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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Wir suchen Zuflucht bei Allah vor Einflüsterung

DITIB Religionsamt · DITIB · 2025-01-03 · Köln · Quelle

Geduld · Hauptbotschaft Barmherzigkeit · tragend Gemeinschaft

Der sicherste Schutz vor religiösen Einflüsterungen besteht in der bewussten Zuflucht bei Allah durch Vertrauen, Gebet und ein barmherziges Gottesbild, das Ängste auflöst und die Verbindung zu Gott stärkt.

Der sicherste Weg, sich vor Einflüsterungen zu schützen, ist die Zuflucht bei Allah. Allah, der Erhabene, sagt im Koran: „Und wenn Satan dich durch eine Versuchung heimzusuchen versucht, so nimm deine Zuflucht zu Allah. Er ist der Hörende, der Wissende.“

Der Text behandelt das islamische Konzept der Einflüsterung (Weswese) als Bedrängnis, die durch negative Gedanken des Scheytân oder des eigenen Egos ausgelöst wird. Er beschreibt, wie unkontrollierte Ängste, insbesondere in religiösen Angelegenheiten, die Lebensqualität beeinträchtigen und Gläubige vom Gottesdienst abhalten können. Als konkretes Beispiel wird das übermäßige Waschen bei der Wudû oder Ganzkörperwaschung angeführt, bei dem Gläubige Stunden in der Dusche verbringen. Der Text empfiehlt die Zuflucht bei Allah durch Vertrauen, Gebet, Koranrezitation und Bittgebete als Schutz vor Einflüsterungen. Ein falsches Bild von Allah als tyrannisches Wesen wird als weiterer Auslöser benannt; stattdessen wird Allah als vergebend und barmherzig dargestellt. Die Predigt richtet sich an die Gemeinde und ermutigt, entschlossen gegen Einflüsterungen anzukämpfen, ohne dem Scheytân Raum zu geben.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird
Was ist der Mensch nach diesem Text?
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 7:17 · Koran 5:91 · Koran 33:21 · Koran 14:22 · Koran 41:36 · Koran 2:45 · Koran 23:97-98 · Koran 85:14

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Wir suchen Zuflucht bei Allah vor Einflüsterung (03.01.2025) Liebe Geschwister! Verehrte Gläubige! Zu den Bedrängnissen, die unser Leben negativ beeinflussen, gehört die Einflüsterung – auf Arabisch weswese. Gemeint sind damit störende Gedanken, die durch negative Einflüsterungen des Scheytân oder des eigenen Egos ausgelöst werden. Solche Gedanken, die oft in die Richtung von Einbildung, Verdächtigung oder übermäßigen Sorgen gehen, können unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Einer der Hauptgründe dafür sind unsere Ängste. Angst gehört zu den Basisemotionen; sie warnt den Menschen vor Gefahren und leitet ihn dazu an, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Falls wir unsere Ängste aber nicht in den Griff bekommen, können sie unser Leben stark beeinträchtigen. Insbesondere Sorgen bei religiösen Angelegenheiten ebnen den Weg für Einflüsterungen, was dazu führt, dass man seine Gottesdienste vernachlässigt oder seine innere Ruhe verliert. Der Scheytân, der auf viele Mittel und Wege greift, um die Menschen vom richtigen Weg abzubringen,[1] versucht die Verbindung zwischen Allah und Seinen Dienern zu schwächen und sie vom Gebet fernzuhalten, indem er ihre Ängste größer erscheinen lässt.[2] Sobald wir die Waschung (wudû) beginnen, um Allah zu begegnen, flüstert er uns Zweifel ein, dass unsere Waschung unvollständig sei, dass wir sie noch einmal durchführen müssten. Dasselbe geschieht bei der Ganzkörperwaschung. Dabei soll unser geliebter Prophet, der uns bei allem ein Beispiel ist,[3] bei der Ganzkörperwaschung nur etwa 5 Liter Wasser verwendet haben.[4] Obwohl 5 Liter und 5 Minuten ausreichen, um den ganzen Körper zu waschen, fallen einige in die Weswese-Falle des Scheytân, sodass sie Stunden in der Dusche verbringen und unnötig viel Wasser verschwenden. Solche Menschen erschöpfen sich leider psychisch wie auch körperlich. Und schließlich wird ihre Verbindung zu Allah geschwächt und sie entfernen sich vom Gottesdienst und von der Religion. Geschätzte Gläubige! Jene Geschwister, die sich wegen religiösen Sorgen erschöpfen, sollten wissen, dass der Wille des Menschen stärker ist als der Wille des Scheytân.[5] Und der sicherste Weg, sich vor Einflüsterungen zu schützen, ist die Zuflucht bei Allah. Allah, der Erhabene, sagt im Koran: “Und wenn Satan dich durch eine Versuchung heimzusuchen versucht, so nimm deine Zuflucht zu Allah. Er ist der Hörende, der Wissende.”[6] Doch wie sucht man Zuflucht bei Allah? Zuflucht zu suchen bedeutet, Allah zu vertrauen und ein Leben zu führen, das im Einklang mit Seinen Geboten und Verboten steht. Zuflucht suchen bedeutet, Geduld zu zeigen, seine Gebete zu verrichten,[7] den Koran zu rezitieren und Bittgebete zu sprechen.[8] Wer auf diese Weise Zuflucht sucht, wird von Ängsten und Einflüsterungen geschützt. Meine Geschwister! Ein weiterer Auslöser für Einflüsterungen ist ein falsches Verständnis von Allah. Wenn wir uns bei Seiner Erwähnung ein tyrannisches Wesen vorstellen, das nur darauf wartet, unsere Fehler zu bestrafen, dann haben wir Ihn nicht richtig begriffen. Wenn wir unseren Kindern über Allah erzählen müssen wir besonders auf unsere Sprache achten. Der Erhabene Allah ist der Vergebende. Er ist die Quelle der Liebe.[9] Seine Gnade und Barmherzigkeit umfasst alles Existierende.[10] Allah ist nicht derjenige, der nach Fehlern sucht, sondern derjenige, der Fehler verdeckt und vergibt – solange man nicht auf ihnen beharrt.[11] Unsere Gottesdienste richten sich allein an Allah,[12] und niemand hat das Recht, darüber zu urteilen. Solange man entschlossen gegen Einflüsterungen ankämpft und dem Scheytân keinen Raum gibt, wird Allah einen –inschallah– aus diesen Schwierigkeiten befreien. Oh Allah! Wir suchen Zuflucht bei Deinen vollkommenen Worten vor deinem Zorn, dem Übel deiner Geschöpfe und den Einflüsterungen der Satane.[13] Zähle uns zu Deinen Dienern, die allen Einflüsterungen widerstehen können! (Âmîn) DITIB-Predigtkommission [1] A’râf, 7/17. [2] Mâ’ide, 5/91. [3] Ahzâb, 33/21. [4] Ebû Dâwûd, “Ṭahâret”, 44. [5] Ibrâhîm, 14/22. [6] Fussilet, 41/36. [7] Baqara, 2/45. [8] Mu’minûn, 23/97,98. [9] Burûdsch, 85/14. [10] A’râf, 7/156. [11] En’âm, 6/54. [12] En’am, 6/162. [13] Ebû Dâwûd, Tıb, 19. 2025-01-03 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. 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