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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Halal-Verdienst und Etikette des Handelns

DITIB Religionsamt · DITIB · 2026-07-31 · Köln · Quelle

Wahrhaftigkeit · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · tragend Verantwortung · tragend

Ehrliche und gerechte Geschäftsführung, die auf erlaubtem Verdienst basiert, ist eine Form des Gottesdienstes, die Segen bringt und den Islam in der Gesellschaft positiv repräsentiert.

Nicht der Kunde ist derjenige, der die Versorgung gibt, sondern Allah. Der Verdienst entsteht durch Segen, nicht durch Gier, Konkurrenz und Feindschaft.

Der Text der DITIB-Predigtkommission definiert Arbeit und Verdienst im Islam als eine Form des Gottesdienstes (Ibade). Er betont, dass die Rechtmäßigkeit (Halal) des Erwerbs wichtiger ist als die Menge des Gewinns, da erlaubter Verdienst Segen (Baraka) bringt, während unerlaubter Verdienst (Haram) Herzen verdunkelt. Als konkretes Beispiel wird das Weiterleiten von Kunden an Nachbarn genannt, um Gier und Konkurrenz zu vermeiden. Der Text verknüpft diese ethischen Prinzipien mit der gesellschaftlichen Verantwortung, da Muslime durch ihr Verhalten im Berufsleben den Islam repräsentieren. Ehrlichkeit, faire Vertragspraxis und Steuerzahlung werden als Mittel genannt, um Vertrauen in der Umgebung zu schaffen. Die Predigt ruft dazu auf, Arbeitsplätze zu Orten der Aufrichtigkeit zu machen und die Prophetenbotschaft des ehrlichen Händlers zu leben. Sie schließt mit dem Wunsch, durch gute Charaktereigenschaften die Religion positiv zu repräsentieren.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 5:88 · Tirmizi, Buyu, 4

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Halal-Verdienst und Etikette des Handelns (31.07.2026) Geschwister! Werte Gläubige! Unsere erhabene Religion Islam betrachtet die Arbeit als eine Form des Gottesdienstes (Ibade) und den Verdienst, der auf erlaubter (halal) Weise erworben wurde, als eine Quelle des Segens. Im Islam kommt es nicht zuerst darauf an, wie viel ein Mensch verdient, sondern darauf, ob sein Verdienst rechtmäßig erworben wurde. Ebenso ist nicht die Menge des Besitzes entscheidend, sondern der Segen, der darin liegt. Denn ein Stück Brot, das auf erlaubtem Wege erworben wurde, bringt Segen in die Bittgebete des Menschen, Frieden in seine Familie und Vertrauen in das gesellschaftliche Zusammenleben. Ein Verdienst hingegen, der auf unerlaubtem (haram) Wege erworben wurde, verdunkelt die Herzen, nimmt den Segen und erschüttert das Vertrauen zwischen den Menschen. Deshalb macht der Gläubige Wahrhaftigkeit zu seinem Grundsatz, hält seine Versprechen, achtet auf Gerechtigkeit bei Maß und Gewicht und wahrt die Rechte anderer. Er glaubt daran, dass halal verdientes Geld Segen bringt, und bemüht sich deshalb, seinen Lebensunterhalt auf eine Weise zu verdienen, die Allahs Wohlgefallen entspricht. Und er nimmt folgende Weisung Allahs als Wegweiser: „Esst von den erlaubten und reinen Versorgungen, die Allah euch gegeben hat. Und fürchtet Allah, an den ihr glaubt.“1. Werte Muslime! Der Gläubige achtet auf Rechte und Ansprüche und wünscht für andere das, was er auch für sich selbst wünscht. Nachdem er seinen ersten Kunden am Morgen bedient hat, sagt er zu einem weiteren Kunden, der später in sein Geschäft kommt: „Allah hat mir heute schon meine Versorgung geschenkt. Kaufen Sie bitte bei meinem Nachbarn ein, damit auch er durch Sie seinen Lebensunterhalt verdienen kann.“. Mit diesem Verhalten zeigt der Gläubige ein wichtiges Verständnis, das Muslime im Berufs- und Geschäftsleben niemals vergessen sollten: Nicht der Kunde ist derjenige, der die Versorgung gibt, sondern Allah. Der Verdienst entsteht durch Segen, nicht durch Gier, Konkurrenz und Feindschaft. Wahrer Reichtum besteht nicht darin, viele Güter zu besitzen, sondern darin, durch einen erlaubten Verdienst Allahs Wohlgefallen zu erlangen. Verehrte Geschwister! Unser Leben nach diesen Werten und Maßstäben des Islam auszurichten, ist auch mit Blick auf unser Umfeld von großer Bedeutung. Denn unsere Nachbarn, Kunden, Arbeitgeber und Arbeitskollegen lernen den Islam häufig zuerst durch unser Verhalten kennen. Deshalb sind Ehrlichkeit im Handel, der faire Umgang mit Kunden, die rechtzeitige Auszahlung von Löhnen, die vollständige Entrichtung von Steuern, der verantwortungsvolle Umgang mit öffentlichen Gütern und die Einhaltung von Verträgen unverzichtbar. Auf diese Weise verdienen wir nicht nur einen erlaubten Lebensunterhalt, sondern repräsentieren zugleich auf schönste Weise die Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und die Vertrauenshaltung des Islam. Denn gute Charaktereigenschaften sind die wirksamste Form der Einladung und erreichen manchmal Herzen, die durch Worte nicht erreicht werden können. Werte Gläubige! Lasst uns unsere Arbeitsplätze zu Orten des Vertrauens, der Aufrichtigkeit und des Segens machen. Lasst uns unseren Lebensunterhalt auf erlaubten Wegen verdienen, die Rechte der Menschen und die Arbeit anderer achten und durch unser Verhalten im Geschäftsleben Vertrauen in unserer Umgebung schaffen. Lasst uns danach streben, die frohe Botschaft unseres geliebten Propheten (s) zu erlangen: „Der ehrliche und vertrauenswürdige Händler wird am Tag der Auferstehung mit den Propheten, den Wahrhaftigen und den Märtyrern zusammen sein.“2. Möge Allah uns zu Dienern machen, die ihren Lebensunterhalt auf erlaubter Weise verdienen, ihren Verdienst auf dem Weg des Guten einsetzen, durch ihre Geschäftsmoral Vertrauen schaffen und unsere Religion durch ihre guten Charaktereigenschaften auf die schönste Weise repräsentieren. Die DITIB-Predigtkommission Quellen: 1 Maide, 5/88. 2 Tirmizi, Buyu, 4. 2026-07-31 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. 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