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Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Some Wise Words from a Wise Man

ohne Namen · Orthodox Christian Network (OCN) · 2026-10-17 · Quelle

Fürsorge · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Verantwortung · tragend

Die drei Ratschläge des Paulus in Kolosser 4 – weise mit Fremden umzugehen, die Zeit sinnvoll zu nutzen und die Rede sorgfältig zu wählen – sind auch heute die wichtigsten Mittel, um Beziehungen zu pflegen und sich im Alltag verantwortungsvoll zu verhalten.

Sei weise mit Menschen, die du nicht kennst. Nutze deine Zeit bestmöglich. Sei vorsichtig in deiner Rede, damit sie sowohl ein Zusatz zu Beziehungen ist, als auch ein Konservierungsmittel von Beziehungen, und nicht eine zerstörerische Kraft in ihnen.

Der Text ist eine Predigt zum Fest des hl. Lukas am 18. Oktober und nimmt die Epistel-Lektion aus Kolosser 4,5-11,14-18 zum Ausgangspunkt. Der Prediger betont, dass Paulus den Brief aus der Gefangenschaft schrieb und dabei dennoch fröhlich klang. Die drei Ratschläge des Paulus werden nacheinander ausgelegt: weise mit Außenstehenden umgehen, die Zeit bestmöglich nutzen und die Rede mit Salz würzen. Jeder Ratschlag wird in die Gegenwart übertragen, etwa durch den Hinweis auf Vorurteile gegenüber Fremden, die Bindung an Handys und elektronische Geräte sowie die Pflege von Beziehungen durch sorgfältige Worte. Am Ende wird Lukas als Arzt der Seelen gelobt und die drei Ratschläge in einem kurzen Schlusssatz zusammengefasst. Der Text verbindet biblische Auslegung mit alltagsnaher Lebensberatung.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Kolosser 4,5-11,14-18

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3, benannt: Außenstehende und Fremde
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Verhaltet euch weise gegen die Außenstehenden und kauft die Zeit aus. Euer Reden sei allezeit anmutig, gesalzen, damit ihr wissen mögt, wie ihr einem jeden antworten sollt. Tychicus wird euch alles über meine Verhältnisse berichten; er ist ein geliebter Bruder und treuer Diener und Mitknecht in dem Herrn. Ich habe ihn euch gerade zu diesem Zweck gesandt, damit ihr erfahrt, wie es uns geht, und damit er eure Herzen ermutige, und mit ihm Onesimus, den treuen und geliebten Bruder, der einer von euch ist. Sie werden euch alles berichten, was sich hier zugetragen hat. Aristarchus, mein Mitgefangener, grüßt euch, und Markus, der Neffe des Barnabas (über den ihr Anweisungen empfangen habt — wenn er zu euch kommt, nehmt ihn auf), und Jesus, der Justus genannt wird. Das sind die einzigen Männer der Beschneidung unter meinen Mitarbeitern für das Reich Gottes, und sie sind mir ein Trost gewesen. . . Lukas, der geliebte Arzt, und Demas grüßen euch. Gebt meinen Gruß an die Brüder in Laodizea und an Nympha und die Gemeinde in ihrem Haus. Und wenn dieser Brief unter euch gelesen worden ist, so lasst ihn auch in der Gemeinde der Laodizeaner lesen; und seht zu, dass ihr auch den Brief aus Laodizea lest. Und sagt dem Archippus: »Sieh zu, dass du das Amt ausfüllst, das du empfangen hast in dem Herrn.« Ich, Paulus, schreibe diesen Gruß mit meiner eigenen Hand. Denkt an meine Fesseln. Die Gnade sei mit euch. Kolosser 4,5-11, 14-18 (Epistel vom Fest des hl. Lukas) Am 18. Oktober feiern wir das Fest des hl. Lukas, eines Apostels der Gruppe, die als »Die Siebzig« bekannt ist, und auch eines der vier Evangelisten, oder Verfasser der vier Evangelien. Wir werden die Epistel-Lektion besprechen, die an seinem Festtag heute gelesen wird, und dann morgen das Evangelium, da beide Lesungen eine Besprechung verdienen. Es ist aus dem Ende der Epistel-Lektion offensichtlich, dass der heilige Paulus diesen Brief an die Gemeinde von Kolossä schrieb, während er im Gefängnis war, wie er schreibt: »Denkt an meine Fesseln.« (Kolosser 4,18) Der heilige Paulus schrieb viele seiner Episteln aus dem Gefängnis, wo man meinen würde, dass er sich ängstlich und ängstlich fühlen würde (wegen der Bestrafung und sogar eines möglichen Todes), wütend (wegen der ungerechten Inhaftierung) oder verletzt (wegen der Folter und der schlechten Fürsorge). Und doch klang der heilige Paulus in seinen Schriften immer fröhlich. Sie spiegelten niemals Trauer über die Schwere seiner Situation wider. Die Epistel-Lektion beginnt mit drei soliden Ratschlägen. Erstens: »Verhaltet euch weise gegen die Außenstehenden.« (4,5) Oft gehen wir nicht gut mit Fremden um. Wir könnten denken, ein Fremder sei ein potenzieller Konkurrent, und wir könnten daher nicht freundlich zu einer solchen Person sein, indem wir sie als potenzielle Bedrohung oder Feind betrachten. Wir könnten bestimmte Vorurteile gegen jemanden haben, den wir nicht kennen, entweder wegen seines Aussehens, seiner Herkunft oder wegen etwas anderem, das wir über ihn wissen, und geben ihm daher keine faire Chance. Wir könnten einen Außenstehenden als potenzielle Quelle des Fortschritts oder als Verbündeten gegen jemand anderen betrachten, und so vertrauen wir ihm zu viel an. Wir könnten von Natur aus misstrauisch sein und entscheiden, ihm überhaupt nichts anzuvertrauen. Wir könnten mit unseren eigenen Freunden und Umständen beschäftigt sein und ihn überhaupt nicht bemerken. Der Umgang mit Außenstehenden und Fremden ist ein regelmäßiger Teil des Lebens. Menschen werden in unser Leben hinein- und herausfiltern, genau wie wir in das Leben anderer hinein- und herausfiltern werden. Daher ist das Lernen, weise mit Außenstehenden umzugehen, etwas, das wir alle lernen müssen und etwas, das wir alle wahrscheinlich viel besser können. Der zweite Ratschlag lautet, „die Zeit bestmöglich zu nutzen" (4,5). Dies bezieht sich spezifisch auf die aforementioned Außenseiter, die Zeit mit ihnen gegenseitig vorteilhaft zu gestalten, indem man Vorurteile beiseite legt und eine faire Chance bietet. Im heutigen Kontext ist es ein ständiger Kampf, unsere Zeit bestmöglich zu nutzen. Wir sind von Ablenkungen umgeben, nämlich unseren Handys und elektronischen Geräten. Wir sind an sie gebunden, sogar süchtig nach ihnen. Die Produktivität wird durch diese Bindung nicht gefördert; tatsächlich wird sie oft gehemmt. Wir alle müssen darüber nachdenken, wie wir effizienter in dem sein können, was wir tun, damit nicht nur unsere Arbeit erledigt wird, sondern auch genügend Zeit für Familie, persönliche Zeit, Bewegung und Ruhe bleibt, vier Bereiche, in denen die meisten von uns eine erhebliche Verbesserung gebrauchen können. Das soll nicht bedeuten, dass alle Elektronik schlecht ist und dass wir das Handy nicht für gute Dinge verwenden können. Es bedeutet, bewusster darüber nachzudenken, wie wir unsere Zeit verbringen, und kritisch zu betrachten, wie viel Zeit wir verschwenden. Der dritte Ratschlag betrifft unsere Rede: „Euer Wort sei allezeit mit Gnade gewürzt, mit Salz, damit ihr wisset, wie ihr einem jeden antworten solltet." (4,6) Salz verleiht dem Essen Geschmack. Es ist ein positiver Zusatz. Salz wird auch als Konservierungsmittel verwendet. Unsere Rede „mit Salz zu würzen" bedeutet, dass wir versuchen sollten, Worte zu verwenden, die positiv sind und der Beziehung zugutekommen, sowie Worte, die sorgfältig sind, insbesondere in negativen Umständen, damit wir Beziehungen bewahren und sie nicht sauer machen. Wenn es drei Dinge gibt, die uns heutzutage in Schwierigkeiten bringen, dann sind es, wie wir mit anderen umgehen, wie wir unsere Zeit nutzen und die Dinge, die aus unseren Mündern kommen. Der heilige Paulus hat uns in nur zwei kurzen Versen einigen soliden Ratschlag zu allen drei Dingen gegeben. Schließlich verweist Vers 14 auf „Lukas, den geliebten Arzt", weshalb dieser Abschnitt am Fest des heiligen Lukas am 18. Oktober gelesen wird. Du hast die Heilkunst der Seelen noch besser gemeistert als die der Leiber; und von der Weisheit Gottes inspiriert, erwiesst du dich in beiden als kundig. Seelen und Leiber heilend, o seligster Apostel Lukas, rufst du uns alle täglich zum geistlichen Wissen und erhebst uns zu den Höhen, zur Liebe zu Gott; und du bittest ihn für alle, die dich ehren. (Aus den Lobgesängen der Matutin, Fest des heiligen Lukas, Übers. von Pfr. Seraphim Dedes) Sei weise mit Menschen, die du nicht kennst. Nutze deine Zeit bestmöglich. Sei vorsichtig in deiner Rede, damit sie sowohl ein Zusatz zu Beziehungen ist, als auch ein Konservierungsmittel von Beziehungen, und nicht eine zerstörerische Kraft in ihnen. Der Beitrag Some Wise Words from a Wise Man erschien zuerst auf OCN.
Wortlaut im Original
Conduct yourselves wisely toward outsiders, making the most of the time. Let your speech always be gracious, seasoned with salt, so that you may know how you ought to answer every one. Tychicus will tell you all about my affairs; he is a beloved brother and faithful minister and fellow servant in the Lord. I have sent him to you for this very purpose, that you may know how we are and that he may encourage your hearts, and with him Onesimus, the faithful and beloved brother, who is one of yourselves. They will tell you of everything that has taken place here. Aristarchus my fellow prisoner greets you, and Mark the cousin of Barnabas (concerning whom you have received instructions — if he comes to you, receive him), and Jesus who is called Justus. These are the only men of the circumcision among my fellow workers for the kingdom of God, and they have been a comfort to me. . .Luke the beloved physician and Demas greet you. Give my greetings to the brethren at Laodicea and to Nympha and the church in her house. And when this letter has been read among you, have it read also in the church of the Laodiceans; and see that you read also the letter from Laodicea. And say to Archippus, “See that you fulfill the ministry which you have received in the Lord.” I, Paul, write this greeting with my own hand. Remember my fetters. Grace be with you. Colossians 4:5-11, 14-18 (Epistle from Feast of St. Luke) On October 18, we celebrate the Feast of St. Luke, an Apostle of the group known as “The Seventy,” and also one of the four Evangelists, or authors of the Four Gospels. We will discuss the Epistle lesson read on his feastday today and then discuss the Gospel passage tomorrow, as both of these readings merit discussion. It is obvious from the end of the Epistle lesson that Saint Paul wrote this letter to the church of Colossae while he was in prison, as he writes “Remember my fetters.” (Colossians 4:18) Saint Paul wrote many of his Epistles from prison, where one would think that he would feel anxious and scared (about punishment and even potential death), angry (because of unjust imprisonment), or hurt (because of being tortured and not well cared for). And yet, Saint Paul always sounded cheerful in his writings. They never reflected sorrow at the gravity of his situation. The Epistle lesson begins with three solid pieces of advice. First, “Conduct yourselves wisely toward outsiders.” (4:5) Many times we do not relate well to strangers. We might think a stranger is potential competition, so we might not be nice to such a person, seeing them as a potential threat or enemy. We might have certain prejudices against someone we don’t know, either because of how they look, where they come from, or something else we know about them, and therefore we do not give them a fair chance. We may see an outsider as a potential source of advancement or as an ally against someone else, and so we confide too much in them. We may be innately distrustful and choose to not confide in them at all. We may be occupied with our own friends and circumstances and not notice them at all. Interacting with outsider and strangers is a regular part of life. People will filter in and out of our lives, just as we will filter in and out of the lives of others. Thus, learning to deal with outsiders wisely is something we must all learn and something we can all probably do a lot better at. The second piece of advice is to make “the most of the time.” (4:5) This refers specifically to the aforementioned outsiders, to make the time with them mutually beneficial, by setting aside prejudices, and offering a fair chance. In contemporary context, making the most of our time is a constant struggle. We are surrounded with distractions, namely our phones and electronic devices. We are attached to them, even addicted to them. Productivity is not helped by this attachment; in fact, it is often hindered. We all need to think of ways we can be more efficient in what we are doing, so that not only our work gets done, but so there is adequate time for family, personal time, exercise, and rest, four areas in which most of us can use some significant improvement. That is not to say that all electronics are bad and that we can’t use the phone for good things. It means being more intentional about how we spend our time, and looking critically at how much time we waste. The third piece of advice concerns our speech: “Let your speech always be gracious, seasoned with salt, so that you may know how you ought to answer every one.” (4:6) Salt adds flavor to food. It is a positive additive. Salt also is used as a preservative. “Seasoning” our speech with salt means that we should attempt to use speech that is positive and adds to relationship, as well as speech that is careful, especially in negative circumstances, so that we can preserve relationships and not sour them. If there are three things that get us into trouble these days, it is how we treat others, how we use our time, and the things that come out of our mouths. Saint Paul, in only two brief verses, has offered us some solid advice on all three. Finally, verse 14 references “Luke the beloved physician”, which is why this passage is read on the feast of St. Luke on October 18. You mastered the medicine of souls even better than of bodies; and inspired by God’s wisdom, you appeared adept at both. Healing souls and bodies, O all-blest Apostle Luke, you call us all to spiritual knowledge, every day and lift us up to the heavens, to the love for God; and you pray Him for all those who honor you. (From the Praises of Matins, Feast of St. Luke, Trans. by Fr. Seraphim Dedes) Be wise with people you don’t know. Make the most of your time. Be careful in your speech, so that it is both an additive to relationships, and that it is a preservative of relationships, rather than a destructive force in them. The post Some Wise Words from a Wise Man appeared first on OCN .