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Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Volunteering That Moves People • 08/09/2026 • FeG Karlsruhe

Freie evangelische Gemeinde (FeG) Karlsruhe · Freie evangelische Gemeinde (FeG) Karlsruhe · 2026-08-09 · Karlsruhe · Quelle

Gemeinschaft · Hauptbotschaft Demut · tragend Verantwortung · tragend

Jede Person in der Gemeinde ist durch Gott mit einer eigenen Gabe ausgestattet und zum ehrenamtlichen Mitwirken berufen; die Gemeinde funktioniert wie ein Leib, dessen Teile einander brauchen und füreinander sorgen sollen.

Es gibt zwar verschiedene Gaben, aber es ist immer derselbe Geist. Es gibt verschiedene Aufgaben, aber es ist immer derselbe Herr. Es gibt verschiedene Kräfte, aber es ist immer derselbe Gott. Er bewirkt das alles in allen Menschen.

Der Text ist eine Predigt über ehrenamtliches Engagement in der christlichen Gemeinde. Er beginnt mit statistischen Daten aus der FEG-Studie 2019 und dem Freiwilligensurvey 2024, um die Bedeutung des Ehrenamts in Kirche und Gesellschaft zu belegen. Der Sprecher verweist auf eine vorausgegangene Predigt über persönliche Motivation zur Mitarbeit und ergänzt diese um eine gemeinschaftliche Perspektive. Im Zentrum steht das Paulus-Bild vom Leib Christi (1. Korinther 12): Jede Person hat eine eigene Gabe und Aufgabe, alle Teile gehören zusammen und sollen füreinander sorgen. Der Text betont, dass niemand zu alt, zu jung oder unfähig für Mitarbeit ist und dass man sich nicht unter Druck setzen muss. Die Liebe wird als zentraler Rahmen genannt, ohne den alles nichts nützt. Der Gegenwartsbezug liegt in der konkreten Situation der FeG Karlsruhe und dem Wunsch nach mehr Beteiligung.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
Wo sitzt das Übel?
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
Was hilft dagegen?
Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Lk 10 · 1 Kor 12,4-7 · 1 Kor 12,12-27

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
80% 80% aller Befragten der FGstudie von 2019 haben angegeben, dass sie sich in ihrer Gemeinde ehrenamtlich engagieren. FEG Gemeinden sind Beteiligungskirche. Ich weiß nicht genau, wie hoch die Beteiligungsquote in unserer Gemeinde ist. wäre spannend, das mal rauszufinden. Aber die kleine Aktion von Annette vorhin hat ja schon gezeigt, dass wir ohne das Ehrenamt auch in unserer Gemeinde ganz schön alt aussehen würden. Und Anette, ich will ja nicht zu nah treten, aber die Runde war echt ganz schön klein. Ich finde sehr klein. Eine sehr kleine Runde zu Mitarbeitenden in unserer Gemeinde an einem Sonntagmgen im Gottesdienst. Anette hätte ja auch noch diesen Raum verlassen können. Sie hätte sogar dieses Gebäude verlassen können. Sie hätte sogar diesen Tag verlassen können. Denn von Sonntag bis Samstag wird diese Gemeinde durch das Ehrenamt getragen. Wird Gemeindearbeit ermöglicht, dadurch, dass ich viele, vielleicht ja auch du aktiv in diese Gemeinde einbringen. Ich bin übrigens eine davon. Im Normalfall stehe ich übrigens nicht hier vorne und predige, sondern ich bin Teil der Gemeindeleitung momentan. Und mir hat vor kurzem jemand eine Nachricht geschrieben und hat mir gedankt dafür, dass ich mich hier so einbringe in die Gemeinde. Da stand dann: "Finde es übrigens cool und genial mit wie viel Liebe und Energie." Ja, danke, danke. Und meine Antwort kam dann ziemlich prompt. Irgendwann kann man nicht mehr anders. So ist es jedenfalls bei mir. Aber gibt es denn auch irgendwie belastbarere Daten zum Thema Ehrenamt, ehrenamtliches Engagement in Deutschland? Ja, die gibt es. Neben der bereits zitierten FEG-Studie von 2019 wurde 2024 das sogenannte Freiwilligensvey durchgeführt. Das gibt es seit 1999 alle 5 Jahre und es gibt Auskunft über die Entwicklung des freiwilligen Engagements in Deutschland. Also sehr spannend, da kann man das auch so über die Zeit beobachten. Unter freiweges Engagement wird in dieser Studie eine Tätigkeit verstanden, die freiwillig und gemeinschaftlich in der Freizeit außerhalb von Familie und Beruf ausgeübt wird, nicht auf materiellen Gewinn abzielt und im öffentlichen Raum stattfindet. Und hinzuommt auch noch eine sogenannte Gemeinwohlorientierung, also eine Ausrichtung auf einen gemeinschaftlichen sozialen Zweck oder darauf anderen Menschen zu helfen. Man muss ja ein bisschen klar haben, was ist Ehrenamt, was ist gemeint und was nicht. Und laut diesem freiwilligen Survey engagierten sich 2024 36,7% der Befragten ehrenamtlich. Ihr könnt das jetzt sehen, ganz rechts 2024 und im Vergleich dazu noch mal 2019. Viele davon engagieren sich übrigens auch an mehr als einer Stelle. Der kirchliche oder religiöse Bereich liegt auf Platz 5, das seht ihr hier links der genannten Bereiche. Und bei der Frage, ob die Befragten eben Mitglied in ihrer Organisation sind, in der sie auch ehrenamtlich mitarbeiten, liegen wir sogar auf der auf Platz 1. Das seht ihr hier auf der rechten Folie. Da sind wir in der Mitte, ich habe das mit grün markiert. Da sagen nämlich äh 86%, dass sie Mitglied in ihrer Kirche bzw. religiösen Vereinigung sind. Und das deckt sich ja auch ziemlich gut mit dem Wert aus der FEG-Studie, mit dem ich eingestiegen bin. Der größte Teil aller Befragten gab an bis zu 2 Stunden pro Woche für das Ehrenamt aufzuwenden. Also 53% sagen das. Das ist hier der große graue Block. Und das rote unten sind dann 6 Stunden und mehr pro Woche. Soweit zum Befund von 2024. Da gibt's noch eine Auswertung extra für den kirchlichen Bereich, die liegt aber leider noch nicht vor. Und ich finde, es ist ja schon mal cool, dass Kirche bzw. Weise der religiöse Bereich eigentlich noch so gut dabei ist und das auch mehr als die Hälfte aller Befragten angeben, dass sie bis zu zwei Stunden pro Woche dafür investieren. Aber reicht das? Und hast du vielleicht so ein bisschen mal mitgeantwortet? Wie sehen denn deine Antworten aus? Letzte Woche hat hier an dieser Stelle Hans Peter Sauter, unser Missionar in Österreich, unter der Überschrift Motivation zur Mitarbeit gepredigt. Er hat gezeigt, wie Jesus seine Mitarbeiter vorbereitet hat und er hat dazu 12 grundlegende Punkte genannt, warum auch du persönlich zur Mitarbeiten bist und motiviert bist. Grundlage war dabei ein Bibeltext aus Lukas 10, in dem davon berichtet wird, wie Jesus 72 Jünger aussendet. Wer die Predigt noch nicht gehört hat, tut das gerne noch, kann ich sehr empfehlen. Und eigentlich war das ja die Predigt, die ich halten wollte bzw. so unter derselben Überschrift. Und dann habe ich gedacht, ah, ich hätte da noch ein paar Gedanken dazu. Und neben der Perspektive auf die persönliche Entwicklung von jedem einzelnen, die Hans Peter letzte Woche aufgemacht hat, gibt es doch noch eine andere Perspektive, die von der Gemeinde her. Also trete ich in den Dialog mit der Predigt von Hanspeter der letzten Woche und ich lege einfach noch etwas dazu. Was mir gleich positiv aufgefallen ist, Hans Peter hat auch Dinge nicht gesagt. Was gar nicht vorkam in seiner Predigt letzte Woche war, du bist für Mitarbeit übrigens zu alt. Du bist für Mitarbeit echt noch zu jung. Du hast die falschen Fähigkeiten oder du bist nichts wert. Das hat er alles nicht gesagt. Und das werden auch meine Gedanken heute noch mal unterstreichen. Jeder ist motiviert zur Mitarbeit. Hans Peter hat in seiner Predigt auch nicht gesagt, wenn dich also nun diese Motivation zur Mitarbeit ergreift, dann nimm all deine Freizeit und investiere dich nur und ausschließlich in deine Ortsgemeinde. Nee, hat er auch nicht gesagt. Für euch wäre das übrigens die FG Karlsruh bzw. die FG Rottweil. Hm, ich muss zugeben, schade eigentlich. Also ins Geheim würde ich mir natürlich wünschen, dass wir als Gemeinde bzw. Kirche bei der Frage, an welcher Stelle engagierst du dich ganz oben stehen. Ich habe das hier mal animiert. So, Platz 1 Kirche, der längste Block oben. Und am besten doch auch jeder 6 Stunden oder mehr pro Woche, oder? Also 100% bei 6 Stunden und mehr pro Woche in 2028 oder? Das wäre doch perfekt. Aber sogar ich muss eingestehen, dass das nicht in der Bibel steht. H motiviert zur Mitarbeit, ja. Bewegt zur nächsten Liebe? Ja. Bewegt aus den richtigen Gründen und auch das hat Hans Peter deutlich gemacht. Ja, aber motiviert zur Mitarbeit und bewegt für die FG Karlsruhe. Das habe ich leider nirgends gefunden in der Bibel, denn nächste sind wir doch für mehr Menschen als für die anderen in der Gemeinde. Und das Reich Gottes ist so viel größer als die FG Karlsruhe und unsere Gemeinde. Und trotzdem schreibt Paulus, ein sehr wichtiger Missionar der Bibel, Briefe an einzelne Ortsgemeinden und spricht sie und das Wirken von ihnen in ihrer Region an. Paulus vergleicht die Gemeinde in einem Brief an die Korinther mit einem Körper, einem Leib und das wollen wir uns heute ein bisschen anschauen. Er beginnt den betreffenden Abschnitt seines Briefes damit, dass wir als Menschen durch den Geist Gottes verschiedene Gaben bekommen. Anette hat das eben auch schon angesprochen. In den Versen 4 bis 7 heißt es dazu, es gibt zwar verschiedene Gaben, aber es ist immer derselbe Geist. Es gibt verschiedene Aufgaben, aber es ist immer derselbe Herr. Es gibt verschiedene Kräfte, aber es ist immer derselbe Gott. Er bewirkt das alles in allen Menschen. Das Wirken des Geistes zeigt sich bei jedem auf eine andere Weise. Es geht aber immer um den Nutzen für alle. Hans Peter hat formuliert: "Du bekommst Vollmacht. Du hast Vollmacht. Jesus stellt sich hinter deinen Dienst und hier zeigt sich mehr noch. Er bewirkt das alles in allen Menschen. Er stattet dich aus. Hans Peter hat formuliert: "Du wirst gebraucht." Und Paulus schließt an: "Es geht um den Nutzen für alle. Du hast etwas, was zum Nutzen für andere wird. selbst wenn du das selbst manchmal vielleicht nicht siehst oder spürst. Und Paulus führt seinen Punkt schließlich noch weiter aus. Er nennt Beispiele für verschiedene Gaben und er will dann auch sichergehen, dass alle seine Worte wirklich verstehen. Deshalb also ein Bild, das Bild eines Körpers. Es ist wie beim menschlichen Körper. Er bildet eine Einheit und besteht doch aus vielen Körperteilen. Aber obwohl es viele Teile sind, ist es doch einziger Leib. So ist es auch mit Christus. Denn als wir getauft wurden, sind wir durch den einen Geist alle Teil eines einzigen Leibes geworden. Gemeint sind hier also erstmal alle Christen in all ihrer Vielfalt. Der menschliche Körper besteht ja nicht nur aus einem einzigen Teil, sondern aus vielen. Selbst wenn der Fuß sagt, ich bin keine Hand, ich gehöre nicht zum Körper, gehört er nicht trotzdem zum Körper? Und wenn das Ohr sagt, ich bin kein Auge, ich gehöre nicht zum Körper, gehört es nicht trotzdem zum Körper? Alle Teile gehören dazu. Nun hat Gott aber jedem einzelnen Körperteil seinen Platz am Körper zugewiesen, so wie er es wollte. Nun sind es zwar viele Teile, aber sie bilden einen Leib. Deshalb kann das Auge nicht zur Hand sagen, ich brauche dich nicht. Oder der Kopf zu den Füßen, ich brauche euch nicht. Und ich finde, umgekehrt kann auch niemand sagen, ich werde nicht gebraucht oder ich lehne mich jetzt mal zurück und der Satz, ich überlasse jetzt mal anderen das Feld, der ist mir in dieser Gemeinde durchaus schon begegnet. Und Paulus geht sogar noch eine tiefe Ebene tiefer. Denn im Leib darf es keine Uneinigkeit geben, sondern alle Teile sollen füreinander sorgen. Wenn ein Teil leidet, leiden alle anderen Teile mit. Und wenn ein Teil geehrt wird, freuen sich alle anderen Teile mit. Wow. Aus diesen beiden Versen könnte man noch mal eine ganz eigene Predigt machen, oder? Aber halten wir vielleicht für unseren Zusammenhang heute mal den Gedanken fest, so ein funktionierender Körper, der muss fit gehalten werden. Da sollten die Funktionen der Körperteile klar sein. Wer sowas macht, den muss man lieben, der muss gut aufeinander abgestimmt sein. Und diese Punkte lassen sich wunderbar auf die Christenheit und vor allem auf die Ortsgemeinde übertragen. Es geht also nicht nur darum, seine Aufgaben zu erledigen, sondern in der Gemeinde hat zusätzlich jeder die Aufgabe, ein Interesse an den anderen Menschen zu haben, die da sind und sich mitfühlen zu zeigen und sich zu kennen und füreinander zu sorgen. Da haben wir noch mal einen ganz eigenen Auftrag, besonders in so einer großen Gemeinde wie unserer Ich sag ja eigene Predigt und auch Hans Peter hat schon gesagt, du wirst Abhängigkeit von Gott erleben. Aber Paulus entlastet auch. Ihr seid nun der Leib von Christus. Jeder einzelne von euch ist ein Teil davon und Gott hat jedem in der Gemeinde seine Aufgabe zugewiesen. Paulus nennt dann auch hier wieder eigene einige Beispiele. Apostel, Propheten, Lehrer, Wundertäter, Heilende, Hilfeleistende, Leitende und mit den Fragen, die hier im unteren Teil kommen, macht er deutlich, du musst nicht alles können. Da steht ja, sind etwa alle Apostel? Haben etwa alle die Gabe? Können etwa alle? Mit diesen Fragen wir deutlich nein. Ein Körper kann kranke oder fehlende Körperteile auch ausgleichen und du musst dich nicht unter Druck gesetzt fühlen, denn Hans Peter hat schon gesagt, du bist nicht allein. Und ich möchte echt noch mal deutlich sagen, wenn du im Moment es nicht leisten kannst, dann wirst du von anderen mitgetragen. Diese Fragen machen das deutlich. Du musst nicht alles können und manchmal musst du vielleicht auch einfach gar nichts können. Paulus nimmt sich in seinem Brief den ganzen folgenden Abschnitt Platz für das, was im Zentrum von allem steht, was er da so schreibt und er kündigt das bereits in dem Abschnitt, den wir jetzt gelesen haben, am Ende an. Jetzt will ich euch einen Weg zeigen, der weit über das alles hinausführt. Und dann folgt im nächsten Abschnitt das Ruhelied der Liebe. Ohne Liebe wird es nichts. Ohne Liebe, auch in so einer Gemeinde wie unserer geht es nicht. Paulus nimmt sich in seinem Brief den ganzen folgenden Abschnittplatz für das und das finde ich schon sehr zentral. Was also fügt dieser Brief von Paulus, dem hinzu, was Jesus seinen Jüngern mit auf den Weg gegeben hat, also was letzte Woche Hans Peter hier berichtet hat. Und was ergibt sich aus diesen beiden Predigten für uns? Erstens, wir sind zur Mitarbeit motiviert. Hans Peter hat am Ende seiner Predigt die Frage gestellt, was genau der Punkt ist, der dich motiviert? Und diese Frage darfst du dir weiterhin stellen und sie beantworten. Zweitens, alle sind aufgefordert. Weder Jesus noch Paulus haben jemanden ausgeschlossen. Fühlst du dich also angesprochen? Drittens, Gott hat uns begabt und stattet uns aus. Jesus hat seine Jünger vorbereitet, bevor sie losgegangen sind. Und Paulus benutzt das Bild vom Körper, in dem jeder Teil seine Aufgabe hat. Trotzdem habe ich mir auch die Frage gestellt, ob diese beiden Texte von letzter Woche und von heute diese Aussendung der Jünger geht hin, wie Jesus gesagt hat, und die gezielte Adressierung von einer Ortsgemeinde durch Paulus, was ja eher nach innen gerichtet und so ein bisschen exklusiv wirkt, ob die nicht im Gegensatz zueinander stehen. Die 72 Jünger gehen jeweils nur zu zweit los. Also, das ist doch die kleinst mögliche Gruppengröße. Der Gemeindekörper wiederum, der ist stark, wenn und weil alle zusammenwirken. Gehen oder bleiben, außen oder innen. Ist das nicht ein Widerspruch? Ich glaube nicht, denn die Ortsgemeinde und damit auch wir als FG Karlsruhe, wir haben eine ganz besondere Chance, dich persönlich und durch deine Mitarbeit zu bewegen. Wir können durch die Kraft der Gemeinschaft Nächste für andere sein und wir können durch die Stärke einer Gemeinde Licht sein in unserer Stadt. Und wir können Heimat bieten. Wir können Unterstützung geben. Wir können Einsamkeit entgegentreten. Wir können Kinder beträumen, Eltern eine Pause brauchen. Wir können von Jesus erzählen, der freimacht und vieles mehr. Vieles davon haben wir auch in unserer Vision festgehalten. Wir brauchen als Christen auch selbst diesen Raum, um zu profitieren, um dann wieder gehen zu können. Und es ist wichtig, dass wir das eine nicht ohne das andere tun, nicht nur um sich selbst drehen, immer noch den Körper optimieren, aber auch nicht ausbrennen im Dienst für andere. Ich glaube, dass wir als Kirche, als freikirchliche Gemeinde und ganz konkret als FG Karlsruhe eine Rolle für die Gesellschaft spielen und dass wir diese Rolle echt nicht unterschätzen dürfen. Wir bieten etwas und wir fangen etwas auf, was woanders aus verschiedenen Gründen nicht mehr gefunden werden kann. Und umso wichtiger ist es, dass die Gemeinde eben so stark ist, dass sie das schafft. Obwohl mir in der Vorbereitung auf diese Predigt also klar geworden ist, dass die Mitarbeitsgemeinde bezieht, wünsche ich mir und halte es für sinnvoll und wichtig und ja geradezu für ein biblisches Prinzip, dass ein Gutteil der Mitarbeit Karlsruhe abfällt. Und das Ziel ist dabei nicht, dass die Gemeinde durch die Mitarbeit noch toller wird. Nein, den zentralen Aspekt hat Hans Peter bereits auf den Punkt gebracht. Du hast eine großartige Message und das ist es doch. Wir haben eine tolle Message. Wir haben etwas, das Leben verändert, das Basis ist für eine besondere Gemeinschaft. Und dafür braucht das Mitarbeit, dafür braucht das Ehrenamt, auch wenn es nicht der einzige Ort ist, wo du dich ehrenamtlich engagieren kannst und wo du deine Freizeit verbringst. FG Karlsburg braucht Ehrenamt braucht deine persönliche Motivation zur Mitarbeit. Ich fange so eine Vorbereitung auf die Predigt immer mit einem Bibellexikon an, das mein Mann und ich zur Hochzeit bekommen haben. Und dieses Bibelxikon stellt dabei den Zusammenhang der Mitarbeit noch mal zur Jüngerschaft her. Damit haben wir uns ja im Frühjahr in einer Predigtreihe hier aus Giebig beschäftigt und es macht ebenso deutlich, dass die Mitarbeit ein Akt der nächsten Liebe ist. Menschen werden fähig einander in der Liebe Jesu zu dienen. Sie lernen es, eigene Wünsche und Interessen zurückzustellen, um Kraft und Besitz zur persönlichen Hilfe für den Notleidenden einzusetzen. Auch der seelsorgerliche Dienst der Gemeindeglieder eininander fällt unter dem Begriff der Diakonia. Jede Form gelebten Glaubens in der Nachfolge, in der ein Mensch freiwillig Verzicht übt und Aufmerksamkeit, Zeit, Kraft und Fähigkeiten zur Hilfe für andere zur Verfügung stellt, wird im Sinne des Neuen Testaments zum Gottesdienst. Mitarbeit ist also ein wichtiger Bestandteil deiner persönlichen Jüngerschaft und Mitarbeit ist essentiell für die Gemeinschaft der Jesusnachfolger für uns als Gemeinde. Aber warum das alles? Du musst deine Identität in Gott verwurzeln, hat Hans Peter gesagt. Seine bedingungslose Liebe gibt Motivation, die hält. Und diese Motivation, die wünsche ich mir auch. Eine Energie, die daraus erwächst, dass wir ein Leib sind. Neulich habe ich einen Podcast gehört über das Phänomen einer koreanischen Musikgruppe. Vielleicht hast du die auch schon mal gesehen, z.B. bei der ersten WM Halbzeitshow ever. Das ist ja noch nicht so lange her. Diese Gruppe heißt BTS. Und in dem Podcast ging es um dieses ganze System, was hinter dieser Musikgruppe steht. In Korea nennt man diese mega erfolgreichen Künstler Idols. Und die Fans dieser Idols bilden eine ganze Fangemeinschaft und sie nennen sich Fandom. Und dieses Fandom von BTS hat sogar einen Namen Army. Wahnsinn. Als solche schließen sich diese dieses Fandom schließt sich zusammen und diese Fans können echt was erreichen. Als die Gruppe z.B. noch unbekannter war und immer versucht hat, da so aus Korea so ein bisschen rauszukommen, da haben sie sich z.B. zusammeng getan und haben Radiosendern E-Mails geschrieben, haben angerufen, haben gesagt: "Hey, spielt doch mal was von BTS. Das ist so eine tolle Musik." Sie haben die bestürmt und es ist ihnen gelungen. Sie vernetzen sich also, sie bringen etwas ins Rollen, sie machen einen Unterschied. Diese Fans, die empfinden sich als ganz starke Gemeinschaft und deswegen haben sie sich eben auch diesen Namen gegeben und sie haben sogar ein eigenes Logo. Also mich fasziniert das total, deswegen habe ich auch diesen Podcast bis zum Ende gehört, welche Energie da freigesetzt wird und was daraus erwachsen kann, dass dieses Phantom besteht. Und mir ist aufgegangen, wir Christen, wir haben doch auch ein Eidel und entsprechend sind wir doch das Fandom von Jesus und wir haben sogar ein Logo. Schaut mal. Und ich finde, wir sollten uns auch wieder mehr vernetzen. Wir sollten auch Dinge in Bewegung bringen und auch einen Unterschied machen in der ganzen Welt und übrigens auch als Ortsgemeinde hier in Karlsruhe, sagt Hans Peter übrigens auch irgendwie und Paulus sowieso, nur halt mit dem Bild vom Körper. Und jetzt sind wir dran, weil wir ja im besten Falle mit dem Wissen, dass wir über unser Leben und unseren Auftrag als Christen und als Teil der Gemeinde haben, als Fandem von Jesus einfach nicht mehr anders können. Amen.