Ehrenamtliches Engagement und die Einbeziehung vielfältiger Perspektiven in Entscheidungsprozesse ermöglichen es, persönliche Identität und beruflichen Erfolg mit konkretem gesellschaftlichem Nutzen zu verbinden und so Isolation in der LGBTQ+-Community zu überwinden.
Der Text ist ein persönliches Zeugnis von Jake Xu, der mit 17 Jahren von Peking nach Großbritannien auswanderte und dort als schwuler ostasiatischer Mann seine Identität suchte. Er beschreibt, wie das Fehlen von Repräsentation in LGBTQ+-Räumen zu Isolation führte. Durch sein Unternehmen Shakeup Cosmetics und seine ehrenamtliche Tätigkeit als Board Advisor bei der LGBT Foundation verbindet er berufliche Erfahrung mit sozialem Engagement. Er betont, dass Repräsentation dann am nützlichsten ist, wenn sie echte Entscheidungen beeinflusst. Der Text richtet sich an jüngere queere Menschen und an Verbündete mit konkreten Handlungsaufforderungen. Er plädiert dafür, dass Vielfalt von Anfang an in Entscheidungsprozesse einbezogen wird, um Barrieren zu erkennen. Die LGBT Foundation wird als unverzichtbare Institution dargestellt, die praktische Unterstützung und Interessenvertretung kombiniert.
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Jake Xu blickt zurück auf seinen Umzug von Peking in das Vereinigte Königreich, darauf, wie er seine Identität als schwuler ostasiatischer Mann gefunden hat, und darauf, wie sein Ehrenamt bei der LGBT Foundation ihm einen neuen Weg gegeben hat, seine Erfahrungen, Fähigkeiten und Kontakte in Handeln umzuwandeln.
Ich wurde in Peking, China, geboren und zog mit 17 Jahren zusammen mit meinem Zwillingsbruder in das Vereinigte Königreich, mit dem ich heute noch unser Unternehmen, Shakeup Cosmetics, führe. Wir haben uns hier ein Leben aufgebaut, nachdem wir unsere Studien abgeschlossen hatten, aber der Umzug in ein anderes Land in diesem Alter bedeutete, zu lernen, wie man sich in einer neuen Kultur zurechtfindet, während man gleichzeitig begann, seine Identität als schwuler ostasiatischer Mann zu verstehen.
Wenn man jung ist, versucht man bereits, sich selbst zu finden und seine wahre Identität zu verstehen. Das in einem völlig neuen Land zu tun, bringt all diese Fragen auf einmal zusammen. Es war viel zu verarbeiten, aber im Rückblick bin ich tatsächlich ziemlich froh, dass ich diesen Prozess durchlaufen habe, denn ich denke, er hat mich als Person wirklich geformt.
Zu der Zeit sah ich selten Menschen, die wie ich aussahen, in LGBTQ+-Community-Räumen oder in Positionen von Macht und Einfluss vertreten. Die Dinge ändern sich jetzt, aber vor mehr als 20 Jahren konnte dieses Fehlen an Sichtbarkeit dazu führen, dass man sich so fühlte, als müssten verschiedene Teile der eigenen Identität in getrennten Boxen sitzen, anstatt Teil eines Ganzen zu sein. Das kann einen ziemlich isoliert fühlen lassen.
Von Repräsentation zu Entscheidungsfindung
Den größten Teil meiner Karriere habe ich damit verbracht, Marken und Unternehmen aufzubauen, insbesondere in der Beauty-Branche und jetzt in der Männerhautpflege. Und auf dieser Lebensstufe wollte ich einen Teil dieser Erfahrung über mein eigenes Unternehmen hinaus nutzen. Ich wollte der Community etwas Praktisches zurückgeben, während ich gleichzeitig von Menschen lerne, deren Erfahrungen von meinen abweichen, und ein nützlicherer Fürsprecher werde.
Das ist ein Teil davon, was mich zur LGBT Foundation gezogen hat. Die Foundation hat mich besonders angesprochen, weil sie direkte Unterstützung für Einzelpersonen mit Arbeit kombiniert, die darauf abzielt, langfristige Veränderungen zu schaffen. Sie ist in der Realität des Lebens der Menschen verwurzelt, ob es um Gesundheit, Wohlbefinden, Sicherheit, Wohnen, Diskriminierung oder einfach darum geht, einen Ort zu haben, an den man sich wenden kann. Die Arbeit ist greifbar, und man versteht, wie sie Menschen hilft.
Ich bin jetzt als Ehrenamtlicher Board Advisor der LGBT Foundation tätig, insbesondere im Marketing- und Fundraising-Ausschuss, wo ich meine Erfahrung in Markenstrategie, Kommunikation, Partnerschaften, Unternehmertum und der Beauty- und Wohlbefindensbranche einbringe.
Mein ESEA-Hintergrund (Ost- und Südostasien) prägt auch die Perspektive, die ich in diese Gespräche einbringe. ESEA-Menschen sind Teil der LGBTQ+-Communities in diesem Land, aber unsere Erfahrungen und Stimmen wurden historisch nicht immer gehört oder waren sichtbar. Da ich die letzten 27 Jahre im Vereinigten Königreich gelebt habe, habe ich gesehen, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen, was wirklich gut zu sehen ist, aber ich denke, es gibt noch mehr zu tun.
In einem Team, das bereits tiefes Wissen über die Communities hat, die es unterstützt, überlege ich, wo meine eigene Erfahrung dieses Wissen ergänzen kann. Es könnte darum gehen, mehr Menschen zu helfen, die Arbeit der LGBT Foundation zu verstehen, Verbindungen und Partnerschaften aufzubauen oder darüber nachzudenken, wie unsere Kommunikation mehr Menschen erreichen kann. Für eine Organisation wie diese können unterschiedliche kulturelle Hintergründe im Raum helfen, Annahmen in Frage zu stellen und Barrieren zu erkennen, die wir sonst übersehen könnten.
Eine Kampagne mag inklusiv erscheinen, aber trotzdem nicht bei jemandem ankommen, wegen der Sprache, kultureller Referenzen, Erwartungen oder einfach eines Mangels an sichtbarer Repräsentation. Wenn Menschen mit vielfältigen Lebenserfahrungen von Anfang an eingebunden sind, werden diese Lücken wahrscheinlicher erkannt, bevor Entscheidungen finalisiert werden.
Es geht nicht darum, von einer Person zu erwarten, dass sie für eine gesamte Community spricht. Das können wir nicht. Es geht darum, sicherzustellen, dass Entscheidungen von einer breiteren Palette von Perspektiven ab dem ersten Tag informiert werden.
Für mich ist Repräsentation am nützlichsten, wenn sie echte Entscheidungen beeinflusst.
Beitrag zu etwas Größerem
Dies ist tatsächlich meine erste formelle Ehrenamtstätigkeit. Jahre lang habe ich Freunde und Familie beim Ehrenamt beobachtet und bewunderte das Engagement und das Gefühl von Sinn, das sie aus diesen Erfahrungen mitnahmen. Meine Ausrede war immer, dass ich zu beschäftigt mit der Arbeit war, was wahr war. Aber tatsächlich kann man Zeit finden, um beizutragen.
Die Mitgliedschaft bei der LGBT Foundation hat mir gezeigt, dass Ehrenamt nicht für jeden gleich aussehen muss. Die Fähigkeiten, Erfahrungen und beruflichen Beziehungen, die ich im Laufe meiner Karriere entwickelt habe, können ebenfalls nützlich sein.
Durch mein Unternehmen haben wir beispielsweise ein maßgeschneidertes Set mit der LGBT Foundation erstellt und die Erlöse und den Gewinn daraus an die Organisation gespendet. Ich habe auch begonnen, Kontakte zum Beauty Council zu knüpfen, dessen beratender Ausschuss ich angehöre.
Ich bin erst seit wenigen Monaten bei der Foundation tätig, aber ich hoffe, dass ich, wenn sich meine Rolle weiterentwickelt, auf konkretere Ergebnisse für die Organisation und die Menschen, die sie unterstützt, verweisen kann.
Aber ich kann sagen, dass es bereits einen Unterschied für mich gemacht hat. Den ersten Schritt zu tun hat mir ein stärkeres Gefühl der Verbundenheit und Verantwortung gegenüber meiner Gemeinschaft gegeben und einen Weg, meine eigenen Erfahrungen und mein berufliches Leben mit einem klaren sozialen Zweck zu verbinden.
Das ist wichtig, weil Organisationen wie die LGBT Foundation individuellen Bemühungen einen Ort geben. Mitarbeitende, Ehrenamtliche, Partner und Gemeinschaften können verschiedene Erfahrungen und Ressourcen zusammenbringen und sie in etwas Koordinierteres und Längerfristiges verwandeln.
Und der Bedarf daran ist sehr real. Wenn die LGBT Foundation nicht mehr existierte, würde unsere Gemeinschaft einen vertrauenswürdigen Ort verlieren, der praktische Dienstleistungen, Fachwissen und Interessenvertretung kombiniert.
Für jemanden, der isoliert ist, sich um seine Gesundheit oder psychische Gesundheit sorgt oder Diskriminierung ausgesetzt ist, kann allein das Wissen, dass es eine erfahrene LGBTQ+-Organisation gibt, Beruhigung und Trost spenden. Ohne sie hätten viele Menschen weniger sichere Wege zu Unterstützung und weniger Menschen, die sich für ihre Erfahrungen einsetzen.
Es gäbe sowohl eine Lücke in den Dienstleistungen als auch eine Lücke in der öffentlichen Stimme unserer Gemeinschaft.
Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Verbündetsein
Wenn es eine Sache gibt, die ich jüngeren queeren Menschen sagen würde, dann ist es, dass man nicht jeden Teil von sich selbst sofort verstehen oder erklären muss.
Es gibt keinen einzigen Zeitplan für das Coming-out, das Finden der eigenen Gemeinschaft oder das Sich-Wohlfühlen in der eigenen Identität und in der eigenen Haut. Geh die Schritte, die sich sicher und richtig für dich anfühlen.
Versuche, Menschen und Räume zu finden, in denen du gesehen und akzeptiert werden kannst, ohne dich selbst zurechtstutzen zu müssen. Und wenn sich ein Raum nicht einladend anfühlt, bedeutet das nicht, dass du nicht dazugehörst. Vielleicht bist du einfach im falschen Raum.
Unsere Gemeinschaft ist breit und vielfältig, und manchmal braucht es Zeit, um die eigenen Leute zu finden. Um Unterstützung zu bitten ist eine Stärke, keine Schwäche, besonders wenn man etwas Schweres lange allein getragen hat.
Und an Verbündete würde ich sagen: Verbündetsein ist kein Schlagwort oder eine Ehrenerkennung. Sei konsequent. Höre LGBTQ+-Menschen zu, melde dich, wenn du Vorurteile oder Ausgrenzung siehst, und denke darüber nach, was du hast, das helfen könnte.
Wenn du Einfluss, Kontakte, Netzwerke, Geld, Ressourcen oder eine Plattform hast, nutze sie. Das könnte bedeuten, eine Organisation wie die LGBT Foundation mit einem potenziellen Partner zu verbinden, zu spenden, sich ehrenamtlich zu engagieren oder Raum für die Stimme eines anderen zu schaffen.
Verbündetsein wird bedeutungsvoll, wenn gute Absichten praktische Handlung werden.
Ich denke, dass dasselbe für meine eigene Reise mit der LGBT Foundation gilt. Ich bin noch am Anfang, aber ich habe diesen ersten Schritt gemacht. Und ich hoffe, dass ich durch mein Engagement dazu beitragen kann, dass mehr Perspektiven gehört werden, mehr Menschen unterstützt werden und mehr Menschen sehen können, dass es auch für sie einen Platz am Tisch gibt.
Wortlaut im Original
Jake Xu reflects on moving from Beijing to the UK, finding his identity as a gay East Asian man, and how volunteering with LGBT Foundation has given him a new way to turn his experience, skills and connections into action.
I was born in Beijing, China, and moved to the UK when I was 17 years old with my twin brother, who I still run our business, Shakeup Cosmetics, with today. We built a life here after finishing our studies, but moving countries at that age meant learning how to navigate a new culture, while also beginning to understand my identity as a gay East Asian man.
When you are young, you are already trying to find yourself and understand your true identity. Doing that in a completely new country brings all of those questions together at once. It was a lot to deal with, but looking back, I am actually quite glad I had that process because I think it really shaped me as a person.
At the time, I didn’t often see people who looked like me represented in LGBTQ+ community spaces, or in positions of power and influence. Things are changing now, but more than 20 years ago that lack of visibility could leave you feeling like different parts of your identity had to sit in separate boxes, rather than being part of a whole. That can make you feel quite isolated.
From Representation to Decision-Making
I have spent most of my career building brands and businesses, particularly in beauty and now in men’s skincare. And at this stage of my life, I wanted to use some of that experience beyond my own company. I wanted to give something practical back to the community, while also learning from people whose experiences differ from mine and becoming a more useful advocate.
That is part of what drew me to LGBT Foundation. The Foundation particularly appealed to me because it combines direct support for individuals with work aimed at creating longer-term change. It is grounded in the reality of people’s lives, whether that means health, wellbeing, safety, housing, discrimination or simply having somewhere to turn. The work is tangible, and you understand how it helps people.
I now volunteer as a LGBT Foundation Board Advisor, particularly sitting on the Marketing and Fundraising Committee, where I contribute my experience in brand strategy, communications, partnerships, entrepreneurship, and the beauty and wellbeing industry.
My ESEA (East and South East Asian) heritage shapes the perspective I bring to those conversations too. ESEA people are part of LGBTQ+ communities in this country, but our experiences and voices have not always been heard or been visible historically. Having lived in the UK for the last 27 years, I have seen things moving in the right direction, which is really good to see, but I still think there is more work to be done.
In a team that already has deep knowledge of the communities it supports, I consider where my own experience can complement that knowledge. It might be helping more people understand LGBT Foundation’s work, building connections and partnerships, or thinking about how our communications can reach more people. For an organisation like this, having different cultural backgrounds in the room can help us question assumptions and recognise barriers we might otherwise miss.
A campaign might appear inclusive but still fail to connect with someone because of the language, cultural references, expectations or simply a lack of visible representation. When people with varied lived experiences are involved from the beginning, those gaps are more likely to be identified before decisions are finalised.
It isn’t about expecting one person to speak for an entire community. We can’t do that. It is about making sure decisions are informed by a broader range of perspectives from day one.
For me, representation is most useful when it influences real decisions.
Contributing to Something Bigger
This is actually my first formal volunteering role. For years, I watched friends and family volunteer and admired the commitment and sense of purpose they gained from those experiences. My excuse was always that I was too busy with work, which was true. But actually, you can make time to contribute.
Joining LGBT Foundation has made me realise that volunteering doesn’t have to look the same for everybody. The skills, experience and professional relationships I have developed throughout my career can be useful too.
Through my business, for example, we created a bespoke set with LGBT Foundation and donated the proceeds and profit from it back to the organisation. I have also started making connections with the Beauty Council, where I am an advisory board member.
I have only been involved with the Foundation for a few months but I hope that, as my role develops, I will be able to point to more tangible outcomes for the organisation and the people it supports.
But I can say that it has already made a difference to me. Taking that first step has given me a stronger sense of connection and responsibility to my community, and an outlet to connect my own experiences and professional life with a clear social purpose.
That matters because organisations like LGBT Foundation give individual efforts somewhere to go. Staff, volunteers, partners and communities can bring different experiences and resources together and turn them into something more coordinated and long-lasting.
And the need for that is very real. If LGBT Foundation no longer existed, our community would lose a trusted place combining practical services, specialist knowledge and advocacy.
For somebody who is isolated, worried about their health or mental health, or facing discrimination, simply knowing there is an experienced LGBTQ+ organisation there can provide reassurance and comfort. Without it, many people would have fewer safe routes to support, and fewer people to speak up about their experiences.
There would be both a gap in services and a gap in the public voice of our community.
Community, Belonging and Allyship
If there is one thing I would say to younger queer people, it is that you don’t have to understand or explain every part of yourself immediately.
There is no single timetable for coming out, finding your community, or feeling comfortable in your own identity and your own skin. Take the steps that feel safe and right for you.
Try to find people and spaces where you can be seen and accepted without having to edit yourself. And if one space doesn’t feel welcoming, that doesn’t mean you don’t belong. Maybe you are simply in the wrong space.
Our community is broad and diverse, and sometimes it takes time to find your own people. Asking for support is a strength, not a weakness, especially when you have been carrying something heavy alone for a long time.
And to allies, I would say: allyship isn’t a buzzword or a badge of honour. Be consistent. Listen to LGBTQ+ people, speak up when you see prejudice or exclusion, and think about what you have that could help.
If you have influence, contacts, networks, money, resources or a platform, use them. That could mean connecting an organisation like LGBT Foundation with a potential partner, donating, volunteering or making space for somebody else’s voice.
Allyship becomes meaningful when good intentions become practical action.
I think the same is true of my own journey with LGBT Foundation. I’m still at the beginning, but I have made that first step. And I hope that by getting involved, I can help make sure more perspectives are heard, more people are supported, and more people can see that there is a place for them at the table too.