des Lebens genannt und überbringe den Standhaften, den Geduldigen, die frohe Botschaft. Was sagen die Geduldigen oder die Standhaften in solchen Situationen, die erinnern sich an Allah und dass wir ihm gehören und zu ihm zurückkehren, dass da ist die Verbindung zwischen dem Glauben an Allah und dem Glauben an den Tagen des Gerichts, dass wir alle zu Allah zurückkehren werden. Und wenn man das verinnerlicht und sich in Geduld, in Standhaftigkeit übt, sagt Allah, dann kommen Segnungen, dann kommt Barmherzigkeit und dann kommt auch Rechtleitung. Man ist dann auf einem guten Weg. Man geht einen guten Weg. Man ist recht geleitet. Das zu diesem Wort Sabr. Dann haben wir eine Steigerung, nicht nur Sabr im Sinne von Aushalten oder Ausharren oder eben Ertragen, sondern Rida im Sinne von Zufriedenheit, Annahme, Akzeptanz, damit zufrieden sein. Und hier haben wir den Pferd in der 20. Suhr-Baha, der ist 130, da wird Geduld mit Zufriedenheit verbunden. Interessanterweise dann auch mit Wicker, mit dem Preisen Allah ist. Das heißt, wenn wir Allah preisen, führt das eben zur Rida, zur Zufriedenheit. Im Pferd heißt es eben 2030, so ertrage standhaft, was sie sagen, also was die anderen, die Feinde sagen und lobreise deinen Herren vor dem Aufgang der Sonne und vor ihrem Untergang und zu verschiedenen Stunden der Nacht Preise ihn und ebenso an den Enden des Tages, warum das alles, auf das du zufrieden sein mögest. Auf das du zufrieden sein mögest. Damit du diesen Zustand der Zufriedenheit erreichen kannst. Eben angefangen bei Geduld, dann eben beim Blobpreis Gottes an verschiedenen Zeiten, auf das du eben zufrieden sein mögest. Und dann haben wir Tawakul eben auf Allah vertrauen und das finden wir an vielen Stellen im Koran. Nur eine davon wird jetzt erwähnt, nämlich in der Suhr 65, Adbalak im dritten Pferd, wird gesagt oder sagt Allah und wer sich auf Allah verlässt dem ist er also Allah seine Genüge, dem genügt Allah. Und man ja Tawakul, Allahi, der Hauah Hasbu, Allah wird gewiss die Durchführung seiner Ungelegenheit erreichen Allah legt ja für alles ein Maß fest. Für uns hier wichtig, man vertraut auf Allah, Allah ist genug für einen, Allah ist dann seine Genüge, heißt es hier und dann Allah entscheidet alles. Allah lässt die Dinge geschehen nach Maß, also nach Weisheit auch. Das sind die drei Tugenden, die hier wichtig sind für die angestrebte Resilienz. Also dass wir in der Lage sind, mit Hilfe unseres Imans eben Schwierigkeiten oder Wiedrigkeiten des Lebens zum Meistern. Jetzt kommen wir zum dritten Punkt, nämlich zu der Praxis. Was hilft uns da? Auch hier drei Dinge zunächst und dann werden weitere genannt. Die drei Dinge, einmal der Koran selbst, einmal Sikr und einmal Dua, die drei in der Beziehung zu Allah. Der Koran ist an sich eine Heilung, also Shifa. Wir finden das in der Suhr 17, Al-Isra, im Vers 82, heißt es hier offenbaren von Koran, was für die Gläubigen Heilung und Barmherzigkeit ist. Und Heilung ist hier in jeder Hinsicht zu verstehen. Sowohl in körperlicher Hinsicht, in spiritueller, in geistiger, in seelischer Hinsicht vor allem auch. Und dann Sikr. Wir haben ja vorhin von Sikr, von Lobreis, Allahs gesprochen, um eben den Zustand der Zufriedenheit zu erreichen. Aber wir erreichen durch Sikr nicht nur diesen Zustand der Zufriedenheit, sondern wir haben dann den inneren Frieden. Wir haben die Ruhe, wenn wir uns an Allah erinnern, denn das ist ja das Gedenken Allahs, dass man sich an Allah erinnert, dass man seiner gedenkt und wir haben die schöne Stelle dazu in der Suhr Ar-Ra'at, in der 13. Suhr, im Vers eben 28. Es sind diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Allahs Ruhe finden. Sicherlich im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe. Und dann haben wir die Möglichkeit immer wieder uns an Allah zu wenden und ihn zu bitten. Das heißt, dass es eine Tür, die nie geschlossen wird, die uns nie verschlossen wird, sondern wir haben immer wieder die Möglichkeit Allah zu bitten, auch ihn darum zu bitten, uns unsere Angelegenheiten zu erleichtern, uns in die Lage zu versetzen, dass wir mit Widerigkeiten des Lebens auch zurechtkommen, dass wir diese ertragen und meistern können. Und wir haben da die Koranstelle in der zweiten Suhr, Vers 186. So sollen sie nun auf mich hören und an mich glauben, auf das sie besonnen handeln mögen. So, jetzt kommen wir in diesem Teil Praxis zu einigen Tipps und Tricks. Tipp 1, Bewegung. Sich bewegen. Gehen oder laufen ist bekannt, psychologisch sehr wichtig für die Züche. Und man hat die Möglichkeit auch das sprituell zu verknüpfen. In dem Sinne, man geht und macht Wicker und sagt, subhanallah yawabihamdi, subhanallahil-Azim. Man geht, verzieren, man schaut sich die Schöpfung Allah an, man tankt frische Luft und man preist Allah. Oder man geht laufen und hat seine Kopfhörer und hört dabei Qur'an. Dann hat man eben etwas für sein Körper getan, für seine Psyche, aber auch für sein Geist, für seine Ritualität. Das ist wichtig. Wichtig ist auch und dazu hält uns der Qur'an an, nicht zu vergleichen, nicht mit anderen sich zu vergleichen, nicht auf das, was andere haben zu schauen und dadurch unglücklich zu sein. Warum haben Sie das, was ich nicht habe? Und das ist wichtig. Dazu sagt Allah im Qur'an, in der 20. Surah Baha'in Vers 131 und richte nur nicht Deine Augen auf das, was wir manchen von Ihnen paarweise als Niesbrauch gewähren, den Glanz des dieseitigen Lebens, um sie darin der Versuchung auszusetzen. Die Versorgung Deines Herrn ist besser und beständiger. Hier die Versorgung, die kommt ja von Allah und Allah bestimmt, was andere bekommen, haben sie eben mit Allahs Bestimmung bekommen und was wir bekommen auch genauso. Aber eben, dass wir glauben, diese Versorgung, die wir bekommen haben, die ist für uns am besten. Deswegen hat Allah eben diese Versorgung für uns eben gegeben. Und das, wenn man nicht vergleicht, hat man die entsprechende Ruhe. Man hat dann kein Neid, keine negativen Gefühle in seinem Herzen. Man ist bei sich und hat seine Frieden bzw. seine Ruhe. Ein weiterer Tipp, in dem Zusammenhang minimalistisch zu leben, bzw. genügendsam zu sein. Dazu werden wir auch im Koran angehalten. Die Menschen, wir alle, trachten immer nach mehr und mehr. Und