Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Die Arbeit ist eine heilige Pflicht
DITIB Religionsamt ·
DITIB ·
2025-04-25
· Köln
· Quelle
Verantwortung · Hauptbotschaft
Gerechtigkeit · tragend
Wahrhaftigkeit · tragend
Arbeit ist eine heilige Pflicht, die islamische ethische Maßstäbe erfordert, und wer sie mit Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Sorgfalt ausübt, handelt im Einklang mit dem Willen Gottes.
Die Arbeit ist eine heilige Pflicht
Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB, die Arbeit als heilige Pflicht und unverzichtbaren Bestandteil des weltlichen Lebens darstellt. Sie stützt sich auf Koranverse und Hadithe, um die moralische Verantwortung im Arbeitsleben zu begründen. Der Text richtet sich an Gläubige und erinnert an islamische Werte im Berufsleben, die laut Predigt oft in Vergessenheit geraten. Es werden konkrete ethische Maßstäbe für Arbeitnehmende, Arbeitgebende, Händler und Kunden formuliert. Dazu gehören Ehrlichkeit, Sorgfalt, Gerechtigkeit, Pünktlichkeit bei der Lohnzahlung und der Verzicht auf Betrug. Der Text ruft dazu auf, mit dem Namen Allahs zu beginnen, nach helalem Einkommen zu streben und sowohl für das Diesseits als auch für das Jenseits zu bemühen. Er schließt mit einem Bittgebet des Propheten um ehrlich verdienten Lebensunterhalt und Bewahrung vor dem Verbotenen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- mit dem Namen Allahs beginnen (rituell)
- Lohn pünktlich und vollständig zahlen (zwischenmenschlich)
- nach helalem Einkommen streben (innerlich)
Genannte Stellen
Koran 53:39 · Buchari, Buyu', 15 · Koran 28:77 · Buchari, Riqaq, 15 · Muslim, Taharah, 1 · Tirmizi, Da'awat, 110
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Die Arbeit ist eine heilige Pflicht
(25.04.2025)
Das Arbeiten ist ein unverzichtbarer Bestandteil des weltlichen Lebens. Sie bildet die Grundlage der sozialen und wirtschaftlichen Ordnung. Der Vers darüber, dass es für den Menschen als Lohn nur das gibt, worum er sich selbst bemüht, bestätigt diese Tatsache.[1]
Liebe Geschwister!
Wenn der Mensch allein den Lohn für seine eigene Arbeit empfängt – bedeutet das nicht auch, dass diese Arbeit einer moralischen Verantwortung unterliegt? Natürlich tut sie das. Unsere erhabene Religion, der Islam, ist eine Religion der Moral. Wie in allen Lebensbereichen gibt es auch für das Arbeitsleben klare ethische Maßstäbe. So wie Arbeitnehmende moralische Pflichten haben, tragen auch Arbeitgebende Verantwortung. Ebenso haben Händler wie auch Kunden ihre ethischen Leitlinien zu beachten.
In dieser gesegneten Stunde des Freitagsgebets wollen wir uns gemeinsam an die islamischen Werte im Berufsleben erinnern – Werte, die allzu oft in Vergessenheit geraten.
Geschwister! Werte Gläubige!
Vergessen wir nie: Die beste Versorgung ist die, die man sich durch eigene Mühe und Anstrengung verdient hat.[2]Streben wir mit dem, was Allah uns gegeben hat, nach dem Jenseits, aber vergessen wir dabei auch unseren Anteil am weltlichen Leben nicht.[3] Lassen Sie uns sowohl für das Diesseits als auch für das Jenseits bemühen.
Die Besmele ist der Schlüssel zu allem Guten. Beginnen wir unsere Arbeit stets mit dem Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Lassen Sie uns wissen, dass wahrer Reichtum nicht der Besitz vieler Güter, sondern die Fülle und Zufriedenheit des Herzens ist.[4] Streben wir nicht nach viel, sondern nach helal verdientem Einkommen.
Seien wir diszipliniert und verantwortungsbewusst im Berufsleben. Welche Tätigkeit wir auch ausüben – führen wir sie mit Sorgfalt, Ehrlichkeit und höchster Qualität aus. Übernehmen wir nur Aufgaben, denen wir gewachsen sind, und überlassen wir andere denen, die die nötige Fachkenntnis mitbringen. Bleiben wir aufrichtig – mischen wir unsere Worte nicht mit Lügen, und verderben wir unsere Arbeit nicht durch Betrug. Täuschen wir keine Kunden und betrügen wir nicht bei Maß und Gewicht. Vergessen wir nicht, dass die Reinheit die Hälfte des Glaubens ist.[5] Seien wir rein – äußerlich und innerlich – und führen wir unsere Arbeit gewissenhaft und rechtschaffen aus.
Im Schweiß des gerechten Arbeiters liegt Segen. Wenn wir Arbeitgeber sind, schätzen wir unsere Mitarbeiter. Achten wir auf ihre Rechte und zahlen wir ihren Lohn pünktlich und vollständig. Behandeln wir sie mit Freundlichkeit, Gerechtigkeit und Großzügigkeit. Wenn wir Arbeitnehmer sind, so lassen Sie uns den Wert unseres Arbeitgebers schätzen, von dem wir unseren Lebensunterhalt beziehen. So wie wir unsere eigenen Interessen schützen, wahren wir auch die Interessen unserer Arbeitgeber. Erfüllen wir unsere Aufgaben gewissenhaft und bemühen wir uns, unserem Lohn wirklich gerecht zu werden.
Ich möchte meine Predigt mit einem Bittgebet des Propheten abschließen: „O Allah, gewähre uns ehrlich und aufrichtig verdienten Lebensunterhalt. Oh Allah, bewahre uns vor dem Verbotenen! Oh Allah, lass uns auf niemanden außer Dich angewiesen sein!“[6] (Amin)
Die DITIB-Predigtkommission
[1] Koran, Nedschm, 53/39.
[2] Buchari, Buyu’, 15.
[3] Koran, Qasas, 28/77.
[4] Buchari, Riqaq, 15.
[5] Muslim, Taharah, 1.
[6] Tirmizi, Da’awat, 110.
2025-04-25
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