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Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

TOI – Olive theft betrays Avraham’s moral legacy: A response to Rabbi Lior

ohne Namen · Ohr Torah Stone (Efrat/Jerusalem) - Parascha-Kommentare · 2026-10-21 · Efrat · Quelle

Gerechtigkeit · Hauptbotschaft Fürsorge · tragend Wahrhaftigkeit · tragend

Die halachische Erlaubnis, Oliven aus arabischen Hainen zu ernten, widerspricht dem jüdischen Recht und dem moralischen Vermächtnis Abrahams, da sie das Eigentum nichtjüdischer Nachbarn missachtet und den Namen Gottes entweiht.

Wenn unsere Tora als Erlaubnis dargestellt wird, das Eigentum einer Person einfach deshalb zu nehmen, weil diese Person nicht jüdisch ist, wird sie gegen die Werte der Tora gestellt und verzerrt diejenige Tora, die sie aufrechterhalten will.

Der Text ist eine halachische und ethische Kritik an einer Entscheidung des Rabbiners Dov Lior, die es Juden erlaubt, Oliven aus arabischen Hainen in Judäa und Samaria zu ernten. Der Autor argumentiert, dass diese Handlung gegen das jüdische Recht und die moralischen Werte der Tora verstößt, insbesondere gegen das Verbot des Diebstahls und das Gebot, das Rechte und Gute zu tun. Er verweist auf die Vorbildfunktion Abrahams, der trotz des Landversprechens die Rechte der dort lebenden Kanaaniter respektierte. Die Ernte fremden Eigentums wird als 'Chillul Hashem' (Entweihung des göttlichen Namens) bezeichnet, da sie die Tora als Erlaubnis zur Ausbeutung nichtjüdischer Nachbarn darstellt. Der Autor betont, dass die Mizwa der Landbesiedlung keine kollektive Eigentumsrechte an jedem Grundstück begründet und die Rechte nichtjüdischer Bewohner nicht aufhebt. Er ruft die jüdische Jugend auf, die ethische Verantwortung gegenüber ihren Nachbarn zu erkennen und nicht auf die Worte des Rabbiners zu hören. Die Arbeit an den Bäumen durch die IDF oder Freiwillige zur Hilfe der Eigentümer wird als Beleg dafür angeführt, dass keine Aufgabe des Eigentums vorliegt. Schließlich wird gefordert, die Tora so zu leben, dass sie die Achtung des Eigentums der Nachbarn mit der Liebe zum Land vereint.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
Was hilft dagegen?
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; praktisches Handeln am Nächsten, Werke
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Jes 41,2 · Jes 41,8 · 3. Mose 22,32 · 5. Mose 6,18 · 1. Mose 13,7 · 1. Mose 17,1 · Jes 41,9 · Rambam, Hilkhot Gezela Vaaveida 1:2

Gemessen

Grundhaltung
-1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Arabische Nachbarn / Nichtjuden
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
HERAUSGEHOBENER BEITRAG Der Diebstahl von Oliven verrät Avrahams moralisches Vermächtnis: Eine Antwort an Rabbi Lior Der Rabbi, der entschied, dass Juden die Früchte von den Bäumen ihrer arabischen Nachbarn stehlen dürfen, widersprach nicht nur dem jüdischen Recht, sondern auch den Werten der Tora Rabbi Dr. Kenneth Brander | 21. Oktober 2026 Die Haftara-Lesung dieser Woche spricht rätselhaft vom „einen aus dem Osten“ (Jesaja 41,2), den Gott berief, um eine neue Ära der Gerechtigkeit und des Guten einzuleiten. Unsere Weisen identifizieren diesen Mann als Avraham Avinu, die zentrale Gestalt unserer Parascha, der wenige Verse später zärtlich als „Avraham, der Mich liebte“ (V. 8) bezeichnet wird. Während wir diese Woche von Avrahams ersten Schritten in das Land Kanaan lesen, erinnert uns die Haftara daran, dass wir in dieses Land als seine Erben zurückkehren – und sein moralisches Vermächtnis zusammen mit der verheißenen Rückkehr erben. Dieses Vermächtnis wurde diese Woche öffentlich in Frage gestellt, und ich glaube, dass die Infragestellung eine Antwort verlangt. In einem Brief, der letzte Woche veröffentlicht wurde, erließ Rabbi Dov Lior eine halachische Entscheidung, die es Juden erlaubt, Oliven aus arabisch besitzenen Hainen in ganz Judäa und Samaria zu ernten. Seine Begründung lautet wie folgt: Das jüdische Volk hat nie die Hoffnung auf das Land aufgegeben. Da Land nicht gestohlen werden kann, hat es nie unseren Besitz verlassen. Die Eigentümer können aus Sicherheitsgründen nicht zu ihren Obstgärten gelangen, daher müssen sie die Hoffnung auf die Früchte aufgegeben haben. Jeder Anspruch, den sie auf das Pflanzen der Bäume hatten, ist längst durch die Früchte, die sie gegessen haben, zurückgezahlt worden. Er schloss daher, dass die Ernte ihrer Oliven erlaubt und sogar verdienstvoll ist, da sie unseren Besitz bestätigt und die Mizwa der Eroberung des Landes erfüllt. Dies steht in scharfem Kontrast zur Botschaft unserer Haftara. Ich schreibe dies nicht in der Hoffnung, die Meinung des Rabbiners zu ändern, der den Brief verfasst hat. Ich schreibe aus Verantwortung gegenüber unserer Jugend, die nach Orientierung sucht. Sie dürfen seinen Brief nicht für eine solide halachische Analyse halten; das Gegenteil ist der Fall. Chillul Hashem ist keine Frage der Öffentlichkeitsarbeit. Es geht darum, wie unsere Worte und Taten den Namen Gottes in der Welt darstellen. „Verunreinigt nicht Mein heiligen Namen – damit er geheiligt werde inmitten der Israeliten.“ (3. Mose 22,32). Wenn unsere Tora als Erlaubnis dargestellt wird, das Eigentum einer Person einfach deshalb zu nehmen, weil diese Person nicht jüdisch ist, wird sie gegen die Werte der Tora gestellt und verzerrt diejenige Tora, die sie aufrechterhalten will. Darüber hinaus lehrt der Ramban, dass die technischen Regeln der Halacha nicht jede Situation abdecken können. Die Tora befiehlt uns daher, „das Rechte und das Gute“ zu tun (Ramban zu 5. Mose 6,18) und besteht darauf, dass die Werte der Tora unser Verhalten in komplexen Situationen leiten müssen, wenn das halachische Ergebnis nicht immer klar ist. Auf der halachischen Ebene machen die ewige Bindung unseres Volkes zum Land und die Mizwa, es zu besiedeln, nicht jedes Grundstück und jedes Stück Land zum kollektiven Eigentum des jüdischen Volkes. Sie berauben nichtjüdische Bewohner nicht ihrer Eigentumsrechte. Das Prinzip, dass Land nicht gestohlen werden kann, ist eine Regel innerhalb der Gesetze des Diebstahls. Es kann nicht als Beweis für das Eigentum an einem bestimmten Grundstück verwendet werden. Eine lange Reihe von Autoritäten, von Tosafot und dem Meiri bis hin zu Rav Kook und Rav Herzog, beschränken das Verbot von lo techonem (Verkauf oder Vermietung von Land an Nichtjuden) auf Götzendiener, und somit haben Christen und Muslime das Recht, Landbesitzer zu sein. Die Aufgabe (ye’ush) der Früchte kann nicht allein deshalb vermutet werden, weil die Ernte schwierig ist, und sie kann erst recht nicht vermutet werden, wenn die IDF und jüdische Freiwillige bereitstehen, den Eigentümern zu helfen, zu ihren Bäumen zu gelangen. Vor allem ist die Halacha eindeutig: Es ist verboten, auch die kleinste Menge zu stehlen, sei es von einem Juden oder einem Nichtjuden (Rambam, Hilkhot Gezela Vaaveida 1:2; Schulchan Aruch, Choschen Mischpat 359:1). Die Tosefta geht noch weiter und bezeichnet den Diebstahl von einem Nichtjuden als schwerwiegender, da er einen Chillul Hashem herbeiführt (Tosefta Bava Kama 10:8). Rabbi Naftali Zvi Yehuda Berlin, der Netziv, schreibt in seiner Einleitung zu Bereschit, dass die Avot als yesharim, die Aufrichtigen, bezeichnet werden, weil sie die umliegenden Völker mit Fürsorge und Liebe behandelten, einschließlich der Götzendiener. Avraham betete sogar für das Volk von Sodom und Gomorra, obwohl er deren Wege ablehnte. Avraham „wandelte vor Gott“ (1. Mose 17,1). Wie die Haftara uns daran erinnert, ist er „einer aus dem Osten“, der die Gottesfurcht in die Welt trug. Dennoch bestand er darauf, fair mit den Menschen umzugehen, die vor ihm im Land lebten. Rashi erklärt, dass der Streit zwischen den Hirten Avrahs und den Hirten Lots, der in unserer Parascha erwähnt wird, genau darüber ging. Die Hirten Lots weideten ihre Herden auf den Feldern anderer, und die Hirten Avrahs rügten sie wegen Diebstahls. Die Männer Lots antworteten, dass das Land Avraham versprochen worden sei und dass Lot sein Erbe sei. Die Tora weist diese Antwort mit einer einzigen Klausel zurück: „Der Kanaaniter und der Perisiter wohnten damals im Land“ (1. Mose 13,7; Rashi ad loc.). Das Versprechen war real, aber es berechtigte niemanden, das zu nehmen, was anderen gehörte. Das Argument der Hirten Lots ist in unserer Zeit wieder aufgegriffen worden. Die Tora hat längst klar gemacht, welche Seite des Arguments sie unterstützt. Avrahs Kinder zu sein, bedeutet, ethische Ombudsleute für die Welt zu sein. Wenn Worte wie die von Rabbi Lior als die Stimme der Tora und der Wahrheit präsentiert werden, können wir nicht schweigen bleiben. Wir müssen der nächsten Generation die Tora Avrahs lehren: Die Achtung des Eigentums unserer Nachbarn mindert unsere Liebe zum Land nicht. So leben wir im Land gemäß der Tora, und so ehren wir das Erbe unserer Vorfahren und leben dem Beispiel nach, das sie gesetzt haben: „Du bist mein Knecht; dich habe ich erwählt, und ich werde dich nicht verwerfen“ (Jesaja 41,9). Rabbiner Dr. Kenneth Brander ist Präsident und Rosh HaYeshiva von Ohr Torah Stone, einem in Israel ansässigen Netzwerk aus 32 Bildungs- und Sozialaktionsprogrammen, die das jüdische Leben, die Lebensweise und das Führungsverhalten in Israel und weltweit transformieren. Er ist der emeritierte Rabbiner der Boca Raton Synagoge und Gründer der Katz Yeshiva High School. Er diente als Vizepräsident für Universitäts- und Gemeindeleben an der Yeshiva University und hat zahlreiche Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften verfasst. Lesen Sie diesen Artikel auf der Website der Times of Israel
Wortlaut im Original
FEATURED POST Olive theft betrays Avraham’s moral legacy: A response to Rabbi Lior The rabbi who ruled that Jews can steal the fruit from their Arab neighbors’ trees contradicted not only Jewish law, but also Torah values Rabbi Dr. Kenneth Brander |October 21, 2026 This week’s haftarah reading speaks enigmatically of the “one from the east” ( Isaiah 41:2 ), whom God called forth to usher in a new age of justice and goodness. Our Sages identify this man as Avraham Avinu, the central figure of our parsha, who is referred to tenderly just a few verses later as “Avraham, who loved Me” ( v. 8 ). As we read this week of Avraham’s first steps into the land of Canaan, the haftarah reminds us that we return to this land as his heirs – inheriting his moral legacy along with the promised return. This week that legacy was challenged publicly, and I believe the challenge demands an answer. In a letter published last week, Rabbi Dov Lior issued a halakhic ruling permitting Jews to harvest olives from Arab-owned groves throughout Judea and Samaria. His reasoning runs as follows: The Jewish people never despaired of the land. Since land cannot be stolen, it never left our ownership. The owners cannot reach their orchards for security reasons, so they must have despaired of the fruit. Any claim they had for planting the trees has long been repaid by the fruit they have eaten. He therefore concluded that harvesting their olives is permitted, and even meritorious, because it asserts our ownership and fulfills the mitzvah of conquering the land. This stands in stark contrast to the message of our haftarah. I do not write this in the hope of changing the mind of the rabbi who wrote the letter. I write out of responsibility to our youth, who are searching for direction. They must not mistake his letter for sound halakhic analysis; the opposite is true. Chillul Hashem is not a matter of public relations. It concerns how our words and actions represent God’s name in the world. “Do not profane My holy name – that it may be sanctified in the midst of the Israelites.” ( Leviticus 22:32 ). When our Torah is presented as permission to take a person’s property simply because that person is not Jewish, it is made to stand against Torah values, distorting the very Torah it aims to uphold. Furthermore, the Ramban teaches that the technical rules of halakha cannot address every situation. The Torah therefore commands us to do “what is right and what is good” ( Ramban on Devarim 6:18 ), insisting that Torah values must guide our conduct in complex situations, when the halakhic outcome is not always clear. On the halakhic level, our people’s eternal bond with the land and the mitzvah to settle it do not make every plot and parcel the collective property of the Jewish people. They do not strip non-Jewish residents of their property rights. The principle that land cannot be stolen is a rule within the laws of theft. It cannot be turned into proof of title to a particular plot. A long line of authorities, from Tosafot and the Meiri to Rav Kook and Rav Herzog, limit the prohibition of lo techonem (selling or renting land to non-Jews) to idolaters, and thus Christians and Muslims have the right to be landowners. Abandonment ( ye’ush ) of the fruit cannot be presumed just because harvesting is difficult, and it certainly cannot be presumed when the IDF and Jewish volunteers stand ready to help the owners reach their trees. Above all, the halakha is explicit: it is forbidden to steal even the smallest amount, whether from a Jew or a non-Jew (Rambam, Hilkhot Gezela Vaaveida 1:2; Shulchan Arukh, Choshen Mishpat 359:1 ). The Tosefta goes further and calls theft from a non-Jew more severe, because it brings chillul Hashem (Tosefta Bava Kama 10:8). Rabbi Naftali Zvi Yehuda Berlin, the Netziv, in his introduction to Bereshit, writes that the Avot are called yesharim , the upright, because they treated the nations around them with care and love, including idolaters. Avraham even prayed on behalf of the people of Sodom and Gomorrah, despite rejecting their ways. Avraham “walked before God” ( Genesis 17:1 ). As the haftarah reminds us, he is “one from the east” who spread godliness through the world. Yet he also insisted on dealing fairly with the people who lived in the land before him. Rashi explains that the quarrel between the shepherds of Avraham and the shepherds of Lot mentioned in our parsha was about exactly this. Lot’s shepherds grazed their flocks in other people’s fields, and Avraham’s shepherds rebuked them for theft. Lot’s men answered that the land had been promised to Avraham and that Lot was his heir. The Torah rejects that answer with a single clause: “the Canaanite and the Perizzite dwelled then in the land” ( Genesis 13:7 ; Rashi ad loc. ). The promise was real, but it did not entitle anyone to take what belonged to others. The argument of Lot’s shepherds has been revived in our day. The Torah long ago made clear which side of the argument it supports. To be Avraham’s children is to be ethical ombudsmen to the world. When words like Rabbi Lior’s are presented as the voice of the Torah and of truth, we cannot remain silent. We must teach the next generation the Torah of Avraham: respecting our neighbors’ property does not lessen our love for the land. It is how we live in the land according to the Torah, and how we honor the legacy of our forebears and live up to the example they set: “You are My servant; You have I chosen, and I will not reject you” ( Isaiah 41:9 ). Rabbi Dr. Kenneth Brander is President and Rosh HaYeshiva of Ohr Torah Stone, an Israel-based network of 32 educational and social action programs transforming Jewish life, living and leadership in Israel and across the world. He is the rabbi emeritus of the Boca Raton Synagogue and founder of the Katz Yeshiva High School. He served as the Vice President for University and Community Life at Yeshiva University and has authored many articles in scholarly journals. Read this article on the Times of Israel website