Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Sermon preached at the Sung Eucharist on the Eighth Sunday after Trinity 2026
The Reverend Helena Bickley-Percival Sacrist ·
Westminster Abbey - Predigtarchiv ·
2026-07-28
· London
· Quelle
Wissen · Hauptbotschaft
Hoffnung · tragend
Gerechtigkeit
Die Gleichnisse Jesu sind indirekte Kommunikationsmittel, die in der Alltagsrealität verwurzelt sind und vom Zuhörer aktive geistige Arbeit verlangen, um das gegenwärtige Reich Gottes zu erkennen und darauf zu antworten.
Gleichnisse sind ein Mittel der Kommunikation, in der Realität verwurzelt, das etwas von uns fordert.
Die Predigt behandelt die Gleichnisse Jesu aus Matthäus 13 und fragt, wie sie zu verstehen sind. Sie stützt sich auf exegetische Literatur (Snodgrass, Gooder) und leitet drei Merkmale von Gleichnissen ab: indirekte Kommunikation, Verankerung in der Alltagsrealität und Forderung an den Zuhörer. Die Gleichnisse vom Senfkorn und Sauerteig werden als Bild des verborgenen Wachstums des Reiches Gottes gedeutet, das bereits gegenwärtig ist. Die Gleichnisse vom Schatz im Acker und von der feinen Perle beschreiben die erwartete Reaktion: alles aufzugeben, um das Reich zu besitzen. Das Gleichnis vom Netz wird als Gerichtsgleichnis verstanden, das die endgültige Trennung von Gut und Böse verheißt. Die Predigt schließt mit dem Appell, die Arbeit des Nachdenkens und Verstehens zu leisten und das Reich als kostbar zu erkennen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- die Arbeit des Nachdenkens leisten (innerlich)
- die Augen und Ohren öffnen, um das Reich zu entdecken (innerlich)
- das Reich als die Perle von großem Wert erkennen (innerlich)
Genannte Stellen
Mt 13,13
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
„Die Gleichnisse gehören zu den am meisten missbrauchten und misshandelten Geschichten, die je erzählt wurden" [1] – so sagt Klyne Snodgrass in seinem maßstabssetzenden Buch über die Gleichnisse Jesu. Das ist eine große Behauptung! Aber er hat einen Punkt. Gleichnisse wurden seit den frühesten überlieferten biblischen Kommentaren ausgelegt, neu ausgelegt, umgeschrieben, herabgestuft und wiederhergestellt. Eines der Probleme ist, dass Gleichnisse endlos glitschig sind und sich jeder Definition widersetzen. Manche Gleichnisse haben eine offensichtliche Bedeutung, und manche werden im Evangelientext selbst erklärt – wie das Gleichnis vom Sämann, das wir vor zwei Sonntagen gehört haben. Manche widerstehen endlos der Erklärung, und tatsächlich schien es erwartet zu werden, dass Gleichnisse nicht unbedingt sofort erfassbar sein würden. Früher in diesem Kapitel des MatthäusEvangeliums sagt Jesus den Jüngern, dass manche in der Menge nicht verstehen werden, weil „sie sehen und doch nicht sehen, und hören und doch nicht hören" (Mt 13,13). Und doch sind Gleichnisse endlos faszinierend – sie regen zu Gedichten, Gemälden und Theaterstücken an, neben den tausenden Büchern, die über das Thema geschrieben wurden. Was also ist ein Gleichnis? Und wie können wir die schwindelerregende Reihe von Gleichnissen verstehen, die wir heute Morgen gehört haben, mit ihrem Kaleidoskop von Bildern, die uns sagen, wie das Reich der Himmel ist?
Zunächst möchte ich klarstellen, dass ich keine neue, bahnbrechende exegetische Definition eines „Gleichnisses" vorschlage – wie ich erwähnt habe, sind Gelehrte, die ihr Leben damit verbracht haben, auf einige wildly widersprüchliche Antworten gekommen. Es gibt jedoch einige konsistente Themen, die bei der Diskussion über Gleichnisse auftauchen und die hilfreich sein können, wenn wir sie erneut hören oder lesen, egal wie bekannt sie sein mögen.
Erstens sind Gleichnisse vor allem ein Mittel der Kommunikation. Gleichnisse können tiefgreifend subversiv sein, aber letztlich versucht Jesus, seinen Zuhörern etwas mitzuteilen. Diese Kommunikation ist jedoch immer indirekt. Jesus sagt uns nicht direkt, wie das Reich Gottes ist oder wer unser Nächster ist, stattdessen erzählt er eine Geschichte.
Zweitens sind Gleichnisse in der Realität verwurzelt. Jesus nutzte alltägliche, normale Orte, Menschen und Aktivitäten, um seine Botschaft zu vermitteln. Nun, normal im ersten Jahrhundert! Dies bleibt eine unserer größten Schwierigkeiten beim Lesen von Gleichnissen heute: Was für die Zuhörer Jesu offensichtlich war, muss es für uns nicht sein, und was für sie seltsam und schockierend gewesen wäre, ist uns durch wiederholtes Lesen der gleichen Texte zur Gewohnheit geworden. Wie Paula Gooder es ausdrückt, sind wir herausgefordert, uns sowohl mit den alltäglichen Referenzen, auf die sie verweisen, neu vertraut zu machen, als uns gleichzeitig von den Bildern zu entfremden, die Jesus verwendete. [2] Wir brauchen, dass die Gleichnisse uns überraschen können, und die Überraschung kommt zum Teil von den außergewöhnlichen Verwendungen, zu denen Jesus gewöhnliche Dinge bringt.
Drittens fordern Gleichnisse etwas von uns. Jesus beendet manchmal ein Gleichnis mit einer Anweisung (gehe hin und handle ebenso nach dem barmherzigen Samariter) oder erzählt eines Menschen, die besonderer Anleitung bedürfen, aber die Forderung ist mehr in die Form eingebaut als das. Indem er indirekte Kommunikation verwendet, bittet Jesus uns, einen Teil der Arbeit zu leisten. Er lässt uns einige der Antworten selbst herausfinden und schult dabei unsere Gedanken, über Gott nachzudenken und sein Wirken in den oft verborgenen und indirekten Wegen des Reiches zu erkennen.
Gleichnisse sind ein Mittel der Kommunikation, in der Realität verwurzelt, das etwas von uns fordert. Was also sollen wir über Gottes Reich denken, wenn es Senfkorn, Sauerteig, Schatz im Feld, ein Kaufmann auf der Suche nach einer feinen Perle und ein Netz ist? Diese Reihe von Gleichnissen ist Teil eines ganzen Kapitels von Gleichnissen, das wir in den letzten Wochen gehört haben, und adressiert insbesondere die Frage „Wie ist das Reich der Himmel?"
Die ersten beiden, das Senfkorn und der Sauerteig, haben besonders mit Wachstum zu tun. In beiden ist das Bild etwas, das klein, unbedeutend und verborgen beginnt und auf geheimnisvolle Weise wirkt, um etwas überproportional Großes hervorzubringen. Für Snodgrass ist das Wichtigste in diesen Gleichnissen der Prozess – das Wachstum von etwas Kleinem und Verborgenem zu etwas Großem und Überflussreichem. Vielleicht hat Jesus dieses Gleichnis für diejenigen erzählt, die enttäuscht waren, dass das Reich der Himmel nicht mit einem gewaltigen Prunk und dem plötzlichen Zusammenbruch des Römischen Reiches gekommen war. Die scheinbar unbedeutenden Anfänge des Wirkens Jesu bedeuten nicht, dass das Reich nicht angekommen ist und dass es nicht in seine Fülle wachsen wird. Es ist auch wichtig, die Zeitform dieses Gleichnisses zu beachten: Jesus sagt nicht „Das Reich der Himmel wird sein wie eine Frau, die mischen wird" – es steht nicht in der Zukunft. Das Reich ist wie etwas, das geschehen ist, denn das Reich ist hier; es ist gegenwärtig im Wirken Jesu, egal wie enttäuscht die Menschen sein mögen – die Frage ist, wie du darauf reagierst.
Die Reaktion liegt im Gleichnis vom Schatz im Acker und vom Kaufmann auf der Suche nach der feinen Perle. Es gibt einen Unterschied in der Absicht bei den beiden „Findern": einer stößt zufällig auf den großen Schatz, einer hat gezielt gesucht. Das Ergebnis ist jedoch dasselbe: Beide Finder verkaufen alles, was sie haben, um ihre jeweiligen Schätze zu erlangen. Zunächst ist es eine Offenbarung, dass das Reich verborgen sein kann, und eine Bestätigung, dass das Reich sowohl da ist, um darüber zu stolpern, als auch gefunden zu werden, wenn wir suchen. Die Reaktion beim Finden des Reiches sollte eine der Freude sein, aber auch eine Reaktion, die von uns verlangt, alles hinzugeben, um es zu „besitzen". Mit dem Wirken Jesu ist das Reich da, um gefunden zu werden, und unser Wertesystem sollte so neu justiert werden, dass das Reich das Wichtigste in unserem Leben ist.
Und was, wenn wir das Reich finden und es ignorieren? Jede der Reden Jesu im Matthäusevangelium endet mit einem Spruch über das Gericht, und in diesem Kapitel der Gleichnisse enden wir mit einem Gleichnis vom Gericht. Wie das Gleichnis vom Weizen und Unkraut, über das Mutter Tessa letzte Woche gepredigt hat (ihre Predigt ist auf der Website verfügbar), ist das Gleichnis vom Netz sowohl eine Bestätigung als auch eine Warnung. Jesus hat festgestellt, dass das Reich hier ist (vielleicht trotz des Anscheins), aber wenn das Reich hier ist, warum passieren guten Menschen dann weiterhin schlechte Dinge? Wie die reinen Fische mit den unreinen Fischen leben, so leben Gut und Böse Seite an Seite, aber sie werden es nicht für immer tun. Im Gegensatz zu den Gleichnissen, die wir bisher betrachtet haben, ist dieses eine zukünftige Verheißung: Eines Tages wird das Böse beiseite geworfen werden und nur das Gute wird bleiben. Das ist eine gute Nachricht, denn es bedeutet, dass es darauf ankommt, was wir tun. Wie wir auf das Reich reagieren, kommt darauf an. Und wir müssen uns immer daran erinnern, dass dies nicht wir sind, die einander richten – unser Gericht kommt von einem Gott, der nicht nur der gerechteste, sondern auch der barmherzigste ist.
Jesus erzählt uns diese Geschichten, um etwas mitzuteilen, aber auf eine Weise, die etwas von uns verlangt. Diese Reihe von Gleichnissen, mit ihren Themen des Wachstums und der Entdeckung, des Verborgenseins und der ultimativen Offenbarung, veranschaulichen vielleicht am besten die Art und Weise, in der Gleichnisse wirken. So wie das Reich der Himmel zwar verborgen sein mag, aber wächst und wenn es entdeckt wird, mit unserem ganzen Sein darauf geantwortet werden sollte, so mag auch die Mitteilung eines Gleichnisses zunächst unklar sein, aber mit wiederholtem Lesen und Nachdenken wächst unser Verständnis, während wir der Wahrheit näherkommen, die in der Person Christi offenbart ist. Gleichnisse können rutschig sein, können einen, wie Gooder es formulierte, «nervös machen, so dass man neue Dinge über das Reich Gottes denkt», aber Jesus begehrt, uns durch sie etwas mitzuteilen. So wie Jesus seine Jünger herausforderte: «Habt ihr das alles verstanden?», so werden auch wir herausgefordert. Wir können vielleicht nicht «ja» antworten, wie die Jünger es taten – wir können Jesus nicht fragen, was er meinte, wie sie es taten! Aber wir können die Arbeit leisten: die Arbeit des Nachdenkens, unsere Augen und Ohren zu öffnen, um das Reich zu entdecken, und es, wenn wir es finden, als die Perle von großem Wert zu erkennen.
[1] Klyne Snodgrass, Stories with Intent: A Comprehensive Guide to the Parables of Jesus (William B. Eerdmans Publishing Company, 2018).
[2] Paula Gooder, Biblical Explorations: The Parables (Canterbury Press 2020)
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Wortlaut im Original
‘The parables are among the most abused and mistreated stories ever told’ [1] – so says Klyne Snodgrass in his magisterial book about the parables of Jesus. It’s a big claim! But he does have a point. Parables have been interpreted, reinterpreted, rewritten, relegated and restored since the earliest biblical commentaries that have survived. One of the problems is that parables are endlessly slippery and resist definition. Some parables have an obvious meaning, and some are explained in the Gospel text itself – such as the parable of the Sower that we heard two Sundays ago. Some endlessly resist explanation, and indeed it seemed to be expected that parables wouldn’t necessarily be immediately graspable. Earlier in this chapter of Matthew, Jesus tells the disciples that some in the crowd won’t understand because ‘seeing they don’t perceive, and hearing they do not listen’ (Matt 13:13). And yet, parables are endlessly fascinating – prompting poetry, paintings and plays, alongside the thousands of books that have been written on the subject. So, what is a parable? And how can we understand the dizzying series of them that we have heard this morning, with their kaleidoscope of images telling us what the Kingdom of Heaven is like?
To begin with, I want to make it clear that I am not proposing some new, groundbreaking, exegetical definition of a “parable” – as I’ve mentioned, scholars who have spent their lives doing so have come up with some wildly contradictory answers. There are some consistent themes that arise when discussing parables, however, which can be helpful when we once again hear or read them, no matter how well-known they might be.
Firstly, parables are above all a means of communication. Parables can be profoundly subversive, but ultimately Jesus is trying to communicate something to his listeners. That communication, however, is always indirect. Jesus doesn’t tell us directly what the Kingdom of God is like, or who our neighbour is, instead he tells a story.
Secondly, parables are grounded in reality. Jesus used everyday, normal places, people and activities in order to communicate his message. Well, normal in the First Century! This continues to be one of our biggest difficulties reading parables now: what was obvious to Jesus’ listeners may not be obvious to us, and what would have been strange and shocking to them has been rendered commonplace to us by repeated readings of the same texts. As Paula Gooder puts it, we are challenged to both re-familiarise ourselves with the everyday references they make, whilst simultaneously de-familiarising ourselves with the images Jesus used. [2] We need the parables to be able to surprise us, and the surprise in part comes from the extraordinary uses to which Jesus puts ordinary things.
Thirdly, parables demand something of us. Jesus sometimes ends a parable with an instruction (go and do likewise after the Good Samaritan) or tells one to people in need of particular guidance, but the demand is more baked into the form than that. By using indirect communication, Jesus asks us to do some of the work. He allows us to figure out some of the answers for ourselves, and in doing so trains our minds to think about God, and to spot his workings in the often hidden and indirect ways of the Kingdom.
Parables are a means of communication, grounded in reality, that demand something from us. So, what are we to think about God’s Kingdom when it is Mustard Seed, Leaven, Treasure in a field, a Merchant in search of a Fine Pearl, and a net? This series of parables are part of a whole chapter of parables that we have been hearing over the last few weeks, and particularly address the question “What is the Kingdom of Heaven like?”
The first two, the Mustard Seed and the Leaven, are particularly to do with growth. In both, the imagery is of something that starts small, insignificant, and hidden, and acts in mysterious ways in order to grow something out of all proportion. For Snodgrass the most important thing in these parables is the process – the growth from something small and hidden into something large and abundant. Perhaps Jesus was telling this parable for those who were disappointed that the Kingdom of Heaven hadn’t arrived with an enormous fanfare and the sudden collapse of the Roman Empire. The apparently insignificant beginnings of Jesus’ ministry don’t mean that the Kingdom hasn’t arrived, and that it won’t grow into its fullness. It’s also important to note the tense of this parable: Jesus doesn’t say “The Kingdom of Heaven will be like a woman who will mix” – it’s not in the future. The Kingdom is like a thing that has happened because the Kingdom is here; it is present in Jesus’s ministry no matter how disappointed people might be – the question is how you respond to it.
The response lies in the parable of the Treasure in the Field and the Merchant in search of the Fine Pearl. There is a difference in intent with the two “finders”: one stumbles across the great treasure by accident, one has been deliberately searching. The outcome, however, is the same: both finders sell all that they have in order to obtain their respective treasures. To begin with, it is a revelation that the Kingdom can be hidden, and a reassurance that the Kingdom is both there to be tripped over, and to be found when we search. The response in finding the Kingdom should be one of joy, but also a response that requires us to give our all in order to “possess” it. With Jesus’ ministry, the Kingdom is there to be found, and our value system should be recalibrated such that the Kingdom is the most important thing in our lives.
And what if we find the Kingdom and ignore it? Each of Jesus’ discourses in Matthew ends with a saying about Judgment, and in this Chapter of Parables we end with a parable of Judgment. Like the parable of the Wheat and the Weeds that Mother Tessa preached on last week (her sermon is available on the website), the parable of the Net is both a reassurance and a warning. Jesus has established that the Kingdom is here (perhaps despite appearances), but if the Kingdom is here, why do bad things keep happening to good people? Like the clean fish live with the unclean fish, good and evil live side by side, but they will not do so forever. Unlike the parables we have looked at so far, this one is a future promise: one day evil will be cast aside and only good will remain. This is good news, because it means that what we do matters. How we respond to the Kingdom matters. And we must always remember that this is not us judging each other – our judgment comes from a God who is not only the most just, but the most merciful.
Jesus tells us these stories in order to communicate something, but in a way that demands something of us. This series of parables, with their themes of growth and discovery, hiddenness and ultimate revelation, perhaps best illustrate the ways in which parables work. Even as the Kingdom of Heaven may be hidden, but grows, and when discovered should be responded to with all our being, so too may the communication of a parable be initially obscure, but with repeated reading and pondering, our understanding grows as we approach the truth that is revealed in the person of Christ. Parables may be slippery, may ‘annoy you into thinking new things about God’s Kingdom’ as Gooder phrased it, but Jesus desires to communicate to us through them. Just as Jesus challenged his disciples, “Have you understood all this?” so are we challenged. We may not be able to answer “yes” as the disciples did – we can’t ask Jesus what he meant as they did! But we can do the work: the work of thinking, of opening our eyes and our ears to discover the Kingdom, and in finding it, know it to be the pearl of great price.
[1] Klyne Snodgrass, Stories with Intent: A Comprehensive Guide to the Parables of Jesus (William B. Eerdmans Publishing Company, 2018).
[2] Paula Gooder, Biblical Explorations: The Parables (Canterbury Press 2020)
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