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Mahayana · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

„Ein lichterfülltes Leben“: die Spiritualität des Yamazaki Bennei

Konen · Einfach Buddha – Jodo-Buddhistische Gemeinschaft · 2025-05-24 · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Hoffnung · tragend Wissen · tragend

Durch die liebevolle Hingabe an Amida Buddha und die Praxis des Nembutsu wird die in jedem Menschen ruhende Buddha-Natur erweckt, was zu einem Leben im Licht und zur Erlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten führt.

Yamazaki sagte, dass wir Buddha nur kennen und erkennen können, wenn wir Buddha lieben. Wir können nur selbst zu Buddha werden, wenn wir Buddha lieben.

Der Text stellt die Spiritualität des japanischen Jodo-Buddhisten Yamazaki Bennei vor, der Honens Lehre vom Nembutsu modernisierte. Im Zentrum steht die Liebe zu Amida Buddha, dem „großen Elternteil“, als Voraussetzung für die Erkenntnis und das Erleben eines „lichterfüllten Lebens“. Yamazakis Biografie wird skizziert, einschließlich seiner mystischen Erfahrungen, seiner künstlerischen Tätigkeiten und der Gründung der Komyo-Bewegung. Die Lehre beschreibt Amida als universelle Quelle des Lichts, die die in jedem Menschen vorhandene Buddha-Natur entzündet. Das materielle Leben wird als Übungsort verstanden, um durch die Nembutsu-Praxis und die Überwindung von Begierden in das reine Land einzutreten. Die sechs Daseinsbereiche werden sowohl als Wiedergeburtszyklen als auch als psychische Zustände interpretiert. Der Text betont die Verbundenheit der Gemeinschaft und die Rolle des Glaubens als aktives Lieben.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
Wiederkehr, kein Ziel, immer dasselbe Muster
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Sutra des unermesslichen Lebens · Amidasutra

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 1, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Guten Tag, mein Name ist Conan, ich gehöre der Jodo-Buddhistischen Gemeinschaft an und heiße sie herzlich willkommen beim Podcast Einfach Buddha. In den letzten fünf Folgen dieses Podcasts gehen wir auf die Suche nach dem Dritten Schatz, der Sangha der Gemeinschaft. Früher wurde damit nur die Gemeinschaft der ordinierten Nonnen und Mönche bezeichnet. Heute meinen wir mit Sangha die Gemeinschaft aller Menschen buddhistischen Glaubens oder auch unsere lokale buddhistische Gemeinschaft ohne Unterschied zwischen ordinierten und Lein. Was Sangha auszeichnet ist vor allem die Verbundenheit miteinander und mit Buddha. Im Jodo-Buddhismus zeigen wir unsere Verbundenheit mit Buddha durch Glauben und Liebe und miteinander durch gemeinsames Praktizieren. Der japanische Philosoph Nishida Kitaro hat gesagt, Wissen ist Liebe und Liebe ist Wissen. Dieser Aspekt der Liebe findet sich auch im Weltbild des Jodo-Schuh-Priesters Yamazaki Benne wieder, über den wir in der letzten Folge schon gesprochen haben. Yamazaki Benne lebte von 1859 bis 1920 in Japan und verpasste Honens Lehre vom Nembu zu quasi ein modernes Update. Yamazaki sagte, dass wir Buddha nur kennen und erkennen können, wenn wir Buddha lieben. Wir können nur selbst zu Buddha werden, wenn wir Buddha lieben. Wenn wir alles überwinden und Buddha aus ganzem Herzen lieben, dann ist dieses Gefühl der Glauben. Dann wohnt Buddha in unserem Herzen und wir können ein lichterfülltes Leben führen. In dieser Folge befassen wir uns nun damit, was Yamazaki genauer mit diesem lichterfüllten Leben gemeint hat. Er wurde nach 1859 in der japanischen Prefecture Chiba geboren. Sein Kindheitsname war Kenosuke. Yamazaki's Vater war ein leidenschaftlicher Nembu zu Praktizierender und soll täglich 3.000 Mal das Nembu zu recitiert haben. Auch seine Mutter und seine Großmutter recitierten häufig das Nembu zu unter dem Einfluss seines Vaters. Dieses Umfeld war die Grundprägung für Yamazakis religiöses Denken. Später erzählte er, dass er schon früh in seiner Kindheit und Jugend spirituelle Erfahrungen gemacht hat. So soll Yamazaki etwa im Alter von 12 Jahren, zur Herbst, Tag und Nachtgleiche im September, einmal die Gesichter der Buddha-Trinität, also Amida-Buddha mit den beiden Bodhisattvas, Seishi und Kanon, in der Luft gesehen haben. Er hatte schon in jungen Jahren ein starkes Interesse am Buddhismus, was mystische Erfahrungen in ihm hervorbrachte. Während Yamazaki seinem Vater in der Landwirtschaft half, las er viele Bücher über Buddhismus und lernte im nahegelegenen Jodoshu-Tempel Iyōji und im Shingon-Tempel Zen-Yuji japanische Kaligrafie. Im November 1880 wurde Yamazaki im Alter von 21 Jahren im Iyōji ordiniert und nahm den Ordensnamen Benne an. 1882 ging er nach Tokio, um in den Tempeln Sojōji, Asakusa-Nin-Dinji und Tabata-Tōkakuji die buddhistischen Lehren zu studieren. Während dieser Zeit hat Yamazaki nie seine intensive Nembu zur Praxis vernachlässigt. Im August 1883 soll Yamazaki im Yakushido der Halle des Medizinbuddhas des Iyōji Tempels 37 Tage lang das Nembu zu praktiziert haben. Danach praktizierte er das Nembu-Susammai, Nembu-Susammadi, für zwei Monate auf dem Berg zu Kuba. 1884 las Yamazaki im Tempel Sohenji in Tokio alle 7.334 Sutren und kehrte 1886 in den Tempel Koganitōji zurück. Während dieser Zeit verstarb sein Lehrer, sodass er zu dessen Gedenken ein hunderttägiges Betsujinembu zu, das ist ein Nembu zu zu einer besonderen Zeit, durchführte. Yamazaki war 26 Jahre alt. In dieser Zeit wurden seine religiösen Grundideen geformt. Yamazaki's damaliges Ziel war der Bau eines neuen Tempels, für den er mit seiner Kunst und seinen Vorträgen das Betrieb, was wir heute als Crowdfunding bezeichnen. Er war künstlerisch außergewöhnlich begabt und verkaufte neben Bildern und Kaligrafien auch Reis- und Sesamkörner, auf die er Namen oder Sutren-Zitate schreiben konnte. Beispielsweise gibt es von ihm Bilder von Buddha, in denen sämtliche Linien des Bildes aus Sutren, also aus japanischen Schriftzeichen, bestehen. Er hat zum Beispiel ein Bild von Amida Buddha gezeichnet, das ausschließlich aus Linien japanischer Schriftzeichen besteht, die den Text des Amidasutras darstellen. Außerdem konnte er beithändig Spiegelverkehrt, jeweils da links und rechts, Sutren-Texte spiralförmig kaligrafieren. Seine Kunstwerke sind zum Glück heute noch erhalten und in einigen japanischen Tempeln und Museen zu betrachten. Im Dezember 1894 reiste Yamazaki zu den buddhistischen Pilgerstätten in Indien und kehrte im März 1859 zurück nach Japan. Von da an widmete er sich bis zu seinem Tod 1920 der Verbreitung seiner buddhistischen Lehre, vor allem an junge Menschen und gründete einige Jugendorganisationen. 1897 druckte er ein Buch mit Illustrationen zum Amidasutra, das bis 1912 insgesamt eine Auflage von etwa 250.000 Exemplaren erreichte. Das Buch wurde 1916 durch das Nyorai Komyo Raihaigi, das buddhistische Stundenbuch zur Verehrung des Lichtglanzes des Sogekommenen ersetzt. 1891 wurde der lang erwartete Zenkoji Temple gebaut und Yamazaki wurde zum Assistenzpriester ernannt, um danach Priester und sogar Abt zu werden. 1918 wurde er zum 61. Abt des Tomasan Mudeo Koji Tempels ernannt. Er widmete sich jedoch hauptsächlich der Verbreitung seiner Lehre und eröffnete im April 1919 das Komyo Gakuen, das Lichtglanzinstitut, das heute noch als Weiterbildungs- und Ausbildungsinstitut existiert. Basierend auf seiner Schrift Nyorai Komyo Kai wurde die Komyo Bewegung, die Lichtglanz Bewegung ins Leben gerufen, die nach mehreren Neuorganisationen im Jahr 1956 zur heutigen Komyo Kai Stiftung zusammengeschlossen wurde. Soweit der Lebenslauf von Yamazaki Bende mit den wichtigsten Stationen. Wie sah nun genau sein buddhistisches Weltbild aus? Zunächst einmal basierte es auf der Nembuzu Lehre Honens, nach der wir nur das Namuami-Dabuzu zu Rezitieren brauchen, um in den Idealzustand des reinen Landes zu gelangen und diese leidvolle materielle Welt zu überwinden. Hier ein Zitat aus Yamazakis Schrift, die Lehre vom Lichtglanz des Sogekommenen von 1914. Diese religiöse Bewegung ist eine Gemeinschaft, die an das einzige große Elternteil glaubt, den Sogekommenen, die die spirituelle Erleuchtung durch sein Mitgefühl und seine Weisheit erlangen möchte, diese Welt geistig überwinden und in das ewige Licht eintreten möchte und dieses große Elternteil ist der einzige spirituelle Körper im Universum und das große Sonnenrat der Geisterwelt. Im Jahr 1915 wurde eine von Yamazaki verfasste und konzipierte buddhistische Zeremonie zur Verehrung Amida Buddhas als Komyokai Worship Ceremony veröffentlicht und im Jahr darauf noch einmal überarbeitet, um ihre heutige Form als buddhistisches Stundenbuch Nyorai Komyorai Haigi anzunehmen. Im Mittelpunkt dieser Lehre und der Zeremonie steht Amida, der Buddha des unendlichen Lichts, in zwölf Lichtmanifestationen, wie sie im Sutra des unermesslichen Lebens erwähnt werden. Yamazaki Benni bevorzugte für Amida Buddha den Namen großes erwürdiges Elternteil, weil es eine stärkere Vertraute mit Amida ausdrückt als die Bezeichnung Nyorai Sogekommener. Im japanischen kann das Wort Oya Eltern auch im Singular für Elternteil verwendet werden. Für Yamazaki ist Amida das große Elternteil sowohl Mutter als auch Vater für alle Wesen des Universums, die sein Licht in sich tragen. Wir sind quasi die Kinder Amidas, die sein Licht erhalten haben, um das herum sich unser materieller Körper gebildet hat. Wenn wir die Nembu zur Versenkung, Nembu zusammen praktizieren und erlangen, dann führen wir ein lichterfülltes Leben. Wie geht das vonstatten? Yamazaki ist Nachfolger als Anführer der Komyo Bewegung, der Jodoshu Priester und Psychologieprofessor Sasamoto Kajou, benutzt das Bild von einem Stück Kohle, das wir als Buddha-Natur in uns tragen. Durch unsere Nembu zu Praxis und die damit verbundene Versenkung, Nembu zu Sammai oder Nembu zu Samadhi, empfangen wir das spirituelle Licht des großen Elternteils Amida, das dieses Stück Kohle in uns wie ein Feuer entzündet und zum Glühen bringt. Durch dieses Erwecken unserer Buddha-Natur kommen wir also zu einem lichterfüllten Leben, einem Leben im Lichtglanz Amidas. So wie in unserer jetzigen materiellen Welt kein Leben ohne Sonne, Luft, Wasser und so weiter entsteht, so ist das große Elternteil Amida auf spiritueller Ebene unsere Sonne. Wir tragen einen Teil von Amidas Licht als Buddha-Natur in uns, als unser wahres Selbst, das unveränderlich und unsterblich ist. Es existiert in der idealen Welt, dem reinen Land, aber wir sind in den Kreislauf der Wiedergeburten gefallen und wechseln dabei zwischen der materiellen Welt und der Geisterwelt. Wenn man an die Wiedergeburt glaubt, erfolgt diese in sechs Daseinswelten, die beiden Welten der himmlischen Wesen, der Götter und der eifersichtigen Götter oder Halbgötter, die Welt der Menschen sowie die drei unteren Daseinsbereiche der hungrigen Geister, der Tiere und der Höllenwesen oder der Monen. Unser materielles Selbst in dieser Welt ist leer, veränderlich und vergänglich. Es hat unser wahres Selbst überlagert, das heißt, wir müssen uns nur von den sogenannten Bonno, den materiellen Begierden, Leidenschaften und Schwächen, die wir als Menschen haben, trennen, um in diesen Zustand des reinen Landes zu gelangen. Wenn man nicht an die Wiedergeburt glaubt, kann man die sechs Daseinsbereiche auch als psychische Zustände betrachten, die wir im Laufe eines Menschenlebens durchmachen können. Wenn wir zum Beispiel durch eine traumatische Erfahrung als Kind, durch Missbrauch oder Gewalt dieses Trauma auch als Erwachsene noch in uns tragen und es uns selbst zu Dämonen macht, die anderen Menschen wehtun oder sogar selbst kriminell werden. Oder wenn wir wie hungrige Geister ständig nach materiellem Eigentum streben, nach Markenkleidung oder teuren Uhren, obwohl sie uns es nicht leisten können, oder sichtig werden nach Alkohol oder anderen Drogen. Natürlich wäre der erste Schritt in Richtung Besserung in solchen Fällen eine Therapie mit professioneller ärztlicher Hilfe. Auf spiritueller Ebene können wir darüber hinaus nach Honens und Yamazaki-Bennes lehren, selbst aus solchen Zuständen heraus befreit werden, indem wir durch die Nembozu-Anrufung in Kontakt zu Amida treten und durch ihn ein Licht in uns entzündet wird. Ziel ist es, durch die Übung des Nembozu und die Liebe bzw. den Glauben an unser großes Elternteil in der idealen Welt unserer wahren Existenz geboren zu werden und dem Kreislauf der Wiedergeburten zu entkommen. Die materielle Welt ist quasi ein Übungsort, um von Amida in den idealen Zustand des reinen Landes versetzt zu werden und dorthin neu geboren zu werden. Ein zentraler Aspekt von Yamazaki-Lehre ist dabei die dreifache Verkörperung Buddhas, Trikaya. Amida wird als Ursprung und Wesen des Universums und aller Buddhas als der ursprüngliche Buddha betrachtet, der sich in drei Verkörperungen manifestiert. Amida, das große Elternteil, ist die Vereinigung aller drei Verkörperungen und wird als solche verehrt. Ein paar Worte zu den drei Verkörperungen im Einzelnen. Der Dharma-Körper, Dharma-Kaya auf Japanisch Hoshin. Wenn man sich die Naturgesetze des Universums als Körper vorstellt, nennt man dies den Dharma-Körper. Der Ursprung der Naturgesetze und die Naturgesetze selbst sind der Dharma-Körper. Wir Menschen und alle anderen Wesen und Phänomene des Universums wurden durch diese Naturgesetze erschaffen. Darin können sich Naturwissenschaft, Philosophie und Religion einig sein. Amida ist dieser Dharma-Körper und als solcher Mutter und Vater aller Wesen des Universums. Unsere ältesten Vorfahren sind Amöben und Prokaryoten, die aus der Natur bzw. aus dem Universum entstanden sind und am Anfang der Evolution stehen. Damit wir leben können, brauchen wir Luft, Wasser, Sonne usw., die nicht von Menschen gemacht wurden. Auch die Sonne und die Erde wurden nicht von uns Menschen erschaffen, sondern von etwas Hören. Dieses Hören nennen wir im Jodo-Buddhismus Yamazaki-Bennes den Dharma-Körper. Mit dieser Lehre bringt Yamazaki die buddhistische Lehre mit der modernen Naturwissenschaft in Einklang. Die zweite Verkörperung ist der sogenannte Belohnungs-Genuss- oder Freudenkörper, Sambogakaya auf japanisch Hoshin. Wir alle haben die Buddha-Natur in uns. Die Buddha-Natur ist wie ein Ei. Ohne Einwirkung einer anderen Kraft von außen kann aus dem Ei nichts schlüpfen. Auf gleiche Weise entfaltet sich unsere Buddha-Natur durch Einwirkung des Lichtglanzes des Belohnungskörpers. Der Belohnungskörper ist wie die Sonne in der spirituellen Welt. Wenn ihr Licht auf uns scheint, entfaltet sich unsere Buddha-Natur und unsere Bonno verschwinden. Wir stellen uns Amida in seine Belohnungskörper direkt vor uns stehend vor und rufen seinen Namen, Namuhamidabutze. So vereinigen wir uns mit Amida. Shinjin Goitsu wird so die Vereinigung von göttlichem und menschlichem Charakter bzw. Nambo-Susammai genannt. Der Belohnungskörper macht uns selbst zu Buddhas. Die dritte Verkörperung ist der Manifestationskörper, Nirmana Kaya auf japanisch Hoshin. Der Manifestationskörper ist Shakyamuni Buddha, der historische Buddha in Menschen gestalt, der uns die buddhistische Lehre gebracht hat. Der Manifestationskörper ist aber keine andere Person als das große Elternteil, sondern der gleiche Amida Buddha in einer anderen Verkörperung. Den Manifestationskörper verehren wir mit dem Nembo zu als unseren Lehrer. Shakyamuni Buddha spricht im Sutra des unermesslichen Lebens von den zwölf Lichtmanifestationen. Im Rai Haiji, dem buddhistischen Stundenbuch von Yamazaki Bende, ist die Anpreisung der zwölf Lichtmanifestationen der zentrale Teil. Hier wird in zwölf Aspekten beschrieben, wie uns der Lichtglanz Amidas durchstrahlt, unsere Buddha-Natur erweckt wird und wir ein lichterfülltes Leben, ein Leben im Lichtglanz führen können. Wenn wir von diesen zwölf Lichterscheinungen erfüllt werden, erreichen wir Nembo zusammen und werden von Amida ins Rheine Land den Idealzustand aufgenommen. Diese zwölf Lichtmanifestationen kann man auch als stufenweisen Weg hin zu diesem lichterfüllten Leben betrachten, indem man in zwölf Schritten von Amidas Licht in verschiedenen Aspekten durchleuchtet wird. Sie werden in Yamazakis buddhistischem Stundenbuch aufgezählt. Man nimmt Zuflucht zum Buddha des unermesslichen Lichts, der unsere letzte Zuflucht als wahre und ursprüngliche Verkörperung von Dharma, Antwort und Wirkung über die zehn Richtungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist. Als Zweites nimmt man Zuflucht zum Buddha des grenzenlosen Lichts, der als Aspekt der großen Weisheit der vier universellen Elemente Erde, Wasser, Feuer und Raum im ganzen Universum erstrahlt. Anschließend nehmen wir Zuflucht zum Buddha des ungehinderten Lichts, das uns durch seine Kraft von den drei Verunreinigungen Hass, Ignoranz und Gier befreit. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha des unvergleichlichen Lichts, das uns auf die allen Buddhas gleiche Stufe des Erwachens führt und uns am Ende das große Nirvana erreichen lässt. Anschließend nehmen wir Zuflucht zum Buddha der majestätischen Flammen, die unsere karmischen Einflüsse, unser Karma aus vergangenen Leben mit einem Mal komplett auslöschen. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha des reinen Lichts, das unsere Herzen von Verschmutzungen reinigt, unsere Sechs Sinne reinigt und unsere Körper auf natürliche Weise mit Anmut beschenkt. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha des freutvollen Lichts, das unsere Leiden lindert und empfinden höchste Freude durch die Anrufung und das Hören des Dharma. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha des Weisheitslichts, das uns die Dunkelheit unserer Leiden erhält und durch die Offenbarung von Buddhas Weisheit werden wir die Wahrheit des sogekommenen erkennen. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha des unaufhörlichen Lichts, durch das unser Wille eine geistige Transformation erfährt und sich in uns Amida Buddhas heiliger Wunsch alle Menschen zu Buddhas werden zu lassen manifestiert. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha des unvorstellbaren Lichts, wenn uns das tiefgründige und unvorstellbare Licht Amidas mit ganzem Herzen und unaufhörlich durchdringt, dann ist die Zeit zur Erweckung unseres Glaubens und unseres Geistes gekommen. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha des unbeschreiblichen Lichts, das in uns den siebenfachen Geist des Erwachens erblühen lässt und mysteriöse Inspiration in unserem Geist wieder zu neuem Leben erwachen lässt. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha des Sonne und Mond überstrahlenden Lichts, wir leben unter der Sonne und dem Mond von Amidas Weisheit und inmitten seines glanzvollen Lichts. Zum Schluss noch zwei Zitate von Yamazaki Bende, der gesagt hat, religiöse Menschen müssen Wunder vollbringen. Damit meint Yamazaki keine materiellen Wunder, sondern ein Wunderspiritueller Natur, was in dem zweiten Zitat deutlich wird. Welchen Wert haben solche Wunder, wie zum Beispiel die Fähigkeit, die Zukunft vorherzusehen oder von Krankheiten geheilt zu werden? Ein Bombu wird zum Buddha, welches andere Wunder in dieser Größenordnung könnte es geben. Durch den Zusammenhalt in unserer Sangha, unserer Gemeinschaft und den gemeinsamen Glauben und die Liebe zu Buddha als spirituellem Elternteil und das Miteinander darüber freuen, kann jeder Mensch dieses Wunder vollbringen und zu einem lichterfüllten Leben finden. Buddhismus ist die Religion der Lebensfreude.