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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

„Apocalypse no!“

Giordano-Bruno-Stiftung · Humanistischer Pressedienst · 2026-09-08 · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · tragend Wissen · tragend

Autoritäre Kräfte nutzen apokalyptisches Denken, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren, und die Giordano-Bruno-Stiftung wirkt diesem durch Zukunftsvertrauen und lösungsorientierte Ansätze entgegen.

Autoritäre Kräfte nutzen das Zerrbild einer „dunklen Zukunft“, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren. Dass sie dabei, wie US-Milliardär Peter Thiel, auf die biblische „Apokalypse“ („Offenbarung des Johannes“) zurückgreifen, unterstreicht den religiösen Charakter dieser Strategie.

Der Text stellt die aktuelle Ausgabe des bruno.-Jahresmagazins der Giordano-Bruno-Stiftung vor und rahmt sie unter dem Titel „Apocalypse no!“. Er behauptet, autoritäre Kräfte nutzten das Bild einer dunklen Zukunft, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren, und verweist dabei auf die biblische Apokalypse als religiöses Motiv dieser Strategie. Die Kernbotschaft des Magazins sei, Zukunftsvertrauen wiederzugewinnen und lösungsorientierte Ansätze gegenüber problemorientierten Sichtweisen zu stärken. Als Beispiel wird das Konzept „Cradle to Cradle“ genannt, das konkrete ökologische Lösungen entwickelt. Der Text verweist auf einen Interviewbeitrag des Zentralrats der Konfessionsfreien, der konstruktive Vorschläge an Entscheidungsträger richtet, sowie auf den Arbeitskreis Politischer Islam, der sich gegen Islamismus und Muslimenfeindlichkeit wendet. Ein Plakatmotiv der „Akzeptanzkampagne für Vielfalt im Islam“ zeigt ein schwules muslimisches Paar und verweist auf den Artikel über sexuelle Selbstbestimmung und politische Unterdrückung. Der Text nimmt Bezug auf den Anschlag auf den Berliner CSD durch Abdul Ballout und liest die Magazinbeiträge als vorweggenommenen Kommentar dazu. Er betont, dass religiöse Eiferer besonders aversiv auf sexuelle Selbstbestimmungsrechte reagieren, und beschreibt die Gefahren des Islamismus als Produkt ideologisch fehlgeleiteter sexueller Energie.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft; auf eigenes Erleben, Zeugnis, Begegnung
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Offenbarung des Johannes

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Islamisten und autoritäre Kräfte, die apokalyptisches Denken nutzen
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Organisationen Die aktuelle Ausgabe des bruno.-Jahresmagazins macht Mut zur Zukunft „Apocalypse no!“ Autoritäre Kräfte nutzen das Zerrbild einer „dunklen Zukunft“, um sich als Lichtgestalten zu inszenieren. Dass sie dabei, wie US-Milliardär Peter Thiel, auf die biblische „Apokalypse“ („Offenbarung des Johannes“) zurückgreifen, unterstreicht den religiösen Charakter dieser Strategie. Seit jeher versucht die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) , dem apokalyptischen Denken entgegenzuwirken, was auch das Titelthema des aktuellen bruno. -Magazins erklärt: „Go Future! Die offene Zukunft und ihre Freunde“. Giordano-Bruno-Stiftung 08.09.2026 Grafik: © Giordano-Bruno-Stiftung In der Titelgeschichte des Hefts (ab S. 50) erläutert Florian Chefai, warum es gerade heute wichtig ist, Zukunftsvertrauen wiederzugewinnen, statt auf die Wiederkehr einer „guten alten Zeit“ zu hoffen, die es bei genauerer Betrachtung nie gegeben hat. Um den für jede Gesellschaft essenziellen Glauben an möglichen Fortschritt wiederzubeleben, sei es notwendig, so Chefai, lösungsorientierte Ansätze gegenüber problemorientierten Sichtweisen zu stärken. Was dies auf ökologischem Gebiet bedeutet, verdeutlicht der Artikel unter anderem an dem von Michael Braungart ( gbs -Beirat) mitentwickelten Konzept „Cradle to Cradle“ (C2C), das konkrete Lösungen für einen „intelligenteren Stoffwechsel mit der Natur“ entwickelt. Lösungsorientiert ist auch der Ansatz, den Philipp Möller mit dem Zentralrat der Konfessionsfreien verfolgt (siehe das ausführliche Interview mit dem Zentralratsvorsitzenden ab S. 18). Statt über Politiker zu schimpfen, die dem gesellschaftlichen Säkularisierungsprozess hinterherhinken, geht er mit konstruktiven Vorschlägen auf die Entscheidungsträger zu. Ähnlich agiert der Arbeitskreis Politischer Islam , der in der kurzen Zeit seines Bestehens beachtliche Erfolge feiern konnte. Dabei richtet sich der AK Polis „Gegen Islamismus UND Muslimenfeindlichkeit“ (vgl. S. 30 ff.) – eine Doppelstrategie, die sowohl im linken wie auch im rechten Lager für Verwirrung sorgt. Ein Plakatmotiv der 2026 unter anderem vom AK Polis durchgeführten „Akzeptanzkampagne für Vielfalt im Islam“ zeigt ein schwules muslimisches Paar – was auf das Thema verweist, das in dem Artikel „Wer den Sex kontrolliert, kontrolliert die Gesellschaft“ (ab S. 42) behandelt wird. Der Text erklärt, worum es im Streit um Abtreibung und Geschlechtsidentität geht und weshalb sexuelle und politische Unterdrückung eng miteinander verknüpft sind. Wie hart das Gebiet der Sexualpolitik seit jeher umkämpft ist, verrät nicht zuletzt das ausführliche Portrait über die Streitschriftstellerin und gbs -Beirätin Esther Vilar (ab S. 6), die mit dem Buch „Der dressierte Mann“ die Republik erschütterte und im vergangenen Jahr ihren 90. Geburtstag feierte. Vorweggenommener Kommentar zum CSD-Anschlag Die Arbeit an der aktuellen bruno. -Ausgabe wurde am 20. Juli abgeschlossen. Fünf Tage später verübte der Islamist Abdul Ballout einen Anschlag auf den Berliner CSD. Dieses Ereignis konnte im Heft logischerweise nicht berücksichtigt werden – und doch lesen sich die beiden bruno. -Artikel zu „Islamismus & Muslimfeindlichkeit“ und „Sex & Kontrolle“ wie ein vorweggenommener Kommentar zum Berliner Anschlag. Denn es ist beileibe kein Zufall, dass religiöse Eiferer besonders aversiv auf sexuelle Selbstbestimmungsrechte reagieren. „Tatsächlich“, so heißt es im Magazin, „sind die Gefahren, die vom Islamismus ausgehen, nicht zuletzt das Produkt einer ideologisch fehlgeleiteten sexuellen Energie.“ Wie in den vorangegangenen Ausgaben findet man im Heft eine ausführliche Chronik des Vorjahres (ab S. 60) sowie eine Aufstellung der Stiftungsfinanzen (S. 74). Das 84-seitige bruno. -Jahresmagazin 2026, das abermals nach den Richtlinien des „Cradle to Cradle“-Konzepts gedruckt wurde, wird von der Giordano-Bruno-Stiftung kostenfrei vertrieben. Rund 7.000 Exemplare der Printausgabe werden derzeit direkt an bruno. -Abonnent*innen verschickt. Ab sofort kann das Magazin auch digital als pdf-Dokument heruntergeladen werden . Die bruno. -Ausgaben der vorangegangenen Jahre sind weiterhin über die Website der Stiftung verfügbar . Share news Giordano-Bruno-Stiftung