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Klimabewegung · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Ganz anders in Utrecht, der fahrradfreundlichsten Stadt der Welt

ohne Namen · Parents for Future Deutschland – Newsletter (PDF) · 2026-09-14 · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Hoffnung · tragend

Politischer Wille kann nachhaltige Stadt- und Verkehrspolitik ermöglichen, wie Utrecht zeigt, und Bürger können durch kollektives Handeln Druck auf die Politik ausüben, um fossile Infrastruktur zu stoppen und die Energiewende voranzutreiben.

Ganz anders in Utrecht, der fahrradfreundlichsten Stadt der Welt. Wir haben sie besucht und geben mit einer „Bild-Reportage" einen optischen Eindruck, was politischer Wille möglich macht.

Der Newsletter von Parents for Future (P4F) widmet sich dem Thema Verkehrswende und Klimaschutz. Er beginnt mit der Feststellung, dass 21,1 % der deutschen Treibhausgas-Emissionen auf den Straßenverkehr entfallen, und stellt Utrecht als fahrradfreundliches Vorbild vor. Der Text enthält eine Bild-Reportage über Utrecht, in der der politische Wille für nachhaltige Stadtplanung sichtbar gemacht wird. Parallel dazu werden politische Aktionen vorgestellt: eine Postkarten-Aktion gegen das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) und gegen neue Gaskraftwerke, sowie eine Demonstration in Hamm, bei der 2000 Menschen ein bewegliches Windrad bildeten. Die Tour de Natur wird als Mitmach-Radtour für Klimaschutz beworben. Der Text verbindet konkrete Alltagsbeispiele (Fahrradfahren in Utrecht) mit politischen Forderungen an die Bundesregierung. Die Kernbotschaft ist, dass politischer Wille nachhaltige Veränderungen möglich macht und dass individuelle und kollektive Aktionen Druck auf die Politik ausüben können.

Weltbild

was das heißt
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
NEWSLETTER #49 Seite 1 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 Liebe Leserinnen und Leser, laut Umweltbundesamt entfallen 21,1 % der deutschen Treibhaus gas-Emissionen auf den Straßenverkehr. Dabei stehen Autos durch schnittlich 23 Stunden am Tag herum. Sie verschwenden wertvollen Platz der Innenstädte. Wo ein Auto parkt, könnten acht Fahrräder stehen. Straßen heizen die Städte auf etc. Ganz anders in Utrecht, der fahrradfreundlichsten Stadt der Welt. Wir haben sie besucht und geben mit einer „Bild-Reportage“ einen optischen Eindruck, was politischer Wille möglich macht. Für den Sommer legen wir euch drei Mitmach-Radtouren ans Herz: „Tour de Natur“, „Tour de Verkehrswende“ sowie die „DemokRADtour“. Auch unsere „Good News“ widmen sich dem Thema Verkehrswende. Außerdem haben wir für Katherina Reiche die Rote Klimakarte im Gepäck, beleuchten die Europäische Bürgerinitiative “Good Food For All” und verraten euch, was sich hinter der TAFF verbirgt, die in Kolumbien stattfand. Klimaschutz beginnt mit Bildung – da sind wir als Parents nah dran am Thema. Deshalb stellen wir die Aktionswochen der Public Climate School vor und berichten vom Crowdfunding einer P4F-Mitstreiterin für ihr Buch „Klimaschutz ist Kinderschutz“. Eine spannende Lektüre wünscht Jörg Weißenborn für das Newsletter-Team NEWSLETTER #49 Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 INHALT Mitmachaktion: Rote Klimakarte gegen Ministerin Reiche 2 Klimaprotest in Hamm: Demonstrierende bilden weltgrößtes bewegliches Windrad 3 person-biking Tour de Natur 2026: Aufs Rad setzen für eine bessere Welt 4 person-biking So fahrradfreundlich ist Utrecht 6 person-biking Changing Cities: Straßen fair teilen! 9 person-biking Die gute Nachricht 10 person-biking DemokRADtour 1 1 Europäische Bürgerinitiative GOOD FOOD 4ALL 13 Public Climate School: Aktionswochen im Juni und November 14 Brauchen wir „Grundlastkraftwerke“? 15 Klimaaktivismus weltweit: Kolumbien 16 Buch-Crowdfunding: Elternschaft in Zeiten der Klimakrise 17 Klima-Telegramm 18 MIT FAHRRAD-SPEZIAL ROTE KLIMAKARTE Bezahlbare Wärme statt GASKOSTENFALLE! #WegVomGas Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 2 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 80.000 Menschen demonstrierten am 18. April 2026 für mehr erneuerbare Energien und eine vernünftige kli mapolitische und wirtschaftlich sinnvolle Gesetzgebung. Mit der Roten Klimakarte (RKK) als Postkarten-Aktion #WegVomGas, die sich direkt an Bundeskanzler Merz richtet, kann jede/r selbst weiteren Druck auf die Bundespolitik ausüben. Die Karte enthält viel Input, so dass sie gezielt auch zur Information derer beiträgt, die sie unterschreiben. Zum Sachstand: Das GMG ist bereits vom Kabinett ver abschiedet. Am 11. Juni starteten die Parlamentsbera tungen. Das Gesetzgebungsverfahren soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause abgeschlossen wer den. Noch ist Zeit, Einfluss auf die Gesetzgebung zu neh men. Darum beteiligt euch am besten gleich an der Post karten-Aktion. Hier einige Tipps: Postkarten-Aktion #WegVomGas Auf der P4F-Homepage findet ihr neben weiteren Infos die Postkarte mit verschiedenen Beschnitten. Druckt sie am besten auf 170-g-Papier aus und verteilt die Karten, damit möglichst viele Menschen ihre Stimme erheben MITMACHAKTION: RKK-POSTKARTEN GEGEN GAS KOSTENFALLE UND FOSSIL- POLITIK VON MINISTERIN REICHE Das „Teuer-Heizen-Gesetz“ (Gebäudemodernisierungsgesetz/GMG) von Ka therina Reiche muss – und kann – noch gestoppt werden: für bezahlbare Wär me und Klimaschutz statt Gaskostenfalle und Fossil-Abhängigkeit. Macht mit bei der Rote-Klimakarte-Postkarten-Aktion! RKK-POSTKARTEN-AKTION IN BONN Die P4F-Ortsgruppe Bonn hat im April und Mai ca. 2000 Rote Klimakarten „#WegVomGas“ verteilt. Der erste große Schwung an RKK-Postkarten wurde bei der Demo am 24. April im Hofgarten Bonn verteilt - der Zulauf war groß und über 1000 Karten waren ganz schnell weg! Viele Karten wurden auch über Menschen verteilt, die sie direkt in ihrem Umfeld weitergeben wollten. Beim Fest des August Macke-Viertels in Bonn am 17 . Mai hatten wir eine kleine „Installation“ zum Kartenunterzeichnen und Kartenmitnehmen errichtet (s. Foto). Vor Ort unterschriebene Karten wurden am 18. Mai versandt. Zudem hatten wir die Karten an verschiedenen Stellen, von Kulturzentrum bis Bioladen, ausgelegt. Zuletzt konnten bei der Anti-Gas-Demo mit dem menschlichen Windrad am 30. Mai in Hamm nochmal über 200 RKK-Postkarten verteilt werden. Wir hoffen auf eine hohe Versandzahl! Mit einer Mail an die Ausschussmitglieder und an Medien (von WDR über Lokalzeitung bis SZ, Spiegel und ZEIT) hat die Bonner Initiatorin der Aktion als normale Bürgerin und P4F-Aktive auf die Aktion und ihre Ablehnung der Reiche-Pläne hingewiesen. Das sollten noch viele von uns machen! Foto: Greenpeace Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 3 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 können, z. B. im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, bei Demos, an Infoständen, in Geschäften. Porto klebt je de/r selber drauf. Unterschrift drunter – und ab an den Bundeskanzler! Macht eure Aktion öffentlich! Je mehr von der Aktion erfahren, um so besser: Infor miert z. B. den/die eigene Bundestagsabgeordnete/n über die Aktion – und natürlich die Medien. Schickt Mails an die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Ener gie und an die Fraktionen – v. a. von CDU und SPD (!!!). Gerade die SPD-Abgeordneten müssten/sollten auf die Kostenfalle, die unsozialen Aspekte des GMG und die bürgerliche RKK-Aktion hingewiesen werden. Die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Wirt schaft und Energie findet man unter www.bundestag.de / ausschuesse/a09_wirtschaft. Die E-Mail-Adresse der MdBs ist jeweils Vorname.Nachname(at)bundestag.de (Umlaute als 2 Buchstaben); nach dem Schema ist man schneller, als wenn man alle einzeln im Internet sucht… Auch die E-Mail-Adressen der Fraktionen und Minister finden sich im Internet. Susanne, P4F Bonn Unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Energiewende ver teidigen“ haben Ende Mai 5.000 Menschen in Hamm de monstriert. 2.000 von ihnen haben vor der Kulisse des Gaskraftwerks Gersteinwerk (RWE) mit einem Menschenbild ein bewegliches Windrad geformt und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. (Hier eine Videoaufnahme des sich drehenden Windrads.) Die Initiatoren der Protestaktionen, Greenpeace, Campact, Fridays for Future und BUND, fordern einen sofortigen Kurswechsel in der aktu ellen Energiepolitik, weg von fossilem Gas und hin zu ei ner konsequenten, sozial gerechten Energiewende. Anlass der Proteste sind die Pläne von Wirtschaftsmi nisterin Katherina Reiche (CDU), in ganz Deutschland in großem Umfang neue Gaskraftwerke zu bauen. Nach Ansicht des Bündnisses setzt Ministerin Reiche damit fal sche energiepolitische Prioritäten: Statt den Ausbau er neuerbarer Energien entschlossen voranzutreiben, wür den zentrale Fortschritte der Energiewende ausgebremst und Milliardenbeträge in klimaschädliche fossile Infra struktur investiert. KLIMAPROTEST IN HAMM GEGEN NEUE GASKRAFTWERKE DEMONSTRIERENDE BILDEN WELTGRÖSSTES BEWEGLICHES WINDRAD Übrigens: Der Kunst- und Kulturverein „Die Strecke“ aus Hamm möchte das lebendige Windrad des Klima-Protests als temporäres Kunstwerk in seine Streckengalerie integrieren. (Quelle: WA) Foto: Frank Vogelsteller Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 4 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 AUFS RAD SETZEN FÜR EINE BESSERE WELT TOUR DE NATUR 2026 VOM 25. JULI BIS 9. AUGUST Fährst du gern Rad und möchtest dich mit anderen Menschen aus ganz Deutschland aktiv für Klimaschutz und ein gutes Leben für alle einsetzen? Dann komm mit zur Tour de Natur, ob einen Tag oder die gesamten zwei Wochen! Details zu den Etappen und die Anmeldung findest du unter tourdenatur.net/tour_2026 Die Fahrraddemonstration ist 1991 aus dem Widerstand gegen die Thüringer-Wald-Autobahn entstanden und wird seitdem jedes Jahr zu 100 % ehrenamtlich auf die Beine gestellt. Die Radtour wird von Menschen mitgestaltet, die vor Ort aktiv sind und uns interessante Einblicke in ihre Region geben. Wir organisieren einen gemeinsa men Protest gegen klimaschädliche Projekte wie den weiteren Ausbau der Autobahn A5 bei Frankfurt. Die Tour de Natur ist kein „all inclusive“, sondern eine Mitmachtour. Du hast die Möglichkeit, dich mit Work shops einzubringen, bei Musik und Straßentheater mit zuwirken, aber auch den Ablauf der Tour selber zu un terstützen, beim Abwaschen oder Gemüse schnippeln. Übernachtet wird in Turnhallen o.Ä. oder im eigenen Zelt. Die mobile „Flä ming Kitchen“ versorgt uns vegan und möglichst regional, saisonal und bio. Hier ein kleiner Ausschnitt der Themenpalette: Unser Startpunkt Frankfurt hat sich zur Fahrradstadt gemausert und wir schauen uns das auf ei ner Exkursion mit Verkehrsakti ven an. Doch für Menschen, die ein- und auspendeln, wird wei terhin nur das Auto gesehen. Mit dieser Logik wird der Ausbau der A5 auf 10 (!!!) Spuren vorangetrie - FRANKFURT ARROW-RIGHT MARBURG ARROW-RIGHT ERFURT Foto: Frank Vogelsteller Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 5 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 ben, während es bei Alternativen wie S-Bahn- oder Rad schnellweg nur sehr schleppend vorangeht. Auf diese Schieflage wollen wir aufmerksam machen und gegen den Autobahn-Ausbau protestieren! Von Frankfurt bis Marburg bekommen wir Verstärkung durch den Liedermacher und Klimaaktivisten Erik Sten zel, der mit uns radelt und am 27. Juli in Bad Nauheim auch ein Konzert gibt. Im letzten Jahr war er für seine Tournee übrigens 2500 km mit dem Rad unterwegs. In Marburg hat sich eine regelrechte Kultur von ökolo gisch-solidarischen Projekten entwickelt, die von unten positive Veränderungen schaffen. Wir haben die Chance, einige davon kennenzulernen und Anregungen für das eigene Engagement zu bekommen. Auch Südthüringen bietet Spannendes in Bezug auf ökologische Landwirt schaft und solidarische Projekte. An unserem Zielort Erfurt feiern wir 35 Jahre Tour de Natur – gemeinsam mit Menschen, die in den letzten drei einhalb Jahrzehnten bei der Tour dabei waren. Bei der Tour de Natur sind alle willkommen, ob jung oder alt! Ein touren-taugliches Rad, auf dem du deine Sachen transportieren kannst, sowie normale Alltags-Fitness rei chen. Bei Tages-Etappen von 35 bis 50 km in familien freundlichem Tempo kommen auch Kinder und ältere Menschen gut mit. Die Tagesbeiträge sind frei wählbar von 11-30 Euro, Kinder bis 14 Jahre bezahlen nichts, von 14-18 Jahre lediglich einen Essensbeitrag von 5 Euro. Du benötigst Matte und Schlafsack, bring auch gern dein Zelt mit. Musikinstrumente können im Lastenrad mitfahren. Alle Infos findest du unter tourdenatur.net Bei Fragen gern eine Mail an buero@tourdenatur.net oder Anruf unter 0351 21 78 90 36. Hotline vom 25. Juli bis 9. August: 0176 96 52 34 08. Susanne Timm, Orga-Team Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 6 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 SO FAHRRADFREUNDLICH IST UTRECHT Setz dich morgens mit Kaffee an eine Brücke in Utrecht und beobachte 20 Minuten lang nur den Radverkehr. Da nach verstehst du sofort, warum Utrecht laut CNN sowie dem „Copenhagenize Index“ als fahrradfreundlichste Stadt der Welt gilt. Die viertgrößte Stadt der Niederlande ist ideal für nachhaltigen Städtetourismus: kompakt, hervorragend per Rad erschlossen, voller Parks, Wasserwege und urbaner Umgestaltungen. Der politische Wille ist sichtbar. Die Stadt gilt international als Vorbild für fahrradfreundliche Planung – täglich fahren dort zehntausende Menschen mit dem Rad. Jörg Weißenborn vom Newsletter-Team ist eine Woche mitgeradelt. Alltag Räder, wohin das Auge reicht – 94 Prozent aller Utrechter haben ein Fahrrad. Viele sind auf ihren typischen Hollän der-Rädern flott unterwegs, Helme tragen nur die deut schen Touristen. Die Einhei mischen fühlen sich sicher, aggressive Autofahrer sieht man kaum. Für Autos und Busse gelten strenge Regeln. Fahrradgarage Die Fietsenstalling Stationsplein ist die größte Fahrradparkgara ge der Welt. Sie befindet sich direkt unter dem Hauptbahnhof, bietet über 12.500 Stellplätze auf drei Ebenen, ist rund um die Uhr geöffnet und bewacht. Ein digitales Leitsystem zeigt ver fügbare Plätze an. Die ersten 24 Stunden sind kostenlos, danach 1,50 € pro Tag, Jahresabo 90 €. Und es gibt einen Radladen. Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 7 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 Verkehrsschilder und Verkehrsführung Viele Verkehrsschilder sorgen dafür, dass Radfah rer gut orientiert sind, meist Vorfahrt haben und dank intelligenter Ampelschaltungen mit Senso ren „im Flow bleiben“, also super schnell grünes Licht bekommen. Meist rötliche, manchmal bunte, breite Radwege sorgen auch für optische Klarheit. Dazu viele, kleine Brücken über die vielen Kanäle, einige beheizt, für Radler optimierte Kreisverkehre in der ganzen Stadt. Second-Hand-Markt Nachhaltigkeit ist auch in De Betonnerie, einem großen Second-Hand-Markt direkt an einem Radweg, angesagt. Treffpunkt vieler Studierenden, die 20 % der Einwohner zahl von Utrecht ausmachen. Vor dem Markt: ein Meer von Fahrrädern. Fahrrad-Parkhäuser Über die Stadt verteilt gibt es ein Dutzend reine Fahrrad-Parkhäuser. Frage: In welcher Stadt kann man schon einen Stadtplan nach Fahr radparkhäusern filtern!? Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 8 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 Wohnqualität Wenig Platz im Stadtge biet für Autos, dafür jede Menge für Fußgänger und Radfahrer, für Grünanla gen und viel Wasser. Parks und Schlösser Kleine Parks in der Stadt, große Parks um Utrecht herum, z. B. der Wilhelmina und der Máximapark. Ein Traum für längere Erkundungstouren, bei denen man immer wieder an alten Schlössern und Burgen vorbeikommt, z. B. Schloss de Haar – das größte und prunkvollste Schloss des Landes. Auch sie dank 420 km Radwegen gut mit Rad zu erreichen. Botanischer Garten Der Botanische Garten rund um das historische Fort Hoofddijk erstreckt sich über neun Hektar und vereint wissen schaftliches Erbe mit landschaftlicher Vielfalt. Als Teil der Utrecht University unterstützt er botanische Forschung, Artenschutzprojekte und Umweltbil dung. Wissenschaftler und Studieren de nutzen die Pflanzensammlung, um ökologische und evolutionäre Prozesse zu untersuchen. Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 9 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 Seit 2021 radelt die Tour de Verkehrswende unter dem Dach von Changing Cities e. V. jeden Sommer durch Deutschland. Mit zahlreichen Zwischenstopps und Aktionen demonstrieren wir dabei für eine gerechte Verkehrs wende mit gleichberechtigter Infrastruktur: sichere und schnelle Radwege und ein barrierefreier öffentli cher Nahverkehr. Dieses Jahr führt sie durch Mecklen burg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt – also durch drei Bundesländer, in denen im Herbst ge wählt wird. Die Tour startet am 7. August 2026 in Schwerin, führt über Hannover und Magdeburg und endet schließlich am 16. August 2026 in Dessau. Auf der Tour kommen Initia tiven, Vereine und engagierte Menschen aus Gesellschaft und Politik zusammen. Trotz Klimakrise und einem Energieengpass nach dem anderen liegt der Fokus in Deutschland immer noch auf dem Autoverkehr. Während die Mittel aus dem Sonder vermögen für den ÖPNV-Ausbau kaum fließen, leitete Verkehrsminister Schnieder (CDU) kürzlich mit einem Spatenstich den Weiterbau der A20 ein. Kostenpunkt: 550 Millionen Euro. Aber wo bleiben die Gelder für die Mobilität zwischen Menschen, Dörfern und Städten mit Bus, Tram, Bahn, Rad oder zu Fuß? Diese Verbindungen müssen für alle: … sicher sein – Kinder, ältere und in ihrer Mobilität ein geschränkte Menschen müssen sie gefahrlos nutzen kön nen. Gute Verkehrsinfrastruktur kann schwere und töd liche Verletzungen verhindern und mehr Menschen ein Fortkommen zu Fuß oder mit dem Rad ermöglichen. … gesund sein – körperlich aktive Mobilität, z. B. mit dem Fahrrad, fördert die Gesundheit und unterstützt den Klimaschutz. Viele Menschen möchten sich mehr bewegen und so einen Beitrag leisten. … gerecht sein – der Zugang zu vielfältigen Mobilitäts angeboten muss allen offenstehen. Der öffentliche Ver kehr muss überall funktionieren und bezahlbar sein. Alle, die zur Tour de Verkehrswende stoßen möchten, sind herzlich eingeladen – sei es zu einer Aktion, zur Mitfahrt für einige Stunden, einige Tage oder die ganze Tour. Wie immer mit Polizeibegleitung auf jeder Etappe und veganer mobiler Küche. Anmeldung und weitere Infor mationen zu Organisation und Programm: changing-cities.org/tdv26 Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin bei Changing Cities, ist auf ihr Fahrrad angewiesen. STRASSEN FAIR TEILEN! person-biking person-biking Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Seite 10 www.parentsforfuture.de (P4F)•Newsletter #49•06/2026 DIE GUTE NACHRICHT Oulu – Stadt der Ganzjahresradfahrer Die finnische Großstadt an der Ostsee ist dieses Jahr Kulturhaupt stadt Europas und unter Klimaaspekten aus mehreren Gründen interessant. Es wird nicht nur großer Wert auf Re-Use, Recycling, Müllvermeidung etc. gelegt. Oulu hat auch ein extrem gut ausge bautes Netz von Fahrradwegen, das sogar im finnischen Winter (Schnee von November bis März, Temperaturen bis -30 Grad Cel sius) durchgehend befahrbar gehalten wird. Eine sehenswerte Doku über die Fahrradstadt mit Seefahrerge schichte hat vor einiger Zeit der NDR gedreht . Thema Verkehrsberuhigung bei klimadialoge.de In unserem Newsletter #47 hatten wir das Pro-jekt klimadialoge.de vorgestellt. Jeden Sonn-tag gibt es dort einen neuen Text pünktlich zum ersten Kaffee. Ende Mai erschien ein Beitrag zum Thema Verkehrsberuhigung. Der Autor Holger Rohlfs hat wieder ausführlich recher-chiert; Zahlen, Fakten und Bilder zusammen-getragen und lesenswert aufbereitet. ÖPNV in Dänemark für junge Menschen künftig kostenlos Die neue Mitte-Links-Regierung in Dänemark will jetzt den ÖPNV für unter 22-jährige komplett kosten los machen. Für das Vorhaben sind zwei Milliarden Kronen vorgesehen. Zusätzlich sollen die Fahrkarten allgemein verbilligt werden, die Details sind aber noch offen. In der dänischen Stadt Fredericia ist der kostenlose Nahverkehr längst Alltag. Dort  fahren die Stadtbusse seit dem vergangenen Sommer gratis. Der Effekt ist deutlich. Die Fahrgastzahlen stiegen in zehn Monaten um durchschnittlich 84 Prozent. Frankreich führt breite Koalition gegen Verbrenner-Comeback an Sieben EU-Mitgliedstaaten  stemmen sich gegen eine weitere Aufweichung der europäischen CO₂-Regulierung im Automobilsektor. Sie haben in einem gemeinsamen Schreiben dazu aufgerufen, einen „ehrgeizigen Kurs“ zuguns ten von Elektroautos beizubehalten. Eine „Beeinträchtigung der Integrität und der Vorhersehbarkeit“ des CO₂-Reduktionsgesetzes wäre ein „strategischer Fehler“, heißt es darin. Hintergründe bei elektroauto-news.net . E-Auto-Kaufprämie sorgt für kräftigen Anstieg der Neuzulassungen Die hohen Spritpreise und die staatliche Kaufprämie haben im Mai für einen kräftigen Anstieg der Neuzulassungen von Elektroautos gesorgt. Zum zweiten Mal in Folge hatten im Mai rund ein Viertel aller neu zugelassenen Fahrzeuge einen reinen Elek-troantrieb, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Das waren knapp 60.000 E-Autos. Im Jahresvergleich sind die Neuzulassungen damit nach KBA-Angaben er-neut um etwa 40 Prozent gestiegen. Der Marktanteil erreichte mit 25 Prozent den dritthöchsten Wert aller Zeiten. Weitere Zahlen und Fakten dazu auf tagesschau.de. ZUR VERKEHRSWENDE Bild: Jiri Hera - Adobe Stock Parents for Future (P4F) /// Germany 06/2026 NEWSLETTER #49 Demok RADtour → 30 Tage lang, entlang der Küste durch Mecklenburg- Vorpommern, dann im Rundweg durch den Westen