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Klimabewegung · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Sagunto 11 acquitted: Spanish court rejects prosecution bid to criminalise peaceful protest

ohne Namen · Greenpeace International · 2026-10-06 · Amsterdam · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Verantwortung · tragend Wahrhaftigkeit · tragend

Das Rechtssystem wird systematisch genutzt, um friedlichen Umweltprotest abzuschrecken und den zivilgesellschaftlichen Raum einzuschränken, obwohl die Aktivist:innen kein Verbrechen begangen haben.

Der Fall Sagunto zeigt, wie leicht das Rechtssystem genutzt werden kann, um Menschen davon abzuschrecken, ein Grundrecht auszuüben, selbst wenn das Gesetz am Ende zugibt, dass sie nichts Falsches getan haben.

Der Text berichtet über einen Freispruch von elf Greenpeace-Aktivist:innen in Valencia, die 2021 einen LNG-Tanker am Hafen von Sagunto blockiert hatten. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich fünf Jahre Haft gefordert, später zweieinhalb Jahre, das Gericht wies den Vorwurf der schweren Störung der öffentlichen Ordnung jedoch zurück. Zeugen bestätigten, dass die Aktion friedlich verlief und keinen Schaden verursachte. Der Text zitiert Greenpeace-Rechtsexpert:innen, eine UN-Sonderberichterstatterin und den Verteidiger, die den Fall als Teil eines globalen Musters der Kriminalisierung friedlichen Protests einordnen. Die Kernbotschaft lautet, dass das Rechtssystem missbraucht werden kann, um Grundrechte wie friedliche Versammlung einzuschränken. Der Text verweist auf die anhaltende Abhängigkeit Europas von Fossilgas-Importen als eigentliche Bedrohung der öffentlichen Ordnung. Er ruft dazu auf, friedlichen Protest nicht als Verbrechen zu behandeln.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse; Bedrängnis der eigenen Gemeinschaft von außen
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung; auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
auch Tieren, Pflanzen, der ganzen Schöpfung
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Staatsanwaltschaft und staatliche Akteure, die friedlichen Protest kriminalisieren
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Valencia, Spanien – Ein Gericht in Valencia hat elf Greenpeace-Aktivist:innen freigesprochen, die sich wegen einer friedlichen Protestaktion im Jahr 2021 gegen eine Fossilgas-Lieferung am Hafen von Sagunto strafrechtlich verantworten mussten.[1] Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich fünf Jahre Haft für jeden Aktivist:innen gefordert – eine der härtesten Strafen, die je in Europa für friedlichen Umweltprotest gefordert wurden –, bevor sie ihre Forderung im Prozess auf zweieinhalb Jahre reduzierte. In dem heutigen Urteil wies das Gericht den Vorwurf der schweren Störung der öffentlichen Ordnung zurück und stellte fest, dass die Staatsanwaltschaft nicht nachweisen konnte, dass die Aktivist:innen Gewalt oder Einschüchterung angewandt hätten, die den öffentlichen Frieden beeinträchtigten. Daniel Simons, Senior Legal Counsel Strategic Defence, Greenpeace International, sagte: „Dies ist ein Sieg für die Meinungsfreiheit und eine Zurückweisung des Versuchs, friedlichen Klimaativismus zu unterdrücken. Aber ein Freispruch tilgt nicht die Jahre der Angst, der Rechtskosten und der Beeinträchtigung des Lebens der Aktivist:innen. Diese Anklage hätte von Anfang an nicht erhoben werden dürfen. Die einzige Bedrohung für die öffentliche Ordnung hier war die anhaltende Abhängigkeit Europas von Fossilgas-Importen. Wir hoffen, dass die Staatsanwaltschaft nicht Berufung einlegt und ihre Aufmerksamkeit auf diejenigen richtet, die das Leben auf diesem Planeten gefährden, nicht auf diejenigen, die es verteidigen." Während des gesamten Verfahrens bestätigten Zeugen sowohl der Staatsanwaltschaft als auch der Verteidigung – darunter Polizeibeamte, maritime Behörden und unabhängige Journalist:innen –, dass die Aktion von 2021 streng friedlich verlief und keinen Schaden an Menschen, Eigentum oder dem allgemeinen Verkehr im Hafen verursachte. Die unverhältnismäßige und schwere Strafe, die von der Staatsanwaltschaft gefordert wurde, zog die Aufmerksamkeit mehrerer Sonderberichterstatter:innen der Vereinten Nationen auf sich, von denen einige dem Prozess als Beobachter:innen beiwohnten. Gina Romero, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für das Recht auf friedliche Versammlung und Vereinigung, sagte: „Der Fall Sagunto zeigt, wie leicht das Rechtssystem genutzt werden kann, um Menschen davon abzuschrecken, ein Grundrecht auszuüben, selbst wenn das Gesetz am Ende zugibt, dass sie nichts Falsches getan haben. Es ist Teil eines breiteren, globalen Musters, das Rechtssystem, strafrechtliche Anklagen, punitive Geldstrafen und restriktive Gesetze einzusetzen, um den zivilgesellschaftlichen Raum einzuschränken. Ich werde weiterhin die Alarmglocke läuten und meine Stimme erheben, um sicherzustellen, dass friedlicher Protest nicht als Verbrechen behandelt wird – weder in Spanien noch irgendwo anders." Vor dem Prozess enthüllten Greenpeace-Spanien-Aktivist:innen ein riesiges, 530 Quadratmeter großes Auge auf dem Dach des Gebäudes Hemisfèric in Valencia mit Bannern, auf denen „Die Welt schaut zu" und „Aktivismus ist kein Verbrechen" stand. Jose Manuel Marraco, der spanische Anwalt, der die Aktivist:innen im Gericht verteidigte, sagte: „Ich verteidige Greenpeace-Aktivist:innen seit 35 Jahren, und es ist eine Ehre, dies zu tun. Wenn Menschen sich in Gefahr begeben, um unseren Planeten zu schützen, ist das eine großzügige Tat, kein Straftatbestand. Der Staat sollte den abschreckenden Effekt vermeiden, den die Kriminalisierung und langwierige Verfahren haben." ENDE Fotos und Videos sind in der Greenpeace-Mediathek verfügbar. Anmerkungen: [1] Im Oktober 2021 blockierten elf Aktivist:innen einen Tanker mit verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA für 12 Stunden am Hafen von Sagunto in Valencia und forderten einen sofortigen Übergang zu erneuerbaren Energien und warnten vor der Abhängigkeit von ausländischen Gasimporten. Greenpeace Spanien führte die Aktion mit Aktivist:innen aus 18 verschiedenen Nationalitäten von Bord des Schiffes MY Esperanza durch. Niemand wurde verletzt, und die Kommunikation mit den maritimen und Hafenbehörden blieb während der gesamten Zeit friedlich und respektvoll. Geldstrafen in Höhe von 160.000 Euro im Zusammenhang mit der Aktion wurden bereits von der spanischen Regierung verhängt und werden noch angefochten. Kontakte: Lindsay Bigda, Deputy Communications Lead, Civic Resistance & Freedoms, Greenpeace International, +1 207-385-7924 (Amerikas), lbigda@greenpeace.org Virginia Rabal, Communications Manager, Greenpeace Spanien, +91 444 14 00 (EMEA), prensa.es@greenpeace.org Greenpeace International Press Desk, +31 (0)20 718 2470 (24 Stunden erreichbar), pressdesk.int@greenpeace.org
Wortlaut im Original
Valencia, Spain – A Valencia court has acquitted 11 Greenpeace activists who faced criminal charges over a 2021 peaceful protest against a fossil gas shipment at the Port of Sagunto.[1] The Public Prosecutor’s Office originally sought five years in prison for each activist, one of the harshest sentences ever demanded in Europe for peaceful environmental protest, before reducing its demand to two and a half years at trial. In today’s judgment, the court rejected the charge of aggravated public disorder, finding the prosecution had failed to prove the activists engaged in any violence or intimidation that altered public peace. Daniel Simons, Senior Legal Counsel Strategic Defence, Greenpeace International said : “This is a win for freedom of expression, and a rebuke to the attempt to repress peaceful climate activism. But an acquittal does not erase the years of anxiety, legal costs, and disruption to activists’ lives. This charge never should have been brought in the first place. The only threat to public order here was Europe’s continued reliance on fossil gas imports. We hope the prosecution does not appeal, and turns its attention towards those endangering, not defending life on this planet.” Throughout the proceedings, witnesses for both the prosecution and the defence — including law enforcement officers, maritime authorities and independent journalists — confirmed that the 2021 action was strictly peaceful and did not cause harm to people, property or general traffic in the port. The disproportionate and severe punishment sought by the prosecution drew the attention of several United Nations Special Rapporteurs, some of whom attended the trial as observers. Gina Romero, United Nations Special Rapporteur on the Rights to Freedom of Peaceful Assembly and of Association , said : “The Sagunto case demonstrates how easily the legal system can be used to deter people from exercising a fundamental right, even when the law agrees in the end they did nothing wrong. It’s part of a broader, global pattern of using the legal system, criminal charges, punitive fines, and restrictive laws to shrink civic space. I will continue to raise the alarm and raise my voice to ensure that peaceful protest is not treated as a crime — in Spain or anywhere else.” Ahead of the trial, Greenpeace Spain activists unveiled a giant, 530 square metre eye on the roof of Valencia’s Hemisfèric building with banners that read “The world is watching” and “Activism is not a crime.” Jose Manuel Marraco, the Spanish attorney who defended the activists in court, said: “I have been defending Greenpeace activists for 35 years, and it is an honour to do so. When people put themselves on the line to protect our planet, it is a generous act, not a criminal offence. The State should avoid the chilling effect that criminalisation and long-running proceedings have.” ENDS Photos and videos are available in the Greenpeace Media Library . Notes: [1] In October 2021, 11 activists blocked a tanker carrying liquefied natural gas (LNG) from the US for 12 hours at Valencia’s Port of Sagunto, calling for an immediate transition to renewable energy and warning against dependence on foreign gas imports. Greenpeace Spain carried out the action with activists of 18 different nationalities, from onboard the ship MY Esperanza. No one was injured, and communication with maritime and port authorities remained peaceful and respectful throughout. Fines of 160,000 euros related to the action have already been imposed by the Spanish government, which are still being appealed. Contacts: Lindsay Bigda, Deputy Communications Lead, Civic Resistance & Freedoms, Greenpeace International, +1 207-385-7924 (Americas), lbigda@greenpeace.org Virginia Rabal, Communications Manager, Greenpeace Spain, +91 444 14 00 (EMEA), prensa.es@greenpeace.org Greenpeace International Press Desk, +31 (0)20 718 2470 (available 24 hours), pressdesk.int@greenpeace.org