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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Der vorbildhafte Gläubige nach Perspektive unseres Propheten

DITIB Religionsamt · DITIB · 2024-12-06 · Köln · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Geduld · tragend Umkehr · tragend

Der vorbildhafte Gläubige ist durch seine tiefe Gottesverbundenheit charakterisiert, die ihm Standhaftigkeit in Krisen verleiht und ihn zu einem nützlichen, schadenfreien und wertvollen Mitglied der Gemeinschaft macht.

Der Gläubige ist nach unserem Propheten wie ein Stück Gold; auch wenn sein Besitzer mit dem Blasebalg Luft einhaucht, verändert er sich nicht und verliert nicht an Masse…

Der Text definiert das Idealbild des Gläubigen anhand von fünf Gleichnissen des Propheten Muhammad. Er verweist zunächst auf den Koranvers 33/21, der den Propheten als Vorbild darstellt. Die ersten Gleichnisse vergleichen den Muslim mit einem Dattelbaum, der durch seine Wurzeln (Glaube) gestützt wird und anderen Schatten sowie Früchte spendet. Weitere Vergleiche umfassen die grüne Weizenähre, die bei Wind nachgibt, aber nicht bricht, und Gold, das durch Schlamm nicht an Wert verliert, solange Reue praktiziert wird. Das Bild des Parfümeurs und der Honigbiene betont die positive Ausstrahlung und den nützlichen, schadenfreien Charakter des Gläubigen im sozialen Umfeld. Der Text schließt mit dem Wunsch, dass die Gläubigen in Schwierigkeiten standhaft bleiben und der Menschheit nützlich sein mögen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 33:21 · al-Bukhari, Adab, 89 · al-Bukhari, Tauhid, 31 · Ahmad b. Hanbal, II, 199 · at-Taberani, al-Muʿdscham al-Kabir, XII, 319 · Ahmad b. Hanbal, II, 199 · Tirmizî, Îmân, 12

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Der vorbildhafte Gläubige nach Perspektive unseres Propheten (06.12.2024) Im rezitierten edlen Vers sagt unser erhabener Schöpfer: „In dem Gesandten Allahs habt ihr ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt.”[1] Meine Geschwister! Verehrte Gläubige! Unser Prophet (s) hinterließ nicht nur mit seinem vorbildhaften Leben, sondern auch mit seinen Worten, die tiefe Bedeutungen in sich beherbergten, Spuren im Verstand der Menschen  und wirkte ebenso auf ihre Herzen ein. Besonders mit seinen schönen Gleichnissen bei seiner Definition von Gläubigen verdeutlichte er uns, was es bedeutet, ein Gläubiger zu sein. Auf die schönste Weise zeigte er uns,  welche Haltung wir in jedem Bereich unseres Lebens darzulegen haben. Meine Geschwister! In einem Hadith vergleicht unser Prophet den Muslim mit einem Dattelbaum, der sein Laubwerk nicht verliert und jederzeit Früchte trägt.[2] Dieser Hadith lehrt uns, dass Muslime sowohl mit ihren Früchten als auch mit ihrem Schatten, von dem die Menschen Nutzen ziehen, großzügige und freigiebige Menschen sein sollten. So wie der Baumstamm, die  Blätter und die  Früchte ihre Energie von der Baumwurzel beziehen, nimmt der Gläubige seine Energie von seinem Glauben und seiner Verbundenheit an den erhabenen Allah. So wie die Wurzel den Baum mit Nährstoffen versorgt , schenkt der Glaube dem Gläubigen Geist, Begeisterung und Hoffnung. „Der Gläubige ist“ nach unserem Propheten „wie die grüne Weizenähre. Mit dem Wind neigt sie sich, kippt jedoch nicht um. Nachdem sich der Wind beruhigt, richtet sie sich wieder auf. So ist auch der Gläubige; er neigt sich aufgrund von Unheil oder Heimsuchungen, fällt jedoch nicht um. (…)“[3] „Der Gläubige ist“ nach unserem Propheten „wie ein Stück Gold; auch wenn sein Besitzer mit dem Blasebalg Luft einhaucht, verändert er sich nicht und verliert nicht an Masse…“[4] Von diesem Hadith lernen wir, dass der Gläubige sehr wertvoll und besonders kostbar ist. So wie in Schlamm gefallenes Gold nicht an Wert verliert, wird auch ein sündigender Gläubige keinesfalls an Wert verlieren solange er sich mit der reumütigen Vergebungsbitte reinigt (tauba). „Der Gläubige ist“ nach unserem Propheten „wie ein Parfümeur. Wenn du mit ihm verweilst,  bringt es dir Nutzen, wenn du mit ihm entlangspazierst,  bringt es dir Nutzen, wenn du eine Gesellschaftsbeteiligung mit ihm eingehst, bringt  es dir wiederum Nutzen.“[5] Vom Hadith lernen wir, dass der Gläubige in jedem Umfeld, worin er sich befindet, stets positiv einwirkt. Zusammen mit dem Gläubigen Zeit zu verbringen, bringt dem Menschen Ruhe und Vertrauen.. „Der Gläubige ist“ nach unserem Propheten „wie eine Honigbiene; sie nimmt schöne Dinge zu sich, produziert schöne Dinge, landet auf schöne Plätze; weder beschädigt sie, noch lässt sie etwas verderben, worauf sie landet.“[6] Vom Hadith lernen wir, dass der Gläubige – so wie die Honigbiene – besonders darauf achtet, was er isst und trinkt. Er arbeitet und setzt sich für die Ziele, die ihm Allah gesetzt hat, ein. Er produziert schöne Dinge, wovon die Menschen Nutzen ziehen. So wie die Honigbiene der Blume keinen Schaden zufügt, fügt der Gläubige niemandem einen Schaden mit seiner Hand und Zunge zu.[7] Möge der erhabene Allah uns vorbildhafte Gläubige sein lassen, die bei Schwierigkeiten nicht umkippen, sondern sich abmühen und dafür einsetzen, nützlich für die Menschheit sein können. Die DITIB-Predigtkommission [1] Koran, al-Ahzab, 33/21. [2] al-Bukhari, Adab, 89. [3] al-Bukhari, Tauhid, 31. [4] Ahmad b. Hanbal, II, 199. [5] at-Taberani, al-Muʿdscham al-Kabir , XII, 319. [6] Ahmad b. Hanbal, II, 199 [7] Tirmizî, Îmân, 12. 2024-12-06 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv