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Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Before Rosh Hashanah Asks Anything of You, Remember This | 10@9 | 2026.09.10

Rabbi Michael Whitman · Rabbi Michael Whitman (ADATH Congregation, Montreal) - Mining The Riches Of The Parsha · 2026-09-10 · Montreal · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Umkehr · tragend Dankbarkeit

Die bewusste Verinnerlichung der bedingungslosen göttlichen Liebe im Monat Elul ist die notwendige Voraussetzung, um die schweren Themen des Gerichts und der Vergebung an Rosch HaSchana konstruktiv und wirksam zu verarbeiten.

Der erste Schritt für jedes schwierige Gespräch, um jemanden wirksam für seine Taten verantwortlich zu machen oder unsere Erwartungen oder Enttäuschungen auszudrücken. Der erste Schritt ist, den anderen von unserer Liebe zu ihm zu überzeugen

Der Text nutzt das letzte Schofarblasen im Monat Elul als Anlass, den jüdischen Kalender als Lehrbuch für das Leben zu beschreiben. Der Sprecher argumentiert, dass der Name Elul für die hebräische Phrase 'Ani L'Adonai ve'Adonai Li' (Ich bin dem Ewigen und der Ewige ist mein) steht, was die gegenseitige Liebe zwischen Gott und Mensch symbolisiert. Diese Erkenntnis der bedingungslosen göttlichen Liebe wird als notwendige Voraussetzung dafür dargestellt, dass die schweren Themen des Gerichts und der Vergebung während der Hohen Feiertage wirksam aufgenommen werden können. Der Sprecher überträgt diese theologische Logik auf zwischenmenschliche Beziehungen, insbesondere zwischen Eltern und Kindern, und rät, schwierige Gespräche erst nach dem Ausdruck von Liebe zu führen. Er ermutigt die Zuhörer, ihre Fragen an Gott zu akzeptieren, ohne zwangsläufig Antworten zu erwarten, und dankt der Gemeinde für das gemeinsame Lernen im vergangenen Jahr. Der Text schließt mit dem Wunsch für ein gutes neues Jahr 5787 und der Hoffnung auf geistiges Wachstum.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem als Angenommener und Beschenkter beschrieben
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Hohelied 6,3

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 2, künftig 3

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Guten Morgen. Heute ist Donnerstag, der 10. September 2026. Heute ist das letzte Mal, dass wir während des Monats Elul das Schofar blasen, in seiner Funktion, uns zu wecken, dass Rosch HaSchana bevorsteht, um uns daran zu erinnern, dass dieser Monat Elul demnächst zu Ende geht. Das nächste Mal, dass wir das Schofar nach diesem Morgen hören werden, ist am Sonntag, wenn das Blasen des Schofars in dem Sinne völlig anders sein wird, dass es die Erfüllung der Mizwa des Schofarblasens an Rosch HaSchana sein wird. Die Töne mögen dieselben sein, aber die Absicht und die Bedeutung davon werden völlig anders sein. Und so teile ich dies heute Morgen als eine Art Zusammenfassung für dieses Jahr, für das, was der Monat Elul für uns bedeuten sollte, eine bestimmte Art, wie dieser Monat hoffentlich uns auf Rosch HaSchana und Jom Kippur vorbereitet hat und vorbereitet. Ich habe dies zuvor in verschiedenen Kontexten erwähnt. Der jüdische Kalender ist nicht nur eine Art für Juden, die Zeit zu markieren. Er ist auch ein Lehrbuch. Er ist eine Quelle für Lektionen über jeden Aspekt des Lebens. Und wir erleben derzeit eine der wichtigsten Lektionen, die unser Kalender lehrt. Wir nähern uns dem Jomim HaNaraim, den Tagen des Erhabenen, den Hohen Feiertagen, mit seinen schweren Themen des Gerichts und der Entschuldigungen und der Vergebung. Dies sind schwere Themen. Dies sind schwierige Gespräche. Und so wie ich sicher bin, dass Gott viele zugespitzte Fragen an mich in diesem Jahr hat, habe ich Fragen an Gott über eine Reihe von Erfahrungen in diesem vergangenen Jahr. Warum ist das mir passiert? Uns. Was willst du jetzt von mir? Aber dieser eine Aspekt dessen, was wir jetzt konfrontiert werden, ist nicht einzigartig, denn jeder von uns hat Momente in seinem Leben, in denen wir jemandem, den wir lieben, unsere Fragen und unsere Erwartungen und unsere Enttäuschungen ausdrücken müssen. Wie können wir dies wirksamer tun? Und ich möchte vorschlagen, lasst uns lernen, wie Gott es tut, wenn er mit uns umgeht. Dieser jüdische Monat vor Rosch HaSchana, dessen Ende wir uns nähern, ist der Monat Elul. Wir blasen das Schofar jeden Morgen, jeden Wochentagmorgen. Wir haben zusätzliche Gebete rezitiert, um diesem Monat zu erlauben, sich auf die Herausforderungen und das potenzielle Aufsteigen der Hohen Feiertage vorzubereiten. Unsere Rabbiner lehren uns, dass das hebräische Wort Elul, der Name dieses Monats, für ein Akronym steht, ein Zitat aus Schir HaSchirim, dem Hohelied, Anil Adonai, der Dodi Lee, das umschrieben werden kann als: Gott liebt uns und wir lieben Gott. Und das ist der erste Schritt. Der erste Schritt für jedes schwierige Gespräch, um jemanden wirksam für seine Taten verantwortlich zu machen oder unsere Erwartungen oder Enttäuschungen auszudrücken. Der erste Schritt ist, den anderen von unserer Liebe zu ihm zu überzeugen, nur wenn sie von unserer Liebe überzeugt sind. Nur wenn sie von unserer Liebe überzeugt sind, über jeden Zweifel erhaben und überzeugt, dass wir nur tun oder sagen würden, was wir für das Beste für sie halten. Nur dann können wir sagen, was sonst hart und wahrscheinlich unwirksam sein könnte. Unser Kalender lehrt uns, dass der erste Schritt, den Gott unternimmt, bevor die schweren Gespräche, die Gott mit uns über die Hohen Feiertage führen wird, ein Monat Elul ist, ein Monat von Anil Adonai, der Dodi Lee, ein Monat, um uns an Gottes Liebe zu uns zu erinnern. Nur wenn wir uns dessen sicher sind, können wir die Worte Gottes in den kommenden Tagen im Geist annehmen, in dem sie wirklich gegeben werden. Dies ist natürlich eine entscheidende Lektion, die wir in jeder Beziehung nachahmen können, zwischen Ehepartnern, zwischen Eltern und Kindern, zwischen einer Gemeinschaft und ihren Führern. Überzeugt zuerst euren Zuhörer, dass ihr sie aufrichtig liebt, und dann und nur dann beginnt sanft das schwierige Gespräch, das ihr führen müsst. Schabbat, besonders dieser Schabbat, der der Beginn von Rosch HaSchana ist, ist ein besonders geeigneter Zeitpunkt, dies zu übermitteln. Viele Eltern haben die Sitte am Freitagabend, kurz vor dem Kiddusch, ihren Kindern eine Bracha, einen Segen, zu geben. Ihr könnt eine traditionelle Bracha in jedem Siddur, jedem Gebetbuch, finden, oder ihr könnt einfach eure eigenen Gedanken und Worte ausdrücken. Was ihr sagt, ist weniger wichtig, als eure absolute und bedingungslose Liebe zu eurem Kind zu vermitteln, so wie Gott sie für uns empfindet. Und wenn dies klar verstanden ist und nur wenn dies klar verstanden ist, Alles andere, was du sagst, wird anders wahrgenommen. Ich bin sicher, dass du in diesem Jahr Fragen an Gott hast, vielleicht ähnliche wie meine, vielleicht andere. Ich kann dir nicht versprechen, dass du Antworten finden wirst, aber ich hoffe, dass du zumindest die Stärke findest, mit den Fragen zu leben. Doch ich kann dir dies versprechen: Unser Gespräch mit Gott wird wesentlich anders sein, wenn wir die verbleibenden Stunden dieses Monats, Elul, damit verbringen, uns an die Lehre des Elul zu erinnern, dass Gott uns liebt. Meine Freunde, ich wünsche dir einen großartigen Tag, ein schönes und erheiterndes Rosh HaSchana, und ich freue mich darauf, dich bald persönlich zu sehen. Heute ist das letzte Mal in diesem Jahr, im jüdischen Jahr 5786, dass wir uns in diesem Kontext zusammenfinden. Ich möchte jedem Einzelnen von euch meine tiefe Dankbarkeit für das Lernen ausdrücken, das wir im vergangenen Jahr gemeinsam vollzogen haben. Die Möglichkeit, die ich habe, mich in diesem Kontext mit euch zu treffen, bereichert mein Leben, verleiht meinem Leben einen Sinn. Ich hoffe, dass es Menschen gibt, die von dem, was wir besprochen haben, zeitweise in gewissem Maße profitieren, aber ich kann dir dies sagen. Jeder einzelne Tag, an dem wir dies tun können, macht meinen Tag. Und ohne euch würde es nicht geschehen. Also danke ich dir sehr, sehr herzlich. Ich möchte dir, deiner Familie, deinen Freunden, uns allen, Am Jisrael, dem jüdischen Volk, Schana Towa wünschen. Ein neues Jahr 5787 mit guter Gesundheit, mit Sicherheit, mit geistigem Wachstum und mit der Möglichkeit, weiterhin gemeinsam Tora zu lernen. Vielen Dank.
Wortlaut im Original
Good morning. Today is Thursday, September 10th, 2026. Today is the last time we will blow shofar during ELL in its capacity to awaken us, that Rosh Hashanah is coming, to remind us that this month of ELL is about to end. The next time we will hear the shofar after this morning will be on Sunday, when the blowing of the shofar will be completely different in the sense that it will be the fulfillment of the mitzvah of blowing shofar on Rosh Hashanah. The sounds may be the same, but the intent and the meaning of it will be completely different. And so I share this this morning as kind of a wrap-up for this year, for what the month of ELL should mean to us, a specific way that this month hopefully has prepared and is preparing us for Rosh Hashanah and Yom Kippur to come. I've mentioned this before in different contexts. The Jewish calendar is not just a way for Jews to mark time. It's also a textbook. It's a source of lessons about every aspect of life. And we are currently experiencing one of the most important lessons our calendar teaches. We're approaching the Yom Im Narayim, the Days of All, the High Holidays, with its heavy subjects of judgment and apologies and forgiveness. These are heavy subjects. These are hard conversations. And just as I am sure God has many pointed questions for me this year, I have questions for God about a number of experiences this past year. Why did this happen to me? To us. What do you want of me now? But this one aspect of what we face now is not unique because each of us has moments in our lives when we need to express to someone we love, our questions, and our expectations and our disappointments. How can we do this more effectively? And I want to suggest let's learn from how God does it in dealing with us. This Jewish month before Rosh Hashanah, near the end of which we find ourselves, is the month of Elul. We blow the shofar every morning, every weekday morning. We've been reciting extra prayers to allow this month to prepare for the challenges and potential uplift of the high holidays. Our rabbis teach us that the Hebrew word Elul, which is the name of this month, stands for an acronym, a quote from Shih Hashirim, the Song of Songs, Anil Adodhi, the Dodi Lee that could be paraphrased as God loves us and we love God. And that's the first step. The first step for any hard conversation in effectively holding someone responsible for their actions or expressing our expectations or disappointments. The first step is to convince the other of our love for them only when they are convinced of our love. Only when they are convinced of our love, beyond any doubt and convinced that we would only do or say what we feel is best for them. Only then can we say what otherwise might be harsh and probably ineffective. Our calendar teaches us that the first step God takes before the heavy conversations God will have with us over the high holidays is to give us a month of Elul, a month of Anil Adodhi, the Dodi Lee, a month to remind us of God's love for us. Only when we are assured of that can we accept God's words in the coming days, in the spirit they are truly given. This of course is a crucial lesson that we can emulate in every relationship between spouses, between parents and children, between a community and its leaders. First, convince your listener that you genuinely love them and then and only then gently start the hard conversation you need to have. Shabbos, especially this Shabbos, which is the beginning of Rosh Hashanah, is a particularly suitable time to transmit this. Many parents have the custom on Friday night just before Kiddush to give a brachah blessing to their children. You can find a traditional brachah in any Sidur, any prayer book, or you can just express your own thoughts and words. What you say is less important than conveying your absolute and unconditional love for your child, just as God feels for us. And when that is clearly understood and only when that is clearly understood, everything else you say is heard differently. I'm sure you have questions for God this year, perhaps similar to mine, perhaps different. I can't promise you will find answers, though I hope at least you will find the strength to live with the questions. But I can promise this, our conversation with God will be substantially different when we spend the remaining hours of this month, Elo, reminding ourselves of the lesson of Elo, that God loves us. My friends, I wish you a great day, a beautiful and uplifting Rosh Hashanah, and I look forward to seeing you soon in person. Today is the last time for this year, the Jewish year 5786, that we will meet together in this context. I want to express to every one of you my deep gratitude for the learning that we have done together in the previous year. The opportunity I have to meet with you in this context enriches my life, gives my life purpose. I hope that there are people that at times benefit somewhat from what we discussed, but I can tell you this. Every single day that we're able to do this, it makes my day. And without you it would not happen. So thank you very, very much. I want to wish you, your family, your friends, all of us, Am Yisrael the Jewish people, Shnat Tovah. A new year 5787 of good health, of security, of spiritual growth, and of being able to continue to learn Torah together. Thank you very much.