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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Botschaften aus der Sure Leyl

DITIB Religionsamt · DITIB · 2025-01-10 · Köln · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Demut · tragend Fürsorge · tragend

Der Mensch wird nicht durch sein Geschlecht oder äußeres Erscheinungsbild, sondern durch sein Bemühen, seine Taten und sein Verantwortungsbewusstsein vor Gott wertvoll, und er soll seinen Besitz teilen und demütig bleiben.

Vergesst nicht, dass ihr in diesem Leben nur Verwalter seid! Lehnt euch nicht auf, überschreitet nicht die Grenzen! Hört auf diese Warnungen, verleugnet nicht die Wahrheit und stürzt euch nicht ins Feuer!

Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB, die sich auf die Sure Leyl (Koran 92) stützt. Er ruft die Gläubigen auf, den Monat Redscheb als Vorbereitung auf den Ramadan zu nutzen und den Koran in seiner Originalsprache zu lernen. Die Sure Leyl wird als Quelle von Mahnungen und Ratschlägen vorgestellt, die das Gleichgewicht in der Natur und im menschlichen Handeln thematisieren. Die Predigt betont, dass der Mensch nicht durch sein Geschlecht oder äußeres Erscheinungsbild, sondern durch sein Bemühen und seine Taten wertvoll wird. Es wird zur Großzügigkeit, zum Teilen von Mitteln und zur Vermeidung von Geiz und Hochmut aufgerufen. Die Gläubigen werden daran erinnert, dass sie nur Verwalter ihres Besitzes sind und dass sie für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Der Text schließt mit einem Bittgebet des Propheten, das Allah um Vermehrung der Gaben und Erhöhung bittet.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 43:44 · Koran 92:1-4 · Koran 92:5-11 · Koran 92:12-16 · Koran 92:17-21 · Ahmad ibn Hanbal, Musned I, 34

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Botschaften aus der Sure Leyl (10.01.2025) Wir haben ein Drittel des gesegneten Monats Redscheb hinter uns gelassen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Tag für Tag nähern wir uns der spirituellen Anziehungskraft des Ramadan, des Monats des Korans. Möge Allah unsere Leben durch die guten Taten, die wir in diesen Monaten vollbringen, segnen und uns erneut den Ramadan, den Monat der Barmherzigkeit, erreichen lassen. Geschwister! Verehrte Gläubige! Der Monat Redscheb ist der Monat der Aussaat. In diesem Monat sollten wir so viele Samen des Guten und der Schönheit in unsere Herzen säen, wie wir können. Wir sollten versuchen, unsere Tage auf die Tage des Ramadan und unsere Nächte auf die Ramadan-Nächte vorzubereiten. Wenn wir nicht wissen, wie man den Koran liest, so lasst es uns von heute an lernen, ohne Zeit zu verlieren. Während wir uns bemühen, den edlen Koran in seiner Originalsprache, in der er offenbart wurde, so gut und schön wie möglich zu lesen, sollten wir uns nicht die barmherzigen Botschaften des Korans vorenthalten. Vergessen wir nicht, dass der heilige Koran ein Buch der Mahnung und der Lehre ist und dass wir dafür zur Rechenschaft gezogen werden.[1] Werte Gläubige! Eine der Suren, die viele Mahnungen und Ratschläge enthält, ist die Sure Leyl. „Leyl“ bedeutet „Nacht“. Sie wurde in der mekkanischen Zeit offenbart. In der Sure wird auf das Gleichgewicht und die Harmonie in der Natur hingewiesen, indem gegensätzliche Konzepte wie Tag und Nacht, Mann und Frau, großzügig und geizig, sensibel und unverantwortlich, wahr und falsch, leicht und schwierig, Welt und Jenseits thematisiert werden: „Bei der Nacht, wenn sie (alles) überdeckt, und dem Tag, wenn er (in seiner Helligkeit) erscheint, und bei Dem, Der Mann und Frau erschuf! Euer Streben ist wahrlich verschieden.“[2] Die ersten Verse der Sure rufen uns die folgenden Botschaften zu: Oh Mensch! Der Tag wird dein Zeuge sein, nutze deine Tage gut! Die Nacht wird dein Zeuge sein, nutze deine Nächte gut! Oh Mensch! Vergiss nicht, dass es nicht dein Geschlecht ist, was dich vor deinem Herrn wertvoll macht, sondern dein Bemühen, deine Eifer und deine Taten. Es sind nicht die Unterschiede in deinem äußeren Erscheinungsbild, die dich wertvoll machen, sondern das Verantwortungsbewusstsein, das du an den Tag legst. In der Fortsetzung der Sure Leyl gibt unser Herr, der Erhabene, denjenigen, die den Weg des Guten gehen möchten, folgenden Rat: Seid großzügig, teilt eure Mittel! Hütet euch vor falschen Taten! Glaubt daran, dass eure guten Taten mit einem guten Lohn belohnt werden! Wenn euer Besitz euch nützen soll, dann teilt ihn mit anderen und seid nicht geizig! Verlasst euch nicht auf eure Gaben und glaubt nicht, dass ihr in Sicherheit seid! Leugnet nicht die Schönheiten und erschwert euch selbst nicht den Weg ins Paradies![3] Den richtigen Weg aufzuzeigen, gehört Allah. Strebt danach, auf diesem rechten Weg voranzukommen. Sowohl die Welt als auch das Jenseits gehören Allah. Zieht die Welt nicht als euer Eigen in Betracht! Vergesst nicht, dass ihr in diesem Leben nur Verwalter seid! Lehnt euch nicht auf, überschreitet nicht die Grenzen! Hört auf diese Warnungen, verleugnet nicht die Wahrheit und stürzt euch nicht ins Feuer![4] Gebt einen Teil eures Gewinns auf Allahs Weg aus, um sowohl euer Vermögen als auch euch selbst zu reinigen! Tut Gutes, ohne eine Gegenleistung zu erwarten! Verrichtet eure guten Taten nur um Allahs willen und ihr werdet am Ende ein Leben erlangen, mit dem ihr zufrieden seid![5] Ich möchte meine Predigt mit einem Bittgebet unseres Propheten abschließen: „Oh Allah, vermehre Deine Gaben und verringere sie nicht. Erhebe uns und erniedrige uns nicht! Gib uns von deinen Gaben und lass uns nicht davon ausgeschlossen sein! Sei uns wohlgesonnen und sei nicht gegen uns! Sei mit uns zufrieden und erhebe uns auf den Grad der Zufriedenheit Dir gegenüber!“[6] (Amin) Die DITIB-Predigtkommission [1] Koran, Zuhruf, 43/44. [2] Koran, Leyl, 92/1-4. [3] Koran, Leyl, 92/5-11. [4] Koran, Leyl, 92/12-16. [5] Koran, Leyl, 92/17-21. [6] Ahmad ibn Hanbal, Musned, I, 34. 2025-01-10 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. 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