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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Voller Segen sei das Ramadanfest!

DITIB Religionsamt · DITIB · 2026-03-20 · Köln · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Dankbarkeit · tragend Fürsorge · tragend

Das Ramadanfest ist eine Gelegenheit, die durch Fasten gewonnene innere Läuterung in gelebte Geschwisterlichkeit, Fürsorge und Vergebung umzusetzen und so die Gemeinschaft zu stärken.

Betrachten wir einander nicht als Konkurrenz oder Feind, sondern stehen wir Schulter an Schulter und leben wir in Einheit und Solidarität.

Der Text ist eine Festpredigt zum Ramadanfest (Eid al-Fitr) der DITIB. Er feiert das Fasten als Hingabe an Allah und als Läuterung der Seele. Die Predigt betont die Einheit der Muslime über Unterschiede in Sprache, Hautfarbe und Herkunft hinweg. Sie ruft zur Fürsorge für Ältere, Verwandte und Kinder auf und ermutigt zu persönlichen Besuchen statt unpersönlicher Nachrichten. Vergebung und Entschuldigung werden als Tugenden hervorgehoben. Ein Koranvers und ein Hadith stützen die Appelle zur Geschwisterlichkeit und zum Verzicht auf Hass und Neid. Der Text schließt mit einem Gebet, das Frieden, Barmherzigkeit und Segen für Diesseits und Jenseits erbittet.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 49:10 · Muslim, Sahih, Birr, 28

Gemessen

Grundhaltung
2 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Voller Segen sei das Ramadanfest! (20.03.2026) Geschwister! Werte Muslime! Heute ist der Tag des Ramadanfestes! Es ist die Belohnung für unsere Hingabe in der Dienerschaft für Allah, die wir einen ganzen Monat lang mit großer Aufrichtigkeit zu leisten versucht haben. Möge es gesegnet sein! Heute ist das Fest derjenigen, die sich Allah bedingungslos hingeben. Das Fest derjenigen, die mit dem Bewusstsein leben: „O Allah, Du sagtest: ‚Iss nicht‘ - und ich habe nicht gegessen. Du sagtest: ‚Trink nicht‘ - und ich habe nicht getrunken. Was immer Dein Gebot ist, habe ich zu erfüllen versucht.“ Möge es gesegnet sein! Heute ist das Fest derjenigen, deren Sprachen, Hautfarben und Herkunft unterschiedlich sind - die jedoch denselben Glauben teilen, dieselbe Gebetsrichtung haben, dasselbe Ziel verfolgen und dieselben Bittgebete sprechen. Möge es gesegnet sein! Heute ist der Tag des Ramadanfestes! Das Fest derjenigen, die sich durch das Fasten beherrschen, die ihre Seele läutern, die verantwortungsbewusst und achtsam leben. Das Fest derjenigen, die für Allah von ihrem eigenen Besitz geben, ihr Brot miteinander teilen und an die Bedürftigen denken. Das Fest derjenigen, die ihre eigenen Kinder in die Arme schließen und dabei auch die verlassenen Kinder dieser Welt im Herzen tragen. Möge es gesegnet sein! Heute ist das Fest derjenigen, die die letzte göttliche Botschaft an die Menschheit lesen, verstehen und danach zu leben versuchen. Das Fest derjenigen, die sich über das Kommen des Ramadan freuten und seinen Abschied mit Wehmut begleiten. Möge es gesegnet sein! Geschwister! So wie wir den gesegneten Ramadan voller Sehnsucht erwartet haben, gibt es heute Ältere, Verwandte und geliebte Menschen, die sich auf die Festtage freuen. Besuchen wir sie - wenn möglich persönlich -, erweisen wir ihnen Ehre und bitten wir sie um Segensgebete. Wenn uns Entfernungen trennen, dann lasst uns zum Telefon greifen und sie mit unserer Stimme erfreuen. Im Kern der Besuche zu den Festtagen stehen Respekt und Zuneigung. Aus diesem Grund sollten die Jüngeren die Älteren aufsuchen und sich nach ihrem Befinden erkundigen - ganz gleich auf welchem Wege wir einander beglückwünschen. Lasst uns diese schönen Traditionen bewahren und weitergeben. Statt unpersönlicher Rundnachrichten sollten wir unsere Liebsten mit aufrichtigen Worten aus dem Herzen ansprechen und ihnen zeigen, welchen Platz sie in unserem Leben einnehmen. Allah, unser erhabener Schöpfer offenbart im Koran: „Die Gläubigen sind Geschwister, so stiftet unter euren Geschwistern Frieden und fürchtet Allah, auf dass ihr Barmherzigkeit findet.“1 Geschwister! Folgen wir gemeinsam diesem göttlichen Aufruf. Betrachten wir einander nicht als Konkurrenz oder Feind, sondern stehen wir Schulter an Schulter und leben wir in Einheit und Solidarität. Lassen wir die Kluft zwischen uns durch die Wärme des Festes überwinden. Seien wir uns bewusst: Sich zu entschuldigen ist eine große Tugend, zu vergeben hingegen wahre Größe. Kinder sind ohne Zweifel die schönste Quelle der Freude an den Festtagen. Schenken wir unseren Kindern und Familien in diesem Jahr ein Fest, das sie nie vergessen werden. Geschwister! Lasst uns die Freude des Festes zunächst hier, in dieser gesegneten Moschee gemeinsam erleben, und sie dann in unsere Häuser tragen. Hören wir auf den Rat unseres Propheten (s), der sagte: „Hegt keinen Hass gegeneinander, beneidet einander nicht und wendet euch nicht voneinander ab! O Diener Allahs, seid Geschwister!“2 O Allah! Nimm unsere Bemühungen in der Dienerschaft (Ibadah), die wir in diesem Monat geleistet haben, an! O Allah! Hilf unseren Geschwistern, die in verschiedenen Teilen der Welt die Freude des Festes nicht erleben können! O Allah! Lass Frieden und Ruhe auf der Erde herrschen! O Allah! Erbarme Dich unserer Liebsten, die in den vergangenen Jahren bei uns waren und dieses Fest nicht mehr mit uns miterleben! O Allah! Mache unser Diesseits so segensreich wie den Ramadan und unser Jenseits so freudig wie das Fest! (Amin) Die DITIB-Predigtkommission Quellen: 1 Koran, Hudschurat, 49/10. 2 Muslim, Sahih, Birr, 28. 2026-03-20 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. 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