„Apocalypse no!“
Autoritäre Kräfte nutzen apokalyptisches Denken, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren, und die Giordano-Bruno-Stiftung wirkt diesem durch Zukunftsvertrauen und lösungsorientierte Ansätze entgegen.
Autoritäre Kräfte nutzen das Zerrbild einer „dunklen Zukunft“, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren. Dass sie dabei, wie US-Milliardär Peter Thiel, auf die biblische „Apokalypse“ („Offenbarung des Johannes“) zurückgreifen, unterstreicht den religiösen Charakter dieser Strategie.
Der Text stellt die aktuelle Ausgabe des bruno.-Jahresmagazins der Giordano-Bruno-Stiftung vor und rahmt sie unter dem Titel „Apocalypse no!“. Er behauptet, autoritäre Kräfte nutzten das Bild einer dunklen Zukunft, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren, und verweist dabei auf die biblische Apokalypse als religiöses Motiv dieser Strategie. Die Kernbotschaft des Magazins sei, Zukunftsvertrauen wiederzugewinnen und lösungsorientierte Ansätze gegenüber problemorientierten Sichtweisen zu stärken. Als Beispiel wird das Konzept „Cradle to Cradle“ genannt, das konkrete ökologische Lösungen entwickelt. Der Text verweist auf einen Interviewbeitrag des Zentralrats der Konfessionsfreien, der konstruktive Vorschläge an Entscheidungsträger richtet, sowie auf den Arbeitskreis Politischer Islam, der sich gegen Islamismus und Muslimenfeindlichkeit wendet. Ein Plakatmotiv der „Akzeptanzkampagne für Vielfalt im Islam“ zeigt ein schwules muslimisches Paar und verweist auf den Artikel über sexuelle Selbstbestimmung und politische Unterdrückung. Der Text nimmt Bezug auf den Anschlag auf den Berliner CSD durch Abdul Ballout und liest die Magazinbeiträge als vorweggenommenen Kommentar dazu. Er betont, dass religiöse Eiferer besonders aversiv auf sexuelle Selbstbestimmungsrechte reagieren, und beschreibt die Gefahren des Islamismus als Produkt ideologisch fehlgeleiteter sexueller Energie.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
- in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
- Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
- Wohin geht die Geschichte?
- es wird besser, Entwicklung zum Guten
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf Argument, Logik, Wissenschaft; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
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Wozu der Text aufruft
- Zukunftsvertrauen wiederzugewinnen (gesellschaftlich)
- Lösungsorientierte Ansätze zu stärken (gesellschaftlich)
- Konstruktive Vorschläge an Entscheidungsträger zu richten (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Offenbarung des Johannes
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 4 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 2 von 3, benannt: Islamisten und autoritäre Kräfte, die apokalyptisches Denken nutzen
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 2